DE11166C - Neuerungen an Apparaten zum Abzapfen von Flüssigkeiten - Google Patents
Neuerungen an Apparaten zum Abzapfen von FlüssigkeitenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
- B67D1/08—Details
- B67D1/12—Flow or pressure control devices or systems, e.g. valves, gas pressure control, level control in storage containers
- B67D1/14—Reducing valves or control taps
- B67D1/1405—Control taps
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Description
1880.
Klasse 64;
ALEXANDER JOSEPHUS SPENCER in SAN JOSE (Californien).
Neuerungen an Apparaten zum Abzapfen von Flüssigkeiten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. April 1880 ab. ··
Diese Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Hahns, durch welchen Bier oder
andere gährende Getränke verzapft. werden können, ohne das Trinkglas theilweise mit
Schaum gefüllt zu haben.' Es bedarf hier keiner Einführung von Luft in das Fafs, noch hat man
nöthig, Gas aus demselben entweichen zu lassen, so dafs das Bier in gutem Zustande und unter
Druck erhalten bleibt, bis das Fafs vollständig leer ist. ■ ■■
. Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung stellt
eine perspectivische Ansicht eines Schankapparates mit einem der Erfindung gemäfs ausgeführten
Hahn dar.
Fig. 2 ist ein Verticalschnitt durch den Apparat.
Fig. 3 und 4 zeigen, einzelne Theile des Hahns.
Fig. 5 ist eine Modification der Anordnung und der Construction der den Schankapparat
zusammensetzenden Bestandteile.
' Fig. 6 ist eine andere Modification, bei welcher "der das Bier empfangende Kolben oberhalb des Hahnkegels angeordnet ist.
' Fig. 6 ist eine andere Modification, bei welcher "der das Bier empfangende Kolben oberhalb des Hahnkegels angeordnet ist.
Fig. 7 ist eine Seitenansicht der Fig. 6.
Die mit den Bierfässern in Verbindung stehende Röhret, Fig. 1, ."führt zum Hahn B, indem sie
durch den Kasten K und einem schwanenhalsförmigen Aufsatz hindurchgeht. Von dem
Hahn B ans führt eine zweite Röhre C in das birnenförmige. Gefäfs D fast' bis auf dessen
Boden. : ■'.'...'.
Durch einen Einschnitt a, welcher auf den Umfang des Hahnkegels E, Fig. 2, eingearbeitet
ist, stehen diese beiden" Röhren mit einander in Verbindung. In eine dritte Röhre F, welche
von dem oberen Theil des Behälters D ,aus
nach dem Hahn B führt,; mündet eine abgezweigte
Röhre G, die in den Gasbehälter H geht. Der Hahnkegel E ist aufser dem Einschnitt a
noch mit den Oeffnungen a', c und / versehen,
-welche mit den Mündungen der Röhren A, C und F, Fig. 4, übereinstimmen, so dafs bei entsprechender
Drehung des Hahnkegels E die Oeffnungen a', c und / sich genau vor die betreffenden Röhrenmündungen stellen.
Auf diese Weise kann Bier entweder direct aus dem Fafs durch die Röhre A, oder von
dem Behälter D durch die Röhre C verzapft oder Gas von dem Behälter H durch die
Röhre F, wenn nöthig, abgelassen werden.
In seiner mittleren Bohrung trägt der Hahnkegel E einen hohlen Stift /, dessen oberer
Theil Löcher, Fig. 3, besitzt, die den Oeffnungen a', c und / in dem Hahnkegel enfe
sprechen und dessen unterer Theil ein vielseitiges Prisma bildet und einen Wulst J trägt,
Fig. 3·
Der cylindrische Theil des Stiftes I, welcher in der Bohrung von E liegt, hat einen Durchmesser,
der etwas kleiner als der der Bohrung des Hahnkegels ist, Fig. 4. Auf den mit Gewinde
versehenen Zapfen, welcher im Grund der Bohrung von E befestigt ist, schraubt sich
der Stift /, welcher dadurch in seiner Lage gehalten und theilweise verdreht werden kann,
um die Verbindung der Oeffnungen«', c und/;
Fig. 3, mit den Röhren A, C und F zu untere
brechen. Da aber die Röhre A oder C immer noch mit der Bohrung des Hahnkegels E in
Verbindung steht und ein Zwischenraum zwischen letzterem und dem Stift I vorhanden .ist,
so wird das Bier gleichniäfs'ig vertheilt auf der Oberfläche des letzteren herabströmen und durch
den Wulst J in Form eines ringförmigen Strahles in das Bierglas gelangen. Der Bierstrahl reifst
infolge seiner Form einen Theil der von ihm eingeschlossenen Luft mit sich, so dafs dadurch
dem Bier mehr Lebendigkeit gegeben wird. .
Die Wirkung des Hahns ist. folgende:
Nachdem der Hahn des' Bierfasses, Fig. 1,
geöffnet ist, strömt das Bier durch die Röhre A, den Einschnitt α und die Röhre C in den
unteren Raum des Gefäfses D, während die Biergase sich in dem oberen Raum von D ansammeln,
von' wo aus ein Theil dieser Gase durch die Röhre G "in den Behälter H strömt.
Sobald der Behälter D mit Bier angefüllt ist, schliefst ' man den . Hahn des Bierfasses und
öffnet den Hahn B, wodurch das Bier infolge des Gasdruckes im oberen Raum des Gefäfses D
durch die Röhre C zurück nach dem Hahn B in das Bierglas getrieben wird.
Will man. dem Bier mehr Gas beifügen, so braucht man nur den Hahnkegel E so zu
drehen, dafs die Oeffnung / in demselben vor die Mündung der Röhre F zu liegen kommt
und den kleinen Hahn h, Fig. 2, zu öffnen, Es wird dann das Gas von dem Behälter H aus
durch die Röhren G und F und durch den Hahn B in das Bierglas strömen.
Soll dagegen dem Bier ohne Beifügung von Gas mehr Leben gegeben werden,' so bedarf
es nur einer solchen Verdrehung des Stiftes I, . dafs die Oeffmmgen a', c und / abgeschlossen ;
werden. Das Bier wird dann in der oben beschriebenen Weise in Form eines ringförmigen
Strahles in das Bierglas strömen und durch die dabei mitgerissene Luft dem Bier mehr Leben
beibringen. Der Kasten K dient als Schutz für den Behälter D und kann gleichzeitig als Kühlgefäfs
für das Bier benutzt werden.
Die Fig. 5 stellt eine Modification der Construction
des Hahnes dar. Das vom Bierfafs aufsteigende Rohr A mündet seitlich in den
Hahn B, an dessen Ansatz b ' das Gefäfs D
aufgeschraubt ist, in den das Bier durch den im Hahnkegel E befindlichen Kanal e und durch
die Röhre C gelangt.
Der Hahn d dient zum Entleeren und Reinigen des Behälters D. Ein ähnlicher könnte
angewendet werden, um das Bier aus dem Kolben abzuzapfen. Beim Füllen des Behälters D
steigen die Gase und der Schaum in den oberen Raum des letzteren, während die klare Flüssigkeit
sich im unteren Raum ansammelt.
Wird nun der Hahnkegel E so gedreht, dafs die zum Ausschankhahn E' führende Röhre mit
der im Gefäfs D befindlichen Röhre C in Verbindung steht und der Zuflufs des Bieres durch
die Röhre A abgesperrt ist, und der Hahn E' geöffnet, so wird das klare Bier infolge des im
oberen Räume des Behälters D herrschenden Gasdruckes durch die Röhre C und das Mundstück
e' des Hahnes getrieben.
Will man' dem Bier einen gröfseren Gehalt
an Gas geben, so bedarf es blos einer Viertelumdrehung des Hahnes E', um die erforderliche
Menge Gas durch die Röhre G und das Mundstück e' in das Bierglas strömen zu lassen. Bei
nachheriger Zurückdrehung des Hahnes E' strömt Wieder Bier aus.
An einem einzigen Hahn B können mehrere Ausschankhähne E' angebracht werden. Man
hat dann nur für die gewünschte Anzahl Hähne die entsprechenden Abzweigungen an ersterem
anzubringen.
In der durch die Fig. 6 und 7 dargestellten Modification befindet sich der Behälter D oberhalb
des Hahnes B, welcher bei A, Fig. 6, mit dem Bierfafs verbunden ist. Letzteres kann
auch darunter liegen, indem die Anordnung dann die in Fig. 7 dargestellte sein wird.
Der Hahnkegel E besitzt einen ähnlichen Kanal wie der des Hahnes Fig. 5, und läfst
Jn entsprechender Stellung das Bier in den Behälter D einströmen, wobei sich die Gase in
dem oberen Raum von D sammeln. Diese Gase können durch die Röhre C und den
Hahn K abgeführt oder abgesperrt ,werden. Der Behälter D, welcher mehrere Gläser Bier in
sich aufzunehmen vermag, kann nicht ganz mit Bier angefüllt „werden, da die aus' letzterem
austretenden Gase sich in demselben oben ansammeln und einen Druck auf das Bier ausüben.
In der Hahnstellung Fig. 6 wird Bier aus dem Behälter D unter dem Drucke der in
letzterem sich befindenden Gase ausströmen, während das Gas aus dem Kolben nicht entweichen,
noch Luft in das Bierfafs einströmen kann.
Es kann auch bei entsprechender Stellung des Hahnkegels E, Fig. 6, Bier verzapft werden,
ohne dafs dasselbe vorher in den Behälter D einzuströmen braucht.
Claims (5)
1. Der Kolben D und die Röhren A und C
in Combination mit dem Hahn B, dessen ausgebohrterKegeliimit den Oeffnungen a', c
und dem Einschnitt α für den beschriebenen Zweck versehen ist.
2. Der Kolben D und die Röhren A und C
in Verbindung mit den Röhren F und G, dem Gasbehälter H und dem Hahn B,
dessen Hahnkegel E mit den Oeffnungen a', c und / für den beschriebenen Zweck versehen
ist.
3. Der Hahn B, dessen Kegel mit dem Einschnitt α und den Oeffnungen a', c und /
versehen ist, in Combination mit dem hohlen Stift /, welcher unten prismatisch ist und
einen Wulst J für den beschriebenen Zweck trägt.
4. Der durch Fig. 5 dargestellte Bierhahn B •sammt Kegel E und Ausschenkhahn E' in
Combination mit dem Kolben D und der Röhre C.
5. Der durch die Fig 6 und 7 dargestellte Bierhahn B, bei welchem der Kolben D
darüber angeordnet ist, in Combination mit den Röhren A und C und dem Absperrventil
K.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11166C true DE11166C (de) |
Family
ID=288438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11166D Active DE11166C (de) | Neuerungen an Apparaten zum Abzapfen von Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE11166C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015204613B4 (de) * | 2015-03-13 | 2018-03-15 | Levitation AG | Verfahren zum Herstellen eines Uhrglases mit mindestens einem Schmuckstein |
-
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- DE DENDAT11166D patent/DE11166C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015204613B4 (de) * | 2015-03-13 | 2018-03-15 | Levitation AG | Verfahren zum Herstellen eines Uhrglases mit mindestens einem Schmuckstein |
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