DE1108563B - Verfahren zur Erzeugung von schwarzen Bildtoenen mit Hilfe von Mercaptoverbindungen bei der Herstellung direkter Positive nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von schwarzen Bildtoenen mit Hilfe von Mercaptoverbindungen bei der Herstellung direkter Positive nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren

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DE1108563B
DE1108563B DEA33281A DEA0033281A DE1108563B DE 1108563 B DE1108563 B DE 1108563B DE A33281 A DEA33281 A DE A33281A DE A0033281 A DEA0033281 A DE A0033281A DE 1108563 B DE1108563 B DE 1108563B
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Germany
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mercapto
oxo
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symmetrical
asymmetrical
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DEA33281A
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English (en)
Inventor
Dr Harald Von Rintelen
Dr Max Heilmann
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Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/24Photosensitive materials characterised by the image-receiving section
    • G03C8/243Toners for the silver image

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

In der französischen Patentschrift 879 995 wird ein Verfahren zur direkten Herstellung von Positiven beschrieben, nach welchem das unbelichtete und daher unentwickelbare Halogensilber einer bildmäßig belichteten photographischen Schicht während des Entwickelns des Negativs gelöst und in einer anderen, mit der Halogensilberschicht in engem Kontakt stehenden Übertragungsschicht unter dem katalytischen Einfluß von in dieser Schicht eingelagerten Entwicklungskeimen zu einem positiven Bild entwickelt wird. Die Bezeichnungen negativ und positiv sind hierbei nur relativ zueinander zu verstehen, d. h., nach dem gleichen Verfahren können von einer negativen Vorlage auch direkte Negative erhalten werden.
In dieser Patentschrift wird bereits darauf hingewiesen, daß die Entwicklung der Halogensilberschicht und der Übertragungsschicht vorzugsweise in Anwesenheit von Verbindungen durchgeführt wird, die den Farbton des in der Übertragungsscbicht ausgeschiedenen Silbers beeinflussen. Derartige Verbindungen besitzen die Eigenschaft, in Wasser und in Natriumthiosulfat schwerlösliche Silbersalze zu bilden. Eine gewisse Wirksamkeit zeigen z. B. die in den deutschen Patentschriften 473 000 und 890 755 beschriebenen Verbindungen.
Darüber hinaus sind bereits zahlreiche Verfahren bekanntgeworden, um mit Hilfe sogenannter Stabilisatoren, d. h. vorwiegend Mercaptogruppen enthaltender Heterocyclen, photographischen Emulsionen einen neutralschwarzen bis blauschwarzen Bildton zu verleihen.
Alle diese bisher bekannten Verbindungen haben jedoch den großen Nachteil, daß sie gleichzeitig mit dem erwünschten Effekt die Entstehung des positiven
Verfahren zur Erzeugung
von schwarzen Bildtönen mit Hilfe
von Mercaptoverbindungen
bei der Herstellung direkter Positive
nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren
Anmelder:
Agfa Aktiengesellschaft,
Leverkusen-Bayerwerk,
Kaiser -Wilhelm -Allee
Dr. Harald von Rintelen, Köln-Rodenkirchen,
und Dr. Max Heilmann, Köln-Flittard,
sind als Erfinder genannt worden
Bildes beim Silbersalzdiffusionsverfahren verlangsamen und so längere Kontaktzeiten erfordern, also dem Schnellkopierverfahren entgegenwirken.
Es wurde nun gefunden, daß man den Bildton einer nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren hergestellten Kopie nach Neutralschwarz oder Blauschwarz verschieben kann, ohne daß die erwähnten Nachteile auftreten, wenn man die Entwicklung in Gegenwart von symmetrischen oder unsymmetrischen Oxomercapto-triazinen der allgemeinen Formeln
beziehungsweise
C-SH
"N'
Methyl-, Äthyl- oder
durchführt, worin R eine
Propylgruppe bedeutet.
Die Herstellung der symmetrischen Triazine erfolgt nach den Angaben der Patentschrift 4809 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, und zwar durch Umsetzung von Kohlensäurediäthylester mit 2 Mol eines H3C-C
Ii
N.
substituierten Thiohamstoffes in Gegenwart von Natriumalkoholat bei höherer Temperatur.
Die asymmetrischen Triazine können durch Ringschluß aus den substituierten Thiosemicarbazonen der Brenztraubensäure nach der Methode von Cattelain und Delepine (C. r., 208, 16 bis 56) gewonnen werden.
109 610/374
Die Oxo-mercapto-triazine sind in wäßrig-alkalischen Lösungen leicht löslich und können daher allen beim Silbersalzdiffusionsverfahren bekannten Entwicklerlösungen zugesetzt werden.
Vorzugsweise werden sie in Mengen von 5 bis 100 mg pro Liter Entwicklerlösung verwendet. Besonders vorteilhaft ist, daß die Oxo-mercapto-triazine auch in ätzalkalischer Lösung beständig sind. Ein weiterer Vorteil dieser Substanzen ist, daß ihre Wirkung unabhängig von der Temperatur des Ent-Wicklers ist. Bei den in der Praxis vorkommenden Entwicklertemperaturen zwischen 15 und 35°C wird mit diesen Substanzen im Entwickler oder in der Schicht der Bildton in gleicher Weise auch bei höherer Temperatur nach Schwarz verschoben.
Die Oxo-mercapto-triazine können aber auch der Negativschicht oder der Übertragungsschicht zugesetzt werden, und zwar beträgt in diesem Fall die zugesetzte Menge vorzugsweise 1 bis 30 mg/m2. Als Übertragungsschicht wird vorzugsweise eine nicht lichtempfindliche Schicht verwendet, die Entwicklungskeime und gegebenenfalls ein Halogensilberlösungsmittel enthält.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die Verbindungen sowohl der Übertragungsschicht und/oder der Negativschicht als auch der Entwicklerlösung zugesetzt werden.
In der genannten Patentschrift 4809 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands ist zwar darauf hingewiesen, daß Triazinderivate Chlor- und Bromsilberemulsionen einen blauschwarzen Bildton verleihen. Es war jedoch keineswegs vorauszusehen, daß derartige Verbindungen auch bei der Herstellung von direkten Positiven nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren einen blauschwarzen Bildton erzeugen, ohne die Entstehung des positiven Bildes zu verlangsamen. Dieser Nachteil tritt bei den meisten bekannten, an sich für das Silbersalzdiffusionsverfahren als Blau-Schwarz-Toner geeigneten SH- oder NH-Gruppen enthaltenden Verbindungen stets auf.
Die folgenden Beispiele sollen die Anwendung des Verfahrens näher erläutern:
Schon nach wenigen Sekunden Kontaktzeit ist in der Positivschicht ein Bild mit neutralschwarzem Ton entstanden.
Beispiel 2
In 11 Entwickler, wie im Beispiel 1 beschrieben, werden 35 mg S-Mercapto-^-dimethyl-S-oxotriazin-(1,2,4) gelöst. Dieser Entwickler ergibt mit der im Beispiel 1 beschriebenen Positivschicht einen neutralschwarzen Bildton.
Beispiel 3
Einer Positivsdiicfat, wie im Beispiel 1 beschrieben, werden 15 mgl-Äthyl-i-mercapto-^oxo-ö-äthylaminotriazin-(l,3,5) pro Liter Lösung zugesetzt. Das so erhaltene Positivpapier arbeitet mit neutralschwarzem Bildton.
Beispiel 4
In 11 Entwickler werden 50 mg l-MethyI-2-mercapto-4-oxo-6-methylaminotriazin-(l,3,5) gelöst. Dieser Entwickler liefert neutralschwarze Bilder auch bei höherer Temperatur, z. B. 30° C. Auch bei der Doppelkopie, bei der man das Positiv nur etwa 5 Sekunden in Kontakt beläßt und anschließend das gleiche Negativ mit einem weiteren Positiv nochmals durch das Entwicklungsgerät laufen läßt, zeichnen sich beide Positive durch gute Deckung mit neutralschwarzem Bildton aus.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von schwarzen Bildtönen mit Hilfe von Mercaptoverbindungen bei der Herstellung von direkten Positiven nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren, dadurch gekenn zeichnet, daß man die Entwicklung des Bildes in Anwesenheit eines symmetrischen oder unsymmetrischen Oxo-mercapto-triazins der allgemeinen Formeln
Beispiel 1
45
Auf einem Träger, z. B. Papier oder Film, wird eine Lösung der folgenden Zusammensetzung:
Gelatine 75 g
Ag2S (kolloidal) 0,035 g
Natriumthiosulfat 35 g
Wasser auf 11
der 10 mg S-Mercapto^-äthyl-S-oxo-o-methyltriazin-(1,2,4) zugesetzt werden, aufgetragen.
Ein mit einer hart arbeitenden Chlorsilberemulsion beschichtetes Papier wird im Reflexverfahren durch eine Vorlage hindurch belichtet und mit einer wie oben beschriebenen Positivschicht in einem hierzu geeigneten Gerät entwickelt und in Kontakt gebracht.
Der Entwickler hat die folgende Zusammensetzung:
Natriumsulfit 85 g
Hydrochinon 16 g
l-Phenyl-3-pyrazolidon Ig
KBr 1,5g
NaOH 10 g
Wasser auf 11.
65 "N-C.
X-SH
beziehungsweise
R
O
HoC-C
N.
N —R
X —SH
durchführt, worin R eine Methyl-, Äthyl- oder Propylgruppe bedeutet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die symmetrischen oder unsymmetrischen Oxo-mercapto-triazine der Entwicklerlösung zusetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die symmetrischen oder unsymmetrischen Oxo-mercapto-triazine der Bildempfangsschicht zusetzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die symmetrischen und unsymmetrischen Oxo-mercapto-triazine sowohl der Bildempfangsschicht als auch der Entwicklerlösung zusetzt.
5. Bildübertragungsschicht für das Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer hydrophilen Kolloidschicht besteht, die außer Entwicklungskeimen und gegebenenfalls einem Halogensilberlösungsmittel ein symmetrisches oder unsymmetrisches Oxo-mercapto-triazin in einer Konzentration von etwa 1 bis 30 mg pro Liter enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 890 755;
Deutsche Auslegeschrift A 17 680 IVa/57b kanntgemacht am 13. 10. 1955), Nr. 1 062 112;
Patentschrift Nr. 4809 des Amtes für Erfindungsund Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
© 109 610/374 5.
DEA33281A 1959-11-14 1959-11-14 Verfahren zur Erzeugung von schwarzen Bildtoenen mit Hilfe von Mercaptoverbindungen bei der Herstellung direkter Positive nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren Pending DE1108563B (de)

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GB (1) GB922479A (de)

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DE1284843B (de) * 1964-02-06 1968-12-05 Fuji Photo Film Co Ltd Aufzeichnungsmaterial, Bildempfangsmaterial und Entwicklerloesung fuer das Silbersalzdiffusionsverfahren

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DE4809C (de) * D. FEHRMANN in Berlin, Oranienburgerstrafse Nr. 27 Wäsche-Wringmaschine mit Leitrollen
DE890755C (de) * 1950-04-15 1953-09-21 Agfa Aktiengesellschaft fur Photofabrikation, Leverkusen Verfahren zur direkten Herstellung von Positiven

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