DE1027360B - Mittel zur wasserabweisenden Impraegnierung von Leder - Google Patents

Mittel zur wasserabweisenden Impraegnierung von Leder

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DE1027360B
DE1027360B DEF20141A DEF0020141A DE1027360B DE 1027360 B DE1027360 B DE 1027360B DE F20141 A DEF20141 A DE F20141A DE F0020141 A DEF0020141 A DE F0020141A DE 1027360 B DE1027360 B DE 1027360B
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DE
Germany
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leather
water
agent
impregnation
repellent impregnation
Prior art date
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Pending
Application number
DEF20141A
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English (en)
Inventor
Dr Bruno Zorn
Dr Werner Zeiss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
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Publication of DE1027360B publication Critical patent/DE1027360B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Mittel zur wasserabweisenden Imprägnierung von Leder Gegenstand der Erfindung ist ein Mittel, das hervorragend geeignet ist, Leder wasserabweisend zu machen. Es besteht aus einem Gemisch von drei Komponenten, nämlich 1. einem Titansäureester, 2. einem kohlenwasserstoffsubstituierten Polysiloxan, 3. einem Kieselsäurederivat, bei dem mindestens eine der Valenzen des Siliciums über Sauerstoff an Kohlenwasserstoffreste mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen gebunden ist, während die übrigen Valenzen unmittelbar an Kohlenwasserstoffreste oder über Sauerstoff an Silicium gebunden sind.
  • Als erste Komponente einer solchen Kombination sind beliebige Ortho- und Polytitansäureester geeignet, beispielsweise ein Butyltitanat. Als zweite Komponente dient beispielsweise ein polymeres Dimethylsiloxan, das ein Öl mit einer Viskosität zwischen 1000 und 20000 cSt darstellt. Als dritte Komponente anwendbar sind Orthokieselsäureester, Polykieselsäureester und Siliconsäureester, also beispielsweise Tetra-(2-äthylhexyl)-orthosilicat, Tetracyclohexylorthosilicat, Di-(2,6-diäthylphenyl)-dibutylorthosilicat, Polykieselsäureester des sek. Butylalkohols, ferner Kieselsäureester jener sekundären Alkohole, die bei der technischen Paraffinoxydation gewonnen werden und Gemische von Dialkylcarbinolen darstellen, deren Alkylgruppen je 3 bis 8 Kohlenstoffatome ohne Verzweigung enthalten, wobei die Zahl der Kohlenstoffatome in den beiden jeweils benachbarten Alkylgruppen entweder gleich oder nur um Eins verschieden ist, und schließlich Ester von Alkoholen dieser Art und Alkylsilanolen wie z. B. Tii-(dodecoxy)-methylsilan bzw. Tri-(dodecyl)-methylsiliconat. Die drei Komponenten des erfindungsgemäßen Gemisches werden in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise Benzin, gelöst angewandt.
  • Die Anwendung von Polysiloxanen wie auch von Titansäureestern als hydrophobe Imprägnierungsmittel fürGewebe undLeder ist bekannt und vielfach beschrieben worden. Es ist auch die sehr erhebliche Verbesserung einer solchen Imprägnierung durch Kombination von Alkyl-oder Arylpolysiloxan mit Alkyltitanat bekannt, so unter anderem aus den britischen Patentschriften 723989 und 708821 und aus der USA.-Patentschrift 2672455.
  • Berücksichtigt man anderseits, daß Kieselsäureester auch mit längerer Alkylkette bekanntlich weder allein noch mit Alkyl- oder Arylpolysiloxanen kombiniert eine befriedigende Hydrophobierung bewirken, so ist die durch die erfindungsgemäße Kombination erreichbare, in den nachfolgenden Beispielen an Leder beobachtete Verbesserung nicht vorherzusehen und ihre Höhe gegenüber der Wirkung der bisher bekannten Kombination überraschend.
  • Darüber hinaus erzielt man bei der Lederimprägnierung durch die Mitverwendung der Kieselsäure- oder Siliconsäureester so gute und je nach Art des Esters trockene bis schmalzige Fettung, daß die Mitverwendung anderer Fettungsmittel im allgemeinen unnötig erscheint. Darin liegt insofern ein Vorteil, als solche Lederfettungsmittel üblicher Art, besonders aber langkettige Kohlenwasserstoffe, wie Paraffinöl, und deren Derivate, wie Stearylalkohol, bekanntermaßen die hydrophobierende Wirkung einer Siliconimprägnierung stark vermindern. In der speziellen Anwendung auf Veloursleder ergibt das erfindungsgemäße Gemisch weiterhin die Vorteile eines ausgezeichneten Lüstereffekts, d. h. einer erwünschten Farbvertiefung, und einer deutlichen Verringerung des Abfärbens durch Fixierung des Schleifstaubes.
  • Beispiele Nachstehend aufgeführte Imprägnierungsmittel wurden in Benzin gelöst, und zwar in solcher Menge, daß jede Lösung insgesamt 5 °/o Gelöstes enthielt und, soweit dieses aus mehreren Komponenten bestand, diese Komponenten zu gleichen Teilen. Prüfstücke aus ungefettetem Veloursleder wurden 10 Minuten lang bei 65 °/o relativer Luftfeuchte klimatisiert. Alsdann wurden die Prüfstücke in einer Knickmaschine behandelt, wie näher beschrieben von Mieth-Maeser in Journ. Amer. Leather Chem. Assoc., 42, 8 (1947), S. 390 bis 408. Dazu wurden die Prüfstücke so eingespannt, daß ein Hohlkörper aus dem Leder gebildet wurde, an dem sich die Veloursseite innen befand. Dieser Hohlkörper wurde mit destilliertem Wasser gefüllt und die Anzahl der Knickungen bis zum Austritt der ersten durch das Leder gedrungenen Wassertropfen bestimmt.
  • Durchschnittswerte der so erhaltenen Knickungszahlen sind alsVergleichsmaß für die Güte der wasserabweisenden Imprägnierung in folgender Tabelle aufgeführt.
    Anzahl
    Knickungen
    1. Veloursleder ohne Imprägnierung . . . . . . . . . 300
    2. imprägniert mit folgenden Mitteln allein: -
    A = Tetrabutylorthotitanat . . . . . . . . . . . . . . 300
    B = Polymer es Dimethylsiloxan von 1400 cSt 7300
    C = Polymeres Dimethylsiloxan
    von 20 000 cSt..................... 3000
    D = Tri-(alkoxy)-methylsilan, hergestellt aus
    Alkoholgemisch der Paraffinoxydation,
    wie zuvor beschrieben . . . . . . . . . . . . . . 3300
    E = TetraalkylorthosilicatausAlkoholwie D 500
    F = Tetracyclohexylorthosilicat . . . . . . . . . 700
    G = Tetra-(2-äthylhexyl)-orthosilicat ..... 500
    3. imprägniert mit Gemischen je zweier der vor-
    genannten Komponenten A, B usw.:
    A + B ................................ 406000
    A + D ................................ 1250
    A + G ................................ 500
    4. erfindungsgemäß imprägniert mit Ge-
    mischen je dreier Komponenten A, B usw.:
    A+B+D
    A+B+E
    A + B + F in j edem Falle mehr als 1000 000
    A+C+D
    A+C@-G
    In einer weiteren Versuchsreihe wurden unter sonst gleichen Bedingungen Lösungen mit jeweils insgesamt 20/,) Gelöstem angewendet. Die kurz mit A, B usw. bezeichneten Komponenten sind die gleichen wie zuvor; zusätzlich geprüft wurden in dieser Versuchsreihe als weitere Titansäureester H = Tetra-(2-äthylhexyl)-orthotitanat, J = Tetra-(2,6-diäthylphenyl)-orthotitanat und als weitere Kieselsäurederivate: K = Polykieselsäureester des sek. Butylalkohols, L = Di-(2,6-diäthylphenyl)-di-n-butylorthosilicat.
    . -' Anzahl
    - Knickungen
    5. Veloursleder zum Vergleich imprägniert
    mit Gemischen ohne Kieselsäurederivat
    A + B .............................. 93000
    H ; A B ......................... 29000
    J + A + B ......................... 72000
    6. imprägniert mit Gemischen von drei er-
    findungsgemäß verschiedenartigen Kom-
    ponenten:
    A + B + D .......................... 880000
    A + B + E ......................... 860000
    A + B + F . . . . . . . . . . . . . . . . mehr als 1000000
    A + B + -K ......................... 430000
    A + B + L . . . . . . . . . . . . . . . mehr als 1000000
    H + B + L.......................... 560000
    J + B + L.......................... 420000

Claims (1)

  1. PATLNTA\SI'ßL:CII Mittel zur wasserabweisenden Imprägnierung von Leder, bestehend aus einem Gemisch von Ortho- oder Polytitansäureester, kohlenwasserstoffsubstituiertem Polysiloxan, einem aromatischen oder in einer Alkylgruppe drei oder mehr aneinander gebundene Kohlenstoffatome enthaltenden aliphatischen oder gemischt aromatisch-aliphatischen Ester der Orthokieselsäure oder einer Polykieselsäure oder eines Alkylsilanols und einem organischen Lösungsmittel. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 521131.
DEF20141A 1956-04-27 1956-04-27 Mittel zur wasserabweisenden Impraegnierung von Leder Pending DE1027360B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE521131A (de) * 1952-07-26

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BE521131A (de) * 1952-07-26

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