DE1079C - Vorrichtung zum Kuppeln der Eisenbahnwaggons von deren Langseite aus - Google Patents
Vorrichtung zum Kuppeln der Eisenbahnwaggons von deren Langseite ausInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G1/00—Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means
- B61G1/02—Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means having links or bars coupling or uncoupling by rotating around a transverse horizontal axis
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Description
1877.
Klasse 20.
JULIUS ZABEL in LÜNEBURG. Vorrichtung zum Kuppeln der Eisenbahnwaggons von deren Langseite aus.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. August 1877 ab.
Die in bisheriger Weise in der Mitte der Waggons angebrachte Zugstange tritt in einer
Verstärkung von 60 mm im Quadrat aus der Kopfschwelle a (s. beiliegende Zeichnung) hervor
und trägt zwischen letzterer und dem Zughaken> der in der Form dem bisher gebräuchlichen
gleicht, die in Frage kommende Vorrichtung. Die Zugstange ist zu diesem Zwecke zu einer 20 mm starken Scheibe, Fig. 1, bcdef,
derartig erweitert, dafs eine Seite der Scheibe mit einer Seite der Zugstange in einer Ebene
liegt, die andere Seite daher eine Vertiefung von 40 mm zeigt. Diese Vertiefung ist mit einer
losen, der erstgenannten völlig gleichen Scheibe bedeckt und beide mittelst versenkter Stehschrauben
verbunden, so dafs ein abgerundetes dreieckiges Gehäuse entsteht, dessen lichte Weite
20 mm beträgt. In diesem Gehäuse ist ein Zahnrad mit 48 Zähnen untergebracht und in
den beiden Wangen bei g, Fig. 1, gelagert. Ueber dem Zahnrad ist ein Getriebe mit acht
Zähnen ebenfalls in den Wangen des Gehäuses bei h, Fig. 1, gelagert, welches in das Zahnrad
eingreift. Der Zapfen desselben ragt nach beiden Seiten um 380 mm aus den Lagern hervor und
ist an beiden Enden mit einem fest aufgekeilten Rade versehen,- welches, als Kurbel dienend,
das Drehen des Räderwerkes von beiden Langseiten der Waggons gestattet (s. Fig. 4, I). Um
diese Vorrichtung stabiler zu machen, ist die verlängerte Getriebeaxe in einem an der Spitze
des Gehäuses verschraubten leichten Lagerbocke, bei dem. am Ende aufgekeilten Kurbelende,
jederseits noch einmal gelagert (s.Fig. 2 und 4, k). Das Kurbelrad hat einen Durchmesser von
400 mm und ist mit einem Gegengewicht, Fig. 3, /, versehen, dessen Bedeutung später
noch erwähnt werden wird.
Das Zahnrad, welches eine volle Scheibe darstellt, ist ca. 70 mm vom Mittelpunkt durchbohrt
und die beiden Wangen des Gehäuses im oberen Theile mit einem diese Durchbohrung deckenden
concentrischen Schlitz m versehen, dessen Breite der Stärke der Durchbohrung entspricht. Durch
diesen Schlitz und die Oeffhung im Zahnrad ist der Zapfen des Kupplungsbügels eingeführt und
durch Scheibe und Splint festgehalten. Durch die Drehung des Kurbelrades im Sinne des
Pfeiles, Fig. 3, wird daher der Kupplungsbügelzapfen vom Zughaken des nächsten Waggons
entfernt und dadurch eine Spannung hervorgebracht. Der ringförmige Schlitz endigt zweck-.
mäfsigerweise unterhalb des Niveaus der Zahnradaxe, damit bei starken Stöfsen kein Rückgang
möglich ist. Um letzteren zu hindern, sind auch aufserdem die Kurbelräder mit Gegengewichten
versehen. Der Anfang des Schlitzes liegt oberhalb des Niveaus der Zugstange und ist nicht
tiefer als nöthig geführt, um die Haltbarkeit nicht zu beeinträchtigen. Nach der vorliegenden
Zeichnung kann die Kupplungsbügelaxe um 100 mm nach hinten verlegt werden.
Der Kupplungsbügel hat eine Länge von 700 mm, von der Mitte seines Zapfens bis zur
äufseren Peripherie des Bügelbogens gemessen. Die Schenkel desselben bestehen aus zwei Gliedern
r und r\ die durch ein Charnier .$■ verbunden
sind, so dafs sich der Bügel nach oben und unten zusammenlegen'läfst. Um dies, sowie
das Einrücken des Bügels von beiden Langseiten der Waggons aus zu ermöglichen, ist der
Zapfen des Charniers aufserhalb mit dem vorderen Theil des Bügels durch einen kleinen
Steg χ fest verbunden und aufserdem beiderseits um 300 mm verlängert und mit einer
Handhabe versehen (s. Fig. 4, z). Sollte diese Verlängerung in Eisen zu schwer werden, so
dürfte sich wohl eine hölzerne Fortsetzung mit einer kleinen Handhabe empfehlen.
Für den Fall des Ausreifsens einer Zugstange sind zu beiden Seiten derselben, ca. 150 mm
davon entfernt, Nothketten in der gewöhnlichen Weise und Stärke mittelst Federbolzen p an der
Kopfschwelle angebracht. Diese Ketten sind 900 mm lang und vorn mit Ring und Haken
versehen, um an die Schenkel der Kupplungsbügel, die am Ende ein nach aufsen geschweiftes
Auge mit Ring tragen, eingehakt zu werden (s. Fig. 2, yd). Diese Ketten, die in der Zeichnung
nur angedeutet sind, bilden gleichzeitig ein Gegengewicht für die mit der Hand zu bewegenden
Kupplungsbügel.
Der Zughaken weicht in der Form von den bisher gebräuchlichen nicht ab. Derselbe grenzt
unmittelbar an das oben beschriebene Gehäuse, dessen äufsere schmale Seite unter einem Winkel
von ca. 60 ° in die Hakenbiegung ausläuft.
In der Spitze des Gehäuses ist zwischen den Wangen desselben ein Doppelhaken i mit eingeschraubt,
wovon der nach oben gerichtete
zum Aufhängen des Kupplungsbügels, und der nach unten gerichtete dazu dient, den eingerückten
Bügel des nächsten Waggons bei starken Zusammenstöfsen im Zughaken zurückzuhalten.
Werden nämlich die mit diesem Apparat gekuppelten Waggons, sie mögen beladen sein
oder nicht, ruckweise- sehr heftig zusammengestofsen, so gleitet der gespannte Bügel an der
glatten Fläche des Gehäuses aufwärts und kehrt darauf wieder in seine alte Lage zurück. Die
Buffer sind natürlich dem Apparate anzupassen, und mufs die höchste Pressung derselben der
Entfernung der Zughaken von einander entsprechen.
Sämmtliche Theile sind aus gutem Schmiedeisen und Stahl herzustellen, während, wie schon
erwähnt, die Stange zum Einrücken des Bügels aus Holz gefertigt sein kann.
Die Kupplung wird nun in der Weise vorgenommen, dafs beide Kupplungsbügel von dem
Aufhängehaken gelöst, in die Zughaken eingelegt und der oberste derselben durch eine dreimalige
Umdrehung des Kurbelrades gespannt werden. Diese Manipulation dürfte in der Praxis
kaum fünfzehn Secunden in Anspruch nehmen. Noch schneller würde sich das Einrücken eines
einzigen Bügels ohne Spannung bei dem oft so lästigen Rangiren ermöglichen lassen. Diese
Arbeit dürfte sich beim Zurückschieben sogar während eines mäfsigen Laufes der Wagen ohne
Gefahr für den Eisenbahn-Arbeiter ausführen lassen.
Claims (2)
1. Die von der Seite einrückbaren Kupplungsbügel in Verbindung mit den Nothketten
(letztere könnten fest angebracht sein, wenn nicht darauf Rücksicht zu nehmen wäre, dafs
eventuell Waggons dieser Einrichtung mit solchen älteren Systems zusammen zu verwenden
seien).
2. Die ebenfalls von der Seite zu handhabende Spannvorrichtung.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1079T | 1877-08-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1079C true DE1079C (de) |
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ID=70976891
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1079DA Expired - Lifetime DE1079C (de) | 1877-08-24 | 1877-08-24 | Vorrichtung zum Kuppeln der Eisenbahnwaggons von deren Langseite aus |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1079C (de) |
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1877
- 1877-08-24 DE DE1079DA patent/DE1079C/de not_active Expired - Lifetime
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