DE107669C - - Google Patents

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DE107669C
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Germany
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coupling
bracket
hook
shaft
nut
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DENDAT107669D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61GCOUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
    • B61G1/00Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means
    • B61G1/22Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means having screws incorporated in the links for lengthening or shortening the couplings
    • B61G1/24Operating devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20 ^^Eisenbahnbetrieb.'
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Februar 1899 ab.
Bei dieser Seitenkuppelung für Eisenbahnfahrzeuge wird durch Drehen einer Querwelle in dem einen Sinne die Kuppelung in ein starres Ganze übergeführt und dann angehoben und eingelegt, dagegen beim Drehen der Querwelle im entgegengesetzten Sinne das Getriebe ausgelöst und die Kuppelung gespannt. Das Einlegen des Kuppelbügels in den Kuppelhaken wird zweckmäfsig durch elastische Stützung eines derselben bezw. beider ermöglicht, so dafs ein Ausweichen des Bügels oder Hakens beim gegenseitigen Anschlagen eintritt.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die Seitenansicht,
Fig. 2 die Draufsicht der geschlossenen und fest angezogenen Kuppelung,
Fig. 3 eine Einzelansicht der Kuppelungswelle,
Fig. 4 die Seitenansicht einer etwas abgeänderten Ausführungsform der Kuppelung in geschlossenem, jedoch noch nicht angezogenem Zustande,
Fig. 5 eine Oberansicht der Hauptkuppeluhg unter Weglassung der Nothkuppelung.
Die Einrichtung und Wirkungsweise der auf beiden Seiten des Fahrzeuges in gleicher Weise ausgeführten Kuppelungseinrichtung ist folgende:
In den auf den BufFerböcken 1 befestigten Lagern 2 ruht eine Querwelle 3, die von der Seite aus, z. B. mittels eines auf ihren Vierkant 4 aufgesetzten Schlüssels 5, vorwärts und rückwärts gedreht werden kann und in der Mitte durch den an der Wagenwand 6 befestigten Kuppelungshaken 7 hindurchgeführt ist. Zu beiden Seiten des Kuppelungshakens ist die Welle 3 derart getheilt, dafs der mittlere, den Haken 7 durchdringende Wellentheil waagrecht und in der Höhe der Mittellinie der Buffer liegt, während die mit ihm durch die Universalgelenke 8 verbundenen seitlichen Wellentheile eine etwas geneigte Lage haben (Fig. 3). Auf der Mitte der Welle 3 hängt lose der nach hinten gerichtete Sicherheitshaken 9, der mit seinem oberen, gegabelten Ende den Kuppelungshaken 7 beiderseitig umfafst. Ferner ist auf die Welle 3 ein viereckiger Rahmen 10 drehbar gesetzt, in dessen mittlerem Theile eine gegen Längsverschiebung gesicherte Spannschraube 11 gelagert ist, auf der die nach beiden Seiten in Zapfen 23 endigende. Spannmutter 12 sitzt, deren Bewegung durch die auf dem freien Ende der Schraube 11 sitzende Anschlagmutter 28 begrenzt wird. Die Seitenzapfen 23 der Mutter 12 tragen das drehbar darauf gesetzte ösenförmige Kuppelglied 1 3, das bei seiner Bewegung nach unten bezw. nach hinten gegen die mit der Mutter 12 verbundenen Winkelstücke 14 schlägt. Mit der Schraube 11 ist ein Stirnrad 15 verbunden, das in ein Stirnrad 16 eingreift. Letzteres sitzt auf einer in dem U-förmigen Ansatz 17 des Rahmens 10 gelagerten Welle 18, die auf ihrem anderen Ende ein in das auf der Welle 3 sitzende Kegelrad 19 eingreifendes Kegelrad 20 trägt. Auf der entgegengesetzten Seite des Rahmens 10 ist an diesem ein Arm 21 befestigt, dessen freies Ende nach aufsen etwas .abgekröpft und mit einer Schlitzführung 22 für den einen der

Claims (2)

  1. Gelenkbolzen 23 der Spännmutter 12 versehen ist. Das andere Ende des Armes 21 läuft in einen nach unten gerichteten Finger 24 aus, der bei geschlossener Kuppelung gegen den Stift 25 des Hakens 9 anliegt (Fig. 1).
    Bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform kann der Kuppelbügel 13 zu dem später beschriebenen Zwecke nach hinten bezw. nach unten federnd nachgeben, indem er mit seinem seitlich angebrachten Stifte 26 gegen das freie Ende der auf dem einen Bolzen 23 sitzenden Spiralfeder 27 anliegt.
    Diese Feder ist derartig in ihrer Spannung bemessen, dafs sie den Bügel 13 in der Richtung der Spannschraube 11 hält, einen federnden Gegendruck aber nur in,dem Falle äufsert, wenn der Bügel 13 aus dieser Richtung nach unten gedreht wird, was jedesmal dann erfolgt, wenn bei beabsichtigter Einlegung der Kuppelung der Bügel gegen den Haken anschlägt.
    Die so beschaffene Kuppelung wirkt in folgender Weise: Steht der Bügel 13 mit dem gegenüberliegenden Kuppelungshaken 7 noch nicht in Eingriff, so befindet sich die Spannmutter 12 des Kuppelungsbügels 13 an dem durch die Mutter 28 geschlossenen Ende der Schraube 11 (Fig. 5). In dieser Stellung ist infolge der Hemmung der Mutter 12 eine Drehung der Schraube 11, die gleichzeitig als Welle des Rades 15 dient, ferner eine Drehung der beiden Getriebe 15, 16 und 19,20 (Fig. 2) in dem einen Sinne nicht möglich. Bei Rechtsdrehung der in den Figuren rechts gezeichneten Hauptwelle 3 wird die Kuppelungsvorrichtung, da sie nun als Ganzes ein starres System bildet, aus ihrer gesenkten Lage angehoben, so dafs der Bügel 13 an den Haken 7 anschlägt, an demselben vorbeigleitet, federnd hochschnellt, zurückfällt und sich in den Haken 7 einlegt. Die Kuppelung nimmt jetzt die in Fig. 4 mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage ein.
    Wird nun die Welle 3 in umgekehrter Richtung (nach links) gedreht, so tritt das Getriebe 19,20 und 16,15 in.Wirkung; die Schraube 11 dreht, sich und die Mutter 12 entfernt sich mit dem daran befindlichen Bügel 13 immer mehr von der Anschlagmutter 28 (Fig. ι und 2). Dies hat das Anspannen der Kuppelung zur Folge. Befinden sich endlich die Kuppeltheile in vollkommen gestreckter Lage oder stöfst die Mutter 12 an das Rad 15 an, so ist eine weitere Drehung der Welle 3 nach links nicht mehr möglich.
    Die Kuppelglieder der linken Seite werden durch Drehung der links befindlichen Welle 3 in den Sicherheitshaken 9 eingehakt, wodurch eine Nothkuppelung zwischen den beiden Wagen hergestellt ist. Während nämlich die Kuppeltheile der rechten Seite aus ihrer hängenden in die waagrechte Lage gebracht wurden, wurde gleichzeitig der mit dem Stift 25 versehene Sicherheitshaken 9 durch den Finger 24 aus seiner nach hinten geneigten Stellung in eine nach vorn geneigte Lage gebracht (Fig. 1), so dafs der gegenüberliegende linke Bügel 13 sich in denselben einhaken kann, und da der Haken 9 lose auf der Welle 3 sitzt, kann dieser Bügel den Haken 9 noch etwas näher an sich heranziehen.
    Soll nun die Kuppelung wieder ausgelöst werden, so wird eine der rechts liegenden Kurbeln 5 gedreht. Da nun aber eine Drehung der Welle 3 bei geschlossener und angezogener Kuppelung in dem einen Sinne nicht mehr möglich ist, so bleibt also nur die Drehung in umgekehrter Richtung übrig, und bei dieser Drehung läuft die Mutter 12 auf der Schraube ι ί entlang und stöfst an die Anschlagmutter 28 (Fig. 4 und 5). Bei fortgesetzter Kurbeldrehung in demselben Sinne halten die Schraubenwelle 11 und mit ihr die Räder 15,16 und 19, 20 in ihrer Drehung inne. In diesem Augenblicke stellt die Kuppelung wieder ein starres System vor, so dafs der Bügel 13 aus dem Haken 7 ausgehoben wird. Der Bügel fällt jetzt mit geringer Kraft nach hinten an das Anschlagstück 29, ohne wieder nach vorn zurückgeworfen zu werden, so dafs man die Kuppeltheile in ihre gesenkte Lage zurücksinken lassen kann. Bei Auslösung des oberen Bügels 13 aus dem Haken 7 wird gleichzeitig durch den Finger 24 der Sicherheitshaken 9 aus dem unteren Bügel 13 gehoben, so dafs durch Drehen einer und derselben Welle beide Kuppelungen gleichzeitig ausgelöst werden.
    Auch das Anschlagstück 29 kann schwach elastisch wirken, wodurch beim Anprallen des Bügels das Zurückschnellen desselben erleichtert wird, während andererseits bei nur leichtem. Zurückfallen des Bügels dieses Zurückschnellen nicht stattfindet.
    Der Kuppelungsvorgang kann, wie ersichtlich, auch bei dicht an einander stehenden Wagen ausgeführt werden. Bei der am hinteren Ende des Schlufswagens eines Zuges sitzenden Kuppelung dieser Ausführungsart kann das Glied 13 der Vorschrift gemäfs in den Haken g eingehängt werden, wie in Fig. 4 links durch die punktirten Linien angedeutet ist.
    An Stelle der federnden Anordnung des Bügels 13 kann dieser Bügel starr befestigt und der Haken 7 drehbar und federnd, angebracht werden.
    Pat en τ-Ansprüche:
    i. Mittels einer Querwelle einleg- und spannbare Seitenkuppelung für Eisenbahnfahrzeuge , dadurch gekennzeichnet, dafs die gegen Drehung gesicherte Spannmutter (12) beim Drehen der Spannschraube (11) an
    eine Anschlagmutter (28) stöfst, wodurch die Drehung der Spannschraube (11) gehemmt und die Antriebskegelräder (15, 16, ig, 20) mit der Spannschraube (11) unbeweglich gekuppelt werden, so dafs beim Weiterdrehen der Querwelle (3) die Kuppelung (13) mitgenommen, bezw. eingelegt oder ausgehoben werden kann.
  2. 2. Bei der durch Anspruch 1 gekennzeichneten Kuppelung eine auf dem Gelenkbolzen (23) des Kuppelbügels (13) befestigte, gegen einen Stift (26) am Bügel (13) sich stützende Spiralfeder (27), welche den Bügel in der gestreckten Lage derart erhält, dafs ein Ausweichen des Bügels bei Anstofs an den Kuppelhaken (7) möglich ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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