DE1111552B - Spulmaschine - Google Patents

Spulmaschine

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DE1111552B
DE1111552B DEF13426A DEF0013426A DE1111552B DE 1111552 B DE1111552 B DE 1111552B DE F13426 A DEF13426 A DE F13426A DE F0013426 A DEF0013426 A DE F0013426A DE 1111552 B DE1111552 B DE 1111552B
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/02Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
    • B65H54/22Automatic winding machines, i.e. machines with servicing units for automatically performing end-finding, interconnecting of successive lengths of material, controlling and fault-detecting of the running material and replacing or removing of full or empty cores
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)

Description

  • Spulmaschine Die Erfindung betrifft eine automatische Spulmaschine mit an den Spulstellen entlanglaufender Spulenwechsel- und Knotvorrichtung, einem Reservespulenhalter und einer Fadenspannvorrichtung.
  • Bei Spulmaschinen ist es bereits bekannt, eine an den Spulstellen entlanglaufende Spulenwechsel- und Knotvorrichtung vorzusehen, um einen kontinuierlichen Arbeitsablauf beim Spulen zu erreichen. Für den Spulenwechsel ist dabei ein Reservespulenhalter vorhanden, der die zum Anknüpfen an den ablaufenden Faden dienende Reservespule trägt und diese dann nach dem Knüpfen in die Ablaufstellung schwenkt.
  • Beim Wechseln der Garnspulen und nach dem Knüpfen ergibt sich zwangläufig ein Durchhängen der verknüpften Fadenenden, so daß sich Schlingen bilden, die entweder auf den Fadenwickel gelangen und dort das Aufwickeln stören oder Verknotungen bilden, die zum Fadenbruch führen und oft die Knüpfstelle wieder öffnen, da der Knoten nach dem Knüpfen nicht festgezogen wurde.
  • Bei einer bekannten Konstruktion sind zum Fadenspannen zwei tellerförmige Scheiben vorgesehen, die mit ihren Unterfiächen gegeneinanderliegen und wobei die obere Scheibe ein Gewicht trägt, durch das der Auflagedruck reguliert werden kann. Zum Einführen in diese Spannscheiben ist ein ungefähr U-förmiger Bügel vorgesehen, unter dem der Faden vor und nach den Scheiben hindurchläuft. Durch diese Einrichtung wird nur ein schwaches Abbremsen auf den Faden ausgeübt. Die seitlichen Fadenführungsmittel, wie sie zur Führung des Fadens beim Wechseln der Ablaufspulen notwendig sind, weisen nur einen einfachen Haken auf, der jedoch keine sichere Fadenführung bildet, so daß sich bildende Schlingen in die Scheiben einlaufen, ganz abgesehen davon, daß kein Festziehen des geknüpften Fadens erfolgt.
  • Bei einer anderen bekannten Fadenspannkonstruktion ist nur ein U-förmiger Bügel mit senkrecht liegenden Schenkeln vorgesehen, dessen unterer Schenkel gegen eine Platte anliegt und zwischen denen der Faden hindurchläuft. Auch diese Konstruktion bietet keine einwandfreie Fadenführung und Spannung. Eine in ihrem Aufbau sehr komplizierte Spulmaschine sieht Garnführungsmittel vor, die nur die Aufgabe haben, den Faden für einen normalen Ablauf auf den Garnwickel durch einen Schleifenbildungs-Verhinderungshaken zu spannen, um zu verhindern, daß das vom Anknüpfer freigegebene, nunmehr erheblich schlaff gewordene Garn sich in der Maschine bzw. an den Enden des Wickelkörpers verfangen kann; ein Festziehen des Knotens findet jedoch nicht statt.
  • Um diese Nachteile bei einer automatischen Spul- maschine mit an den Spulstellen entlanglaufender Spulenwechsel- und Knotvorrichtung, einem Reservespulenhalter und einer Fadenspannvorrichtun g zu vermeiden, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die einen in an sich bekannter Weise seitlich offenen Fadenspanner enthaltende Fadenspannvorrichtung oberhalb einer in Reservestellung befindlichen Ablaufspule zum zwangläufigen Einführen des geknoteten Fadens in den Fadenspanner an sich bekannte Fadenführungsmittel enthält und daß oberhalb des Führungsschlitzes und seitlich des Fadenspanners ein klemmender Fadenzuführer vorgesehen ist, der mit seiner Klemmbacke für den geknoteten Faden einen federnd geschlossenen Klemmschlitz bildet, derart, daß beim Wechseln der Ablaufspule aus der Reservestellung in die Ablaufstellung der Faden mit seinem Knoten oberhalb des Klemmschlitzes durch den Führungsschlitz und den klemmenden Fadenzuführer dem Fadenspanner zugeführt wird. Durch den klemmenden Fadenzuführer wird erreicht, daß beim Wechseln der Spule schon auf dem Anfang ihres Weges in die Ablaufstellung dem geknoteten Faden ein Zug erteilt wird, der den Knoten festzieht und ihn erst dann über den Führungsschlitz dem Fadenspanner zuführt, von dem aus er zum Garnwickel gelangt, Außer dem Prüfen des Knotens wird damit eine sichere, immer unter einer gewissen Spannung stehende Führung für den Faden erreicht.
  • Zur Unterbringung der Fadenspann- und -zuführungseinrichtung ist die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß am Maschinengestell in an sich bekannterWeise eine im wesentlichen senkrechtstehende Achse einstellbar befestigt ist, an deren unterem Teil ein Ring mit Spulenhaltestiften für die Ablauf- und Reservespule drehbar gelagert ist und die an ihrem oberen Ende einen Grundrahmen trägt, auf dem der Fadenspanner sowie die Fadenführungsmittel und der klemmende Fadenzuführer angeordnet sind. Vorteilhaft ist es dabei, den klemmenden Fadenzuführer und den Führungsschlitz nahezu rechtwinklig zueinander anzuordnen, wobei der in einer Fadenführeröse endende Führungsschlitz dem Weg der Ablaufspule aus der Reserve stellung in die Ablaufstellung folgt.
  • Um beim Aufspulen die an den Fäden vorhandenen Noppen zu entfernen, ist es bekannt, Noppenfangvorrichtungen vorzusehen. Bei einer bekannten Ausführungsform sind hintereinanderliegende bewegliche Reinigungsklingen angeordnet, über die der Faden, nachdem er den Fadenspanner passiert hat, hinweglaufen muß. Diese Einrichtung ist in ihrem Aufbau sehr kompliziert und nimmt sehr viel Raum ein. Eine andere bekannte Noppenfangeinrichtung sieht zwei mit Abstand einander gegenüberliegende Lamellen vor. zwischen denen der Faden hindurchläuft. Auch diese Einrichtung ist in ihrem Aufbau sehr kompliziert und das Herausnehmen eines abgerissenen Fadenendes umständlich und mühsam. Demgegenüber besteht eine vorteilhafte Anordnung eines Noppenfängers darin, daß das hintere Ende des Grundrahmens als offener Noppenfänger ausgebildet ist. Damit ist in gedrängter Anordnung, aber an zugänglicher Stelle unter Ausnutzung eines vorhandenen Bauteiles ein Noppenfänger gebildet.
  • Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung dar. Es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Spulmaschine, wobei sich das Ende des Reservefadens in der Lage befindet, in die es beim Einsetzen der Reservespule in den Spulenhalter gebracht wurde, und wobei das herabhängende Ende des aufgewickelten Fadens schon aufgegriffen und in die Nähe des Reservefadenendes gebracht wurde, so daß die beiden Fadenenden, beispielsweise durch Knüpfen, miteinander verbunden werden können, Fig. 2 eine Vorderansicht des Oberteils der Maschine nach Fig. 1, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie 3-3 der Fig. 1, von links her gesehen, Fig. 4 einen ähnlichen Teilschnitt gemäß Linie 4-4 der Fig. 1, von rechts her gesehen, Fig. 5 einen Schnitt gemäß Linie 5-5 der Fig. 1, Fig. 6 einen Teilschnitt gemäß Linie 6-6 der Fig. 1, Fig. 7 einen Schnitt gemäß Linie 7-7 der Fig. 1, Fig. 8 einen Querschnitt gemäß Linie 8-8 der Fig. 7, Fig. 9 einen Querschnitt gemäß Linie 9-9 der Fig. 7, Fig. 10 und 11 Draufsichten ähnlich der Fig. 1, jedoch in einer anderen Arbeitsphase; und zwar zeigt Fig. 10 die Fadenlage, nachdem die beiden Fadenenden zusammengeknüpft wurden und das Spulen eben wieder aufgenommen wurde, und Fig.ll die normale Bahn des Fadens, der mittels eines Spanners gestrafft wurde, nachdem die Teile in ihre normale Arbeitsstellung zurückgebracht wurden und zur Aufnahme einer neuen Reservehülse bereit sind.
  • An einem Maschinengestell 10 einer Spulmaschine ist eine Achse 11 befestigt, auf der ein Ring 12 drehbar angeordnet ist. Der letztere trägt zwei parallele Spulenhaltestifte 14, die die Ablaufspulen 16 halten.
  • Die beiden Spulenhaltestiftel4 sind so angeordnet daß sie auf am Ring 12 angelenkten Befestigungsarmen schwenkbar sind. Fig. 3 und 7 zeigen die Spulenhaltestifte 14 in ihrer normalen Stellung, während bei Drehung des Ringes 12 die nun leere Ablauf- spule 16 von dem Spulenhaltestift 14 durch das Kurvenstück 18 abgeworfen wird, wobei die Spulenhaltestifte geschwenkt werden und das Kurvenstück 18 gegen den unteren Teil des Spulenhaltestiftes 14 und das untere Ende der leeren Ablaufspule 16 anliegt. Bei dieser Drehung wird der Spulenhaltestift 14 durch das Andrücken an das feststehende Kurvenstück 18 nach unten geschwenkt, bis er mit der Achse 11 einen spitzen Winkel bildet, während bei weiterer Drehung des Ringes 12 (gemäß Fig.8 im Uhrzeigersinn) der bogenförmige Teil des Kurvenstückes 18 den unteren Ansatz der leeren Ablaufspule so weit vom Spulenhaltestift 14 abdrückt, daß die leere Ablaufspule abfällt. Die Anordnung ist so getroffen, daß jedesmal. wenn eine Ablaufspule ausgewechselt werden soll, der Spulenhaltemechanismus um eine halbe Umdrehung gedreht wird. Hierzu dient ein am unteren Ende des Ringes 12 angebrachtes Ritzel 20, das durch eine verschiebbare Zahnstange 22 betätigt wird, die einen Teil einer nicht gezeigten wandernden Knüpf- und Spulenauswechselvorrichtung bildet, an der auch derKnüpfer für die beiden Fadenenden befestigt ist. Die Übersetzung ist so getroffen, daß sich bei jeder Betätigung der Zahnstange 22 das Ritzel 20 und damit der Ring 12 um eine halbe Umdrehung drehen.
  • Die Fadenspanneinrichtung mit selbsttätigerFadeneinführung gemäß der Erfindung ist auf dem oberen Ende der Achse 11 angeordnet und durch eine zusätzliche, an einer geeigneten Stelle des Maschinengestells 10 angebrachten Stütze 24 befestigt. Die Fadenspanneinrichtung besteht aus einem am obersten Teil der Achse 11 befestigten Grundrahmen 30, der die übrigen Teile der Fadenspanneinrichtung trägt. Da dieselbe von offener Bauart ist, gestattet sie einmal den Durchblick durch den Grundrahmen und das Beobachten der Ablaufspule und den Lauf des Fadens.
  • Auf einem Vorsprung 31 des Grundrahmens 30 befindet sich eine Stütze 32, deren Rückseite eine Platte 33 mit einem gemäß Fig. 1 nach rechts gekrümmten Fadenführhäkchen 29 trägt, um das Fadenende der Auflaufspule und den Anfang des Reservefadens kurzzeitig in eine Lage zu bringen, in der sie durch den Knüpfer erfaßt werden können. Die Platte 33 wird in Langlöchern von zwei Schrauben gehalten, um sie längsverstellen zu können. Neben dem Fadenführhäkchen 29 ist ein Element zum Halten der Fadenenden vorgesehen, das (vgl. Fig. 2) aus einer nach oben ragenden, unbeweglichen Klemmbacke 34 und einer schwenkbaren, unter der Wirkung einer Feder stehenden Klemmbacke 36 besteht, so daß der Anfang des Fadens R der Reservespule zwischen den beiden Klemmbacken festgehalten wird. Die Klemmbacke 34 ist auf dem Vorsprung 31 vor der Platte 33 befestigt während die Klemmbacke 36 mittels eines Bolzens 37 schwenkbar auf dem Vorsprung 31 befestigt ist und gegen die Stirnseite der Klemmbacke 34 durch eine Blattfeder38 angepreßt wird, die auf derKlemmbacke 36 sitzt und deren freies Ende in einer Aussparung des Vorsprunges 31 angeordnet ist. Das Fadenende R wird von den Klemmbacken 34 und 36 bei Betätigen einer Steuerstange35 freigegeben, die auf der nicht gezeigten Knüpf- und Spulenwechselvorrichtung angebracht ist und auf das untere Ende der Klemmbacke 36 auftrifft, wenn sich die Knüpf- und Spulenwechselvorrichtung an der Klemmbacke vorbeibewegt.
  • In Reservestellung (nach Fig. 7) ist der Spulenhaltestiftl4 von einem Spulenführungsstück 40 umgeben, mit dessen Hilfe die Ablaufspule auf den Spulenhaltestift aufgesteckt wird. Das Spulenführungsstück besteht aus zwei aufklappbaren Teilen, die einen im wesentlichen zylindrischen, mit dem Spulenh altestift 14 ungefähr koaxialen Behälter bilden, wobei eines der aufklappbaren Teile sich bei Drehung der Spule in die Ablaufstellung öffnet, indem es sich von dem anderen wegbewegt. Das Spulenführungsstück wird durch ein bogenförmiges, seitlich aus dem Grundrahmen30 herausragendes und an diesem befestigtes Glied 42 gehalten. Das bogenförmige Glied 42 trägt einen sich nach oben erstreckenden, aus einem glatten Draht gebildeten Fadenführer43, dessen Achse im wesentlichen parallel zu den Kanten des Gliedes 42 und senkrecht zur Achse des Spulenhaltestiftes 14 ist.
  • Seinem Ende zu ist der Fadenführer43 stark nach innen gebogen, so daß er einen Haken44 zur Aufnahme des Reservefadens R bildet, bis dieser mit dem aufgespulten Fadenende verbunden worden ist. Der Haken44 liegt zwischen der Reservespule und den Klemmbacken34, 36. Wenn die Reservespule nach dem Anknüpfen zur Ablaufspule geworden ist, verläßt der Faden R den Haken 44 und gleitet von dem freien Ende 45 des Fadenführers 43 ab.
  • Weiterhin sind an der Fadenspannvorrichtung Mittel zur Betätigung der Knüpf- und Spulenwechselvorrichtung sowie der daran angeordneten Schere vorgesehen. Von einer auf dem Vorsprung 31 des Grundrahmens angebrachten Stange 28 erstreckt sich ein Stift 46 (Fig. 1) nach innen, der während der Längsbewegung der Knüpf- und Spulenwechselvorrichtung entlang der Fadenspannvorrichtung (auf der Linie 5-5 der Fig. 1) den Knoter betätigt. Auf der Oberseite des Vorsprungs 31 angeordnete Betätigungselemente 47 dienen zum Betätigen der am Knoter angebrachten Schere, die die Enden der Fäden so nahe am Knoten abschneidet, daß eine feste Verbindung der beiden Fäden gewährleistet ist.
  • Der Grundrahmen 30 weist ferner Mittel zum Festhalten des Fadenendes der Auflaufspule auf, d. h. des herabhängenden Fadenendes, das durch Ansaugen von der Oberfläche der Auflaufspule abgezogen und bis zu den Klemmbacken 34 und 36 geführt ist. Auf dem Grundrahmen 30 und der Stütze 32 sind zu diesem Zweck zwei aus Draht bestehende Fadenführer 48 und 49 angeordnet, die gegen die sich nähernde, die Ansaugvorrichtung enthaltende Knüpf- und Spulenwechselvorrichtung geneigt sind. Die Fadenführer48, 49 befinden sich an gegenüberliegenden Seiten der Knotenbahn. Nach Passieren des Fadens R nimmt der Knoter diesen auf und zieht ihn aus dem Fadenführer43 heraus, während die Fadenführer 48 und 49 das aufgegriffene Fadenende F aufnehmen.
  • Dann vereinigt der Knoter beide Fadenenden F und R und schneidet die überschüssigen Enden bei noch eingeklemmten Fadenenden nahe am Knoten K ab. Nach dem Abschneiden wird der ReservefadenR aus den durch die Steuerstange35 geöffneten Klemmbacken 34 und 36 freigegeben.
  • Ferner sind Mittel zur Ausübung eines anfänglichen Zuges auf den Faden unmittelbar nach dem Anknüpfen und Abschneiden vorgesehen, so daß der Knoten K (Fig. 10) dadurch geprüft und festgezogen wird. Zu diesem Zweck ist eine Durchlauföffnung für das Reservefadenende R vorgesehen, die dessen Lauf durch eine elastisch befestigte Klemmbacke, die gegen eine geneigte Führungsklemmbacke gepreßt wird, abbremst. Ein starrer, bei 51 schräg angeordneter Führungsdraht 50 ist auf der oberen Fläche des Grundrahmens30 befestigt. Eine an ihrem rückwärtigen Ende durch eine Schraube 54 angelenkte Klemmbacke 53 wirkt mit dem Führungsdraht 50 zusammen und wird durch eine schwache Schraubenfeder 55 (Fig. 6) angepreßt. Das vordere Ende 56 der Klemmbacke 53 ist vom Führungsdraht 50 weggebogen und so nach unten geneigt, daß es einen Führungsfinger zum Aufgreifen des Fadens R bildet, wodurch dieser dem vorderen Teil der durch den Führungsdraht 50 und die Klemmbacke 53 gebildeten Durchlaßöffnung zugeleitet wird.
  • Um das Ende des Reservefadens R und das aufgegriffene Fadenende F während des Fadeneinlegens voneinander getrennt zu halten, ist ein auf dem Grundrahmen30 befestigter Führungssporn 58 vorgesehen, der sich der Knüpf- und Spulenwechselvorrichtung entgegenstreckt. Das freie Ende des Führungssporns 58 liegt über dem freien Ende des Fadenführers 43, während seine vordere Kante 59 einen zur Fadenführeröse 61 führenden Schlitz 60 begrenzt. Der Schlitz 60 ist etwas gegen die Laufbahn der Knüpf-und Spulenwechselvorrichtung geneigt und sein die Fadenführeröse bildendes Ende so versetzt, daß der Faden beim Schwenken der Reservespule in die Ablaufstellung angezogen wird. Der Führungssporn 58 und der Schlitz 60 (Fig. 1) liegen etwas unterhalb des Führungsdrahts 50 und bilden eine Sehne zu dem von der Reservespule bei ihrem Weg in Ablaufstellung beschriebenen Kreisbogen.
  • Bei Bewegung der Reservespule in die Ablaufstellung (gemäß Fig. 10) wird das Spulen wieder aufgenommen, die vereinigten Fäden werden durch den Zug der Auflaufspule gespannt und von dem freien Ende 45 des Fadenführers 43 abgezogen. Der geknotete Faden wird zuerst unter das Ende des Führungssporns 58 und dann in den Schlitz 60 geführt.
  • Daraufhin werden der Faden und sein Knoten K über das gebogene Ende 56 der Klemmbacke 53 geführt, so daß bei völliger Beseitigung des Durchhangs und bei Ausübung eines Zuges auf den laufenden Faden der Faden am vorderen Ende der Klemmbacke 53 einläuft. Das nach unten gerichtete gewölbte Ende 64 des Führungsspornes 58 stellt also sicher, daß der Reservefaden R über die Klemmbacke 53 und unterhalb des Führungsdrahtes 50 in den Klemmschlitz einläuft. Wenn die Reserve spule sich weiter ihrer Ablaufstellung zu bewegt und das Spulen fortgesetzt wird, bewegt sich der Faden im Schlitz60 und dem rückwärtigen Teil des Klemmschlitzes zwischen 50 und 53 zu, läuft schließlich in die Fadenführeröse 61 ein und gleitet von dem hinteren unteren Ende des Klemmschlitzes ab, bis er schließlich die in Fig. 11 gezeigte endgültige Stellung einnimmt.
  • Um den Faden während des Laufes von der Ablaufspule zur Auflaufspule zu spannen oder zu bremsen, können verschiedene Zugmechanismen verwendet werden, die auf einer Seite eine Öffnung zum Eintritt des Fadens haben. Zu diesem Zweck ist im Ausführungsbeispiel eine an sich bekannte Tellerfadenbremse 65, 66, 70 angeordnet. Der untere Teller 65 ist bei 67 in den Grundrahmen 30 eingesetzt, der kleinere obere Teller 70 mit seinem gekrümmten Rand 71 wird von der Mittelstange 68 gehalten. Die konkave Seite des kleineren Tellers ist zur Aufnahme einer oder mehrerer auswechselbarer Gewichtsscheiben72 bestimmt.
  • Ferner sind an sich bekannte Noppenfangmittel vorgesehen, in die der Faden gleichzeitig wie in den Spanner eingeführt wird und die vorzugsweise auf die Tellerfadenbremse ausgerichtet sind, so daß der Faden in gerader Linie aus dem Spanner kommt und durch den Noppenfänger läuft. Wie aus den Zeichnungen (Fig. 6) hervorgeht, weist der hintere Rand des Grundrahmens 30 eine obere, flache, gerade Kante73 von beträchtlicher Länge und geringer Breite auf, die mit einer parallelen, im wesentlichen gleichen Kante74 des Grundrahmens30 den Noppenfänger bildet und an einem verhältnismäßig langen und stark elastischen Bügel 75 (Fig. 4) angeordnet ist. Eine Schraube 77 dient zum genauen Einstellen des Abstandes zwischen den parallelen Kanten 73 und 74, die abgerundet sind, um dem Faden (Fig. 6) den Eintritt in den Noppenlänger zu erleichtern. Der Führungsdraht 50 ist in bezug auf die Führung so angeordnet, daß seine untere Kante in unmittelbarer Nähe des abgerundeten oder gebogenen Teils der Kante 74 ist.
  • Fig. 1, 10 und 11 zeigen auch die Stellung des Abstellmechanismus, der jedoch nicht Gegenstand der Erfindung ist, der von üblicher Bauart ist und dazu dient, die Abstellmittel derart zu betätigen, daß das Spulen ausgesetzt wird, sobald die Garnzufuhr, sei es durch Fadenbruch oder durch Leerlaufen der Ablaufspule, aufhört. Der Fühler des Abstellmechanismus weist ein schwenkbares Drahtglied 80 auf, das durch den Faden nach unten gedrückt werden kann, und das Einführen des Fadens durch den Spanner mittels der Vorrichtung gemäß der Erfindung bewirkt auch, daß der Faden in eine solche Lage gebracht wird, daß er den Abstellfühler 80 nach unten drückt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Automatische Spulmaschine mit an den Spulstellen entlanglaufender Spulenwechsel- und Knotvorrichtung, einem Reservespulenhalter und einer Fadenspannvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die einen in an sich bekannter Weise seitlich offenen Fadenspanner (65 bis 72) enthaltende Fadenspannvorrichtung oberhalb einer in Reservestellung befindlichen Ablaufspule (16) zum zwangläufigen Einführen des geknoteten Fadens in den Fadenspanner (65 bis 72) an sich bekannte Fadenführungsmittel (43, 44, 45, 58, 60, 61, 64) enthält, und daß oberhalb des Führungsschlitzes (60) und seitlich des Fadenspanners (65 bis 72) ein klemmender Fadenzuführer (50, 51, 53) vorgesehen ist, der mit seiner Klemmbacke (53) für den geknoteten Faden einen federnd geschlossenen Klemmschlitz bildet, derart, daß beim Wechseln der Ablaufspule aus der Reservestellung in die Ablaufstellung der Faden mit seinem Knoten oberhalb des Klemmschlitzes durch den Führungsschlitz (60) und den klemmenden Fadenzuführer (50, 51, 53) dem Fadenspanner (65 bis 72) zugeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Maschinengestell (10) in an sich bekannter Weise eine im wesentlichen senkrecht stehende Achse (11) einstellbar befestigt ist, an deren unterem Teil ein Ring (12) mit Spulenhaltestiften (14) für die Ablauf- und Reservespule drehbar gelagert ist und die an ihrem oberen Ende einen Grundrahmen (30) trägt, auf dem der Fadenspanner (65 bis 72) sowie die Fadenführungsmittel (43, 44, 45, 58, 60, 61, 64) und der klemmende Fadenzuführer (50, 51, 53) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der klemmende Fadenzuführer (50, 51, 53) und der Führungsschlitz (60) nahezu rechtwinklig zueinander angeordnet sind, wobei der in einer Fadenführeröse (61) endende Führungsschlitz (60) dem Weg der Ablaufspule aus der Reservestellung in die Ablaufstellung folgt.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Ende des Grundrahmens (30) als offener Noppenfänger (73, 74) ausgebildet ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 263 240; USA.-Patentschriften Nr. 2 395 463, 2526864, 2 550 448, 2 632 612.
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