DE1046830B - Verfahren zur Gewinnung sedativ wirksamer Extrakte aus Rauwolfia-Drogen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung sedativ wirksamer Extrakte aus Rauwolfia-Drogen

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DE1046830B
DE1046830B DEB33250A DEB0033250A DE1046830B DE 1046830 B DE1046830 B DE 1046830B DE B33250 A DEB33250 A DE B33250A DE B0033250 A DEB0033250 A DE B0033250A DE 1046830 B DE1046830 B DE 1046830B
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Germany
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sedative
water
rauwolfia
drugs
extracts
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DEB33250A
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Dipl-Chem Dr Johannes Keck
Dr Rer Nat Hans Merz
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CH Boehringer Sohn AG and Co KG
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CH Boehringer Sohn AG and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G5/00Alkaloids
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/24Apocynaceae (Dogbane family), e.g. plumeria or periwinkle

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung sedativ wirksamer Extrakte aus Rauwolfia-Drogen Zusatz zum Patent 967469 Die Erfindung ist eine weitere Ausbildung und Verbesserung des Verfahrens nach Patent 967 469 zur Gewinnung von sedativ und blutdrucksenkend wirksamen Extrakte aus Rauwolfiadrogen, wie R. serpentina, R. canescens, R. heterophylla, R. inebrians, R. vomitoria ti. dgl.
  • Gemäß dem Verfahren des Hauptpatents wird das Pflanzenmaterial mit Wasser, und zwar zweckmäßig etwa im Verhältnis 1:1, bezogen auf das Trockengewicht des Pfianzenmaterials, befeuchtet und anschließend mit Kohlenwasserstoffen der B enzolreihe, wie Benzol, Toluol, Xylol od. dgl., extrahiert. Dem so erhaltenen Extrakt werden die sedativ wirksamen Anteile durch Ausschütteln, Ausrühren od. dgl. mit Säuren, beispielsweise verdünnter Phosphorsäure, entzogen. Die saure Lösung wird dann neutralisiert und mit Benzol, Toluol, Xylol od. dgl. ausgeschüttelt.
  • Durch Verdampfen des Lösungsmittels erhält man einen Extrakt, in dem die sedativ wirksamen Bestandteile sehr stark angereichert sind.
  • In den bekanntgemachten Unterlagen der Patentanmeldung C 7912 IVa/30h ist die Verarbeitung eines mit Wasser durchgekneteten Methanolextrakts von Rauwolfiadrogen mit wäßrigen Säuren, wie Essigsäure oder Phosphorsäure, oder eines trockenen Methanoiextrakts mit Essigsäure oder einem Gemisch aus Chloroform und Methanol beschrieben. Dabei werden die in den erwähnten Extrakten vorliegenden Alkaloide in Form ihrer Salze gelöst.
  • Es wurde nun gefunden, daß Extrakte aus Rauwolfiadrogen mit hochangereicherter sedativer und blutdrucksenkender Wirkung gewonnen werden können, wenn man die mit niederen aliphatischen Alkoholen erhaltenen Extrakte des Pflanzenmaterials, die sämtliche Alkaloide in Form der in der Pflanze vorliegen den Salze enthalten, nach Entfernung des Lösungsmittels mittels Wasser hydrolysiert, wodurch nur die sedativ und blutdrucksenkend wirkenden schwachen Basen freigesetzt werden, die sich dann mit Benzolkohlenwasserstoffen extrahieren lassen.
  • Die bei der Hydrolyse nicht angegriffenen Salze aller stärkeren Alkaloidbasen bleiben dagegen bei der Extraktion mit Benzolkohlenwasserstoffen in der Droge ungelöst zurück, wodurch der als Endprodukt erhaltene Extrakt bezüglich der gewünschten schwachen Basen besonders stark angereichert ist. Die Gewinnung eines sedativ und blutdrucksenkend wirksamen Extrakts wird somit in einfacher und ergiebiger Weise erreicht.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden nun an Stelle des Pfianzenmaterials selbst, das bei dem Verfahren des Hauptpatents als Ausgangsmaterial dient, mit niederen, wassermischbaren aliphatischen Alkoholen gewonnene Extrakte aus Rau-- - wolfiadrogen nach Entfernung des Lösungsmittels durch Anfeuchten mit Wasser hydrolysiert und die freigelegten Basen mit B enzolkohlenwasserstoffen extrahi ert.
  • Dieses neue Verfahren hat gegenüber dem Verfahren des Hauptpatents den Vorteil, daß zunächst durch die Methanolextraktion die Gesamtmenge aller in der Droge enthaltenen Alkaloide extrahiert wird, wonach die Droge verworfen werden kann.
  • Die so erhaltenen Vorextrakte werden erfindungsgemäß nach der Entfernung des Lösungsmittels mit Wasser versetzt, zweciunäßig mit etwa dem dritten Teil ihres Trockengewichtes, und anschließend mit Kohlenwasserstoffen der Benzolreihe, insbesondere mit Benzol, extrahiert. Der so gewonnene Extrakt, der die sedativ wirksamen Anteile enthält, kann entweder direkt zur Trockne eingeengt werden oder aber auch mit Säuren, beispielsweise verdünnter Phosphorsäure, behandelt und die saure Lösung nach Neutralisieren mit Kohlenwasserstoffen der Benzolreihe, insbesondere mit Benzol, extrahiert werden. Nach dem Einengen zur Trockne gelangt man zu einem Extrakt, der an sedativ wirksamen Komponenten auf etwa das 150fache angereichert ist und der nur wenig unwirk- -same Alkaloide und Ballaststoffe aus der Droge enthält.
  • Die in dem erfi.ndungsgemäßen Verfahren beschriebene Wirkung beruht auf denselben Erscheinungen, wie sie im Hauptpatent ausführlich diskutiert wurden.
  • Im folgenden soll die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens an Hand eines AusfüMhrungsbeispiels näher erläutert werden.
  • Beispiel 1,2 kg feingemahiene. ^Wurzeln von -Rauwolfia serpentina Benth. werden so lange mit Methanol perkoliert, bis das Perkolat mit Mayers Reagens keinen Niederschlag mehr gibt. Der- gesamte- Methanolextrakt (etwa 8 bis 10 1) wird auf ein Volumen von 0,5 1 eingeengt. Man gibt etwa 300 ccm Wasser dazu und schüttelt zwecks Entfettung dreimal mit je 250 ccm Petroläther aus. Die methanolisch-wäßrige Phase wird dann im Vakuum zur Trockne eingeengt.
  • Der Rückstand (150 g) wird mit 50 ccm Wasser versetzt und dreimal mit je 1 1 Benzol t/2 Stunde ausgekocht Die vereinigten Benzollösungen werden dreimal mit je 250 ccm 50/oiger Phosphorsäure ausgeschüttelt, die plhosphorsaure Lösung anschließend auf p, 7 eingestellt und dann dreimal mit je 250 ccm ? Äth lenchlorid extrahiert. Nach dem Einengen der Äthylenchloridlösung zur Trockne hinterbleiben 8 g eines hellbraungefärbten, schaumigen Rückstandes.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Weitere Ausbildung und Verbesserung des Verfahrens nach Patent 967 469 zur Gewinnung eines sedativ und blutdrucksenkend wirksamen Extraktes - aus Rauwolfiadrogen mittels organi-Scher I~osungsmittel, bei dem das Pflanzenmaterial mit Wasser angefeuchtet und die freigelegten schwachen Basen mit Benzolkohlenwasserstoffen - ex-trahiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle des Pflanzenmaterials selbst mit niederen, wassermischbaren aliphatischen Alkoholen gewonnene Extrakte aus Rauwolfiadrogen nach Entfernen des Lösungsmittels durch Anfeuchten mit Wasser hydrolysiert und die freigelegten Basen mit Benzolkohlenwasserstoffen extrahiert.
  2. 2. Verfahren uiach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Vorextrakte nach Entfernung des Lösungsmittels mit Wasser, zweckmäßig mit etwa dem dritten Teil ihres Trockengewichtes, befeuchtet, anschließend mit Benzolkohlenwasserstoffen extrahiert, dem Extrakt die sedativ wirksamen Bestandteile durch Ausschütteln, Aus rühren od.dgl. mit Säuren entzieht und nach der Nteutralisation der Säuren die sedativ wirksamen Bestandteile durch Ausschütteln, Ausrühren od. dgl. mit Benzolkohlenwasserstoffen und Verdampfen des Lösungsmittels gewinnt.
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