DE1085504B - Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion

Info

Publication number
DE1085504B
DE1085504B DEB52863A DEB0052863A DE1085504B DE 1085504 B DE1085504 B DE 1085504B DE B52863 A DEB52863 A DE B52863A DE B0052863 A DEB0052863 A DE B0052863A DE 1085504 B DE1085504 B DE 1085504B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reduction
catalyst
gas
production
ammonia
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB52863A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Josef Diewald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB52863A priority Critical patent/DE1085504B/de
Priority to BE589399A priority patent/BE589399A/fr
Publication of DE1085504B publication Critical patent/DE1085504B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J37/00Processes, in general, for preparing catalysts; Processes, in general, for activation of catalysts
    • B01J37/16Reducing
    • B01J37/18Reducing with gases containing free hydrogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion Bei vielen exothermen Reaktionen, beispielsweise bei der Ammoniaksynthese, werden Metallkatalysatoren verwendet, die erst innerhalb des Reaktionsraumes aus den entsprechenden Oxyden durch Reduktion gebildet werden. Für die Aktivität des Katalysators sind die Bedingungen, unter denen die Reduktion vorgenommen wird, von großer Bedeutung.
  • Normalerweise wird die Reduktion eines Ammoniak katalysators mit Synthesegas unter Betriebsdruck bei Temperaturen zwischen 400 und 5000 C durchgeführt.
  • Es ist bekannt, daß der Ammoniakkatalvsator dann seine höchste Aktivität erreicht, wenn er bei möglichst niedriger Temperatur und hoher Gasgeschwindigkeit reduziert wird, so daß der Wasserdampfgehalt des Gases hinter der Reduktionszone möglichst gering ist.
  • Eine niedrige Reduktionstemperatur bedingt aber eine lange Reduktionsdauer, die unerwünscht ist, da das Ingangkommen der Synthese verzögert wird, und weil das Ammoniak, welches schon während der Reduktion in steigendem Maße gebildet wird, sich bis zum Ende der Reduktion zusammen mit dem Reduktionswasser abscheidet. Höhere Gasgeschwindigkeit verkürzt die Reduktionsdauer, da das am Katalysator gebildete Wasser schnell wegtransportiert wird.
  • In einer Betriebsanlage kann man nun Temperatur und Gasgeschwindigkeit für die Reduktion nicht so einstellen, wie es für die optimale Aktivität des Katalysators wünschenswert wäre. Erstens kann man die Temperatur nur so niedrig halten, daß die Reduktion noch mit einer angemessenen Geschwindigkeit verläuft; zweitens ist man in der Gasgeschwindigkeit begrenzt, da man mit dem gegebenen Anheizsystem nur eine bestimmte Gasmenge pro Zeiteinheit auf die Reduktionstemperatur aufheizen kann.
  • Es wurde nun gefunden, daß man diese Nachteile vermeidet, wenn man bei der Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion der in Schichten angeordneten Metalloxyde mit an diesen Katalysatoren anschließend einzusetzenden wasserstoffhaltigen Gasen und Einführung dieser Gase zwischen die Katalysatorschichten als erste Katalysatorschicht eine aus bereits reduziertem und gegebenenfalls stabilisiertem Katalysator bestehende Schicht verwendet. Das Stabilisieren des bereits reduzierten Katalysators ist von Vorteil, weil dieser pyrophor und daher schwierig zu handhaben ist. Die Verfahren zum Stabilisieren von Katalysatoren sind bekannt. An dem reduzierten und gegebenenfalls stabilisierten Katalysator beginnt, nachdem er die Reduktionstemperatur erreicht hat und die vom Stabilisieren herrührende dünne Oxydhaut wieder reduziert ist, alsbald die Bildung von Ammoniak in voller Stärke. Durch diese exotherme Reaktion wird das Gas so stark aufgeheizt, daß es die erste Schicht mit einer bedeutend höheren Temperatur verläßt, als zum Reduzieren des dahinterliegenden unreduzierten Katalysators nötig ist. Durch Zumischen von kaltem Synthesegas zwischen der Schicht aus reduziertem und der aus unreduziertem Katalysator wird der Gasstrom auf Reduktionstemperatur ahgekühlt. Damit werden gleichzeitig die Gesamtgasmenge und die Gasgeschwindigkeit vergrößert. Wegen der Ammoniakbildung in der ersten Katalysatorschicht enthält das Gas jetzt auch einen höheren Gehalt an Ammoniak als bei der bekannten Arbeitsweise. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß die Ammoniakbildung bei dem in dem Stadium der Reduktion befindlichen Katalysator nur gering ist.
  • Die Ammoniakbildung führt nämlich während des Reduzierens manchmal zu unerwünschten örtlichen Temperatursteigerungen in dem Katalysator, der gerade reduziert wird.
  • Wenn alle Schichten aus Metalloxyd bestehen, dann findet in der ersten Schicht nur eine geringe Ammoniakbildung statt, das Gas wird nicht zusätzlich erwärmt und darf nicht durch Zumischung von kaltem Gas gekühlt werden. Die Strömungsgeschwindigkeit des Gases in allen Schichten ist konstant, und das Gas reichert sich mit verhältnismäßig viel Wasser an, weil auch in der ersten Schicht nur wenig Ammoniak gebildet wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat folgende Vorteile: 1. Die Aktivität des Katalysators wird verbessert, da er mit hoher Gasgeschwindigkeit reduziert wird und da die Reduktionstemperatur wegen des höheren Ammoniakgehaltes im Reduktionsgas leicht auf der gewünschten Höhe gehalten werden kann.
  • 2. Die Reduktionszeit wird verkürzt, weil die Reduktion mit hoher Gasgeschwindigkeit schnell verläuft und weil die erste Schicht des Katalysators schon reduziert in den Syntheseofen eingefüllt wird.
  • Auch gegenüber einer vollständigen Füllung des Syntheseofens mit reduziertem Katalysator bringt das angegebene Verfahren Vorteile. Die Herstellung des reduzierten und stabilisierten Katalysators außerhalb des Syntheseofens ist komplizierter als die Reduktion des Katalysators im Ofen, so daß man bestrebt sein wird, die eingesetzte Menge dieser Kontaktart möglichst klein zu halten. Außerdem ist der reduzierte Katalysator auch weniger bruchfest als der unreduzierte, so daß er besonders beim Einfüllen in die tieferen Schichten des Ofens infolge der großen Fallhöhe leicht Staub bildet. Wird er jedoch nur in die obere Schicht eingefüllt, wie das beim erfindungsgemäßen Verfahren der Fall ist, so ist die Fallhöhe klein, und es entsteht fast kein Staub, der, wenn er entsteht, von den tieferliegenden Katalysatorschichten festgehalten wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei der Reduktion anderer Katalysatoren, die eine exotherme Reaktion katalysieren, z. B. bei der Herstellung des Metallkatalysators für die Methanolsynthese, angewandt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion der in Schichten angeordneten Metalloxyde mit an diesen Katalysatoren anschließend umzusetzenden wasserstoffhaltigen Gasen und Einführung dieser Gase zwischen die Katalysatorschichten, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Katalysatorschicht aus bereits reduziertem und gegebenenfalls stabilisiertem Katalysator besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 528 915.
DEB52863A 1959-04-16 1959-04-16 Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion Pending DE1085504B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB52863A DE1085504B (de) 1959-04-16 1959-04-16 Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion
BE589399A BE589399A (fr) 1959-04-16 1960-04-05 Procédé pour la production, par reduction, de catalyseurs métalliques

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB52863A DE1085504B (de) 1959-04-16 1959-04-16 Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1085504B true DE1085504B (de) 1960-07-21

Family

ID=6970051

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB52863A Pending DE1085504B (de) 1959-04-16 1959-04-16 Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion

Country Status (2)

Country Link
BE (1) BE589399A (de)
DE (1) DE1085504B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB528915A (en) * 1938-05-11 1940-11-11 Chem Ind Basel Manufacture of amidines

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB528915A (en) * 1938-05-11 1940-11-11 Chem Ind Basel Manufacture of amidines

Also Published As

Publication number Publication date
BE589399A (fr) 1960-08-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69708818T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure.
DE3420579C2 (de)
DE1085504B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion
CH417541A (de) Katalysator zum Entfernen von Sauerstoff aus Gasmischungen
DE2216328A1 (de) Katalysator zur Verbrennung von Ammoniak zu Stickstoffmonoxid und Verfahren zur Herstellung des Katalysators
AT215437B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren, insbesondere für die Ammoniaksynthese durch Reduktion
DE1956874B2 (de) Kreislaufverfahren zur Herstellung von Ket-Oximen
DE1443462C3 (de)
DE1618852C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff
DE575767C (de) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd aus Methylalkohol
DE1293736B (de) Verfahren zur Herstellung von Adipinsaeure
DE1078554B (de) Vorrichtung zur Herstellung von Blausaeure
DE2435167C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Guanidincarbonat aus verdünnten, wäßrigen Lösungen
DE1035639B (de) Verfahren zur Herstellung von Trimethylolessigsaeure
DE431759C (de) Gewinnung von Siliciumcarbid aus Kieselsaeure und Kohle
CH428695A (de) Verfahren zur Herstellung von Acrolein oder Methacrolein durch katalytische Oxydation von Propylen oder Isobutylen
DE1956908A1 (de) Kreislaufprozess zu der Herstellung und Verarbeitung einer Hydroxylammoniumsalzloesung
DE682905C (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1-Dichloraethan
AT160299B (de) Verfahren zur Herstellung von als Treibstoff für Verbrennungsmotoren geeigneten Äther-Alkoholgemischen.
DE923126C (de) Verfahren zur katalytischen Umsetzung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff
DE921929C (de) Verfahren zur Herstellung von Bromwasserstoff
AT97665B (de) Verfahren zur Bereitung katalytischen Materials zur Ammoniaksynthese.
AT220634B (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure durch Abscheidung von Stickoxyden
DE2536918A1 (de) Verfahren zur herstellung von hydrazinhydrat
AT58408B (de) Verfahren zur katalytischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen.