DE1083809B - Verfahren zur Herstellung von Thiolphosphorsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiolphosphorsaeureestern

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DE1083809B
DE1083809B DEF23261A DEF0023261A DE1083809B DE 1083809 B DE1083809 B DE 1083809B DE F23261 A DEF23261 A DE F23261A DE F0023261 A DEF0023261 A DE F0023261A DE 1083809 B DE1083809 B DE 1083809B
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mol
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ester
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Dr Ernst Schegk
Dr Hanshelmut Schloer
Dr H C Gerhard Schrader Dr
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/165Esters of thiophosphoric acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Thiolphosphorsäureestern Es ist bekannt, daß sich O, O-Dialkylthiolphosphorsäuren in Form ihrer Alkali-oder Ammoniumsalze mit geeigneten Alkyl-oder Aralkylhalogeniden so umsetzen lassen, daß O, O-Dialkyl-S-alkyl- (bzw. aralkyl-)-thiolphosphorsäureester entstehen.
  • Es wurde gefunden, daß man zur Herstellung dieser Verbindungen auch von den leicht zugänglichen O, O-Dialkylthionophosphorsäuremonochloriden ausgehen kann.
  • Diese O, O-Dialkylthionophosphorsäuremonochloride werden zunächst mit 2 Mol Natrium-oder Kaliumhydroxyd verseift, und das Verseifungsprodukt wird dann ohne weitere Reinigung mit substituierten Alkyl-oder Aralkylhalogeniden umgesetzt.
  • Die Verwendung der O, O-Dialkylthionophosphorsäuremonochloride ist deshalb möglich, weil die entstehenden Verseifungsprodukte in ihrer tautomeren Form reagieren.
  • Die nachstehend aufgeführte Reaktionsfolge soll diesen Mechanismus verdeutlichen : (Rl, R2=gleicheroderverschiedenerAlkylrest, Me=Na, K).
  • Man hat bei dieser Arbeitsweise den Vorteil, daß auch solche O, 0-dialkylthiolphosphorsaure Salze verwendet werden können, in denen Ri und R2 verschieden sind.
  • O, O-Dialkyl-S-thiolphosphorsäureester dieser Art waren bisher nicht zugänglich.
  • Es gehört zwar zu den grundlegenden Kenntnissen des Fachmanns, daß Säurechloride leicht verseifbar sind.
  • Auch die Herstellung von O, O-Dialkyl-S-alkylthiophosphorsäureestern durch Umsetzung der Salze von O, O-Dialkylthiolphosphorsäureestern mit organischen Halogenverbindungen ist bekannt. Es ist weiter bekannt, daß die vorgenannten Thiolphosphorsäuren in zwei tautomeren Formen auftreten können und daß üblicherweise bei der Umsetzung mit Alkylhalogeniden die Thiolform reagiert.
  • Der Fortschritt der vorliegenden Erfindung ist darin begründet, daß es bisher notwendig war, zur Herstellung von Thiolphosphorsäureestem zwei Zwischenprodukte getrennt herzustellen. Zunächst war es notwendig, von O, O-Dialkylphosphiten auszugehen und diese in Gegenwart von Ammoniak mit Schwefel zu den Ammoniumsalzen der entsprechenden Thionophosphorsäureester umzusetzen. Letztere reagieren in der tautomeren Form, wenn man sie mit Alkalihalogeniden umsetzt, so daß Thiolester gebildet werden.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es nun erstmalig möglich, in technisch befriedigender Form mit nur einem einzigen Zwischenprodukt eine große Anzahl von technisch wichtigen Phosphorsäureestern herzustellen.
  • Es ist auch überraschend, daß beim Verseifen von O, O-Dialkylthionophosphorsäuremonochloriden ohne weitere Verseifung oder Zersetzung die gewünschten O, O-Dialkylthiolphosphorsäuren entstehen (s. hierzu folgendes Formelschema).
  • Es mußte vielmehr erwartet werden, daß unter dem Einfluß von Alkali auch die Sulfhydrylgruppe gegen die OH-Gruppe ausgetauscht würde.
  • Die folgenden Beispiele geben einen Überblick über das beanspruchte Verfahren.
  • Beispiel ! 95 g (0, 5 Mol) O, O-Dialkylthionophosphorsäurechlorid werden in 250 ccm Alkohol und 50 ccm Wasser gelöst, Hierzu tropft man bei 70° C 56 g (1 Mol) Kaliumhydroxyd, gelöst in 130 ccm Wasser. Man hält noch 2 Stunden im Sieden, fügt dann bei 60°C 62 g (0, 5 Mol) p-Chloräthyläthyl-thioäther hinzu, hält noch-l Stunde bei 60° C, kühlt dann ab, verdünnt mit Eiswasser und nimmt das ausgefallene Öl in Chloroform auf. Man wäscht mit Wasser, trocknet mit Natriumsulfatund destilliert das Rohprodukt nach vorherigem Entfernen des Lösungsmittels im Hochvakuum. Es werden. 70 g des obigen Esters vom Kp. o, 01 = 83 bis 85°C erhalten. Ausbeute 54°/0 der Theorie.
  • Beispiel 2 Zu der wie im Beispiel 1 bereiteten Lösung von 0, 5 Mol O, O-diäthylthiolphosphorsaurem Kalium in250ccm Alkohol und 50 ccm Wasser tropft man bei 60° C 61g (0, 5 Mol) Chloressigester und hält 1-Stunde bei 60°C, Die Aufarbeitung erfolgt, wie im Beispiel 1 beschrieben. Man erhält 44 g des obigen Esters vom Kp.0,01 = 78 bis 81°C.
  • Ausbeute 35°/0 der Theorie.
  • Beispiel 3 Zu der wie im Beispiel 1 bereiteten Lösung von 0, 5 Mol O, O-diäthylthiolphosphorsaurem Kalium in 250 ccm Alkohol und 50 ccm Wasser tropft man bei 60° C 90g (0, 5 Mol) a-Brompropíonsäureäthylester zu.
  • Man hält noch 1 Stunde bei 60° C und arbeitet dann in gewohnter Weise auf. Es werden 54 g des obigen Esters vom Kp. 0, 01 = 72 bis 75° C erhalten. Ausbeute 40% der Theorie.
  • Beispiel 4 In eine Lösung aus 174 g (1 Mol) O-Methyl-O-äthylthionophosphorsäureesterchlorid (Kp.1 = 40°C), 500 ccm Alkohol und 100 ccm Wasser tropft man bei 70° C eine Lösung aus 112 g (2 Mol) Kaliumhydroxyd und 260 ccm Wasser. Anschließend wird das Reaktionsgemisch 1 Stunde unter Rückflußkühlung gekocht, Dann tropft man bei 65°C 125g (1 Mol) ß-Chlräthyl-äthyl-thioäther zu und erhitzt zur Vervollständigung der Reaktion noch 3 Stunden auf dem siedenden Wasserbad. Man filtriert vom Kochsalz ab und nimmt die obere Schicht des Filtrates in Chloroform auf, wäscht die Chloroformschicht mit Wasser, einer Natriumbikarbonatlösung und noch einmal mit Wasser. Nach dem Trocknen der Chloroformlösung über Natriumsulfat wird das Lösungsmittel im-Vakuum abdestilliert. Man erhält 100 g des neuen Esters vom Kp. o, ol = 94°C Ausbeute 41°/0 der Theorie.
  • Ratte per os DL5O 5 mg/kg Blattläuse ......................... 0, 001% 100% Spinnmilben ................. 0, 001% 100% ovizid. W.
  • System. W.............. 0, 1"/. 100% Beispiel 5 202 g (1 Mol) O-Athyl-O-isopropyl-thionophosphorsaureesterchlorid (Kp. l = 56 bis 58° C) löst man in 500 ccm Alkohol und 100 ccm Wasser. Zu dieser Lösung tropft man bei 70°C 112g (2 Mol) Kaliumhydroxyd, gelöst in 260 ccm Wasser. Nach lstündigem Sieden läßt man zu der Reaktionsmischung bei 65° bis 80°C 125 g (1 Mol) ß-Chloräthyl-äthyl-thioäther zutropfen und erhitzt anschließend noch 3 Stunden auf dem siedenden Wasserbad.
  • Dann filtriert man vom ausgeschiedenen Kaliumchlorid ab und schüttelt das Filtrat nach Zugabe von Benzol mit Wasser, einer gesättigten Natriumbikarbonatlösung und noch einmal mit Wasser durch. Die organische Schicht wird abgetrennt, über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Es bleiben 200 g des neuen Esters als farbloses Ö1 zurück, das bei Kp. 0, = 118°C siedet. Ausbeute 73 °/o der Theorie.
  • Ratte per os DL95 25 mg/kg Blattläuse 0, 001% 100% Spinnmilben............ 0, 001% 100% System. W.............. 0, 1 °/0 100°/0 Beispiel 6 95 g (0, 5 Mol) O-Methyl-O-n-propyl-thionophosphorsäureesterchlorid (Kp. 3 = 59° C) werden in 250 ccm Alkohol und 50 ccmWassergelöst und zu dieser Lösungbei 70° C 56g (1 Mol) Kaliumhydroxyd, gelöst in 130 ccm Wasser, zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird 1 Stunde unter Rückiluß erhitzt. Dann tropft man bei 65 bis 80° C innerhalb von 30 Minuten 63 g (0, 5 Mol) ß-Chloräthyläthyl-thioäther hinzu und läßt noch 3 Stunden unter Rückfluß weitersieden. Man arbeitet, wie im Beispiel 4 beschrieben, auf und erhält 65 g des neuen Esters vom Kp. o, o2 = 105° C. Ausbeute 50% der Theorie.
  • Ratte per os DL50 10 mg/kg Blattläuse 0, 001%100"/.
  • Spinnmilben 0,01% 100% System. W............................. 0,1% 100% Kartoffelkafer........... 0, 1% 100% Beispiel 7 Zu einer Lösung aus 108 g (0, 5 Mol) 0-Athyl-O-n-butylthionophosphorsäureesterchlorid (Kp-2 = 67 bis 71°C), 250 ccm Alkohol und 50 ccm Wasser läßt man bei 70° C 56 g (1 Mol) Kaliumhydroxyd, gelöst in 130 ccm Wasser, zutropfen. Nach l stündigem Erhitzen auf dem siedenden Wasserbad tropft man bei 65 bis 80°C 63 g (0, 5 Mol) ß-Chloräthyl-äthyl-thioäther hinzu und läßt die Reaktionsmischung noch 3 Stunden unter Rückflußkühlung weitersieden. Dann wird, wie im Beispiel4 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält 80 g des neuen Esters vom Kp. o, oi = 98°C. Ausbeute 56°/o der Theorie.
  • Ratte per os DL50 10 mg/kg Blattläuse ... ......... 0, 01% 100% Spinnmilben............ 0, 01% 100% System. W 0, 1 °/o 100°/o Beispiel 8 50 g 0, 0-Diathylthionophosphorsäuremonochlorid löst man in 130 ccm wasserfreiem Alkohol. Dann gibt man 30 ccm Wasser hinzu und anschließend eine Lösung aus 29 g Kaliumhydroxyd und 60 ccm Wasser. Man erwärmt 2 Stunden auf 70° C und gibt dann unter weiterem Rühren 42 g p-Chlorbenzylchlorid hinzu. Man hält die Temperatur noch 2 Stunden bei 75° C und arbeitet dann in üblicher Weise auf. Es werden 52 g des neuen Esters vom Kp. o, oi = 120°C erhalten. Ausbeute 71 °/o der Theorie.
  • Der neue Ester ist ein farbloses, wasserunlösliches Öl.
  • Ratte per os DL50 250 mg/kg.
  • Beispiel 9 50 g O, O-Diäthylthionophosphorsäuremonocholrid werden in 130 ccm wasserfreiem Alkohol gelöst. Man gibt 30 ccm Wasser zu und anschließend eine Lösung aus 29 g Kaliumhydroxyd in 60-ccm Wasser. Man erwärmt 2 Stunden auf 70° C unter Rühren und gibt dann 35 g ß-Bromäthylcyanid (Kp.2 = 57°C) hinzu. Man hält die Temperatur unter Rühren noch 2 Stunden bei 75°C und arbeitet dann in üblicher Weise auf. Es werden 27 g des neuen Esters vom Kp. ool = 108°C erhalten. Ausbeute 49% der Theorie, Der Ester ist ein farboloses, in Wasser nicht lösliches Öl.
  • Ratte per os DL, 5, 50 mg/kg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Thiolphosphorsäureestern durch Reaktion von O, O-dialkylthiolphosphorsauren Salzen mit Alkyl-bzw. Aralkylhalogeniden, dadurch gekennzeichnet, daß, O,O-Dialkythionophosphorsäuremonochloride mit 2 Mol eines Alkalihydroxydes verseift werden und das Verseifungsgemisch anschließend mit substtuteiten Alkyl-oder Aralkylhalogeniden umgesetzt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 830 509, 850 677, 930 446, 942 988, 949 231 ; Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 005 058 ; USA.-Patentschrift Nr. 2 640 847 ; » Annalen der Chemie und Pharmazie< (, Supplementband 6 [1868], S. 264 ; » Journal of the American Chemical Society «, Bd. 73 [1951], S. 558.
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