DE10323136A1 - Automatische Startanlage für den Wassersportwettkampf - Google Patents
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Abstract
Der teilweise heute noch manuell bei Bootswettkämpfen über Hilfspersonen durchgeführte Start entspricht nicht mehr dem Stand des Wettkampfsportes. Selbst bekannte automatische Startanlagen entsprechen nicht den an sie gestellten Anforderungen. DOLLAR A Zur Schaffung besserer Startbedingungen wurde daher eine Startanlage geschaffen, die entweder auf dem Wasser oder auf dem Land leicht ohne großen Personalaufwand montierbar ist und die durch ihre Segmentbauweise den geforderten Startplätzen angepasst werden kann. Sie besteht aus einem Rahmen, an dessen Außenseiten Kastenprofile mit darin enthaltenen Schwimmkörpern angebracht sind und einem mittig aufgebauten Startmechanismus mit einem wegklappbaren Startschuh, der bei abgesenkter Anlage beim Startschuss blitzschnell gleichfalls unter der Wasseroberfläche verschwindet. Die Startanlage eignet sich insbesondere für den Kanu- und Ruderrennsport.
Description
- Die Erfindung betrifft eine automatische Starteinrichtung für den Wassersportwettkampf, insbesondere für den Kanu- und Ruderrennsport.
- In der Regel erfolgt der Start zu Wassersportwettkämpfen indem sich die Wassersportboote frei an eine Startlinie begeben und von Kampfrichtern oder einer anderen am Wettkampf beteiligten Person ausgerichtet und gestartet werden. Hilfsweise werden für dieses Prozedere auch Schwimmer eingesetzt, welche versuchen die Boote bis zum Start auszurichten und festzuhalten. Mitunter werden auch Stegeinrichtungen zum Festhalten, Ausrichten und Starten genutzt.
- Derartige Startmethoden entsprechen heute nicht mehr dem Stand des Wettkampfsportes, da ein genaues Ausrichten der Sportboote kaum oder nur mit großem Zeitaufwand, beispielsweise bei Windeinwirkung, möglich ist, so dass sich die Startvorbereitungen verzögern oder Fehlstarte folgen.
- Es sind auch einzelne in den Wettkampfbestimmungen vorgeschriebene automatische Startanlagen bekannt, die an der Startlinie vormontiert und durch Taucher in das Wasser eingebracht und unter Wasser befestigt werden. Ein flexibler Einsatz, beispielsweise bei Veränderung der Renndistanzen oder Verbreiterung der Startlinie, ist bei derartigen Startanlagen ausgeschlossen. Ebenso sind die Montage und der damit verbundene Personalaufwand verhältnismäßig hoch. Außerdem ergeben derartige Konstruktionen bei vielen zu startenden Sportbooten und bei gleichzeitiger Startfreigabe meist keine gerade Startlinie.
- Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine automatische Startanlage zu schaffen, die universell, kurzfristig ohne großen Zeitaufwand einsetzbar ist und die der Anzahl der benötigten Startplätze angepasst werden kann, sowie die beschriebenen Nachteile des Standes der Technik ausschließt.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Patentanspruch 1 und die Unteransprüche gelöst. So ist die Startanlage ohne großen Aufwand leicht und ohne eine Vielzahl von Hilfskräften auf der vorgesehenen Startlinie montierbar, wobei auf Grund der baugleichen Segmente die Anzahl der notwendigen Startplätze jederzeit und je nach Bedarf veränderbar ist. Durch die steife Konstruktion, beispielsweise aus Leichtmetall, wird auch bei Koppelung der einzelnen Segmente eine gerade Startlinie gewährleistet, wobei durch die verwendete mechanischelektrische oder mechanisch-pneumatische Hebeleinheit eine Synchronität aller aneinander gekoppelter Startanlagen als Segmente sichergestellt ist. Durch die Schwimmkörper als Auftriebselemente ist ein Absenken unter Wasser und ein Aufschwimmen aller einzelnen Bausteine problemlos möglich. Die Segmentbauweise ermöglicht ferner die Montage wahlweise auf dem Wasser oder auf dem Land. Durch das Aufschwimmen und somit Schwimmen auf der Wasseroberfläche wird die gesamte Startanlage transportabel, das heißt, sie kann mit Hilfe eines Motorbootes zu einer anderen Position bugsiert werden.
- Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erklärt. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen
-
1 eine Draufsicht der Startanlage -
2 einen Schnitt A-A nach1 als Seitenansicht -
3 einen Schnitt B-B Kastenprofil mit Schwimmbojen -
4 einen Schnitt E-E Kastenprofil mit Schwimmkörper – vergrößert – - Nach
1 ist der Rahmen1 zur statischen Stabilisierung mit Querverstrebungen2 und an den Außenseiten beidseitig mit Kastenprofil3 versehen, in welchem Schwimmkörper4 integriert sind, die über eine Zuleitung5 mit einem Kleinkompressor verbunden sind. Mittig ist an weiteren Verstrebungen6 , wie gleichfalls aus2 ersichtlich, der Startmechanismus angebracht. Er besteht aus auf dem Rahmen1 gelenkig, beidseitig gekröpft in angemessenem Abstand angebrachten Hebeln7 , die am oberen Ende lösbar zusammengeführt werden und mit einem Startschuh8 fest verbunden sind. Im oberen Drittel sind die Hebel7 mit einer Aufnahmestütze9 verbunden an der mittig sowie gelenkig die Kolbenstange eines pneumatisch beaufschlagten Pneumatikzylinders10 eingreift, welcher gleichfalls gelenkig mit den Verstrebungen6 an seinem unteren Ende verbunden ist. Eine pneumatisch-elektrische Steuerung, gekoppelt mit einer Pneumatik11 und einem Druckbehälter12 , welche an den Verstrebungen6 angebracht ist , dient als Herzstück der Anlage. So wird die aus einzelnen baugleichen Segmenten bzw. Einheiten analog der zum Start gemeldeten Boote, bestehende Anlage, mit gefüllten Schwimmkörpern4 in das Wasser eingesetzt, wobei die einzelnen Segmente durch Verbindungselemente13 zusammengefügt werden. Zur Startvorbereitung wird die sich in den Schwimmkörpern4 über die Zuleitung5 enthaltene Luft so weit abgelassen, dass sich die gesamte, aus Einzelsegmenten bestehende Startanlage, um ca. 1,30 m absenkt, so dass die dabei über die Stützen7 aufrecht stehenden Startschuhe8 soweit über die Wasseroberfläche ragen, dass die Bugspitzen der zu startenden Sportboote problemlos eingeparkt werden können. Mit dem Startschuss wird über ein Kabel14 die elektrisch-pneumatische Steuerung beaufschlagt, so dass der, entsprechend der Bugform der Boote ausbildbare Startschuh8 , in ca. 0,3 Sekunden so weit in das Wasser abtaucht, dass eine Berührung der Bootsböden ausgeschlossen ist. Nach einer erneuten Beaufschlagung der elekrisch-pneumatischen Steuerung kann in wenigen Sekunden der Startschuh8 wieder in eine senkrechte Ausgangsstellung gebracht werden, so dass der nächste Start möglich ist. Um die Startanlage stabil in der abgesenkten Position zu halten, sind an den Außenseiten des Kastenprofils3 Befestigungspunkte15 angebracht, an denen Schwimmbojen16 über entsprechend lange Halteseile17 bis zur Wasserlinie18 eingehakt sind. - Soll die Startposition verändert werden oder die Anlage bei Außerdienststellung aus dem Wasser entfernt werden, sind lediglich die aus elastischem Material bestehenden Schwimmkör per
4 (siehe auch3 ) über die Zuleitung5 , welche von der Startvorrichtung mitgesteuert wird, mit Luft zu füllen, so dass die Gesamtanlage Auftrieb erhält und somit wieder auf der Oberfläche schwimmt. Die einzelnen Segmente sind dann lediglich über die Verbindungselemente13 zu lösen und bis zum Ufer zu schleppen um sie aus dem Wasser zu heben. -
- 1
- Rahmen
- 2
- Querverstrebungen
- 3
- Kastenprofil
- 4
- Schwimmkörper
- 5
- Zuleitungen
- 6
- Verstrebungen
- 7
- Hebel
- 8
- Startschuh
- 9
- Aufnahmestütze
- 10
- Pneumatikzylinder
- 11
- Pneumatik
- 12
- Druckbehälter
- 13
- Verbindungselemente
- 14
- Kabel
- 15
- Befestigungspunkt
- 16
- Schwimmboje
- 17
- Halteseile
- 18
- Wasserlinie
Claims (5)
- Automatische Startanlage für den Wassersportwettkampf, dadurch gekennzeichnet, das auf einem Rahmen (
1 ) mit an den Außenseiten beidseitig angebrachten Kastenprofilen (3 ) mit an den Außenkanten angebrachten Befestigungspunkten (15 ) und darin eingebrachten Schwimmkörpern (4 ), mittig ein Startmechanismus angebracht ist, der aus beidseitig gekröpften, gelenkig angebrachten Hebeln (7 ), die am oberen Ende zusammengeführt und lösbar mit einem Startschuh (8 ) verbunden sind und den dazu notwendigen steuerbaren Übertragungselementen, wie einer elektrisch steuerbaren, mit einem Druckbehälter (12 ) verbundenen Pneumatik (11 ), wo die Kolbenstange eines pneumatisch beaufschlagten Pneumatikzylinders (10 ) an einer die Hebel (7 ) gleichfalls verbindenden Aufnahmestütze (9 ) drehbar angebracht ist, während der Pneumatikzylinder (10 ) an gleichfalls quer zum Rahmen (1 ) eingelassenen Verstrebungen (6 ) drehbar am anderen Ende verankert ist oder aus einem mechanisch-elektrischen Steuermechanismus besteht. - Automatische Startanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die im Kastenprofil (
3 ) eingebrachten Schwimmkörper (4 ) über eine Zuleitung (5 ) mit einer sich außerhalb der Startanlage befindliche Kompressoranlage oder Druckgasflasche verbunden ist, so dass je nach Bedarf die Startanlage auf ca. 1,3 m durch Ablassen von Luft abgesenkt oder durch Aufpumpen von Luft angehoben wird, wobei die notwendige Luft gleichfalls zentral gesteuert wird und um die Steueranlage unter Wasser stabil zu halten an den Befestigungspunkten (15 ) der Kastenprofile (3 ) Schwimmbojen (16 ) über entsprechend lange Halteseile (17 ) eingehakt sind. - Automatische Startanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Startmechanismus bei abgesenkter Anlage beim Startschuss entweder über ein Kabel (
14 ) oder über Funk das Wegklappen des Startschuhes (8 ) auslöst. - Automatische Startanlage nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass an den Kastenprofilen (
3 ) Verbindungselemente (13 ) angebracht sind, um zu ermöglichen, dass die aus baugleichen Segmenten bestehende Startanlage analog der zu startenden Boote kombinierbar ist. - Automatische Startanlage nach den vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass der Startschuh (
8 ) auswechselbar und der jeweiligen Bootsform anpassbar ist.
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|---|---|---|---|
| DE2003123136 DE10323136B4 (de) | 2003-05-22 | 2003-05-22 | Automatische Startanlage für den Wassersportwettkampf |
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| DE10323136B4 DE10323136B4 (de) | 2007-01-11 |
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| DE2003123136 Expired - Fee Related DE10323136B4 (de) | 2003-05-22 | 2003-05-22 | Automatische Startanlage für den Wassersportwettkampf |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE10323136B4 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
2003
- 2003-05-22 DE DE2003123136 patent/DE10323136B4/de not_active Expired - Fee Related
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| JP2015527915A (ja) * | 2012-07-16 | 2015-09-24 | ポラリターシ−ジーエム ケーエフテー. | ボート競技のスタート装置用のベースモジュール |
| US9610517B2 (en) | 2012-07-16 | 2017-04-04 | Polaritas-Gm Kft. | Base module for a starting apparatus of boat competitions |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10323136B4 (de) | 2007-01-11 |
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