DE6045C - - Google Patents

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Description

1878.
CHARLES SYLVESTER ROSTAING di ROSTAGNI in PHILADELPHIA.
Verfahren zur Darstellung von Kitten für zahnärztliche und ähnliche Zwecke, bestehend aus Gemischen von Pyrophosphaten des Calciums oder Bariums mit den Pyrophosphaten des
Zinks oder Magnesiums.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1878 ab.
Der Zahnkitt besteht aus Gemischen von Pyrophosphaten des Calciums oder Bariums mit Pyrophosphaten des Zinks oder Magnesiums.
Zur Darstellung derselben wird ein Gemisch von saurem oder neutralem Calciumphosphat mit Zinkphosphat in einem Tiegel geschmolzen. Wenn die Masse ruhig fliefst, wird sie ausgegossen.
Oder es wird Calciumphosphat (1 Theil) mit Zinkoxyd (10 bis 30 Theile) . und soviel Ammoniumphosphat, als zur Sättigung des Zinkoxyds erforderlich ist, zusammengeschmolzen.
Die erstarrte glasartige Masse wird fein pulverisirt und zur weiteren Verwendung aufbewahrt.
Ferner ist eine Masse von dickflüssiger Consistenz erforderlich. Zu deren Darstellung wird das Glas in verdünnter Phosphorsäurelösung in der Wärme aufgelöst, wobei man etwas Magnesia oder Cadmiumoxyd hinzusetzen kann.
Die Lösung wird bis zur Syrupconsistenz eingedampft.
Will man dieses Doppelsalz in glasartigem leicht löslichen Zustande erhalten, so dampft man die Lösung noch etwas weiter ein, giefst dann die Masse aus und pulverisirt dieselbe gleich nach dem Erkalten im Porcellanmörser.
Das Pulver ist in wohl verstöpselten Flaschen oder in wasserdichter Packung aufzubewahren.
Bei der Verwendung wird das Pulver in der Wärme in destillirtem Wasser bis zur Syrup- oder Honigconsistenz gelöst.
Ferner setze ich zu einer Lösung von Zinkoxyd oder Magnesiumoxyd, oder von Zink oder Cadmium in Phosphorsäure in der Siedehitze sauren phosphorsauren Kalk und alsdann etwa 10 pCt. oder mehr des glasartigen Pyrophosphates von Zink und Kalk in fein pulverisirtem Zustande, erhitze wieder zum Sieden, bis alles in klare Auflösung übergegangen ist und fülle diese in Flaschen.
Ist zu viel phosphorsaurer Kalk zu der Lösung von phosphorsaurem Zink gesetzt worden, so dafs dieselbe trübe ist, so mufs noch etwas von der sauren Zinklösung zugesetzt werden.
Das Zinkoxyd sowohl als der Kalk kann theilweise durch Magnesia ersetzt werden; auch durch Baryt für solche Fälle, wo die giftige Eigenschaft des Baryts nicht in Betracht kommt, wie z. B. zur Bereitung von pyrophosphatischen Kitten für Mosaikarbeiten.
Zur Darstellung von geschmolzenen krystallisirten, sowie von nicht geschmolzenen krystallisirten, giftfreien, unlöslichen und unveränderlichen Emails aus Zinkoxyd, Magnesia, Kalk oder Baryt, entweder jedes für sich genommen oder in Verbindung mit einander, verfahre ich folgendermafsen:
Ich nehme beispielsweise 2 kg Zinkoxyd, rühre dasselbe mit Wasser zu einem Brei an, füge dann 5 g bis 50 g Borsäure in Spiritus oder in Wasser gelöst hinzu, mische gehörig und verdicke dann diesen Brei durch Hinzurühren und Kneten von noch 1 kg Zinkoxyd. Das Zinkoxyd kann theilweise durch Kalk, Magnesia oder Baryt ersetzt werden.
Die Mischung wird in feuerfesten Schmelztiegeln festgestampft, dann einige Zeit getrocknet und darauf mehrere Stunden lang der Weifsglühhitze ausgesetzt.
Nach dem Erkalten findet man ein steinhartes Email von bläulicher oder grünlicher Farbe.
Dasselbe wird zu einem feinen Pulver zerkleinert. Dasselbe wird mehrere Stunden lang geröstet, wodurch es weifs wird.
Dies Email kann durch Zusatz von in der Weifsglühhitze zersetzbaren Salzen der färbenden Metalle in wässriger Lösung beliebig gefärbt werden.
Ich nehme Chromsalze für Grau oder Röthlich; Gold- oder Mangansalze für Gelb, Goldgelb oder verschiedene Ockernüancen; Platinsalze für Schiefergrau; Cadmiumsalze für Hellbraun; Gemische von Cadmium-, Silber- und Eisensalzen für Violetbraun; Gemische von Eisen- und Chromsalzen für Ockernüancen, Roth und Rosa.
Das farblose oder gefärbte Email wird zu einem unfühlbaren Pulver zerkleinert.
Mischt und knetet man dasselbe nun mit den oben beschriebenen honig- oder syrupdicken Pyrophosphaten des Zinkoxyds und Kalks oder
der Magnesia, so erhält man ein zur Ausfüllung natürlicher Zänne und Herstellung künstlicher Zahnkronen sehr geeignetes Email.
Eine andere Darstellungsweise ist die folgende :
Ich nehme Zink- oder Magnesiumsalze, die sich bei hoher Temperatur leicht zersetzen, treibe durch Erwärmen erst das Krystallwasser aus und setze dann das Salz einer mehrstündigen Weifsglühhitze aus.
Die zurückbleibenden Metalloxyde liefern mit dickflüssigem Pyrophosphat geknetet ebenfalls ein Zahnemail.
Endlich ist noch folgendes Verfahren zu erwähnen :
Zinkoxyd mit oder ohne Magnesiazusatz wird mit Wasser geknetet, dann bis zur Weifsglut erhitzt.
Dies dichte Zinkoxyd oder Zinkoxydmagnesia wird mit io pCt. bis 33 pCt. seines Gewichtes fein zerriebenem Zmkphosphat innig vermischt.
Wird dies Präparat mit dickflüssigem Pyrophosphat des Zinkoxyds und Kalks oder der Magnesia oder auch mit einer concentrirten sauren Lösung von Zmkphosphat vermischt, so erhält man ein neues Zahnemail, das im Moment der Erhärtung Wärme entwickelt. Durch Zusatz von 2 pCt. bis 5 pCt. geschmolzenen Zinksilicats, welches durch Fällen von Wasserglaslösung mit Zinklösung erhalten wird, kann dem Präparat eine noch gröfsere Härte, ertheilt werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058395B (de) * 1958-01-16 1959-05-27 Karl Hueller G M B H Vorrichtung zum lagerichtigen Zufuehren von konischen Rundwerkstuecken, z. B. von Kegelrollen fuer Waelzlager, zu einer Schleifmaschine
DE1104793B (de) * 1955-06-27 1961-04-13 Set Screw & Mfg Company Vorrichtung zum Ordnen von Werkstuecken mit unsymmetrischer Schwerpunktlage

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104793B (de) * 1955-06-27 1961-04-13 Set Screw & Mfg Company Vorrichtung zum Ordnen von Werkstuecken mit unsymmetrischer Schwerpunktlage
DE1058395B (de) * 1958-01-16 1959-05-27 Karl Hueller G M B H Vorrichtung zum lagerichtigen Zufuehren von konischen Rundwerkstuecken, z. B. von Kegelrollen fuer Waelzlager, zu einer Schleifmaschine

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