DE1085504B - Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch ReduktionInfo
- Publication number
- DE1085504B DE1085504B DEB52863A DEB0052863A DE1085504B DE 1085504 B DE1085504 B DE 1085504B DE B52863 A DEB52863 A DE B52863A DE B0052863 A DEB0052863 A DE B0052863A DE 1085504 B DE1085504 B DE 1085504B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- reduction
- catalyst
- gas
- production
- ammonia
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 239000003054 catalyst Substances 0.000 title claims description 35
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims description 6
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 24
- 229910044991 metal oxide Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 150000004706 metal oxides Chemical class 0.000 claims description 3
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 claims description 2
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 claims description 2
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 24
- 229910021529 ammonia Inorganic materials 0.000 description 12
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 12
- 238000003786 synthesis reaction Methods 0.000 description 8
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- OKKJLVBELUTLKV-UHFFFAOYSA-N Methanol Chemical compound OC OKKJLVBELUTLKV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 2
- 230000000087 stabilizing effect Effects 0.000 description 2
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 230000006641 stabilisation Effects 0.000 description 1
- 238000011105 stabilization Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J37/00—Processes, in general, for preparing catalysts; Processes, in general, for activation of catalysts
- B01J37/16—Reducing
- B01J37/18—Reducing with gases containing free hydrogen
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion Bei vielen exothermen Reaktionen, beispielsweise bei der Ammoniaksynthese, werden Metallkatalysatoren verwendet, die erst innerhalb des Reaktionsraumes aus den entsprechenden Oxyden durch Reduktion gebildet werden. Für die Aktivität des Katalysators sind die Bedingungen, unter denen die Reduktion vorgenommen wird, von großer Bedeutung.
- Normalerweise wird die Reduktion eines Ammoniak katalysators mit Synthesegas unter Betriebsdruck bei Temperaturen zwischen 400 und 5000 C durchgeführt.
- Es ist bekannt, daß der Ammoniakkatalvsator dann seine höchste Aktivität erreicht, wenn er bei möglichst niedriger Temperatur und hoher Gasgeschwindigkeit reduziert wird, so daß der Wasserdampfgehalt des Gases hinter der Reduktionszone möglichst gering ist.
- Eine niedrige Reduktionstemperatur bedingt aber eine lange Reduktionsdauer, die unerwünscht ist, da das Ingangkommen der Synthese verzögert wird, und weil das Ammoniak, welches schon während der Reduktion in steigendem Maße gebildet wird, sich bis zum Ende der Reduktion zusammen mit dem Reduktionswasser abscheidet. Höhere Gasgeschwindigkeit verkürzt die Reduktionsdauer, da das am Katalysator gebildete Wasser schnell wegtransportiert wird.
- In einer Betriebsanlage kann man nun Temperatur und Gasgeschwindigkeit für die Reduktion nicht so einstellen, wie es für die optimale Aktivität des Katalysators wünschenswert wäre. Erstens kann man die Temperatur nur so niedrig halten, daß die Reduktion noch mit einer angemessenen Geschwindigkeit verläuft; zweitens ist man in der Gasgeschwindigkeit begrenzt, da man mit dem gegebenen Anheizsystem nur eine bestimmte Gasmenge pro Zeiteinheit auf die Reduktionstemperatur aufheizen kann.
- Es wurde nun gefunden, daß man diese Nachteile vermeidet, wenn man bei der Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion der in Schichten angeordneten Metalloxyde mit an diesen Katalysatoren anschließend einzusetzenden wasserstoffhaltigen Gasen und Einführung dieser Gase zwischen die Katalysatorschichten als erste Katalysatorschicht eine aus bereits reduziertem und gegebenenfalls stabilisiertem Katalysator bestehende Schicht verwendet. Das Stabilisieren des bereits reduzierten Katalysators ist von Vorteil, weil dieser pyrophor und daher schwierig zu handhaben ist. Die Verfahren zum Stabilisieren von Katalysatoren sind bekannt. An dem reduzierten und gegebenenfalls stabilisierten Katalysator beginnt, nachdem er die Reduktionstemperatur erreicht hat und die vom Stabilisieren herrührende dünne Oxydhaut wieder reduziert ist, alsbald die Bildung von Ammoniak in voller Stärke. Durch diese exotherme Reaktion wird das Gas so stark aufgeheizt, daß es die erste Schicht mit einer bedeutend höheren Temperatur verläßt, als zum Reduzieren des dahinterliegenden unreduzierten Katalysators nötig ist. Durch Zumischen von kaltem Synthesegas zwischen der Schicht aus reduziertem und der aus unreduziertem Katalysator wird der Gasstrom auf Reduktionstemperatur ahgekühlt. Damit werden gleichzeitig die Gesamtgasmenge und die Gasgeschwindigkeit vergrößert. Wegen der Ammoniakbildung in der ersten Katalysatorschicht enthält das Gas jetzt auch einen höheren Gehalt an Ammoniak als bei der bekannten Arbeitsweise. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß die Ammoniakbildung bei dem in dem Stadium der Reduktion befindlichen Katalysator nur gering ist.
- Die Ammoniakbildung führt nämlich während des Reduzierens manchmal zu unerwünschten örtlichen Temperatursteigerungen in dem Katalysator, der gerade reduziert wird.
- Wenn alle Schichten aus Metalloxyd bestehen, dann findet in der ersten Schicht nur eine geringe Ammoniakbildung statt, das Gas wird nicht zusätzlich erwärmt und darf nicht durch Zumischung von kaltem Gas gekühlt werden. Die Strömungsgeschwindigkeit des Gases in allen Schichten ist konstant, und das Gas reichert sich mit verhältnismäßig viel Wasser an, weil auch in der ersten Schicht nur wenig Ammoniak gebildet wird.
- Das erfindungsgemäße Verfahren hat folgende Vorteile: 1. Die Aktivität des Katalysators wird verbessert, da er mit hoher Gasgeschwindigkeit reduziert wird und da die Reduktionstemperatur wegen des höheren Ammoniakgehaltes im Reduktionsgas leicht auf der gewünschten Höhe gehalten werden kann.
- 2. Die Reduktionszeit wird verkürzt, weil die Reduktion mit hoher Gasgeschwindigkeit schnell verläuft und weil die erste Schicht des Katalysators schon reduziert in den Syntheseofen eingefüllt wird.
- Auch gegenüber einer vollständigen Füllung des Syntheseofens mit reduziertem Katalysator bringt das angegebene Verfahren Vorteile. Die Herstellung des reduzierten und stabilisierten Katalysators außerhalb des Syntheseofens ist komplizierter als die Reduktion des Katalysators im Ofen, so daß man bestrebt sein wird, die eingesetzte Menge dieser Kontaktart möglichst klein zu halten. Außerdem ist der reduzierte Katalysator auch weniger bruchfest als der unreduzierte, so daß er besonders beim Einfüllen in die tieferen Schichten des Ofens infolge der großen Fallhöhe leicht Staub bildet. Wird er jedoch nur in die obere Schicht eingefüllt, wie das beim erfindungsgemäßen Verfahren der Fall ist, so ist die Fallhöhe klein, und es entsteht fast kein Staub, der, wenn er entsteht, von den tieferliegenden Katalysatorschichten festgehalten wird.
- Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei der Reduktion anderer Katalysatoren, die eine exotherme Reaktion katalysieren, z. B. bei der Herstellung des Metallkatalysators für die Methanolsynthese, angewandt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion der in Schichten angeordneten Metalloxyde mit an diesen Katalysatoren anschließend umzusetzenden wasserstoffhaltigen Gasen und Einführung dieser Gase zwischen die Katalysatorschichten, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Katalysatorschicht aus bereits reduziertem und gegebenenfalls stabilisiertem Katalysator besteht.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 528 915.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB52863A DE1085504B (de) | 1959-04-16 | 1959-04-16 | Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion |
| BE589399A BE589399A (fr) | 1959-04-16 | 1960-04-05 | Procédé pour la production, par reduction, de catalyseurs métalliques |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB52863A DE1085504B (de) | 1959-04-16 | 1959-04-16 | Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1085504B true DE1085504B (de) | 1960-07-21 |
Family
ID=6970051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB52863A Pending DE1085504B (de) | 1959-04-16 | 1959-04-16 | Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE589399A (de) |
| DE (1) | DE1085504B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB528915A (en) * | 1938-05-11 | 1940-11-11 | Chem Ind Basel | Manufacture of amidines |
-
1959
- 1959-04-16 DE DEB52863A patent/DE1085504B/de active Pending
-
1960
- 1960-04-05 BE BE589399A patent/BE589399A/fr unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB528915A (en) * | 1938-05-11 | 1940-11-11 | Chem Ind Basel | Manufacture of amidines |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE589399A (fr) | 1960-08-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69708818T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure. | |
| DE3420579C2 (de) | ||
| DE1085504B (de) | Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren durch Reduktion | |
| CH417541A (de) | Katalysator zum Entfernen von Sauerstoff aus Gasmischungen | |
| DE2216328A1 (de) | Katalysator zur Verbrennung von Ammoniak zu Stickstoffmonoxid und Verfahren zur Herstellung des Katalysators | |
| AT215437B (de) | Verfahren zur Herstellung von Metallkatalysatoren, insbesondere für die Ammoniaksynthese durch Reduktion | |
| DE1956874B2 (de) | Kreislaufverfahren zur Herstellung von Ket-Oximen | |
| DE1443462C3 (de) | ||
| DE1618852C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Harnstoff | |
| DE575767C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd aus Methylalkohol | |
| DE1293736B (de) | Verfahren zur Herstellung von Adipinsaeure | |
| DE1078554B (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Blausaeure | |
| DE2435167C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Guanidincarbonat aus verdünnten, wäßrigen Lösungen | |
| DE1035639B (de) | Verfahren zur Herstellung von Trimethylolessigsaeure | |
| DE431759C (de) | Gewinnung von Siliciumcarbid aus Kieselsaeure und Kohle | |
| CH428695A (de) | Verfahren zur Herstellung von Acrolein oder Methacrolein durch katalytische Oxydation von Propylen oder Isobutylen | |
| DE1956908A1 (de) | Kreislaufprozess zu der Herstellung und Verarbeitung einer Hydroxylammoniumsalzloesung | |
| DE682905C (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,1-Dichloraethan | |
| AT160299B (de) | Verfahren zur Herstellung von als Treibstoff für Verbrennungsmotoren geeigneten Äther-Alkoholgemischen. | |
| DE923126C (de) | Verfahren zur katalytischen Umsetzung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff | |
| DE921929C (de) | Verfahren zur Herstellung von Bromwasserstoff | |
| AT97665B (de) | Verfahren zur Bereitung katalytischen Materials zur Ammoniaksynthese. | |
| AT220634B (de) | Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure durch Abscheidung von Stickoxyden | |
| DE2536918A1 (de) | Verfahren zur herstellung von hydrazinhydrat | |
| AT58408B (de) | Verfahren zur katalytischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen. |