DE10995C - Neuerungen an Schmierkannen - Google Patents
Neuerungen an SchmierkannenInfo
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- DE10995C DE10995C DENDAT10995D DE10995DA DE10995C DE 10995 C DE10995 C DE 10995C DE NDAT10995 D DENDAT10995 D DE NDAT10995D DE 10995D A DE10995D A DE 10995DA DE 10995 C DE10995 C DE 10995C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16N—LUBRICATING
- F16N3/00—Devices for supplying lubricant by manual action
- F16N3/02—Devices for supplying lubricant by manual action delivering oil
- F16N3/04—Oil cans; Oil syringes
- F16N3/08—Oil cans; Oil syringes incorporating a piston-pump
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- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
1880.
Klasse 87.
JOSEPH PATRIK in FRANKFURT a. M. Neuerungen an Schmierkannen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Februar 1880 ab.
Die Neuerungen bestehen in Vorrichtungen, durch welche das OeI in einzelnen Portionen
durch Druck aus der Kanne getrieben wird; dabei kann die Lage der Kanne jede beliebige
sein, d. h. man kann ebenso gut aufwärts als abwärts schmieren.
Fig. 1 ist der verticale Längenschnitt, durch eine nach diesem Princip construirte Schmierkanne
von der üblichen länglichen Form;
Fig. 2 Horizontalschnitt nach x-x;
. Fig. 3 Querschnitt nach y-y;
-- Fig. 4 besondere Form der Abzugsröhre;
. Fig. 3 Querschnitt nach y-y;
-- Fig. 4 besondere Form der Abzugsröhre;
Fig. 5, 6 und 7 Schnitte durch drei Schmierkannen von modificirter Construction;
Fig. 8 Querschnitt von Fig. 7;
Fig. 9 und 10 Constructions-Varianten von
Details. ' .:.„._
In der Kanne A (von Weifsblech, etc.) ist ein
Cylinder B luftdicht eingelöthet, der Baden und der untere Rand desselben sind durchlöchert.
In demselben befindet sich die Spiralfeder C und auf dieser eine Scheibe D, deren Ränder d
luftdicht an den Cylinder 2? schliefsen, so dafs also D wie ein Kolben wirkt. Am Kolben D
sitzt der Stift E. Dieser durchdringt den Deckel des Cylinders B, darf aber nicht luftdicht
an denselben schliefsen, sondern es mufs im Gegentheil Luft zwischen den Deckel von B
und den Kolben eindringen können. E wird am besten an D befestigt, doch ist dies nicht
absolut nöthig. E trägt an seinem oberen Ende wie gewöhnlich eine kleine Scheibe, wodurch
das Niederdrücken desselben mit dem Daumen der Hand erleichtert wird.
An dem der Ausflufsröhre H' entgegengesetzten
Ende der Kanne, am Boden derselben ist die flach cylindrische Kammer G, welche
mit der Kanne durch das Loch g in Verbindung steht und von welcher aus die Röhre H
ausgeht. Diese endigt in die Ausflufsröhre H', durch welche das OeI ausgespritzt wird.
Die Kanne wird durch die Oeflhung _/". mit
OeI gefüllt und dann diese Oeffnung durch eine
Schraube luftdicht verschlossen.
t Das OeI erfüllt also die Kanne, die Kammer G und die Röhre H, kann aber nicht ausfliefsen, weil die Kanne luftdicht geschlossen ist.
t Das OeI erfüllt also die Kanne, die Kammer G und die Röhre H, kann aber nicht ausfliefsen, weil die Kanne luftdicht geschlossen ist.
In dem Cylinder B unter dem Kolben D befindet sich Luft.
Drückt man nun mit dem Daumen vermittelst des Stiftes E den Kolben D nieder und die
Feder C zusammen, so entweicht die im Cylinder B enthaltene Luft durch die Löcher am
Boden desselben und steigt in Blasen nach der Decke der Kanne. Dort angekommen, mufs sie
notwendigerweise ein gewisses Quantum OeI, welches dem Volumen der in die Kanne eingetretenen
Luft proportional ist, verdrängen. Dieses verdrängte OeI sucht sich nun einen
Ausweg und findet ihn durch, die Röhre H und die Ausflufsröhre H'.
Läfst man nun den Stift E wieder los, so
treibt die Feder C den Kolben D in die Höhe, das Gleichgewicht stellt sich wieder her, d. h.
es dringt Luft von aufsen durch die Ausflufsröhre i7' und die Röhre H nach der Kammer
G. und steigt von da in dem Cylinder B in die Höhe, der nunmehr mit OeI und Luft
gefüllt ist. Wenn aber das Loch,f nicht direct unter i? ist, wie in Fig. 2, sondern neben, z. B.
in der Ecke der Kanne, so steigt nur OeI in den Cylinder 2? und die von aufsen her durch
H eindringende Luft steigt sogleich nach der Decke der Kanne. Wird jetzt der Stempel E
und der Kolben D wieder niedergedrückt, so wird das OeI bezw. die Luft aus dem Cylinder i?
herausgedrängt; das OeI verläfst die Kanne sofort durch die Röhre H, die eventuell in B enthaltene
Luft steigt aber nach der Decke der Kanne und verdrängt dort durch ihr Volumen eine entsprechende Menge OeI, welche ebenfalls
durch H ausfliefst etc.
Nach vorstehendem ist nun klar, dafs man im Stande ist, das OeI in ganz kleinen Mengen,
also tropfenweise auszuspritzen. Das Maximum, welches man mit einem Fingerdruck auspressen
kann, ist gleich dem Inhalt des Cylinders B (einerlei ob derselbe OeI allein oder auch Luft
enthalten hat). Aus vorstehender Beschreibung ersieht man ferner, dafs die Lage der Kanne
beim Schmieren jede beliebige sein kann.
Statt die Kammer G anzuordnen, kann man auch der Röhre H eine gröfsere Weite und
Fassungskraft geben (s. Fig. 4).
Statt die besondere Füllöffnung/ anzuordnen, kann man auch den Deckel des Cylinders B
zum Abnehmen -einrichten und denselben mit dem Bajonnetverschlufs α (s. Fig. 9) oder einem
anderen Verschlufs versehen.
Beim Füllen der Kanne wird der Deckel mit sammt dem Stift E und dem Kolben D her-'
ausgenommen. (Die Kanne mufs dann an der Decke ein kleines verschliefsbares Loch haben,
damit die in ihr eingeschlossene Luft beim Füllen entweichen kann; s. l·, Fig. 10.)
Fig. 10 zeigt eine weitere Modification, welche
namentlich bei Locomotivschmierkannen, bei welchen das Ausflufsrohr so lang und eng ist,
dafs die Luft bei Freilassen des Stiftes E nach dem Ausspritzen nicht rasch genug wieder
von aufsen einströmen kann, angewendet werden soll.
Hier macht man den Stift E hohl und verschliefst die obere Oeffnung beim Niederdrücken
mit dem Daumen. Läfst man hierauf den Stift wieder frei, so treibt ihn die Feder
in die Höhe und die Luft dringt durch den höhlen Stift unter den Kolben.
Der Daumen der Hand wirkt also wie ein Ventil; es ist daher unnöthig, etwa ein wirkliches
Federventil anzubringen, b ist ein kleiner
Kanal, durch welchen beim Füllen der Kanne 'die eingeschlossene Luft aus derselben entweichen
und dem OeI Platz machen kann. Beim Füllen wird der Deckel von B abgeschraubt
(s. oben).
Fig. 6 zeigt eine Kanne von runder Form; der obere Theil A ist mit OeI gefüllt; der untere
Theil, welcher den Cylinder B umgiebt, ist leer (enthält bezw. Luft). Der Cylinder B ist am
Boden von A luftdicht eingelöthet und hat in der Höhe der tiefsten Stelle von A einen Kreis
von Löchern c, die so angeordnet sind, dafs sie genau unter dem unteren Rand von D sich befinden,
wenn derselbe oben steht. Wird der Kolben D niedergedrückt, so schliefst er die Löcher c ab
und damit auch die Verbindung von A und B. Es kann alsdann alles OeI, welches in B enthalten
ist, durch H ausgespritzt werden. Wenn nun hierauf der Kolben D durch die Feder C
wieder in die Höhe getrieben wird, so dringt Luft von aufsen her durch HmB ein, bis
der Kolben wieder seine höchste Stellung erreicht hat und die Löcher c freigiebt. Dann
dringt die in B enthaltene Luft durch die Löcher c durch das OeI hindurch nach der
Decke von A, während B sich zugleich wieder mit OeI füllt.
Auf dem gleichen Princip beruht auch das Kännchen, Fig. 5, welches für kleinere Quantitäten
zweckmäfsig ist.
Das Oelgefäfs A ist hier halbkugelförmig und wird am besten von Glas hergestellt, der Cylinder
B steckt im Innern desselben, schliefst luftdicht ab und hat zwei Kreise von Löchern. Die
oberen Löcher c dienen zum Austritt der Luft, die unteren ct zum Eintritt des OeIs in B. Im
Innern von B bewegt sich der Kolben D, und fast mit demselben verbunden ist die Ausflufsröhre
JJ'; in derselben steckt luftdicht schliefsend die Röhre JJ, welche beinahe bis zum Boden
von B herabgeht, dort befestigt und von der Feder C umschlossen ist. An H ist ein Ring K
angebracht, vermittelst welches der Kolben D niedergedrückt wird. Die Löcher c sind wie
diejenigen bei Fig. 6 angeordnet, d. h. bei der höchsten Stellung von D steht der untere Rand d
von D gerade über ihnen; drückt man nun D nieder, so verschliefst derselbe die Löcher und
damit die Verbindung zwischen A und B. Da die Luft aus A nicht entweichen kann, so wird
durch D das in B enthaltene OeI durch Röhre H
nach oben getrieben und ausgespritzt. Läfst man K wieder los, so wird der Kolben D durch
die Feder C in die Höhe gedrückt und öffnet die Löcher c wieder; die Luft dringt von aufsen
her durch H' und H wieder in B ein und entweicht durch die Löcher c1 nach A1 verdrängt
dort OeI und dieses tritt durch die Löchere'
in den Cylinder B u. s. w. Der Deckel von B ist, wie in Fig. 10 dargestellt, construirt. Fig. 7 und 8
zeigen eine vereinfachte Construction der Kanne. Der Behälter A hat die Form eines abgestumpften
Kegels, die Kammer G wird durch die Zunge M, welche in A eingelöthet ist, gebildet. Röhre H
liegt zum Theil im Innern von A.
Claims (5)
1. Die Anordnung der Kammer G oder der weiten Röhre H, Fig. 4, und der Ausflufsröhre
H' in Verbindung mit dem Cylinder B und dem Kolben D in der Kammer A.
2. Die Anordnung der Oeffnung g, welche die Ausflufsröhre und die Kanne mit einander
verbindet, an dem der Ausflufsöffnung entgegengesetzten Ende der Kanne.
3. Der luftdicht eingelöthete Cylinder B, worin
die Feder C durch den in B luftdicht schliefsenden Kolben D vermittelst des
Stempels E niedergedrückt wird, so dafs dadurch in der Kanne ein Druck erzeugt wird,
durch welchen ein dem Volumen von B entsprechendes Quantum OeI durch die Ausflufsröhre
IP ausgespritzt wird, worauf beim Loslassen des Stempels E die Feder C den
Kolben D wieder in die Höhe treibt und die Luft entweder durch die Röhre H oder
durch den hohlen Stempelt, Fig. 10, wieder
in den Cylinder B oder direct in die Kanne eintritt.
4. Die in Fig. 6 dargestellte Kanne, bestehend aus dem oberen Oelbehälter A, woran der
Cylinder B gelöthet ist, in welchem sich derKolbenZ* bewegt und bei seinem Niedergehen
die Löcher c schliefst und das OeI durch die Röhre Zf ausspritzt, worauf dann
der Kolben D durch die Feder C wieder in seine hohe Stellung zurück getrieben wird
und die Löcher c wieder frei läfst, so dafs die von aufsen her, durch H eingedrungene
Luft durch B nach A entweichen kann.
5. Die in Fig. 5 dargestellte Schmierkanne, . bestehend aus den mit zwei Ringen von
Löchern c und c' versehenen Cylindern B,
" worin sich derKolbenZ>
bewegt, an welchem die Ausflufsröhre H1 befestigt ist. Diese
letztere ist mit der Handhabe K zum Niederdrücken versehen, und enthält im Innern die
luftdicht anschliefsende Röhre H, welche bis beinahe zum Boden von B reicht, wo
sie befestigt ist, wobei, die ganze Einrichtung ähnlich wie bei der in Fig. 6 dargestellten
Kanne zum Ausspritzen von OeI dient.
Hierzu I- Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10995C true DE10995C (de) |
Family
ID=288277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT10995D Active DE10995C (de) | Neuerungen an Schmierkannen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10995C (de) |
-
0
- DE DENDAT10995D patent/DE10995C/de active Active
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