DE103003C - - Google Patents

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DE103003C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/10Locking mechanisms for points; Means for indicating the setting of points

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
' Sy
W. WÖLLERT in BERLIN. Weichenzungenverschlufs.
Zusatz zum Patente JVi 77161 vom 27. April 1893.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Juli 1898 ab. Längste Dauer: 26. April 1908.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausführungsform des unter Nr. 77161 patentirten Weichenzungenverschlusses.
Diese Ausführungsform hat den Zweck, die Anwendung des Verschlusses nach Patent Nr. 77161 auch bei solchen Weichen zu ermöglichen, welche mittelst Drahtzuges umgestellt werden und mit einer Vorrichtung versehen sind, die beim Reifsen .des Drahtzuges selbstthätig eine Sperrung der durch den Drahtzug in Bewegung gesetzten Theile herbeiführt.
Dieser Zweck ist dadurch erreicht worden, dafs die in der Patentschrift Nr. 77161 mit g g1 bezeichneten Schenkel der beiden Kniehebel fgf1 g1 derart mit einander vereinigt worden sind, dafs sie einen einheitlichen, um eine gemeinsame Achse drehbaren Winkelhebel bilden und dafs an diesem Winkelhebel ein dritter Ann sitzt, welcher zwei Sperrklinken trägt, die mit dem einen bezw. dem anderen Ende des Drahtzuges verbunden sind und durch die im Drahtzug herrschende Spannung so lange, als derselbe noch ganz ist, in einer ihre Sperrthä'tigkeit ausschließenden Lage erhalten werden.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung in zwei- Ausführungsformen, welche sich jedoch lediglich durch die Lage des die Sperrklinke tragenden Armes zu dem Winkelhebel unterscheiden.
Die beiden Riegel c und c1 werden wie bei der in der Patentschrift Nr. 77161 veranschaulichten Ausführungsform durch die beiden Kniehebel f g und f1 g1 (Fig. 1) in entgegengesetztem Sinne vor- und zurückgeschoben.
Das Eigenartige liegt nun darin, dafs die Schenkel g und g1 der beiden Kniehebel hier zu einem einheitlichen Winkelhebel vereinigt sind, welcher um den auf einer Grundplatte / befestigten Zapfen m drehbar ist, und dafs dieser Winkelhebel noch einen dritten Arm k besitzt, welcher durch Vermittelung zweier auf demselben drehbar angebrachter Sperrklinken a und a1 mit den beiden Enden des Drahtzuges h hl verbunden ist, so dafs also durch Ziehen des Drahtes nach der einen oder anderen Richtung der Arm k und damit auch der Winkelhebel g g1 in dem einen oder anderen Sinne zum Ausschlag gebracht und die beiden Kniehebel hierdurch abwechselnd geöffnet bezw. geschlossen werden.
Auf der Grundplatte / ist ein mit zwei entgegengesetzten Zähnen versehenes Sperrstück i befestigt.
Ist der Drahtzug ganz, so herrscht in demselben eine gewisse Spannung, die die beiden Klinken in symmetrischer Lage zum Arm k erhält, derart, dafs beim Schwingen des Armes k über das Sperrstück i hinweg die freien Schenkel der beiden mit dem einen
Schenkel mit je einem Drahtzugende verbundenen Sperrklinken unbehindert an den Zähnen de* letzteren vorbeigehen.
Reifst jedoch das eine Drahtende, z. B. h\ so beeinflufst das in Spannung verbleibende Drahtende h die zugehörige Klinke α derart, dafs dieselbe einen Ausschlag macht und hierdurch mittelst der Stange b den Hebel e um den in ein Schlitzauge des Armes k eingreifenden Zapfen dl dieses Hebels in Drehung versetzt; diese Drehung wird durch den in ein zweites Schlitzauge des Armes k eingreifenden zweiten Zapfen d so begrenzt, dafs bei einem darauf stattfindenden Anziehen des Drahtendes h die Sperrklinke α schon nach ganz geringem Ausschlag des Armes Ar in den benachbarten Zahn des Sperrstückes i einfällt und hiermit ein weiteres Umlegen des Armes k und so auch ein weiteres Umstellen der beiden Kniehebel ausschliefst.
Die durch Fig. 2 veranschaulichte Abart unterscheidet sich von der vorbeschriebenen Einrichtung lediglich dadurch, dafs der mit dem Drahtzug verbundene Arm k des Winkelhebels g g1 nicht nach dem vorderen Ende der beiden Riegel zu gerichtet ist, sondern gerade die entgegengesetzte Lage hat, wodurch es möglich wird, dem Winkelhebel g g1 zusammen mit dem Arm k die Form einer einfachen dreieckigen Platte mit einer Verlängerung in der Mitte der einen Seite zu geben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ausführungsform des Weichenzungenverschlusses nach Patent Nr. 77161, bei welchem die Umstellung mittelst Drahtzuges unter gleichzeitiger Anwendung einer bei Drahtbruch selbstthätig in Wirkung tretenden Sperrvorrichtung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dafs die beiden beim Gegenstand des Haupt-Patentes an die Weichenzungen selbst angelenkten Schenkel (g gl) der beiden Kniehebel zu einem mitten zwischen den Schienen drehbar gelagerten Winkelhebel vereinigt sind, dessen Ausschlag mittelst eines die beiden an die Drahtzüge (h bezw. h1) angeschlossenen Hebel (a al) tragenden Armes (k) herbeigeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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