DE10693C - Maschine zur Herstellung von geschweifsten Ketten - Google Patents

Maschine zur Herstellung von geschweifsten Ketten

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DE10693C
DE10693C DENDAT10693D DE10693DA DE10693C DE 10693 C DE10693 C DE 10693C DE NDAT10693 D DENDAT10693 D DE NDAT10693D DE 10693D A DE10693D A DE 10693DA DE 10693 C DE10693 C DE 10693C
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DE
Germany
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rolling
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Application number
DENDAT10693D
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English (en)
Original Assignee
R. GAWRON in Gleiwitz
Publication of DE10693C publication Critical patent/DE10693C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L3/00Making chains or chain links by bending the chain links or link parts and subsequently welding or soldering the abutting ends
    • B21L3/02Machines or devices for welding chain links
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L3/00Making chains or chain links by bending the chain links or link parts and subsequently welding or soldering the abutting ends

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Description

1879.
Klasse 49.
RUDOLF GAWRON in GLEIWITZ. Maschine zur Herstellung von ge sch weitsten Ketten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. December 1879 ab.
Die Maschine hat folgende Einrichtung: λ ist die Betriebswelle, worauf die Antriebsriemscheibe b sitzt. Von der Welle α werden durch die Zahnräder c und d die Walzen e e' c' betrieben. Die Walze t trägt die beiden Zahnräder cx. seitlich und ist in // gelagert; die Lager ff sind mit der Sohlplatte durch die Ständer'gg verbunden. Die beiden seitlichen Walzen e' sind in den Büchsen // gelagert und tragen unten die beweglichen Spurlager /; letztere sind mittelst der Zapfen i1 drehbar an den Ständern //befestigt. Die Arme k an den Büchsen h gehen unten zusammen und bilden daselbst das Gelenk k'. Durch diese Arme k und das Gelenk kx können die Büchsen h und damit auch die Walzen e l an die Walze e fest angedrückt und auch gehoben werden, und hat das Heben den Zweck, das gewalzte Eisen herausheben zu können. Damit aufser dieser Bewegung um die Axe i1 keine andere unbeabsichtigte eintreten kann, haben die Büchsen h und die Spurlager i Schrauben, welche in die in den Walzen e' befindlichen Nuthen eingreifen und Verschiebungen der Walzen ex gegen die· Büchsen /; und die Zapfen i1 nicht zulassen. Das Heben der Arme k geschieht von Hand durch den Hebel m, welcher das Gelenk kx umschliefst, auf der Welle u gelagert ist und durch die Federn m' in seine alte Lage zurückgezogen wird. AVird der Hebel m also heruntergedrückt, so hebt, er durch das Gele'nk k* die Arme k, durch diese die Büchsen h und damit auch die Walzen <r' um die Zapfen /Λ
In Fig. 2 sieht man das in entgegengesetzter Richtung an den Enden abgeschrägte, in richtiger Länge befindliche Rundeisen α in die Walzen hineingeschoben und von diesen erfafst. Durch die Führungen 1, 1', 2 und 2 ', welche die halbe Rundung des Rundeisens besitzen und zusammen eine Kreisform bilden und von denen i-1 im Durchschnitt gezeichnet ist, wird das in die Walzen eingeführte Rundeisen im Kreise herumgeführt, gelangt auf der anderen, der Einschubseite der Walzen, wieder in dieselben, wobei die schrägen Enden auf einander zu liegen kommen und beim Durchgehen durch die Walzen geschweifst werden. Ist ein Glied nun auf diese Weise fertig, so wird der Hebel m heruntergedrückt, die Walzen ex gehen, auseinander und öffnen dem Gliede den Weg nach oben. . .
Die von der Maschine zu verrichtenden ferneren Arbeiten sind nun der Reihenfolge nach folgende: die Führungen 2 und 21, welche nur die obere Seite des Gliedes α führten, bewegen sich um die Wellen w, Fig. 6 bis 8, auseinander, lassen also das Glied α los und machen den verticalen Weg nach oben frei; durch die das Glied umfassenden Führungen rund i7 wird dasselbe um die Baulänge der Kette in die Höhe gehoben, gleichzeitig um eine Viertel-Umdrehung gedreht, beim Stillstande in dieser höchsten Stellung von den nun wieder zusammengehenden Führungen 2 und 21 gefafst und von den jetzt auseinandergehenden Führungen 1 und 1' losgelassen. Die Führungen ι und 1' bewegen sich darauf in geöffnetem Zustande nach ab- .· wärts, schliefsen sich, am tiefsten Punkte angelangt, und nehmen dadurch die ursprüngliche Stellung wieder ein; da nun auch die Führungen 2 und 27 ihre alten Stellungen wieder eingenommen haben, so kann nun das zweite Glied gebildet werden. Das erste fertige Glied ist von den Führungen 2 und 21 so gefafst, dafs es unten (ebenso auch oben) vollständig frei ist und das sich nun bildende zweite Glied, zu welchem das erste, der Viertel-Umdrehung wegen, nun senkrecht steht, bei der Bildung leicht hindurchgehen kann und so mit dem ersten Gliede das erste Kettengelenk bildet. Sobald das zweite Glied fertig ist, wird der Hebel m wieder heruntergedrückt, die Walzen <?' gehen auseinander und dieselben Operationen wiederholen sich; die vollständig frei werdenden Glieder werden um die Kettenrolle y geführt und gelangen auf. der anderen Seite der Rolle nach unten..
Zum Zwecke der Hervorbringung dieser beschriebenen Operationen ist auf der Sohlplatte der Winkel η angebracht. Dieser trägt obeneine Schraubenmutter, in welche die Schrauben-, spindel O pafst. Die Schraubenwindung in der Mutter und an der Spindel ist so steil, (to'4 ein Viertel einer Windung eine Gliedhöhe nii"'·1 der doppelten Glieddicke, oder was das.«'·"" sagt, dafs diese Höhe eine Baulänge der Kf"" ausmacht. Die Spindel O trägt die in Sf r nieren O1 beweglichen Arme O'1 und die« / r Führungen 1 und 1'. Das Heben der Spir/'f
geschieht durch den Hebel /, welcher die Spindel O oberhalb des Winkels η bei vl drehbar umschliefst, die Zugstange /' und das Rad q mit dem Daumen q11 (s. auch Fig. 3 und 4). Das Rad q, ein elastisches Reibungsrad, ist auf der in den Ständern g und / gelagerten Welle r befestigt, trägt seitlich einen Stift s und einen Ausschnitt t und steht mit dem auf der Hauptwelle α sitzenden Reibungsrade q' in Verbindung; im Ruhezustande ist die Verbindung jedoch dadurch aufgehoben, dafs der Ausschnitt t zwischen beide Räder zu stehen kommt und der Daumen q1' mit seiner flachen Seite auf der Zugstange /' liegt. Die Welle u' des Hebels m geht durch die Ständer / und g der Maschine bis an das Rad q, dort trägt diese Welle einen Hebel u; bei der Bewegung des Hebels m nach unten geht der Hebel u hinauf und drückt den Stift s ebenfalls nach oben, wodurch das Rad q über den Ruhepunkt hinausgeschoben wird; sobald dies geschehen, wird q von dem sich in steter Bewegung befindenden Rade q' einmal umgedreht, bis wieder der Ausschnitt / zwischen beide Räder zu liegen kommt. Damit bei der Umdrehung des Rades q der Stift s wieder über den Hebel u in seine ursprüngliche Lage ge-, langen kann, trägt der Hebel am Ende ein Scharnier 2 (s. Fig. 5), welches eine Bewegung nur nach einer Seite hin gestattet und nur so lang ist, dafs der Stift s beim Rückgange wohl das Scharnierstück ζ hebt, eine Berührung von s in seiner Ruhestellung mit 2 aber nicht mehr stattfindet und letzteres zurückfallen kann. Der Hebel pm trägt am Ende eine Gabel, welche die Hülse ν des Rahmens 4, 4, 4, o7/ umspannt. Die einzelnen Rahmenstücke sind drehbar mit einander verbunden. Erhält nun die Hülse ν eine Bewegung nach oben, wobei die darüber liegende Hülse vl des Hebels/ still steht, so werden durch die Rahmen 4, 4, 4 die Winkel ο π und damit auch die Führungen 1 und 1 7, welche an den Winkeln o" befestigt sind, auseinander bewegt, öffnen sich also und lassen das Kettenglied los. Um die Bewegung der Hülse ν hervorzubringen, sitzt zwischen dem Rade q und dem Daumen q11 noch ein zweiter Daumen qm, welcher dem Hebel p11 eine solche Bewegung iertheilt, dafs beide Hebel p und p" und somit auch ν' und ν in der ersten Hälfte der Bewegung gegen einander nicht verschoben werden, in der zweiten Hälfte jedoch, wenn der Hebel p bereits seine höchste Stellung erreicht hat und in dieser Stellung verharrt, den Hebel pm noch weiter hinaufbewegt und dadurch die Führungen 1 und ι' öffnet, beim gleichzeitigen Niedergange beider Hebel / und ρ"1 jedoch der Hebelpm so bewegt wird, dafs die Führungen 1 und i1 erst in ihrer tiefsten Stellung sich vollständig wieder schliefsen, und bei diesem Niedergange auch die geschlossenen Backen 2 und 2' nicht berühren.
. Es bleibt nun -noch zu erörtern übrig, wie die Bewegung der Backen 2 und 2' erfolgt. Diese Backen sitzen seitlich fest an den drehbaren Stangen w\ diese Stangen sind unten mit Gewinde und Muttern χ versehen, die Muttern χ sitzen auf den Hebeln x1 lose auf. Die Hebel x\ von denen einer an der vorderen, der andere an der hinteren Seite der Maschine angebracht ist, sind mit dem Hebel m durch den Balken χ η drehbar verbunden; der Balken x11 hat eine in den Figuren nicht sichtbare Geradführung. Bei der Bewegung des Hebels m hebt der Balken χ r/ die Hebel x' und somit die Schraubenmutter x, und diese ertheilen dadurch den Stangen w und den Backen 2 und 2' eine Viertel-Umdrehung, wodurch die Backen auseinander gehen. Wird der Hebel m losgelassen, so gehen auch die Backen 2 und 2' wieder zusammen und fassen das nächste, unterdefs in die richtige Lage hineingekommene Glied. Dafs die Stangen w zu beiden Seiten der Maschine angebracht sind, hat nur den Zweck, dafs dieselben und die Backen 2 und 21 von den herausgehenden und sich drehenden Führungen 1 und 1' nicht behindert werden; aus demselben Grunde ist auch die Rolle y etwas seitlich angebracht. Die Rolle y liegt so hoch, dafs die eine Viertel-Umdrehung, welche die unteren Glieder erfahren, ohne Einflufs auf die Lage der Glieder in der Rolle bleibt. :
Die kreisrunden Glieder werden noch, nachdem sie von der Kettenrolle herunterkommen, falls sie noch warm sind, mittelst einer Zange in die elliptische Form hineingedrückt, falls sie jedoch schon kalt sind, vorerst rothglühend gemacht.
Damit die Führungen 1 und 1 * in ihrer tiefsten und geschlossenen Stellung verharren und, herausgebracht aus dieser Stellung, immer wieder in dieselbe zurückdrängen, tragen sie Federn oder Gewichte bei ν und vl (in der Figur nicht gezeichnet).
Die Walze wird an einem kleinen Schweifsofen so angebracht, dafs das zu verarbeitende, vorher auf die richtige Länge abgeschnittene und abgeschrägte Eisen vom Arbeiter in eine Rinne gestofsen wird und in dieser gleich in die Walze rutscht; es kann jedoch vor der Walze noch eine Abscheervorrichtung angebracht werden, welche unmittelbar vor der Walze das weifsglühende Eisen auf die richtige Länge abschneidet; in letzterem Falle würde der Hebel m so mit der Maschine in Verbindung gesetzt werden, dafs er seine Bewegung von derselben erhält.
Zur Kühlung der Maschine wird Wasser angewendet.
Fig. 3 zeigt die Ansicht der beiden Räder q'1 und q. Der Daumen q" dahinter ist vollständig punktirt gezeichnet, den Daumen qm sieht man von der Stelle an, von wo die Congruenz oder Aehnlichkeit mit ersterem Daumen aufhört, über das Rad q hinaustreten. Fig. 4 zeigt die beiden Daumen in der Seitenansicht.
Fig. 6 ist die untere Ansicht der beiden Backen 2 und z1 mit den Stangen w. Das
von den Backen gehaltene Glied ist in der Mitte durchschnitten gezeichnet.
Fig. 7 bedeutet die Seitenansicht einer Backe.
Fig. 8 ist der Durchschnitt E-F von Fig. 6.
Die Fig. 9 und io geben die obere und die Seitenansicht der Führungen ι und ι Κ
Die Pfeile in Fig. 6 und 9 deuten die Richtungen an, in welchen sich die Backen 2 und 2 l und die Führungen 1 und ir drehen müssen, wenn sie einander nicht hindern sollen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Eine Maschine, welche den Zweck hat, Ketten in fortlaufender Operation selbsttätig herzustellen, indem zuerst das weifsglühende Rundeisenstück durch ein eigenthümliches • Walzwerk zu einem Ring gebogen und dieser hierbei gleichzeitig geschweifst wird. Hierauf fafst eine eigenthümliche Zange den geschweifsten Ring, hebt ihn hoch und dreht ihn um 450, wodurch der nächstfolgend gerollte Ring durch den schon fertigen hindurchgreift und somit die Kette gebildet wird. Alles in der Hauptsache wie beschrieben. Das Rollen der weifsglühenden Rundeisenenden durch eine feststehende verticale Rolle und zwei schrägliegende, um ein Scharnier .schwingende Rollen, im wesentlichen wie beschrieben.
    Die eigenthümlich construirte Zange zum Hochheben des fertigen Ringes, zum Zweck, den nachfolgend zu fertigenden Ring durch diesen hindurch zu rollen.
    Die Vorrichtung zum Drehen der unter 3. genannten Zange um 45 °.
    Die Combination dieser unter 1., 2., 3. und 4. genannten Mechanismen in Verbindung mit dem Antrieb, der durch.eine einzige AVelle und Riemscheibe geschieht.
    Hierau 1 Blatt Zeichnungen.
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