DE105403C - - Google Patents

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DE105403C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates
    • E02B7/40Swinging or turning gates
    • E02B7/44Hinged-leaf gates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Harvesting Machines For Specific Crops (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 84: Wasserbau.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen vom Ufer aus bequem umlegbaren Wehraufsatz, dessen einzelne Aufsatztheile unten scharnierartig an der Wehrschwelle befestigt und auch im umgelegten Zustand an ihren Scharnieren festgehalten sind, im aufgestellten Zustand da-, gegen je durch zwei schräg stehende Gelenkstreben gestützt werden. Diese letzteren bestehen aus je zwei durch Scharniere mit einander verbundenen Theilen, die an den freien Enden sich gegen an den Wehraufsatztheilen und am Wehrablauf befestigte Eisenwinkel anspreizen, mit denselben jedoch nicht verbunden sind. Jede Gelenkstütze ist durch kleine Ketten mit einer gröfseren Kette so verbunden, dafs durch Anziehen der letzteren mittelst Winde oder dergl. die Gelenkstreben für jeden Aufsatztheil nach einander zum Knicken gebracht werden, wodurch die Wehraufsatztheile sich einzeln nach einander umlegen. Dieses Umlegen kann von einer oder von der anderen Uferseite aus erfolgen, oder aber, wie beispielsweise in der Zeichnung angenommen, auch mittelst zweier Ketten, an denen je eine Hälfte der Wehraufsatztheile befestigt ist, von beiden Ufern aus, je in der Mitte beginnend, bewerkstelligt werden.
Das Wiederaufstellen der Aufsatztheile wird mittelst" einer etwas oberhalb der Wehrkrone von einem Ufer zum anderen gespannten Kette in der Weise bewirkt, dafs die mittelst Winde ablafsbare Kette mit einem Aufsatztheil durch eine Gelenkstange verbunden und hernach die Kette durch Aufwinden angespannt wird, worauf sich der umgelegte Aufsatztheil aufrichtet und nach vollständigem Aufstellen durch die Gelenkstützen wieder verstrebt wird. In der Zeichnungsbeilage ist beispielsweise ein Wehraufsatz mit zwölf Aufsatztheilen 1 bis 12 in den Fig.. 1, 2 und 3 in Vertical- und Oberansicht, sowie im Querschnitt dargestellt. Die Fig. 3 bis 6 veranschaulichen, in gröfserem Mafsstab gezeichnet, die mnlegbaren Wehraufsatztheile A, die unten je mittelst zweier Scharniere a1 an der Wehrschwelle C bezw. einer Eisenwinkelverstärkung c (Fig. 5) derselben umlegbar festgehalten sind. Jeder Aufsatztheil A ist durch je zwei Gelenkstreben gestützt, deren einzelne Theile B und B1 je durch Scharnier b mit einander verbunden sind, unten sich auf am Wehrablauf D befestigte Winkel d und oben gegen am Aufsatz A festgemachte Winkel α anlehnen. Die Stützentheile B der Aufsätze 1 bis 6 sind je mittelst Ketten e mit einer gröfseren Kette E so verbunden, dafs beim Anfassen der Kette E durch Winde E1 nach einander die Gelenkstützen für die Aufsatztheile 6, 5, 4 u. s. w., d. h. die Wehraufsätze von der Mitte ab gegen das Ufer zu umgelegt werden. Bei der Zeichnung ist angenommen, dafs Wehr(aufsätze 1 bis 6 von der Kette E von einem Ufer aus
und Wehraufsatztheile 7 bis 1 2 von der Kette F aus durch Winde F1 vom anderen Ufer aus umgelegt werden.
Die Gelenkstützentheile B B1 sind oben bezw. unten gegen die Anzugseite der Kette hin etwas abgeschrägt, das Scharnier b sitzt auf der entgegengesetzten Seite des Kettenanzugs. Die beiden Stützentheile B und B1 sitzen flach auf einander auf, und das Scharnier b liegt ein wenig seitlich der Drucklinie, so dafs ein Umkippen erst dann stattfindet, wenn das Scharnier über die Drucklinie hinaus gezogen wird.
Zum Wiederaufstellen der Wehraufsatztheile dient die über1 dem Wehr von einem Ufer zum anderen gespannte Kette G, die am einen Ende auf dem Pfosten g festsitzt und, am anderen Ende über eine auf dem Pfosten g1 sitzende Führungsrolle h geführt, zu einer Aufwickelvorrichtung H geleitet ist, mittelst welcher die Kette abgelassen bezw. gespannt werden kann. An jedem Aufsatztheil A ist oben eine Oese a1 befestigt, in welche beim Aufstellen der Aufsätze eine Stange J (Fig. 7) mit ihrem hakenförmigen Ende i eingehakt und mit einem ihrer am oberen Theil befindlichen hakenförmigen Zähne z'1 von einem Kähne aus in die Kette eingesetzt wird, nachdem die Kette G vorher lose herabhängend abgelassen worden ist. Hierauf zieht man die letztere mittelst der Aufwickelvorrichtung H an, worauf der Aufsatz A angezogen und aufgestellt wird, dann werden die Gelenkstützen BB1 wieder von Hand eingesetzt.
Das Umlegen des Wehraufsatzes kann in bequemster Weise auch bei gröfstem Hochwasser leicht stattfinden, und ist es in der Praxis erwiesen, dafs sich dieser Aufsatz bei ca. 35 m Wehrbreite in Y4 Minute umlegen läfst. Mit dem Aufstellen desselben kann noch vorher begonnen werden, ehe das Wasser sich wieder seiner normalen Höhe nähert.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vom Ufer aus umlegbarer, mit der Wehrschwelle gelenkig verbundener mehrtheiliger Wehraufsatz, dadurch gekennzeichnet, dafs die einzelnen Wehraufsatztheile (A) durch Gelenkstreben (BB1J gegen den Wasserdruck abgestützt sind, welche durch kleine Ketten (e) mit einer längeren Kette oder deren mehreren (E bezw. F) derart verbunden sind, dafs sie durch Aufwickeln der Ketten (E bezw. F) von einem Ufer oder von beiden Ufern aus nach einander eingeknickt bezw. abgezogen werden, so dafs sich die Aufsatztheile (A) nach einander umlegen.
2. An dem Wehraufsatz nach Anspruch 1 eine Vorrichtung zum Wiederaufstellen desselben, gekennzeichnet durch die Anordnung einer über das Oberwehr gespannten, an einem Ende oder an beiden Enden mit Aufwickelvorrichtung (H) versehenen Kette (G), in welche nach ihrem Ablassen gezahnte, in Oesen (al) der Wehraufsatztheile (A) eingeführte Stangen (J) oder dergl. eingehakt werden, worauf durch Anziehen der Kette (G) die Aufsatztheile aufgerichtet und schliefslich durch die dazu gehörigen, von Hand eingesetzten Gelenkstreben (B B1) wieder abgestützt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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