DE102496C - - Google Patents

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DE102496C
DE102496C DE1898102496D DE102496DA DE102496C DE 102496 C DE102496 C DE 102496C DE 1898102496 D DE1898102496 D DE 1898102496D DE 102496D A DE102496D A DE 102496DA DE 102496 C DE102496 C DE 102496C
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DE
Germany
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locking
common
electromagnet
circuit
stations
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DE1898102496D
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Publication of DE102496C publication Critical patent/DE102496C/de
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M1/00Substation equipment, e.g. for use by subscribers
    • H04M1/68Circuit arrangements for preventing eavesdropping
    • H04M1/70Lock-out or secrecy arrangements in party-line systems
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)
  • Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)

Description

KAISERLICHES ή
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate und Maschinen.
JUL H. WEST in BERLIN.
Zusatz zum Patente Λί 94790 vom 25. November 1896.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1898 ab. Längste Dauer: 24. November 1911.
Durch die vorliegende Erfindung wird die im Patent Nr. 94790 beschriebene Schaltung für gemeinschaftliche Fernsprechleitungen in der Weise weiter ergänzt, dafs jede einzelne der an eine gemeinschaftliche Leitung angeschlossenen Sprechstellen sowohl vom Amte als von einer der anderen 'Sprechstellen angerufen werden kann.
Ebenso wie bei der früheren Schaltung werden die nicht besetzten Sprechstellen verriegelt, sobald ein Theilnehmer den Hörer vom Haken abhebt. Sobald nämlich der Umschaltehebel h z. B. an der Sprechstelle II sich nach oben bewegt, wird die Feder/ gegen die Scheibe s gedrückt, wodurch der Stromkreis der Batterie b geschlossen wird. Der den sämmtlichen Sprechstellen gemeinschaftliche Elektromagnet E zieht deshalb seinen Anker an, so dafs der Ankerhebel H1 sich nach oben bewegt. Dadurch wird gleichzeitig der Hebel H2, welcher mittelst des Zapfens \ (der in der Zeichnung an zwei Stellen dargestellt ist) auf dem Hebel H1 ruht, nach oben bewegt, wodurch zwei weitere Stromkreise geschlossen werden; der eine ist der Stromkreis der Verriegelungselektromagnete. Von der Batterie B fliefst der Strom über C1Z1 nach dem Stromschlufsstück K, gegen welches vier Federn F1F2F3F11, eine für jede der geschlossenen Sprechstellen, anliegt, über diese Federn und die zugehörigen Leitungen nach den Verriegelungselektromagneten, der sämmtlichen Sprechstellen und über Klemme 4 derselben zur Batterie zurück. Infolge dessen werden sämmtliche Sprechstellen mit Ausnahme der schon in Gebrauch genommenen, wie bei dem Haupt-Patente, verriegelt. Zweitens wird durch die Aufwärtsbewegung des Hebels H1, der Stromkreis eines kleinen Gleichstrommotors M über c2 f.-, geschlossen. Dieser Motor treibt mittelst einer Schraube ohne Ende und eines zugehörigen Zahnrades R eine Achse α (dieselbe ist in der Zeichnung an drei Stellen gezeigt), auf welcher aufser dem Zahnrade R noch die beiden Scheiben S1 S2 fest angebracht sind. Lose auf derselben Achse sitzt der Rechen r, in dessen Zähne zwei Sperrfedern I1 und I2 eingreifen.
Sobald die Achse α sich ein wenig im Sinne der Pfeile gedreht hat, hält die Scheibe S1 den Hebel H2 in seiner oberen Stellung fest, so dafs sowohl der Stromkreis der Verriegelungselektromagnete, als auch des Motors M geschlossen bleibt, bis die Achse α und mit ihr die Scheibe S1 eine volle Umdrehung gemacht hat, was ungefähr 2 Minuten dauert.
Will der Theilnehmer nicht das Amt, sondern einen der anderen an die gleiche Leitung angeschlossenen Theilnehmer anrufen, so dreht er etwa 3 bis 4 Secunden, nachdem er den
Fernhörer vom Haken abgenommen hat, die Kurbel k, und zwar ein-, zwei-, drei- oder viermal ganz herum, je nach der Nummer der gewünschten Sprechstelle. Für jede Umdrehung wird bei f und s der Strom durch den Elektromagneten E eine kurze Zeit unterbrochen, so dafs der Ankerhebel H1 abfällt und dabei den Rechen r um einen Zahn dreht. Mit dem Rechen bewegt sich der an einer Feder befestigte Hammer η derart, dafs er nach der ersten Stromunterbrechung dem Ebonitstück i der Feder F1 gegenübersteht, nach der zweiten Stromunterbrechung dem Ebonitstück der Feder F2 u. s. w. Dieser Vorgang mufs vor Ablauf von etwa 20 Secunden vollendet sein. Nach dieser Zeit hat sich die Scheibe S2 so weit gedreht, dafs der Hammer η von den Zahnen der Scheibe nach rechts gedrückt wird, wobei er gegen den gegenüberstehenden Ebonitstift drückt und die betreffende Feder von dem Strpinschlufsstück K vorübergehend abhebt. So lange die Zähne an η vorbeigehen, wechselt Stromunterbrechung und Stromschlufs, weshalb in der betreffenden Sprechstelle, ζ. B. I, der Ankerhebel des Verriegelungselektromagneten e hin- und herbewegt wird, wobei der federnd an dem Ankerhebel aufgehängte Klöppel 0 wiederholt gegen die Glocke g geworfen wird. so dafs diese ein lautes Wecksignal giebt. Sobald die Zähne an η vorbeigekommen sind, wird die betreffende Feder von dem Stromschlufsstück K eine Zeit lang dauernd abgehoben, so dafs die Sprechstelle I während dieser Zeit entriegelt ist. Dieser.Vorgang des Weckens und der Entriegelung wiederholt sich, wie aus der Zeichnung ohne Weiteres ersichtlich, während der einmaligen Umdrehung der Scheibe S0 ein zweites Mal. Sobald sich die Scheibe S2 so weit gedreht hat, dafs der Hammer η den gröfseren Einschnitt wieder erreicht, hört die Stromunterbrechung zwischen Feder F1 und Stromschlufsstück K wieder auf. Kurz darauf erreicht das Auslösestück q, welches auf der Scheibe S1 sitzt, die beiden Sperrfedern Z1 und Z2 und hebt erst Z1 und kurz darauf auch Z2
den Zähnen
dieser durch
Lage zurückgedreht wird. Kurz darauf hat die Achse α eine volle Umdrehung ausgeführt. Ist der Anruf erfolglos gewesen und hat der rufende Theilnehmer seinen Fernhörer angehängt, so wird der Hebel H2, sobald die Scheibe S1 eine volle Umdrehung vollendet hat, in den Einschnitt von S1 hineinfallen; dadurch wird sowohl der Stromkreis der Verriegelungselektromagnete als auch der des Motors M unterbrochen, so dafs der Motor zum Stillstand kommt. Ist dagegen der Anruf erfolgreich gewesen, d. h. hat der rufende Theilnehmer seinen Fernhörer noch nicht angehängt, wenn S1 eine volle Umdrehung gemacht hat,
des Rechens r heraus, so dafs das Gewicht G in die dargestellte so ist der Hebel H1 noch angezogen; infolge dessen kann H0 nicht in den Einschnittt von S1 hineinfallen , sondern die beiden oben erwähnten Stromkreise bleiben während einer weiteren Umdrehung der Scheibe S1 geschlossen und so fort, so lange an einer Sprechstelle der Fernhörer abgehoben ist. Der Anruf der verlangten Sprechstelle wiederholt sich dagegen bei den späteren Umdrehungen der Achse a nicht, denn wie vorhin erörtert, kehrt der Rechen, ehe die erste Umdrehung von a bezw. S2 vollendet ist, in die Ruhelage zurück, in welcher Stellung der Hammer η aufser Eingriff mit irgend einer der Federn F1 ... F4 ist.
In ganz gleicher Weise, wie der Anruf des Theilnehmers I durch den Theilnehmer II erfolgt ist, kann irgend einer der Theilnehmer vom Amte angerufen werden, indem der Elektromagnet E mit zwei Wickelungen versehen ist, von denen die eine mit grofsem Widerstand und grofser Selbstinduction als Brücke zwischen die beiden nach dem Amte führenden Leitungen L1 und L0 eingeschaltet ist.
Das Amt kann somit in ganz gleicher Weise wie ein Theilnehmer den ElektromagnetenF erregen und die Einstellung des Rechens r und des Hammers w bewirken.
Statt des Gleichstrommotors M kann man auch ein passendes Uhrwerk oder dergl. anwenden, welches durch die Bewegung des Hebels H0 mechanisch ausgelöst wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bei der durch Patent Nr. 94790 geschützten Schaltung für gemeinschaftliche Fernsprechleitungen zur Verhinderung des gleichzeitigen Anschlusses mehrerer Sprechstellen an die gemeinsame Leitung eine Anordnung zum getrennten Anruf der einzelnen Sprechstellen unter einander, bestehend aus einer Einstellvorrichtung und einem. Triebwerke, welche von dem den sämmtlichen Sprechstellen gemeinschaftlichen Elektromagneten (E) in Thätigkeit gesetzt bezw. ausgelöst werden und nach Belieben die einzelnen, die Verriegelungsmagnete (e) enthaltenden Zweige des Verriegelungsstromkreises vorübergehend unterbrechen können, indem die zu den Verriegelungselektromagneten (e) führenden Leitungen an der Einstellvorrichtung an je einer Stromschiufsfeder endigen, welche in der Ruhelage gegen einen gemeinsamen, in den Verriegelungsstromkreis eingeschalteten Stromschlufskörper anliegen, von diesem aber mittelst eines vom Triebwerk bewegten Hammers (n), welcher mit Hülfe des Elektromagneten (E) nach Belieben einer der Federn gegenüber eingestellt werden kann, mit kürzer oder länger dauernder Unterbrechung einzeln abgehoben werden, derart, dafs zuerst, durch
    eine schnelle Reihenfolge von Unterbrechungen der in den betreffenden Zweig eingeschaltete Verriegelungselektromagnet, der zugleich als Wecker ausgebildet ist, das Anrufzeichen giebt, während durch die darauf folgende längere Stromunterbrechung die betreffende Sprechstelle entriegelt wird. Bei der im Patent-Anspruch ι gekennzeichneten Einrichtung die Anordnung, dafs der den sä'mmtlichen Sprechstellen gemeinschaftliche Elektromagnet (E) mit einer zweiten Wickelung von hohem Widerstand und grofser Selbstinduction versehen ist, welche, als Brücke in die nach dem Amte führenden Sprechleitungen eingeschaltet, es ermöglicht, dafs die Verriegelung und der Anruf auch vom Amte aus ausgeführt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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