DE11250C - Neuerungen an Stickmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Stickmaschinen

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DE11250C
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Germany
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embroidery
fabric
embroidery machines
tensioning
innovations
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DENDAT11250D
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English (en)
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SÄCHSISCHE STICKMASCHINENFABRIK und A. VOIGT in Kappel bei Chemnitz
Publication of DE11250C publication Critical patent/DE11250C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C3/00General types of embroidering machines
    • D05C3/04General types of embroidering machines with horizontal needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1880.
Klasse 82.
SÄCHSISCHE STICKMASCHINEN-FABRIK und ALBERT VOIGT in KAPPEL
bei CHEMNITZ.
Neuerungen an Stickmaschinen. '
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1880 ab.
Die Neuerungen beziehen sich auf Stickmaschinen für endlose Fäden, wie Fig. 1 und 2 in theilweiser Front- und Seitenansicht zeigt, welche mit einer mehr oder weniger grofsen Anzahl Steppmaschinennadeln und Schiffchen arbeiten, die den Faden von Spulen entnehmen. Der Stoff wird, wie bei den sogenannten Schweizer Stickmaschinen auf einen verticalen Rahmen gespannt, welcher vom Sticker mittelst Pantograph nach Mafsgabe einer am Musterbret befestigten Zeichnung nach jedem Stich weiter gerückt wird.
Der Betrieb kann durch Handkurbel E oder Riemscheibe E1 bewirkt und mit Hülfe eines Trittes F der sofortige Stillstand der Maschine nach vollendetem Spiele herbeigeführt werden.
Der die Nadeln (gewöhnlich in zwei horizontalen Reihen über einander) führende, auf der Vorderseite befindliche Wagen A wird von einer Welle B mittelst zweier Excenter C abwechselnd gegen den Stoff und wieder zurückgeführt, doch können die in den Excentern laufenden Rollenbolzen T leicht zurückgezogen und dann der Wagen auf die leicht aufzuklappenden Verlängerungen S weiter herausgefahren werden, um den Stoffrahmen behufs Auf- oder Weiterspannen. des Stoffes frei zu bekommen.
Zwei andere Excenter U besorgen vermittelst der Hebelwerke O1, der von diesen gezogenen senkrechten Zugstangen Iz1 und der Arme C1 zeitweiliges Oscilliren der Wellen ^1 und reguliren so mittelst an letzterer steckender Arme it die Schwingungen des Fadenleiters klt welcher von darauf wirkenden Federn constant nach aufwärts gezogen wird. Zweck dieses Fadenleiters ist, die für den Durchgang des Schiffchens hinter dem Stoff benöthigte Fadenmenge nach jedem Stich wieder nach vorn zurückzuziehen. Excenter V endlich besorgt mittelst eines Winkelhebelwerkes e1 die Bewegung der Schiffchen s, Fig. 16 und 17.
Die Neuerungen sind in beiliegenden Zeichnungen dargestellt und bestehen in folgendem:
i. Der Fadenwächter, welcher eventuell mittelst fortgesetzten Anschlagens des . Alarmglöckchens px anzeigt, dafs ein Faden zu Ende, zerrissen, eine Nadel zerbrochen ist oder sonst den Dienst versagt, ist in Fig. 5 im Aufrifs und Fig. 4 im Grundrifs dargestellt. An der festen Schiene p sind die leicht changirenden Aermchen r so angebracht, dafs dieselben vermöge ihres Eigengewichtes stets bestrebt sind, nach rückwärts zu fallen, daran wird jedoch jeder für sich durch den oben hindurchgeführten Stickfaden so lange verhindert, als der Faden straff erhalten bleibt. Wird ein Faden locker, so fällt dessen Wächterarm r zurück und legt sich ah Schiene t an. Letztere ist mit Einkerbungen u versehen und wird bei jedem Spiele der Maschine einmal in ihrer Längenrichtung so weit nach . links verschoben, dafs jede Einkerbung hinter einen Wächterarm gelangt. Liegt nun einer der Wächterarme nach rückwärts an Schiene t, so legt er sich in die Einkerbung und hält somit die Schiene fest bezw. verhindert sie am Zurückgehen. Auf diese Weise geschieht es, dafs eine am Ende der Hülfsschiene O befindliche Nase in die Schwingungsebene des kleinen senkrechten Schlaghebels w gelangt, daselbst verbleibt und letzteren bei jedem folgenden Aus- und Eingange des Wagens in Schwingungen versetzt, derart, dafs die darüber befindliche Alarmglocke Jj1 erklingt. Die Hin- und Herverschiebung der Kerbschiene wird wie folgt bewirkt: Mit dem Ende der Kerbschiene ist die kurze Hülfsschiene O verbunden, und auf diese wirkt mittelst Stift ν der Hebel N, welcher bei Q seinen Drehpunkt hat und am anderen Ende den Stift χ trägt. Beim Aus- und Eingange des Wagens gleitet nun Stift χ an einer feststehenden Curve P und bewirkt somit eine Bewegung des Hebels N bezw. die Verschiebung der Schiene t nach links, während die auf N wirkende Fe*der M in dem Falle, dafs sich kein Wächterarm in eine Kerbe legte, den Rückgang der Schiene t nach rechts herbeiführt.
2. Der Fadenspannapparat, Fig. 6 und η, im Auf- und Grundrifs, besteht aus einer über die ganze Sticklänge wegreichenden hohlen, übrigens aus mehreren Stücken leicht zusammengekuppelten Welle q1. Dieselbe ist hohl, um deren Eigengewicht auf ein Minimum zu reduciren, besitzt eine möglichst rauhe Oberfläche (hier ist dieselbe mit.Schmirgelleinen umgeben) und ist jeder Stickfaden einmal um dieselbe herumgelegt.
An dem einen Ende dieser Welle ist eine Bremsrolle rx befestigt, und diese wird von einem, einerseits bei g befestigten Riemen h theilweise umspannt. Das andere Ende dieses Riemens hängt linter Wirkung einer Spiralfeder i, an einem bei m gelagerten, doppelarmigen Hebel k, welcher den Riemen beim Aus- und Einfahren des Wagens (mittelst Gleitens eines Zapfens / auf Curve Z1) bald mehr, bald weniger anspannt, und dadurch die Drehung der Welle q1 mehr oder weniger erschwert. Diese Drehung der Welle wird bewirkt von den darum liegenden Fäden infolge des bei jedem Stich statthabenden Verbrauchs derselben, und giebt diesen eine zwar für alle Fäden gleiche, sonst aber dem wechselnden Bedürfnifs während jeder Stichbildung entsprechende, variable Spannung.
Um nun, je nach Dicke der zu bearbeitenden Stoffe und der zu verstickenden Fäden, stärkere und schwächere Spannung geben zu können, ist der Stift / senkrecht verstellbar.
3. Das Changirglöckchen «, Fig. 6, erklingt bei jedem Spiele der Maschine (bei jeder Umdrehung des Excenterrades C1) einmal in dem Moment, wenn die Nadeln aus dem Stoff herausgetreten sind, es mithin Zeit ist, den Pantograph bezw. den Stoffrahmen weiterzuführen. Dieses Glöckchen gestattet dem Sticker, seine Augen während des Stickens ausschliefslich der Zeichnung zuzuwenden.
4. Die Spannstäbe K, Fig. 9, zur seitlichen Anspannung des Stoffes dienend, haben gegen die gewöhnlichen den Vorzug, dafs keinerlei Spitzen nach vorn oder hinten herausstehen, dieselben mithin getrost auch zwischen Stichlochschienen und Stoffdrücker herein (bei gewöhnlichen Stickmaschinen zwischen die Nadelzangen) gebracht werden können, ohne Schaden (Spitzenabbrechen etc.) zu erleiden, und ohne dafs der am Stoff hingleitende Festonirapparat daran Widerstand findet. Diese Spannstäbe sind deshalb namentlich da mit Vortheil zu verwenden, wo der zu bestickende Stoff nicht über die ganze Länge der Nadelreihe hinwegreicht (Tischdecken etc.). Die Beschaffenheit derselben ergiebt sich aus Fig. 8 und 9 wie folgt:
Eine Anzahl Steppmaschinen-Nadeln mit einseitigen Spitzen sind zwischen Blechstreifen so befestigt, dafs, nachdem dieselben in den zu spannenden Stoff eingestochen sind, ein flacher Draht J1 bequem durch sämmtliche Oehre hindurch geschoben werden kann. Die Nadelspitzen legen sich vermöge ihrer Einseitigkeit an die gespannte Stoffebene, wodurch ein Anstofsen des Festonirapparates an dieselben verhindert wird.
Die Verbindung des Spannstabes tnit den zugehörigen Spannschrauben wird durch beliebig kürzer oder länger einzuknüpfende Bänder K1 vermittelt.
5. Die Sperrräder G an den Spannbäumen H1, Fig. 13, 14 und 15, sind an der Seite mit einer Anzahl (hier sechs) radialer Aussparungen G1 versehen, in welche ein Treib- oder Spannschlüssel / hineinpafst. Mit Hülfe des letzteren kann der betreffende Spannbaum leicht gedreht und der aufgewundene Stoff straff angespannt, auch beim Los- oder Weiterspannen das Auslösen des Sperrkegels erleichtert werden.
6. Anordnung des Stoffrahme.ns derart, dafs die vordere, nach einem jedesmaligen Auf- und Weiterspannen zum Besticken gebotene gespannte Stofffläche an verticaler Ausdehnung (Stickhöhe) gewinnt, ohne dafs deswegen die ganze Maschine höher ausgeführt und somit deren Bedienung erschwert wird.
Diese Neuerung, namentlich bei gewöhnlichen Stickmaschinen von Werth, wo ein wesentlicher Theil der Stofffläche unterhalb der Nadelreihen vom Festonirapparat verdeckt ist, besteht aufser dem Hinterverlegen sämmtlicher Spannbäume namentlich in der Anordnung des untersten derselben, derart, dafs das unterste Längenstück L des Rahmens, welches vornehmlich den Zweck hat, den unteren Spannbaum beim Spannen zu unterstützen bezw. dessen Durchbiegung nach oben zu begegnen, zum Theil ebenfalls, auf die hintere Seite verlegt ist. In Fig. 3, 11 und 12 liegt dieses Längenstück oberhalb des Spannbaumes, ist in Führungen M1 auf- und niederbeweglich und wird mittelst Schrauben fx gegen letzteren herabgezogen.
In Fig. 10 hingegen liegt es, mit einem vorn liegenden schmalen Stück fest verbunden,, unterhalb des Spannbaumes und hält diesen mittelst Haken Zz1 nach unten.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    1. Die Anbringung eines Fadenwächters an Stickmaschinen in der angegebenen Weise.
    2. Der Spannapparat, zur Erzielung variabler, dem jeweiligen Bedürfnifs während der Stichbildung entsprechender Fadenspannung.
    3. Das Changirglöckchen bezw. dessen Anwendung an Stickmaschinen.
    Die Construction der Spannstäbe, wie gezeichnet und beschrieben.
    Die Anwendung von Sperrrädern, welche an der Seite mit radialen Bohrungen oder Aussparungen behufs Hineinsteckens eines Treib- und Spannschlüssels versehen sind, so dafs ein Ansetzen des letzteren an der Peripherie der Sperrräder vermieden bleibt.
    6. Die Anordnung des Stoffrahmens, namentlich des unteren Längenstückes und Spannbaumes in der Weise, dafs bei ungeschwächter Widerstandsfähigkeit der letzteren doch eine Vergröfserung der Stickhöhe erreicht wird, ohne die Maschine überhaupt höher ausführen zu müssen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT11250D Neuerungen an Stickmaschinen Active DE11250C (de)

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