DE11253C - Verfahren zur Herstellung von künstlichen, zahnbeinähnlichen Producten für zahnärtzliche und ähnliche Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichen, zahnbeinähnlichen Producten für zahnärtzliche und ähnliche Zwecke

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DE11253C
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zinc oxide
dentin
zinc
dental
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CH. S. ROSTAINC, DI ROSTAGNI in Potsdam, WaisenJtrafse 681
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    • A61K6/70Preparations for dentistry comprising inorganic additives
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    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/849Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising inorganic cements
    • A61K6/864Phosphate cements

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Description

1880.
PATENTSCHRIFT
CHARLES SYLVESTER ROSTAING di ROSTAGNI in POTSDAM.
Verfahren zur Herstellung von künstlichen zahnbeinähnlichen Produkten für zahnärztliche
und ähnliche Zwecke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. März 1880 ab.
Die künstlichen, zahnbeinähnlichen Producte bestehen aus vier Arten von Gemischen von Pyrometaphosphaten des Zinks oder Aluminiums mit den Pyrometaphosphaten des Magnesiums.
1. Ein Gemisch von saurem oder neutralem Zinkphosphat wird in destillirtem Wasser oder in officineller Phosphorsäure aufgelöst, mit Aluminiumphosphat gesättigt und bis zur Syrupconsistenz eingedampft.
2. Metaphosphorsäure (Acid. Phosphoric, gla ciate) wird im drei- bis sechsfachen seines Gewichts destillirten Wassers aufgelöst und bis zur Syrupconsistenz eingedampft.
Andererseits wird officinelle Phosphorsäure längere Zeit hindurch auf einer Temperatur von 2000C. erhalten, wodurch sich dieselbe in Pyrophosphorsäurehydrat umwandelt. Dieses Pyrophosphorsäurehydrat wird mit der syrupartigen Metaphosphorsäure gemischt, bis zum Sieden erhitzt und in Flacons gefüllt.
3. Für besondere Fälle, wenn es sich um eine langsame Bindekraft der weiter unten beschriebenen Emaillen handelt, sättigt man in der Wärme ganz oder theilweise diese erhaltene syrupartige Pyrometaphosphorsäure mit chemisch reinem Zink oder Zinkoxyd mit Cadmium oder mit Aluminium oder Aluminahydrat- vermischt.
4. Zinkpyrophosphat oder Zinkaluminiumpyrometaphosphat wird durch Erwärmen wasserfrei gemacht, dann auf das Feinste in einem erwärmten Porcellanmörser zerrieben, mit dem sieben- bis neunfachen seines Gewichts Zinkoxyd oder Zinkoxydmagnesia sorgfältig gemischt und in gut verschlossenen Flacons aufbewahrt. Dieses Gemisch liefert einen sehr festen Cement, wenn es mit Wasser oder Phosphorsäure angefeuchtet und geknetet wird.
Verfahren zur Herstellung von geschmolzenen, krystallisirten, sowie von nicht geschmolzenen, krystallisirten, giftfreien, unlöslichen und unveränderlichen Emails aus Zinkoxyd oder Magnesia oder aus Zinkoxydmagnesia:
2 kg chemisch reinen Zinkoxyds werden mit Wasser in einem geräumigen Porcellanmörser zu einem Brei gerührt, 30 bis 50 g Borsäure, in Spiritus gelöst, hinzugefügt, gut gemischt, und dieser Brei durch Hinzurühren und Kneten von noch ι kg Zinkoxyd verdickt. Das Zinkoxyd kann theilweise durch Magnesia im Aequivalentverhältnifs ersetzt werden.
Die Mischung wird in Schmelztiegeln festgestampft, dann einige Zeit getrocknet, mit einem Thondeckel zugedeckt und darauf mehrere Stunden lang der Weifsglühhitze ausgesetzt. Nach dem Erkalten findet man ein steinhartes Email im Tiegel von bläulicher, weifser oder grünlicher Farbe. Dasselbe wird zu einem feinen Pulver zerrieben und dann mehrere Stunden lang in einem feuerfesten Gefäfs in Rothglühhitze geröstet, wodurch es weifs wird. Dies Email kann durch Zusatz von in der Weifsglühhitze zersetzbaren Salzen oder färbenden Metallen in wässeriger Lösung beliebig gefärbt werden. Chromsäure und Chromsalze erzeugen graue oder röthliche Farbe; Gold oder Mangansalze: gelb, goldgelb oder verschiedene Okernuancen; Platinsalze: schiefergrau; Cadmiumsalze: hellbraun; Gemische von Eisen und Chromsalzen: Okernuancen, roth und rosa.
Das farblose oder gefärbte Email wird zu einem nicht fühlbaren Pulver im Porcellanmörser zerrieben.
Eine andere Herstellungsweise ist die folgende: Aus Zink oder Zink- und Magnesiumsalzen, die sich bei hoher Temperatur leicht zersetzen, wird durch Erwärmen das Krystallwasser ausgetrieben und dann das Salz oder die Salzgemische einer mehrstündigen Weifsglühhitze ausgesetzt. Oder ein Gemisch von Zinkoxyd mit Magnesia in äquivalentem Verhältnisse wird mit verdünnter Salpetersäure zu einem Brei angerührt, dann durch Erwärmen möglichst getrocknet, in feuerfeste Schmelztiegel gestampft und einer mehrstündigen Weifsglühhitze ausgesetzt. Die Färbung geschieht durch Zusatz von färbenden Metallsalzen, wie weiter oben beschrieben. Die zurückbleibenden Metalloxyde, als: krystallisirtes Zinkoxyd j Zinkoxydmagnesia, Zinkoxyd und Zinkoxydulmagnesia, mit Borsäure verbunden, jedes für sich genommen oder zusammengemischt, liefern mit Pyrometaphosphaten, wie oben in 1., 2. und 3. beschrieben, gemischt und geknetet, äufserst harte und dauerhafte Zahn-Emails.
Zu gewöhnlichen Zwecken dient ein etwas poröser, kittartiger Cement, der durch Kneten von Zinkoxyd mit Wasser, welchem man auch
Magnesia' zusetzen kann, und Aussetzen des Gemisches der. Weifsglühhitze hergestellt wird. Wird dies dichte Zinkoxyd oder Zinkoxydmagnesia mit dickflüssigem Pyrometaphosphat des Zinkoxyds oder auch mit einer concentrirten, sauren Lösung von Zinkaluminium vermischt, so erhält man ebenfalls ein hartes, neues Zahn-Email.
Endlich wird ein äufserst hartes, zahnbeinähnliches Email hergestellt durch Mischen und Kneten der hierin beschriebenen Zinkoxydmagnesia, im äquivalenten Verhältnisse zusammengesetzt (als Magnesiate von Zinkoxydul für die bläuliche Verbindung oder als Magnesiate von Zinkoxyd, mit Chromsäure und Borsäure verbunden, für die gelbliche und perlgraue Verbindung) mit den schwer krystallisirbaren, neutralen oder sauren concentrirten Lösungen der Chlorüre des Zinks, des Cadmiums, des Magnesiums, des Eisens, des Mangans oder des Aluminiums.

Claims (2)

PATENT-Ansprüche:
1. Verfahren der Herstellung neuer, zahnbein-(Dentin) ähnlicher Producte aus der Zusammenstellung der Emaillen im äquivalenten Verhältnisse zusammengesetzt, mit der hierin beschriebenen Pyrometaphosphorsäure entweder rein oder mit Zink, Zinkaluminium oder Cadmium verbunden.
2. Die Verbindung der hierin beschriebenen Emaillen mit Chlorüren, wie am Schlüsse dieser Beschreibung angegeben.
DENDAT11253D Verfahren zur Herstellung von künstlichen, zahnbeinähnlichen Producten für zahnärtzliche und ähnliche Zwecke Active DE11253C (de)

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