DE1082003B - Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus chinolinhaltiger Viscose - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus chinolinhaltiger ViscoseInfo
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Description
Das Patent 967 687 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern aus Viscose, bei dem eine
chinolinhaltige Viscose in einem schwefelsäurehaltigen Spinnbad versponnen wird und bei dem in der Viscose
das Verhältnis der Gewichtsprozente an Cellulose und Alkali mindestens 1,3 beträgt und der Gewichtsprozentsatz
an Chinolin mindestens 0,05 und höchstens 0,25 ist und daß im Spinnbad der Gewichtsprozentsatz an
Schwefelsäure 1,05- bis l,15mal so hoch als der Gewichtsprozentsatz an Alkali in der Viscose ist und der Gehalt
an Zinksulfat mindestens 3 Gewichtsprozent beträgt.
Mit Hilfe dieses Verfahrens werden Produkte hergestellt, die besonders gute physikalische Eigenschaften
aufweisen, wie z. B. hohe Festigkeit, hohe Dehnung und hohen Widerstand gegen Ermüdung, und somit den
Forderungen entsprechen, die an Einlagematerial für Autoreifen gestellt werden.
Ein Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, daß die Anzahl der Spinnfehler verhältnismäßig hoch ist. Unter
Spinnfehler versteht man hier das Auftreten von Einschnürungen in den Elementarfäden, wodurch letztere
geschwächt werden. Diese Einschnürungen können dabei so weit gehen, daß die Elementarfäden bereits im
Spinnbad abreißen.
Die Verbesserung besteht nun darin, daß das Spinnverfahren in Anwesenheit eines oder mehrerer oberflächenaktiver
Stoffe durchgeführt wird.
Infolge dieser Maßnahme verringert sich die Anzahl Spinnfehler im erwünschten Maße. Die oberflächenaktiven
Stoffe können entweder der Viscose oder dem Spinnbad oder beiden zugefügt werden. Sie können
anionaktiv, kationaktiv oder nichtionogen sein.
Als oberflächenaktive Stoffe kommen unter anderem in Betracht: Türkischrotöl, Lauryl-triäthylammoniumchlorid,
Polyäthylenoxyd mit einem Molekulargewicht von etwa 6000 und ein unter dem Namen Hüls V 1011 T
in den Handel gebrachtes Polyäthylenoxydderivat, Stoffe, welche in Mengen von 0,2 bis 0,6, 0,2 bis 0,75,
0,1 bis 0,5 und 0,1 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf den Cellulosegehalt der Viscose, der Viscose zugefügt werden;
ferner Laurylpyridiniumchlorid, das in Mengen von 20 bis 100 mg je kg Spinnbad beigegeben wird.
Das obenerwähnte, unter dem Namen Hüls V 1011 T in den Handel gebrachte Produkt ist ein Repräsentant
der Verbindungsgruppe mit der Formel:
Verfahren zur Herstellung
von Fäden und Fasern
aus chinolinhaltiger Viscose
aus chinolinhaltiger Viscose
Zusatz zum Patent 967 687
Anmelder:
N. V. Onderzoekingsinstituut Research,
Arnhem (Niederlande)
Arnhem (Niederlande)
Vertreter: Dr. K. Schwarzhans, Patentanwalt,
München 19, Romanplatz 9
München 19, Romanplatz 9
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 25. März 1955
Niederlande vom 25. März 1955
Dipl.-Chem. Pieter Coenraad Limburg,
Arnhem (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
R-N,
(CH8-CH2-O^H
(CH8-CH2-O)^H
worin R eine Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen darstellt, (x + y) einen Wert zwischen 5 und 25 hat und
weder χ noch y O sind.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird, ebenso wie beim Patent 967 687, der Chinolingehalt in der Viscose vorzugsweise zwischen 0,12 und 0,18 Gewichtsprozent gehalten.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird, ebenso wie beim Patent 967 687, der Chinolingehalt in der Viscose vorzugsweise zwischen 0,12 und 0,18 Gewichtsprozent gehalten.
Auch hier wird vorzugsweise ein Spinnbad verwendet, das 3 bis 4 Gewichtsprozent Zinksulfat und 18,5 bis
19,5 Gewichtsprozent Natriumsulfat enthält und eine Temperatur zwischen 60 und 80° C hat. Die Badstrecke
ist dabei im allgemeinen länger als 50 cm, z. B. länger als 70 cm. Die primäre Abzugsgeschwindigkeit wird vorzugsweise
dem Fadentiter angepaßt, und zwar in dem Sinne, daß bei höheren Titern geringere Abzugsgeschwindigkeiten
verwendet werden, z. B. 30 m/Min, für Fäden von 1650 den und 35 m/Min, für Fäden von
1000 den.
Ferner können die Fäden in der Luftstrecke oder in einem zweiten Bad gestreckt werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Hier sind die Zusammensetzungen
der Spinnlösung und der Bäder in Gewichtsprozentsätzen ausgedrückt.
Eine aus Linters hergestellte Viscose mit einem Cellulosegehalt von 7,7°/0, einem Alkaligehalt von 5,5%
M9 5W316
(Verhältnis von Cellulose zu Alkali 1,4) und einem Chinolingehalt von 0,15%, der 0,04% eines unter dem
Namen Hüls V1011 T in den Handel gebrachten Äthylenoxydderivates
hinzugefügt war, wurde bei einer Hottenxothreife von 17° C in einem Spinnbad von 70° C mit
einer primären Tauchstrecke von 70 cm versponnen. Das Spinnbad enthielt 6% Schwefelsäure, 19% Natriumsulfat
und 3,5% Zinksulfat. Es wurde mit Gold-Platin-Spinndüsen mit 1000 Öffnungen je mit einem Querschnitt
von 60 Mikron gesponnen.
Die primäre Abzugsgeschwindigkeit betrug 23,5 m/Min. Zwischen der primären Abzugsrolle und einer darauffolgenden
Streckrolle, die mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 44 m/Min, lief, fand eine Verstreckung der Fäden
um 87% in einem Bad mit 3% H2SO4 und einer Temperatur
von 90° C statt. Der verstreckte Faden hatte einen Gesamttiter von 1650 den. Nach der Streckrolle wurde
der Faden auf an sich bekannte Weise kontinuierlich nachbehandelt, getrocknet und nachgestreckt.
Die Fäden hatten eine Festigkeit im trockenen und nassen Zustand von 442 bzw. 310 g/100 den, während die
Dehnung im trockenen und nassen Zustand 12,5 bzw. 28,5% betrug.
Infolge der Anwesenheit des oberflächenaktiven Stoffes in der Viscose traten nahezu keine Einschnürungen und
Elementarfadenbrüche auf.
Die auf diese Weise hergestellten Fäden eigneten sich besonders für die Herstellung von Autoreifencord.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH;Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern aus chinolinhaltiger Viscose unter Verwendung eines schwefelsäurehaltigen Spinnbades nach Patent 967687 dadutch gekennzeichnet, daß das Spinnverfahren in Anwesenheit eines oder mehrerer oberflächenaktiver Stoffe durchgeführt wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 541 098, 933 050;
österreichische Patentschrift Nr. 174693.0O9 510/516 5. WS
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| NL187509 | 1954-05-12 | ||
| NL195939 | 1955-03-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1082003B true DE1082003B (de) | 1960-05-19 |
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ID=26641587
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| DEN10411A Expired DE967687C (de) | 1954-05-12 | 1955-03-29 | Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus regenerierter Cellulose |
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Citations (3)
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| NL80403C (de) | 1900-01-01 |
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| FR1122697A (fr) | 1956-09-11 |
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