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Photographischer Verschluß
| Die Erfindung bezieht sich auf einen, photographi- |
| schen Verschluß mit einem Antriebsteil, der wahl- |
| weise durch eine Hauptfeder allein oder durch diese |
| und eine Zusatzfeder gemeinsam antreibbar ist und bei |
| dessen Spannen das Widerlager der Zusatzfeder durch |
| eine vor der Auslösung des Antriebsteiles auslösbare |
| Vorrichtung in einer der größten. Spannung der Zu- |
| satzfeder entsprechenden Ausgangslage festgehalten |
| wird, während nach #erfol-ter Auslösung der Halte- |
| vorrichtung das Widerlager sich in eine durch die |
| I |
| .jeweilige Einstellung eines eine Einstellkurve besit- |
| zenden Einstellers definierte Lage bewegt. |
| Photographische Verschlüsse dieser Art besitzen |
| den Vorteil, daß die Einstellung des mit dem Wider- |
| la-er der Zusatzfeder zusammenarbeitenden Einstel- |
| lers ohne jeden Einfluß seitens der Zusatzfeder durch- |
| fÜhrbar ist, so daß das Vcrstellmoinent zum Bewegen |
| Oes Einstellers bei sämtlichen Einstellungen stets |
| -leich- und niedergehalten werden kann. Als weiterer |
| ,#lorteil ist anzuführen, daß die verstärkte Federkraft |
| alif den Antriebsteil und damit auf den gesamten Ver- |
| seliltißblätteraiitrici)smechanismus nur bei den ge- |
| wünschten Einstellungen einwirkt, so daß der Ver- |
| schlußantriebsniechanismus geringstmöglichen Bean- |
| spruchungen ausgesetzt ist. Ferner zeichnen sich Ver- |
| ,chlüsse dieser Art dadurch aus, daß die auf den |
| Antriehsteil einwirkende Spannung der Zusatzfeder |
| variierbar ist. |
| Zur Gewährleistung der richtigen Arbeitsweise ist |
| cs bei solchen Verschlüssen erforderlich, die Aus- |
| lösung des Widerlagers der Zusatzfeder und des An- |
| friebsteiles des Verschlusses derart aufeinander abzu- |
| stimmen, daß das Widerlagger seine jeweilige, durch |
| den Einsteller bestimmte Arbeitslage erreichi hat, be- |
| vc,r der Antriebsteil zum Ablauf freigegehen wird. |
| Zn C, |
| Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen |
| Verschluß der eingangs bezeichneten Art unter Bei- |
| behaltun 'g der beschriebenen Vorteile so auszubilden, |
| (laß die genannte Art der Aufeinanderabstimmung der |
| Auslösezeitpunkte von Widerlager und Antriebsteil |
| des Verschlusses in unverwickelter, aufwandsparender |
| s(-#w;e funktionssicherer und die Bedienung des Ver- |
| s schltisses ' nicht erschwerender Weise erzielt
ist, |
| Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfin- |
| dung dadurch erreicht, daß zum Lösen der Festhalte- |
| vorrichtung für das Widerlager der Zusatzfeder die |
| Auslösehewegung des Versch#'lußauslösers dient und |
| daß an einem den Antriebsteil des Verschlusses in |
| ges |
| , pannter Stellung-, festhaltenden Sperrteil ein mit |
| dein Widerlager auf Bewegungsmitnahine verbunde- |
| ner 1-,-iiistell- und Betätigungsteil angelenkt ist, wel- |
| cher mittels eines an ihm befestigten, auf die Ein- |
| -,#'telllztirve des Einstellers auftreffenden Anschlages |
| die jeweilige Arbeitslage des Widerlagers bestimmt, |
| und daß nach dem Auftreffen dieses Anschlages auf |
| die Einstellkurve der Einstell- und Betätigungsteil |
| unter Wirkung der Zusatzfeder eine Schwenkbewe- |
| gung um seinen Anschlag als Achse ausführt, bei |
| weicher der Sperrteil den Antriebsteil des Verschlus- |
| ses zum Ablauf freigibt, und daß ein ortsfester An- |
| schlag angeordnet ist, welcher nach erfolgter Freigabe |
| I zn |
| des Antriebsteiles die Weiterbewegung des Einstell- |
| und Betätigungsteiles verhindert. |
| Ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Verschluß |
| besitzt den Vorteil, daß die Auslösung des Antriebs- |
| t> |
| teiles des Verschlusses zwangläufig stets unmittelbar |
| nach Erreichen der durch die jeweilige Einstellage |
| des Einstellers definierten Lage des Widerlagers der |
| Zusatzfeder erfolgt. Damit ist einerseits eine optimale |
| FunktiGiissich,-rheit der Einrichtung und andererseits |
| (ine kleinstmögliche Auslösezeit bei sämtlich-en Ein- |
| stellungen erzielt. Diese Arbeitsweise ist bei einem |
| gemäß der Erfindung ausgebildeten Verschluß in |
| überraschend einfacher Weise durch Verwendung |
| eines Einstell- und Betätigungsteiles erzielt, welcher |
| während der Einstellbewegung des Widerlagers eine |
| den Sperrteil für den Antriebsteil des Verschlusses |
| unbeeinflußt lassende Bewegung unter Wirkun- der |
| 1 221 |
| Zusatzfeder ausführt und welcher nach dein Auftref- |
| fen des mit ihin verbundenen Anschlages auf die Ein7 |
| Lellkurve des Einstellers eine Schwenkbewegung um |
| den Anschlag als Achse durchführt, bei der der Sperr- |
| teil ausgelöst und der Antriebsteil des Verschlusses |
| zum Ablauf freigegeben wird. Damit bedarf es bei |
| einer gemäß der Erfindung ausgebildeten# Einrichtung |
| zur Erziel= der genannten Aufeinanderabstimmung |
| der Auslösezeitpunkte von Widerlager und Antriebs- |
| teil des Verschlusses keinerlei besonderer Synchronii- |
| siereinrichtungen, so daß die erfindungsgemäße Ein- |
| richtung einen in# hohem Maße teilesparenden sowie |
| unverwickelten und eine raumgedrängte Anordnung |
| zulassenden Aufbau besitzt. Darüber hinaus weist sie |
| den Vorteil auf, daß ihre Ausbildung keinerlei beson- |
dere Anforderungen an die_ Auslöseeinrichtung und die Antriebsvorrichtung
des Verschlusses stellt, so daß die Erfindung in einem weiten Anwendungsbereich
verwirklicht werden kann.
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Eine weitere Aufgabe -der Erfindung besteht darin, einen Verschluß
der vorbezeichneten Art so auszubilden, daß zum Bewegen des Widerlagers der Zusatzfeder
von seiner jeweiligen, durch die Einstellung des Einstellers bestimmten, Arbeitslage
in seine der größten Spannung der Zusatzfeder zugeordnete Ausgangslage weder besondere,
zusätzliche Betätigungsvorrichtungen noch zusätzliche Bedienungshandgriffe erforderlich
sind.
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Gemäß der Erfindung ist diese A gabe dadurch -ufg gelöst, daß
zwischen dem Widerlager der Zusatzfeder und dem Antriebsteil des Verschlusses eine
einseitige Mitnahmeverbindung ausgebildet ist, mittels welcher das Widerlager beim
Ablauf des Antriebsteiles von seiner jeweiligen, durch den Einsteller bestimmten
Arbeitslage in seine Ausgangslage zurückstellbar ist.
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Hierdurch ist auf überraschend einfache, keinen wesentlichen zusätzlichen
Aufwand erfordernde Weise eine selbsttätige Rückführung des Widerlagers von seiner
jeweiligen Arbeitslage in seine Ausgangslage erzielt. Die Wirkungsweise der Mitnahmeverbindung
ist hierbei derart, daß der Antriebsteil des Verschlusses nach seiner Auslösung
unter Wirkung der Hauptfeder und der Zusatzfeder zunächst eine Relativbewegung gegenüber
dem Widerlager der Zusatzfeder ausführt. Nach Zurücklegen eines bestimmten Bewegungsweges,
dessen Größe von. der jeweiligen Arbeitslage des Widerlagers abhängt, kommt die
Mitnahmeverbindung zwischen Antriebsteil und Widerlager zur Wirkung, wodurch sich
die beiden Teile unter Wirkung der Hauptfeder allein als Einheit in eine dem ungespannten
Zustand des Verschlusses entsprechende Lage, welcher die genannte Ausgangslage des
Widerlagers entspricht, bewegen. Hieraus ergibt sich der weitere Vorteil, daß von
der für die Lebensdauer des Verschlußantriebsmechanismus schädlichen Aufprallenergie
des Antriebsteiles und der Verschlußblätter beim Erreichen der Ruhestellung des
Verschlußantriebes die zum Bewegen der aus Widerlager und Zusatzfeder bestehenden,
Einheit erforderliche E nergie in Abzug kommt.
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In Verbindung mit der erfindungsgemäßen Auslöseeinrichtung ist damit
ein photographischer Verschluß dereingangs bezeichneten Art geschaffen, welcher
einen optimal unverwickelten und aufwandsparenden Aufbau, eine sich gegenüberVerschlüssen
ohne Zusatzfeder nicht unterscheidende Bedienungsweise sowie eine funktionssichere
Arbeitsweise besitzt.
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In den Figuren ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel gezeigt.
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Fig. 1 zeigt vergrößert, in einer Draufsicht von vorn, einen
Teil eines photographischen Objektivverschlusses bei abgenommener Deckplatte. Im
Verschluß ist eine gemäß der Erfindung ausgebildete Auslöseeinrichtung für das Widerlager
einer Zusatzfeder und den Verschlußantriebsteil angeordnet, und außerdem ist zwischen
dein Widerlager und dem Antriebsteil eine Mitnahmeverbindung ausgebildet. Weiterhin
ist in der Figur ein eine Einstellkurve tragender Teil eines mit dem Widerlager
zusammenarbeitenden und die jeweilige Arbeitslage desselben bestimmenden Einstellers
dargestellt. Der Verschluß befindet sich in gespannter Stellung; Fig. 2 zeigt den
Verschluß gemäß Fig. 1 unmittelbar nach erfolgter Auslösung# Das Widerlager
hat seinp durch die Steuerkurve des Einstellers bestimmte Arbeitslage-erreicht und
hierbei den Antriebsteil des Verschlusses ausgelöst. Dieser steht am Beginn seines
Ablaufes; Fig.3 zeigt den Verschluß bei derselben Ablaufphase des Antrie#bsteiles
wie Fig.2, jedoch mit einer anderen Arbeitslage des Widerlagers der Zusatzfeder;
Fig. 4 zeigt den Verschluß bei einer weiteren, von den, Fig. 2 und 3 verschiedenen
Arbeitslage des Widerlagers der Zu-satzfeder und bei einer der Offenstellung der
Verschlußblätter entsprechenden Ablaufphase des Antriebsteiles. Die zwischen Antriebsteil
und Widerlag-er ausgebildete Mitnfahmeverbindung wird soeben wirksam, um das Widerlager
in die in Fig. 1 dargestellte Ausg.angslage zurückzuführen; -Fig.
5 zeigt denVerschluß in abgelaufenem Zustand. Das Widerlager der Zusatzfeder
ist mittels der Mitnahmeverbindung in seine der größten Spannung der Zusatzfeder
entsprechende Ausgangslage zurückgestellt; Fig. 6 zeigt in Seitenansicht,
teilweise im Schnitt, die Antriebsvorrichtung des Verschlusses. Es ist unter anderem
die Haupt- und die Zusatzfeder sowie der Verschlußantriebsteil und das Widerlager
der Zusatzfeder dargestellt; Fig. 7 zeigt in vergrößerter Darstellung die
mit dem Widerlager zusammenarbeitenden Teile der Festhalte- und Auslösevorrichtung;
Fig. 8 zeigt einen den, Antriebsteil des Verschlusses in gespannter Stellung
festhaltenden Sperrteil und einen an diesem angelenkten, mit dem Widerlager auf
Bewegungsmitnahme verbundenen Einstell- und Betätigungsteil; Fig. 9 zeigt
bei einem Verschluß gemäß den Fig. 1
bis 5 das Zusammenwirken des Antriebsteiles
des Verschlusses mit einem Belichtungszeitenhemmwerk, welches mittels einer an einem
Einsteller angeordneten Steuerkurve einstellbar ist; Fig. 10 zeigt schematisch,
in vergrößerter Darstellung, einen Teil des Belichtungszeiteinstellers des Verschlusses,
an, dem Steuerkurven zur Einstellung der Arbeitslage des Widerlagers der Zusatzfeder
und des Belichtungszeitenhemmwerkes ausgebildet sind.
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In den Fig. 1 bis 5 und 9 ist mit 1 das
Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses bezeichnet.- In diesem ist in
an sich bekannter Weise eine Verschlußgrundplatte 2 befestigt, die zur Lagerung
an sich bekannter Teile des Verschlußmechanismus dient. Insbesondere ist an der
Verschlußgrundplatte um eine Achse 3 eine Spann- und Antriebsscheibe 4 für
den Verschluß gelagert. Zum Antrieb dieser Scheibe dienen, eine Hauptfeder
5 sowie eine in ihrer Vorspannung veränderliche Zusatzfeder 6. Die
Feder 5 ist um die als Spannwelle für die Antriebsscheibe ausgebildete und
durch dieVerschlußgehäuserückwand, hinausgeführte Welle 3 herumgelegt, wobei
sie sich mit ihrem einen Ende an einem ortsfesten Stift 7 und mit ihrem anderen
Ende an einem an der Antriebsscheibe4 befestigten Stift 8 abstützt (Fig.
6). Die Zusatzf eder 6,
die über der Antriebsscheibe 4 um eine Distanzbüchse
9 angeordnet ist, ist mit ihrem einen Ende an eine Abbiegung4a der Spann-
und Antriebsscheibe4 und mit ihrem anderen Ende an einem drehbaren, gleichachsig
zur Antriebsscheibe angeordneten. und nachstehend als Widerlager bezeichneten Teil10
angelegt. Zur Sicherung des Widerlagers dient eine in die Spannwelle3 eingesetzte
Kopfschraubell.
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Das Widerlager wird durch eine nachstehend näher beschriebene, vor
der Auslösung der Antriebsscheibe 4 auslösbareVorrichtung in einer der größten Spannung
der Zusatzfeder 6 entsprechenden Ausgangslage festgehalten.
Diese
Ausgangslage ist in den Fig. 1 und 5
dargestellt. Nach erfolgter Auslösung
bewegt sich das Widerlager unter Wirkung der Zusatzfeder in eine el durch die jeweilige
Einstellung eines eine Einstellkurve besitzenden Einstellers definierte Lage, welche
es vor der Auslösung der An-triebsscheibe4 erreicht hat. Dieser Vorgang ist gleichfalls
weiter unten noch näher beschrieben.
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An der Antriebsscheibe 4 ist weiterhin um eine Achse 12 in an sich
bekannter Weise eine Antriebsklinke 13 schwenkbar angeordnet. Mittels eines
Mauls 13a und unter Wirkung einer Feder 14 steht die Klinke in an sich bekannter
Weise mit einem einen halbkreisförmigen Querschnitt besitzenden Stift15 in Verbindung,
der an. einem Verschlußblätterantriebsring16 befestigt ist, und für den in der Verschlußgrundplatte2
ein Bewegungsschlitz2a ausgebildet ist. Die Verschlußblätter17, von denen in, den
Figuren aus Gründen der Übersichtlichkeit nur eines dargestellt ist, sind am Antriebsring16
um Stifte18 gelagert und außerdem in Schlitzen17a an ortsfesten Stiften19 geführt
(Fig.9). Bei dem in# Pfeilrichtung von Fig. 1 erfolgenden Ablauf der Antri#ebsscheibe
4 führt der Antriebsring16 eine hin- und hergehende Bewegung aus, wodurch die Verschlußblätter17
zu-
erst geöffnet und nach Erreichen einer Offenstellung wieder geschlossen
werden.
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Gemäß der Erfindung ist nunmehr eine Auslösung der Antriebsscheibe4
desVersch#lusses und desWiderlagers 10 der Zusatzfeder 6 in der eingangs
genannten Reihenfolge und Aufeinanderabstimmung dadurch erzielt, daß zum Lösen der
Festhaltevorrichtung für das Widerlager10 die Auslösebewegung des Verschlußauslösers
dient und daß an einem dieAntriebsscheibe4 des Verschlusses in gespannter Stellung
festhaltenden Sp-errteil ein, mit dem Widerlager auf Bewegungsmitnallme verbundener
Einstell- und Betätigungsteil angelenkt ist, welcher mittels eines an ihm befestigten,
auf die Einstellkurve des Einstellers auftreffenden Anschlages die jeweilige Arbeitslage
des Widerlaggers bestimmt, und daß nach dem Auftreffen auf die Ein' stellkurve der
Einstell-undBetätigungsteil unterWirkung der Zusatzfeder eine Schwenkbewegung um
seinen Anschlag als Achse ausführt, bei welcher der Sperrteil die Antriebsscheibe4
zum Ablauf freigibt, und daß ein ortsfester Anschlag angeordnet ist, welcher die
Weiterbewegung des Einstell- und Betätigungsteiles nach erfolgter Freigabe der Antriebsscheibe
verhindert.
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Als Verschlußauslöser dient im Ausführungsbeispiel ein Winkelhebel20,
welcher um eine Achse21 an der Verschlußgrundplatte2 gelagert ist und durch eine
Feder22 entgegen dem Uhrzeigersinn beeinflußt wird. Mittels eines abgebogenen Armes20a,
welcher durch die Verschlußgehäuserückwand hinausgeführt ist, steht der Auslösehebel
20 in an sich bekannter, aus Gründen der übersichtlichkeit nicht dargestellter Weise
in Verbindung mit der Auslöseeinrichtung der Kamera.
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Der Auslösehebel 20 dient, wie bereits erwähnt, zum Lösen der Festhaltevorrichtung
für das Widerlager 10
der Zusatzfeder. Die Festhaltevorrichtung umfaßt einen
zweiarmigen Sperrhebel 23, welcher gleichfalls an der Versch#lußgrun#dplatte
2 um eine Achse 24 gelagert ist und durch eine Feder 25 im Uhrzeigersinn
beeinflußt wird. Der eine Arm 23 a des Hebels 23 dient zum Festhalten
des Widerlagers in seiner der größten Spannung der Zusatzfeder entsprechenden Ausgangslage
und arbeitet zu diesem Zweck miteinem abgebogenen Lappen 10a des Widerlagers in
der in Fig. 1
gezeigten, Weise zusammen. Mit seinem anderen Arm
23 b ist der Hebel 23 dagegen, mit dem Auslösehebel 20 verbunden.
Hierzu dient ein. Hebel 26, welcher am Arm 23b um eine Achse 27 gelagert
ist und mit dem Auslösehebe120 in Stift-Schlitz-Verbindung26a, 28
steht.
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Der zum Festhalten der Antriebsscheibe 4 des Verschltisses in gespannter
Stellung dienende Sperrteil ist im Ausführungsbeispiel gleichfalls als ein, zweiarmi--er
Hebel 29 ausgebildet, der eine Lagerachse 30 an der Verschlußgrundplatte
2 besitzt und durch eine Feder 31 entgegen dein Uhrzeigersinn beeinflußt
wird. I b t' Am einen Arm 29 a des Hebels 29 ist ein Sperrlappen
29b abgebogen, der mit einem Vorsprung 4b der Antriebsscheibe 4 zusammenarbeitet
und diese in der in Fig. 1 dargestellten Spannlage hält. Am andern Arm 29c
des Hebels ist ein Einstell- und Betätigungshebel 32 für das Widerlager
10 der Zusatzfeder angelenkt, welcher mit seinem gabelförmigen Ende32a einen
Stift33 des Widerlagers umgreift.
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Weiterhin besitzt der Hebel 32 einen, Anschlagstift 340, mittels
welchem er nach erfolgtem Auslösen des Widerlagers 10 unter Wirkung der Zusatzfeder
6 zur Anlage an einer Steuerkurve34a, eines Belichtungszeiteinstellringes34
kommt. Die Kurve34a dient zur Einstellung der jeweiligen Arbeitslage des Widerlagers,
d.h. zur Einstellung der zur Erzielung einer bestimmten Belichtun,gszeit erforderlichen.
Vorspannung der Zusatzfeder6. Die tiefste Stufe der Kurve 34a entspricht hierbei
dem Minimalwert, die höchste Stufe dagegen dem Maxii-nalwert der mittels des Einstellringes34
einstellbaren Vorspannung der Zusatzfeder 6.
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Weiterhin ist am Belichtungszeiteiiistellring34 eine zur Einstellung
eines Belichtungszeitenhenirnwerkes an sich bekannter Art dien-ende Einstellkurve34b
ausgebildet (Fig. 10). Die Stufen der Kurven 34a und 34b sind im Ausführungsbeispiel
einander derart zugeordnet, daß im Bereich der drei kürzesten Belichtungszeiteni,
beispielsweise der Zeiten 1/2.., l/... und 1/1...Sekunde, eine Änderung der Vorspann-ung
der Zusatzfeder in Richtung auf den Ma,--,imalwert erfolgt, während bei Einstellung
längerer Belichtungszeiten, beispielsweise der Zeiten 1/",Sel-,unde und länger,
keine Änderung in der Vorspannung der Zusatzfeder eintritt, sondern diese in ihrer
der minimalen Vorspannung, z. B. Vorspannung 0, entsprechenden Lage verbleibt.
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je nach Aufbau und Übersetzungsverhältnis des
Belichtungszeitenhemmwerkes
könnte die Zusatzfeder auch bei längeren Belichtungszeiten mehr oder wen-iger zur
Wirkung kommen, um kritische Hemmwerkwirkungswege, d.h. zu kurze Wirkungswege des
Henirnwerkes, zu vermeiden und ein Optimum an Genauigkeit und Konstanz der Belichtungszeiten
zu erzielen. Iii, diesem Falle würde der in Deng Figuren zur Drehachse des Belichtungszeiteinstellrirtges
konzen#trisch verlaufende Teil der Steuerkurve 34a gleichfalls entsprechende Stufen
besitzen.
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Das mit der Einstellkurve 34 b des Belichtungszeiteinstellringes34
zusammenarbeitende Belichtungszeitenhenimwerk ist in an sich bekannter Weise aufgebaut
und in Fig. 9 schematisch dargestellt. Es umfaßt unter anderem eine obere,
sichtbare Lagerplatte35 sowie eine untere Lagerplatte, zwischen denen die verschiedenen,
aus Gründen, der Übersichtlichkeit nicht dar-,gestellten Getriebeteile des Hemmwerkes
angeordnet sind. Der Antrieb des Werkes erfolgt in, an sich bekannter Weise mittels
eines Zahnsegments 36. Dieses ist zwischen den beiden Lagerplatten um eine
Achse
37 gelagert und besitzt einen Arm 36 a, welcher
in die Bahn dcr Abbiegung 4a der Antriebsscheib.- 4 beweg" bar ist. Weiterhin besitzt
das Zahnsegment 36 einen Stift 38, mittels welchem es unter der Wirkung einer
Feder 39 an der Einstellkurve34b anliegt.
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Die Arbeitsweise der beschriebenen Auslöseeinrichtung ist wie folgt:
Durch Niederdrücken des Auslösehebels 20 wird bei gespanntem Verschluß über den
Verbindungshebel 26 der Sperrhebel 23 entgegen dem Uhrz.-igersinn,
geschwenkt, so daß sein Sperrarm 23 a das Widerlager 10 der Zusatzfeder
6 freigibt. Unter Wirkung der Zusatzfeder führt das Widerlager eine entgegen
dem Uhrzeigersinn verlaufende Dreh-bewegung aus. Hierbei wird über die Stift-Schlitz-Verbin#
dung32a, 33 der Einstell- und Betätigungshebe132 mitgenommen, wobei sein
Anschlagstift340 je nach Einstellung des Beliehtungszeiteinstellringes34
nach einem kürzeren oder längeren. Drehweg des Widerlagers zur Anlage an der Kurve
34a des Belichtungszeiteinstellringes34 gelangt. Damit hat das Widerlager seine
jeweilige Arbeitslage erreicht. Das Inanlagekommen des Anschlagstiftes 340 an der
Steuerkurve34a hat zur Folge, daß der Einstell- und Betätigungshebe132 eine Schwenkbewegung
um den Anschlagstift als Achse ausführt. Bei dieser Bewegung wird der mit ihm verbundene
Sperrhebe129 für die Antriehsscheibe4 des Verschlusses mitbewegt und sein Sperrlappen29b
außer Eingriff mit dem Vorsprung4b der Antriebsscheibe4 gebracht. Unmittelbar nach
erfolgter Freigabe der Antriebsscheibe 4 gelangt eine Verlängerung eines zur Gelenkverbindung
des Sperrhebels29 und des Einstell- und Betätigungshebels32 dienenden Stiftes40
an einem ortsfesten Anschlag41 zur Anlage, wodurch die Einstellbewegung des Widerlagers
gestoppt wird. Dies ist in den Fig.2 bis 4 dargestellt.
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Aus den vorstehenden Darlegungen er-gibt sich, daß es bei einem gemäß
der Erfindung ausgebildeten Verschluß zur Erzielung einer Aufeinanderabstimmung
der Auslösezeitpunkte von Widerlager der Zusatzfeder und Antriebsteil des Verschlusses
in der eingangs genannten Art keiner besonderen, aufwandbeanspruchenden Synchronisiereinrichtungen
bedarf; vielmehr ist eine Aufeinanderabstimmung in überraschend einfacher, völlig
zwangläufiger und keinen wesentlichen zusätzlichen Aufwand beanspruchender Weise
dadurch erreicht, daß zur Synchronisierung die Zusatzfeder selbst Verwendun
'g findet.
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Die Antriebsscheibe4 desVerschlusses beginnt nach ihrer Freigahe durch
den Sperrlappen 29 b unter Wirkung der Hauptfeder5 und der Zusatzfeder6 im
Uhrzeigershin abzulaufen. Hierbei werden über die Antriebsklin1,--.e13 und den Verschlußblätterantriebsring
16 die Verschlußblätter 17 zuerst geöffnet und nach Erreichen einer
Offenstellung, deren Zeitdauer bei eingeschaltetcm Hemmwerk durch die Länge des
Ineinggriffseins von Zahnsegrn:entarm36a und Abbie-4a bestimmt ist, wieder geschlossen.
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Nach erfolgter Abgabe der Antriebskraft der Zusatzfeder
6 auf die ablaufende Antriebsscheibe 4 ist es erforderlich, das Widerlager
10 von seiner jeweiligen Arbeitslage wieder in die in Fig.
1 dargestellte
Ausgangslage zurückzuführen. Dies ist gemäß der Erfindung mittels einer zwischen
dem Widerlager und der Antriebsscheibe ausgebildeten, einseitig wirkenden Mitnahmeverbindung
erzielt. Diese umfaßt im Ausführungsbeispiel die mit dem Zahnsegmentarm 36a des
Belichtungszeitenhemmwerkes zusammenarbeitende Abbiegung4a der Antriebsscheibe4
und einen am Widertager10 ausgebildeten ArmlOb. DieWirktuigsweise der Mitnahmeverbindung
ergibt sich aus den Fig.
1 bis
5 wie folgt: Bei der Einstellbewegun#g
des Widerlagers in, seine jeweilige, durch die Steuerkurve 34a bestimmte Arbeitslage
wird dessen Arm
10 b relativ zu der Abbiegung 4 a der in gespannter Stellung
festgehaltenen Antriebsscheibe4 verstellt. Die Antriebsscheibe 4 führt daher nach
ihrer Freigabe durch den Sperrlappen29b gleichfalls eine Relativbewegung gegenüber
dem Widerlager aus, deren Größe durch die
jeweilige Arbeitslage des Widerlagers
bestimmt ist. Während dieser Relativbe-,vegung gibt die Zusatzf eder
6 ihre
Antriebskraft an die Antriebsscheihe ab. Die genannte Relativbewegung ist beendet,
soba,ld während des Ablaufes der Antriebsscheibe deren Abbiegung 4 a auf den Arm
10 b des Widerlagers auftrifft und damit die Mitnahmeverbindung zwischen
den beiden Teilen hergestellt ist. Dies bewirkt, daß nuninehr die Aritriebsscheibe
4 und das Widerlager
10
unter alleinigerWirkung der Hauptfeder5 als Einheit
weiterbewegt werden, wobei das Widerlager seine Ausgangslage erreicht hat, wenn
sich der Antriebsteil in seiner dem ungespannten Zustand des Verschlusses entsprechenden
Lage befindet (Fig,
5), In seiner Ausgangslage wird das Widerlager
durch den Arm23a des Sperrhebels23 festgehalten. Wird nunm#ehr die Antriebsscheibe4
mittels der Spannwelle3 in, die in Fig.1 dargestellte Spannlage gebracht, so wird
die Zusatzfeder
6 mitgespannt.
| Durch die vorstehend beschriebene Mitnahmever- |
| hindung zwischen dem Antriebsteil des Verschlusses |
| und dem Widerlager der Zusatzf ed-er ist gewährleistet, |
| daß eine Rückführung des Widerlagers in seine Aus- |
| gangslage in unverwickelter Weise und ohne das Er- |
| fordernis zusätzlicher Bauteile oder zusätzlichen Bau- |
| raumes erzielbar ist. Dies ergibt sich klar aus den |
| Figuren des Ausführungsbeispiels, bei denen als Mit- |
| ijahmeverbindung die am Antriebsteil ausgebildete, |
| als Anlage für die Zusatzfeder6 dienende Abbie- |
| gung 4 a und ein am Wid#erlager der Zusatzfeder aus- |
| gebildeter Arm 10 a dient. |
| Zusammen mit der beschriebenen Art des Einstel- |
| lens der Zusatzfeder und des Auslösens des Verschluß- |
| antriebsteiles erbringt die Mitnahmeverbindung zivi- |
| schen dem Widerlager der Zusatzfed-er und##dem |
| Antriebsteil optimaleVerhältnisse für einenVerschluß |
| der eingangs bezeichneten Art. Darüber hinaus ist die |
| Mitnahmeverbindung bei jedem Verschluß dieser Art |
| .voll Bedeutung, da durch sie das Problem der
Rück- |
| führung des Widerlagers der Zusatzfeder in seine |
| Ausgangslage auf überraschend einfache Weise gelöst |
| ist. |