DE1096397B - Sicherheitsbremsvorrichtung fuer Zweiseilbahnen - Google Patents

Sicherheitsbremsvorrichtung fuer Zweiseilbahnen

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DE1096397B
DE1096397B DEG20158A DEG0020158A DE1096397B DE 1096397 B DE1096397 B DE 1096397B DE G20158 A DEG20158 A DE G20158A DE G0020158 A DEG0020158 A DE G0020158A DE 1096397 B DE1096397 B DE 1096397B
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DE
Germany
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lever
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spindle
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Application number
DEG20158A
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English (en)
Inventor
Gustav Burkhardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Von Roll AG
Original Assignee
Von Roll AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H9/00Brakes characterised by or modified for their application to special railway systems or purposes
    • B61H9/02Brakes characterised by or modified for their application to special railway systems or purposes for aerial, e.g. rope, railways

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Es sind automatische Sicherheitsbremsen an Seilbahnen bekannt, bei welchen Klemmbacken zum Bremsen gegen einen längs des Zugseils angeordneten ortsfesten Teil gepreßt werden, wobei eine Drehfeder zur Erzeugung der Klemmkraft, eine Schraubenspindel zur Übertragung dieser Kraft auf die Klemmbacken und Mittel zum Auslösen der Klemmkraft Verwendung finden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Sicherheitsbremsvorrichtung für Zweiseilbahnen, bei welcher in einem am Laufwerk angeordneten Gehäuse zwei das Tragseil erfassende Klemmbacken über eine Schraubenspindel mit zwei gegensinnigen Gewinden betätigt werden, wobei zur Erzeugung der Klemmkraft eine am Gehäuse abgestützte und auf die Spindel verdrehend wirkende Feder dient. Die Erfindung erstrebt eine bessere Kurvengängigkeit der Laufwerke in der Weise, daß die Bremsbacken, abgesehen von ihrer zum Bremsen und Lösen erforderlichen Bewegbarkeit, quer zur Fahrtrichtung seitwärts verschiebbar sind, um einer Seiten Verlagerung des Tragseiles bzw. der Tragschiene gegenüber dem Laufwerk erforderlichenfalls folgen zu können. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung die Spindel in dem Gehäuse axial verschiebbar gelagert und greift mit einem als Keilwelle ausgebildeten Ende kraftschlüssig in eine Hohlwelle ein, auf der eine Nabe mit einem Hebel befestigt ist, an dem die zum Schließen der Klemmbacken dienende Feder angreift.
Entsprechend einer vorteilhaften Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens ist die Sicherheitsbremsvorrichtung so ausgebildet, daß die auf der Hohlwelle fest angeordnete Nabe und ein auf der Welle lose sitzender Hebel, der durch eine am Gehäuse abgestützte Feder gegen die Nabe gedrückt wird, an den einander zügekehrten Seiten Kupplungsteile aufweisen, die ein Verdrehen des Hebels im Sinn einer Schließbewegung der Klemmbacken bei feststehendem Hebel ermöglichen, dagegen eine durch eine Bremsfeder bewirkte Drehung des Hebels über die Nabe und die Hohlwelle auf die Spindel übertragen. Hierdurch ist eine unterteilte Bremsbewegung erzielbar derart, daß der Schließweg der Bremsbacken zunächst sprungartig zurückgelegt wird und danach der eigentliche Bremsdruck einsetzt. Zweckmäßig ist an der mit der Keilwelle bleibend gekuppelten Nabe ein Nocken angeordnet, der nach Beendigung der Schließbewegung der Klemmbacken über ein Gestänge und einen Anschlag eine als Kniegelenk ausgebildete Sperre der Bremsfeder aufhebt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sicherheitsbremsvorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt teilweise ein Laufwerk sowie Tragseil und Zugseil in Seitenansicht;
Sicherheitsbremsvorrictitung
für Zweiseilbahnen
Anmelder;
Gesellschaft der Ludw. von Roll'schen
Eisenwerke A. G., Werk Bern,
Bern
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Dorn, Patentanwalt,
Berlin-Schlachtensee, Breisgauer Str. 30
Gustav Burkhardt, Bern,
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 2 zeigt die Bremsvorrichtung im Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1 in größerem Maßstab und
Fig. 3 bis 5 zeigen Einzelteile der Bremsvorrichtung in kleinerem Maßstab als Fig. 2.
Das dargestellte, mittels Seilrollen 10 auf dem Tragseil 11 abgestützte Laufwerk ist z. B. mit zwei voneinander unabhängigen Kuppelvorrichtungen 12 und 13 zur Kupplung mit dem Zugseil 14 ausgerüstet.
Zur Erhöhung der Betriebssicherheit ist eine bei Übergeschwindigkeit in Funktion tretende Bremsvorrichtung 40 gemäß Fig. 2 ibis 5 vorhanden. Diese weist auf einer im Laufwerkgehäuse 17 gelagerten, axial verschiebbaren Spindel41 zwei.gegensinnige Gewinde42 und 43 auf, die je eine mit entsprechendem Innengewinde versehene Bremsbacke 44 bzw. 45 tragen, welche mit zwei diametral nach außen vorstehenden Stiften 46 in je einer achsenparallelen, in der seitlichen Wand des Gehäuses 17 vorhandenen Nut 47 gegen Verdrehung gesichert sind, so daß die beiden Bremsbacken 44 und 45 durch Drehung der Welle 41 entgegengesetzt axial verschoben werden.
Bei kurvengängigen Laufwerken ist die erwähnte axiale Beweglichkeit der Welle 41 erforderlich, um eine gewisse Querverlagerung des Tragseils 11 bzw. der Fahrschiene relativ zum Gehäuse 17, z. B. in Kurven, zuzulassen, ohne die Funktionsfähigkeit der Bremsvorrichtung zu beeinträchtigen. Am Gehäuse 17 abgestützte Schraubenfedern 48 wirken auf die Rückseite der Bremsbacken 44 und 45 und suchen jede axiale Verschiebung der Welle 41 aus der Normallage mit zum Tragseil symmetrischer Lage der Bremsbacken 44, 45 rückgängig zu machen.
Das eine abgesetzte Ende 49 der Welle 41 ist durch Eingriff einer Außenverzahnung nach Art einer Keil-
009 697/14
welle in eine entsprechende Innenverzahnung einer im Gehäuse 17 galagerten Hohlwelle 50 mit dieser gekuppelt, aber zu dieser axial verschiebbar. Auf der Hohlwelle 50 ist ein Hebel 51 mit einer Nabe 52 aufgekeilt, welche mit einem stirnseitigen Schaltradzahnkranz53 versehen ist, der in einen entsprechenden' Zahnkranz eines auf der Hohlwelle 50 drehbar gelagerten und ,axial verschiebbaren Hebels 54 eingreift. Diesen Eingriff sucht eine axial auf den Hebel 54 drückende Schraubenfeder 55 aufrechtzuerhalten, die anderseits über ein Axiallager 56 am Gehäuse 17 abgestützt ist.
Zum Drehen des Hebels 51 im Uhrzeigersinn in Fiig. 3 und somit zum Drehen der Hohlwelle 50 und damit der Spindel 41 im Sinne einer Bremsbetätigung ist eine vorgespannte Schnellschluß feder 57 in einem Zylinder 58 vorgesehen, welche einerseits am Gehäuse 17 gelenkig abgestützt ist und anderseits am freien Ende 59 des Hebels 51 angreift, sobald z. B. ein nichtgezeigter, entsprechend der Fahrgeschwindigkeit des Laufwerkes betriebener Zentrifugalregulator eine vorbestimmte Geschwindigkeitsgrenze überschreitet. Die Drehung des Hebels 51 führt eine an diesem vorhandene Nase 60 zum Zusammenwirken mit einem in Fig. 3 schematisch gezeigten Hebelgestänge 61, wodurch ein verschiebbarer Anschlag 62 für das Kniegelenk 63 eines Kniehebels 64 aus seiner Ausgangslage verschoben wird.
Der in Fig. 4 dargestellte Kniehebel 64 ist an dem einen Ende auf einem am Gehäuse 17 angeordneten Zapfen 65 gelagert, während das andere Ende an einem Aim 66 des Hebels 54 angelenkt ist, dessen anderer Arm 67 der Wirkung einer in einem Zylinder 68 untergebrachten, vorgespannten Bremsfeder 69 ausgesetzt ■ist, welche den Hebel 54 im Uhrzeigersinn dreht, sobald der Kniehebel 64 mit seinem Kniegelenk 63 durch den Anschlag 62 in Fig. 4 nach rechts über die Streckoder Totpun'ktlage Mnausbewegt worden ist. Die durch die Bremsfeder 69 verursachte Bewegung des Hebels 54 und Kniehebels 64 wird über ein am Kniegelenk 63 angreifendes Hebelgestänge 70 (Fig. 5) durch einen Luftkompressionskoiben 71 einer Dämpfungsvorrichtung 72 abgebremst.
Durch das Drehen des Hebels 51 durch die vorgespannte Schnellschlußfeder 57 rutscht dieser mit seinem Zahnkranz 53 über die Zähne des Hebels 54 entgegen der Wirkung der Feder 55 hinweg und dreht mit der Hohlwelle 50 die Schraubenspindel 41 mit den Gewinden 42 und 43, wodurch die Bremsbacken 44 und 45 an das Tragseil 11 heranbewegt werden. Die unter der Wirkung der Bremsfeder 69 eintretende Drehung des Hebels 54, nachdem der Anschlag 62 das Kniegelenk 63 über die Totpunktlage hinausgeschoben hat, überträgt sich über die Kupplung 53 auf den Hebel 51 und somit auf die Schraubenspindel41, wodurch dieBremsibacken44,45 an das Tragseil 11 angepreßt werden. Die Schnellschluß feder 57 dient daher der sprungartigen Zurücklegung des Bremsbacken-Schließweges, während die Bremsf eder 69 den Bremsbacken-Anpreßdruck aufbringt.
Die zur Rückführung der Bremsbacken aus der Bremslage und zur Rückstellung der übrigen Organe des Bremsbetätigungssystems erforderlichen Mittel, z. B. Öldruck-Rückstellmittel, sind im Zusammenhang mit dem Erfindungsgegenstand nicht von Bedeutung, so daß zwecks Aufrechterhaltung der Übersichtlichkeit der Zeichnung verzichtet wird, diese Mittel darzustellen und zu beschreiben.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Sicherheitsbremsvorrichtung für Zweiseilbahnen, bei welcher in einem am Laufwerk angeordneten Gehäuse zwei das Tragseil erfassende Klemmbacken über eine Schraubenspindel mit zwei gegensinnigen Gewinden betätigt werden, wobei zur Erzeugung der Klemmkraft eine am Gehäuse abgestützte und auf die Spindel verdrehend wirkende Feder dient, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (41) in dem Gehäuse (17) axial verschiebbar gelagert ist und mit einem als Keilwelle ausgebildeten Ende (49) kraftschlüssig in eine Hohlwelle (50) eingreift, auf der eine Nabe (52) mit einem Hebel (51) befestigt ist, an dem die zum Schließen der .Klemmbacken dienende Feder (57) angreift.
2. Sicherheitsbremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Hohlwelle (50) fest angeordnete Nabe (52) und ein auf der Welle lose sitzender Hebel (54), der durch eine am Gehäuse abgestützte Feder (55) gegen die Nabe (52) gedrückt wird, an den einander zugekehrten Seiten Kupplungsteile aufweisen, die ein Verdrehen des Hebels (51) im Sinn einer Schließbewegung der Klemmbacken bei feststehendem Hebel (54) ermöglichen, dagegen eine durch eine Bremsfeder(69) bewirkte Drehung des Hebels (54) über die Nabe (52) und die Hohlwelle (50) auf die Spindel (41) übertragen.
3. Sicherheitsbremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Nabe (52) ein Nocken (60) angeordnet ist, der nach Beendigung der Schließbewegung der Klemmbacken über ein Gestänge (61) und einen Anschlag (62) eine als Kniegelenk (63 und 64) ausgebildete Sperre der Bremsfeder (69) aufhebt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 217 726;
schweizerische Patentschrift Nr. 260 768.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 697/14 12.60
DEG20158A 1956-07-23 1956-07-23 Sicherheitsbremsvorrichtung fuer Zweiseilbahnen Pending DE1096397B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH335465D CH335465A (de) 1956-07-23 1955-05-21 Bremsvorrichtung am Laufwerk einer Luftseilbahn
DEG20158A DE1096397B (de) 1956-07-23 1956-07-23 Sicherheitsbremsvorrichtung fuer Zweiseilbahnen
FR1155324D FR1155324A (fr) 1956-07-23 1956-08-01 Dispositif de freinage pour chariot porteur de téléférique

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DEG20158A DE1096397B (de) 1956-07-23 1956-07-23 Sicherheitsbremsvorrichtung fuer Zweiseilbahnen

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DE1096397B true DE1096397B (de) 1961-01-05

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DE (1) DE1096397B (de)
FR (1) FR1155324A (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE217726C (de) *
CH260768A (de) * 1947-09-26 1949-03-31 Eisen Und Stahlwerke Oehler & Automatische Sicherheitsbremse an Seilbahnen.

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE217726C (de) *
CH260768A (de) * 1947-09-26 1949-03-31 Eisen Und Stahlwerke Oehler & Automatische Sicherheitsbremse an Seilbahnen.

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CH335465A (de) 1958-12-31
FR1155324A (fr) 1958-04-25

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