DE1082003B - Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus chinolinhaltiger Viscose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus chinolinhaltiger Viscose

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DE1082003B
DE1082003B DEN11695A DEN0011695A DE1082003B DE 1082003 B DE1082003 B DE 1082003B DE N11695 A DEN11695 A DE N11695A DE N0011695 A DEN0011695 A DE N0011695A DE 1082003 B DE1082003 B DE 1082003B
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DE
Germany
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threads
viscose
fibers
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spinning
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DEN11695A
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English (en)
Inventor
Dipl-Chem Pieter Coenr Limburg
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Onderzoekings Instituut Research
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Onderzoekings Instituut Research
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Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath
    • D01F2/10Addition to the spinning solution or spinning bath of substances which exert their effect equally well in either

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Description

Das Patent 967 687 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern aus Viscose, bei dem eine chinolinhaltige Viscose in einem schwefelsäurehaltigen Spinnbad versponnen wird und bei dem in der Viscose das Verhältnis der Gewichtsprozente an Cellulose und Alkali mindestens 1,3 beträgt und der Gewichtsprozentsatz an Chinolin mindestens 0,05 und höchstens 0,25 ist und daß im Spinnbad der Gewichtsprozentsatz an Schwefelsäure 1,05- bis l,15mal so hoch als der Gewichtsprozentsatz an Alkali in der Viscose ist und der Gehalt an Zinksulfat mindestens 3 Gewichtsprozent beträgt.
Mit Hilfe dieses Verfahrens werden Produkte hergestellt, die besonders gute physikalische Eigenschaften aufweisen, wie z. B. hohe Festigkeit, hohe Dehnung und hohen Widerstand gegen Ermüdung, und somit den Forderungen entsprechen, die an Einlagematerial für Autoreifen gestellt werden.
Ein Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, daß die Anzahl der Spinnfehler verhältnismäßig hoch ist. Unter Spinnfehler versteht man hier das Auftreten von Einschnürungen in den Elementarfäden, wodurch letztere geschwächt werden. Diese Einschnürungen können dabei so weit gehen, daß die Elementarfäden bereits im Spinnbad abreißen.
Die Verbesserung besteht nun darin, daß das Spinnverfahren in Anwesenheit eines oder mehrerer oberflächenaktiver Stoffe durchgeführt wird.
Infolge dieser Maßnahme verringert sich die Anzahl Spinnfehler im erwünschten Maße. Die oberflächenaktiven Stoffe können entweder der Viscose oder dem Spinnbad oder beiden zugefügt werden. Sie können anionaktiv, kationaktiv oder nichtionogen sein.
Als oberflächenaktive Stoffe kommen unter anderem in Betracht: Türkischrotöl, Lauryl-triäthylammoniumchlorid, Polyäthylenoxyd mit einem Molekulargewicht von etwa 6000 und ein unter dem Namen Hüls V 1011 T in den Handel gebrachtes Polyäthylenoxydderivat, Stoffe, welche in Mengen von 0,2 bis 0,6, 0,2 bis 0,75, 0,1 bis 0,5 und 0,1 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf den Cellulosegehalt der Viscose, der Viscose zugefügt werden; ferner Laurylpyridiniumchlorid, das in Mengen von 20 bis 100 mg je kg Spinnbad beigegeben wird.
Das obenerwähnte, unter dem Namen Hüls V 1011 T in den Handel gebrachte Produkt ist ein Repräsentant der Verbindungsgruppe mit der Formel:
Verfahren zur Herstellung
von Fäden und Fasern
aus chinolinhaltiger Viscose
Zusatz zum Patent 967 687
Anmelder:
N. V. Onderzoekingsinstituut Research,
Arnhem (Niederlande)
Vertreter: Dr. K. Schwarzhans, Patentanwalt,
München 19, Romanplatz 9
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 25. März 1955
Dipl.-Chem. Pieter Coenraad Limburg,
Arnhem (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
R-N,
(CH8-CH2-O^H
(CH8-CH2-O)^H
worin R eine Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen darstellt, (x + y) einen Wert zwischen 5 und 25 hat und weder χ noch y O sind.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird, ebenso wie beim Patent 967 687, der Chinolingehalt in der Viscose vorzugsweise zwischen 0,12 und 0,18 Gewichtsprozent gehalten.
Auch hier wird vorzugsweise ein Spinnbad verwendet, das 3 bis 4 Gewichtsprozent Zinksulfat und 18,5 bis 19,5 Gewichtsprozent Natriumsulfat enthält und eine Temperatur zwischen 60 und 80° C hat. Die Badstrecke ist dabei im allgemeinen länger als 50 cm, z. B. länger als 70 cm. Die primäre Abzugsgeschwindigkeit wird vorzugsweise dem Fadentiter angepaßt, und zwar in dem Sinne, daß bei höheren Titern geringere Abzugsgeschwindigkeiten verwendet werden, z. B. 30 m/Min, für Fäden von 1650 den und 35 m/Min, für Fäden von 1000 den.
Ferner können die Fäden in der Luftstrecke oder in einem zweiten Bad gestreckt werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Hier sind die Zusammensetzungen der Spinnlösung und der Bäder in Gewichtsprozentsätzen ausgedrückt.
Beispiel
Eine aus Linters hergestellte Viscose mit einem Cellulosegehalt von 7,7°/0, einem Alkaligehalt von 5,5%
M9 5W316
(Verhältnis von Cellulose zu Alkali 1,4) und einem Chinolingehalt von 0,15%, der 0,04% eines unter dem Namen Hüls V1011 T in den Handel gebrachten Äthylenoxydderivates hinzugefügt war, wurde bei einer Hottenxothreife von 17° C in einem Spinnbad von 70° C mit einer primären Tauchstrecke von 70 cm versponnen. Das Spinnbad enthielt 6% Schwefelsäure, 19% Natriumsulfat und 3,5% Zinksulfat. Es wurde mit Gold-Platin-Spinndüsen mit 1000 Öffnungen je mit einem Querschnitt von 60 Mikron gesponnen.
Die primäre Abzugsgeschwindigkeit betrug 23,5 m/Min. Zwischen der primären Abzugsrolle und einer darauffolgenden Streckrolle, die mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 44 m/Min, lief, fand eine Verstreckung der Fäden um 87% in einem Bad mit 3% H2SO4 und einer Temperatur von 90° C statt. Der verstreckte Faden hatte einen Gesamttiter von 1650 den. Nach der Streckrolle wurde der Faden auf an sich bekannte Weise kontinuierlich nachbehandelt, getrocknet und nachgestreckt.
Die Fäden hatten eine Festigkeit im trockenen und nassen Zustand von 442 bzw. 310 g/100 den, während die
Dehnung im trockenen und nassen Zustand 12,5 bzw. 28,5% betrug.
Infolge der Anwesenheit des oberflächenaktiven Stoffes in der Viscose traten nahezu keine Einschnürungen und Elementarfadenbrüche auf.
Die auf diese Weise hergestellten Fäden eigneten sich besonders für die Herstellung von Autoreifencord.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH;
    Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern aus chinolinhaltiger Viscose unter Verwendung eines schwefelsäurehaltigen Spinnbades nach Patent 967687 dadutch gekennzeichnet, daß das Spinnverfahren in Anwesenheit eines oder mehrerer oberflächenaktiver Stoffe durchgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 541 098, 933 050;
    österreichische Patentschrift Nr. 174693.
    0O9 510/516 5. WS
DEN11695A 1954-05-12 1956-01-05 Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus chinolinhaltiger Viscose Pending DE1082003B (de)

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NL187509 1954-05-12
NL195939 1955-03-25

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US (1) US2914375A (de)
BE (2) BE544163A (de)
CH (2) CH334580A (de)
DE (2) DE967687C (de)
FR (2) FR1122697A (de)
GB (2) GB765905A (de)
NL (3) NL80403C (de)

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NL80403C (de) 1900-01-01
NL83134C (de) 1900-01-01
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GB791712A (en) 1958-03-12
NL195939A (de) 1900-01-01
BE544163A (de) 1900-01-01
FR1122697A (fr) 1956-09-11
FR69239E (fr) 1958-10-22
CH334580A (de) 1958-12-15
US2914375A (en) 1959-11-24
CH338548A (de) 1959-05-31
BE537220A (de) 1900-01-01

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