DE110438C - - Google Patents

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DE110438C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D9/00Devices for binding the uppers upon the lasts

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gemäfs vorliegender Erfindung construirte Vorrichtung kann an Aufzwickständern oder Schuster-Schraubstöcken beliebiger Systeme angebracht werden und soll den Zehentheil des Oberleders mit der Brandsohle vorübergehend in der Weise verbinden, dafs die dauernde Verbindung beider durch eine Naht erfolgen kann, während die vorläufige Verbindung die Theile zusammenhalt.
Zu diesem Zweck wird das Oberleder in bekannter Weise über den Zehentheil des Leistens oder der Brandsohle gezogen, so dafs seine Kante neben der aufgerissenen Kante der Brandsohle in der Lage liegt, in welcher später die dauernde Vereinigung erfolgt (Fig. 5).
Die vorübergehende Vereinigung erfolgt mittelst eines Drahtbügels, der gleichzeitig mit dem Ueberziehen des Oberleders über den Zehentheil aufgebracht wird, sich dicht anschliefsend in die Falte des Oberleders legt, welche in dem Winkel zwischen dem waagrechten und dem aufgerichteten Theil der Brandsohle liegt, und den aufgerichteten Theil mit dem Oberleder verbindet.
Die Verbindung erfolgt im Besonderen dadurch , dafs die umgebogenen Enden des Bügels durch das Oberleder und den aufgebogenen Rand der Brandsohle durchgestofsen und umgebogen werden.
Es ist schon bekannt, Drähte oder Drahtseile dazu zu verwenden, um das Oberleder über die Sohle überzuholen und dort vorläufig fest zu halten, bis die definitive Befestigung erfolgt (vergl. D. R. P. Nr. 95767). ·
Hierbei bildet aber der Draht oder das Drahtseil ein mit der Maschine dauernd verbundenes Organ, welches die Ueberziehung des Leders bewirkt, während nach der vorliegenden Erfindung die Ueberziehung des Leders durch besondere zangenartige Backen erfolgt, und der Draht nur zur Erhaltung des Leders in der übergezogenen Lage dient.
Es ist für jeden Schuh ein besonderer Drahtbügel nothwendig, der durch Umbiegen seiner Enden mit dem Schuh vereinigt wird und mit ihm zu weiterer Bearbeitung weggenommen werden kann.
Der Draht dient also nicht wie bei den früheren Anordnungen als eigentliches Spannmittel, sondern nur zur Erhaltung des durch andere Mittel übergespannten Leders in dieser Lage. -
Aus den beiliegenden Zeichnungen geht die neue Vorrichtung hervor.
Fig. ι ist eine Ansicht derselben von oben, wobei einzelne Theile weggenommen sind.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2,
Fig. 3 ist ein Einzeltheil,
Fig. 4 und 5 sind eine perspectivische Ansicht und ein Schnitt durch den Zehentheil nach der Linie 5-5;
Fig. 6 zeigt die Einwirkung der Zehenbacken auf das über den Leisten gezogene Oberleder und die Brandsohle im Zusammenhange mit
der federnden Platte ig und der Platte 16 in der Oberansicht und
Fig. 7 in Schnittansicht nach Linie 7-7, Fig. 6.
Die Vorrichtung ist mittelst eines Armes 1 (Fig. 2) an dem Gestell 2 der Zwickmaschine durch eine Klemmschraube auf verschiedene Höhen verstellbar angebracht.
Die Grundplatte 3 ist an einem Zapfen des Armes drehbar, um sich der Leistenform besser anpassen zu können. Unter Umständen kann die Platte 3 auch noch in der Richtung der Leistenachse verschiebbar angeordnet werden.
Auf der Grundplatte 3 sind die Zehenbacken 4, 4 beweglich angebracht. Sie sind bei 5, 5 gelenkig mit dem Schieber 6 verbunden, der durch den Handhebel 7 bewegt wird. Die Bewegung der Zehenbacken 4 setzt sich aus dieser Schubbewegung und einer Drehbewegung zusammen, welche hervorgerufen wird durch den Anschlag der Ansätze 8, 8 der Backen an die Curven 9, 9 der Grundplatte. Eine Feder 10 sichert die Berührung.
Auf diese Weise nähern sich die Zehenbacken bei dem Vorschub einander, so dafs sie die in Fig. 1 punktirte Lage annehmen.
Die Zehenbacken wirken zusammen mit einer federnden Platte 19 (Fig. 6 und 7), die mittelst ihres Stieles 11 an der Vorrichtung so angebracht ist, dafs sie sich auf die Brandsohle auflegt und mit ihrem ä'ufseren Rand über deren Rand übersteht (Fig. 7). Hierdurch wird bei dem Vorziehen des Oberleders über den Rand der Brandsohle die Kante desselben nach aufsen zurückgebogen, so dafs die inneren Kanten der Zehenbacken in einer Falte des Oberleders liegen und es desto besser angreifen.
Vor der Bethätigung der Vorrichtung wird in eine schmale Rinne der Backen 4, 4 ein Drahtbügel 12 mit umgebogenen Enden 13 eingelegt, welcher mit den Zehenbacken vorwärts geht und dabei zusammengebogen wird.
Die Zehenbacken sind an dem Ende dieses Drahtbügels durchbrochen und mit Schiebern 14, 14 versehen, die in der Pfeilrichtung beweglich geführt sind und durch die Federn 15, 15 nach aufsen gehalten werden. Diese dienen im Verein mit einer Widerlagerplatte 16 (Fig. 3 bis 7) zur Durchtreibung bezw. Umbiegung der Haken 13 durch das Oberleder und durch die aufgebogene Nählippe 17 der Brandsohle. Sie wirken dabei mit der Platte 16, die wie die Platte 19 an dem Stiel 11 befestigt ist, in der Weise zusammen, dafs der mit Vertiefungen 18 versehene Rand der Platte 16 als Widerlager bei dem Durchstechen der Haken 13 dient, und dafs diese Haken sich in den Vertiefungen 18 umbiegen.
Das Eintreiben der Platten 14 erfolgt zu diesem Zwecke von aufsen, gewöhnlich durch einen Hammerschlag. Auf diese Weise sind Oberleder und Brandsohle an den beiden Endpunkten des Bügels unverrückbar mit einander verbunden, während über den ganzen Zehentheil eine Verbindung durch den umgelegten Drahtbügel bewirkt wird, welche genügt, um erhebliche Verschiebungen zu vermeiden.
Aufserdem ist der Drahtbügel überall so weit nach der Seite verschiebbar, dafs er die Bildung einer Naht längs des Drahtes nicht verhindert.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zur vorübergehenden Vereinignng des Oberleders am Zehentheil mit der Brandsohle bei Zwickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs gleichzeitig mit dem Ueberschieben des Oberleders über den Zehentheil ein Drahtbügel (12) eingebrächt wird, der sich von aufsen um den Zehentheil herumlegt und durch Haken (13) das Oberleder mit der hochstehenden Nählippe der Brandsohle verbindet.
2. Eine Vorrichtung nach Anspruch , 1, bei welcher der zur Verbindung von Oberleder und Brandsohle dienende Drahtbügel (12) in die Zehenbacken (4) eingelegt wird und die umgebogenen Bügelenden (13) durch einen Antrieb von aufsen durch Oberleder und Lippe hindurchgetrieben und mit
. Hülfe einer Widerlagsplatte (16) umgelegt werden.
3. Eine Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Widerlagsplatte (16) mit Vertiefungen (1.8) an ihrem Rande zur Aufnahme der umzubiegenden Drahtenden, welche gemeinsam mit einer federnden, über den Rand des Oberleders reichenden Platte (19) an einem Stiel (11) derart an der Vorrichtung befestigt ist, dafs sich beide Platten auf den Zehentheil der Brandsohle auflegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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