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Saugewagen zum Aufsaugen von Schlamm od. dgl. mit einem beweglichen
Ausleger für den Saugeschlauch Die, Erfindung betrifft einen Saugewagen zum Aufsaugen
von, Schlamm od. dgl. mit einem auf und ab schwenkbaren, auf dem Schlammbehälter
des Wagens drehbar angeordneten Ausleger, der den zum Absaugen d,cs Schlammcs od.
dgl. dienenden Schlauch trägt.
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Bei bisher bekannten Ausführungen solcher Saugwagen wurde das. Gewicht
des Ausleggers und des auf diesc-m anfliegenden. Schlammsaugeschlauches durch Lincn
Fc-derzug ausgeglichen. Da. die Federn eines solchen. F, cd:erzuges jedoch
eine ganz bestimmte Fcdervorspann.ung aufweisen, lassen sich mittels eines solclicii
Fcderzuges auch nur ganz bestimmte, der Fcdürvorspanii.ung entsprechende Belastungen.
aus-#gleichen.
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Außf r den durch das konstante Gewicht des Auskgers und des Schlammsaugeschlauches
bedingten P)elastungen treten jedoch beim Schlaminabsaugen zusätzlich noch, dauernd
wechselnde Belastungen des Auslügers auf, die einerseits durch das unterschiedlieb--
Gewicht des anzusaugenden Schlammes und aiidcr-#rs,c-its durch den. von dem in dem
Schlammhehälter jeweils herrschenden BetriebsvaktIum abhängig-,ii Sog an, der Mündung
des Schlammsaugeschlauches bedingt sind.
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Diese. zusätzlichen Bc- und Entlastungen des Ausltg£rs ließen sich
bei dieser Art des Gewichtsausgleiches durch einen Federzug oder durch Gegen-,zc-wiclit-c
bisher nur dadurch ausgleichen, daß das Bedienungspersonal den. Schlammsaugeschlauch
in rl,#,r gewünschten Lage festhielt. Die hierbei zum Festhalten des Schlammsaugeschlauches
von dem Bediei-iiingsp,-:#,rsona,1 aufzuwendenden Körperkräfte war,-ii jedoch oft
recht erheblich, sa daß mindestens zwei Arbeitskräfte! zum Festhalten. des Schlammsaugeschlauches
zur Stelle: sein. mußten. Außer diesen beiden Arbeitskräften, die den Schlammsaugeschlauch
in die zu reinigenden Straßengullys oder Senken einführten. und festhielten, waren
bei diesem bekannten Gewichtsausgleich des Auslegers ferner ein, Fahrer für den
Schlammsaugewagen und eine weitere Arbeitskraft für die, Betätigung der bekannten
Ventile zur Steuerung des Arbeitslaufes erforderlich. Bei einem weiteren bekannten,
Schlammsaugeiwagen wird der Gewichtsausgleich durch den zum Aufsaugen des Schlammes
benötigten Unterdruck erzeugt, indem der Ausleger mit einem Kolben verbunden ist,
dessen Zvlinder durch eine Leitun- mit der Anschluß-Icitung äes Saugerohres in Druc'Izverbindung
steht. Durch diese -.l\faßnabmc können jedoch nur Gewichtsänderungen ausgeglichen
-",erden, die durch das Füllen und Entleeren senkrechter Schlauchteile verursacht
werden. Gewichtsänderungen, die durch das Füllen und Entleeren waagerechter Schlauchteile!
verursacht werden, können durch diese Maßnahme nicht ausgeglichen, werden. Auch
wird bei diesem bekannten Schlammsaugewagen. derBedienungsperson dieArbeit des Bewegenis
des Schlauches nicht abgenommen. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Ausführung
1x:steht darin, daß d"r Kessel dauernd unter Vakuum stehen muß, da sich sonst der
Ausleger in seine E,ndlage senkt.
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Ferner wurdc bei allen bekannten Saugewagen das Ausheben des Schachtdeckels
von Hand vorgenommen, was meist mit großem Zeitverlust und mit großem Kraftaufwand
verbunden war.
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Der Erfindung liegt die Aufgab.- zugrunde, die Bedienung eines Sr-hlammsa.nge-wagens
züi erleichtern und zu vereinfachen, und insbesondere den den Schlauch bedienenden.
Personen die schwere, Arbeit des Schlauchhebens, Schlauchsenkens, des Schlauchfesthaltens
sowiej des Heraushebens der Schachtdeckel abzunehmen. Diese Aufgabe; ist gemäß der
Erfindung dadurch gelöst, daß das Aufundabschwenken sowie die, Fixierung einer gewünschten
Höheneinstellung des Auslegers mittels eines Kraftantriebes erfolgen. Durch die
Anwendung des Kraftantriebes wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst.
Eine besonders vorteillhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn als
Kraftantrieb in an sich bekannter Weise ein von einem Druckmittel in einem Zvlind,er
bewegter Kolben vorgesehen ist. Dadurch Idßt sich eine gewünschte Höheneinstellung
durch den Kraftantrieb besonders einfach fixieren:.
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Ein besonderer Vorteil der Erfindung ergibt sich dadurch, daß man
die Schaltorgane- für den Kraftbetrieb in an sich bekannter Weise an einer beliebigen
Stelle anordnen kann, so daß der Kraftantrieb durch ein während des Arbeitsahlaufes
von dem Bedienungsmann leicht erreichbares SchaIto#rgan steuerbar ist
und
sich dadurch die Möglichkeit einer zentralen Steuerung der Saugeschlauchbewegung
ergibt.
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Bei den bisher bekannten Schlammsaugewagen wa-ren die anderen Betätigungsmittel
zur Steuerung der für den Arbeitsahlauf erforderlichen Ventile neben diesen am Fahrzeug
selbst angeordnet. Die Erfindung ergibt nun die vorteilhafte Möglichkeit, die Schaltorgane
für den Kraftantrieb, des Auslegers zusammen mit den übrig-en Schaltorganen, z.
B. am Fahrersitz anzuordnen, -so, daß der Fahrer nun. als Bedienungsmaunn auch
- den. ganzen. Arbeitsablauf steuern kann.
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Ein weiterer Vorteil -der Erfindung besteht darin, daß die Schaftorganci
des Kraftantrie-bes auch so angeordnet werden können" daß sie von, der den Schlauch
unmittelbar bedietienden Person betätigt werden können. N ach einem weiteren Merkmal
der Erfindung ist daher vorgesehtn, daß die Schaltorgane des Kraftantriebes zusammen
mit anderen zur Steuerun g des Arbcitsablaufes erforderlichen Schaltorganen
an neben dem Schlauch befindlichen Teilen angeordnet sind.
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Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß die den Saugeschlauch bedienende,
Person die Bewegungen des Saugeschlauclies so. steuern kann, als ob der Saugeschlauch
unmittelbar von der Be:dienungsperson bewegt wird. Ferner wird auch der Nachteil
der hekannten Saugewagen beseitigt, daß die anderen zur Steuerung des Arbeitsablaufes
erforderlichen Ventile nur am Fahrzeug selbst betätigt werden können, wozu bisher
eine weitere Bedimenungsperson notwendig war.
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Da. gemäß der Erfindung nicht nur das Aufundabschwenken des Auslegers,
sondern auch. dessen Fixierung in einer gewünschten Höhen:--instellung durch. den
Kraf tantrieb, insbesondere eines auf einem Kalben, wirkenden Druckmittels, erfolgt,
werden die während des Arbeitsablaufes auftretenden Belastungsschwankungen des Auslegers
ebenfalls von dem Kraftantrieb aufgenommen, so, daß, nicht wie bisher, mindestens
drei bis vier Arbeitskräfte erforderlich sind., sondern, der Saugewagen im Extr:emfall
sogar, von verkebrspolizeilichen Vorschriften. abgesehen, von einer Person., nämlich
dern Fahrer selbst, bedient werden kann, Das Bedielitin-spersonal ist auch erheblich
geringer beansprucht und vormag in der gleichen, Arbeitszeit eine wesentlich größere
Anzahl Straß,-,ligullys od. dgl. zu reinigen. wob--i im wesentlichen nur auf die
richtige Führung des Schlaminsaugeschlauches und die rechtzeitige Ausführung der
Schaltvargänge geachtet werden muß.
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Ist beispielsweise ein hydraulischer Kraftantrieb vorgesehen, so läßt
sich der Druck des Druckmittels jederzeit jedem Gewicht des den Schlammaiisaugeschlauch
tragenden. Auslcgcirs anpassen. Damit aber können gegebenenfalls auch größere Ausleger
und längere. oder stärkere Schläuche! ve-Twendet werden, deren, Abmessungen bisher
durch die, zum Ausgleich der Gewichte, zur Verfügung stehenden Gegenkräfte begrenzt
waren. Die Möglichkeit, längere! Ausleger zu vnnvenden, ist dabei insbesondere,
zum Reinigen von Gullys oder Kanalschächten in der Großstadt insofern wichtig, als
ein solcher verlängerter Ausleger 2Lucl-i über die Vorderseite des Fahrzeugs hinausgeschwenkt
und die Arbeit im Blickfeld des Fahrers wesentlich rascher und unter ausreichender
Berücksichtigung des Straßenverkehrs ausgeführt werden kann. Uin ferner auch das
Herausheben der Schachtdeckel zu erleichtern" empfiehlt es sich, daß an dem freien
Ende, des Auslegers ein. Zuginittel angeordnet ist, das an seinem unteren Ende:
einen in die Schachtdeckel einführbaren und sie hintergreifenden Haken od. dgl.
aufweist.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibungeines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsheispieles.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung 1--meispielsweise
dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Fahrzeuges init strichpunktiert
gezeichnetem, angehobenem AusIcger und Fig. 2 eine Seitenansicht des Fahrzeuges
mit ges#cnizt,e,m Ausleger sowie, der Steuervorrichtung des Absperrschiebers und
des die Betriebsluft des Schlammhehälters regelnden Ventils.
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Auf d-,rn Sclilai-umabsatigwagen ist ein Schlainni-1)ehält-:,r
1 an-ordnet, in den der abgesaugte Schlamm mittels eines Schlauches 2 eingeführt
wird.
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Der Schlauch 2 wird von einem im -,vei;ciitlich-eii aus den Trägern,
6 und 8 bestehenden Ausleger getragen, der auf und ab schwenkbar ist,
um den Schlauch 2 in den Schacht 3 senken zu können. Der Ausleger 1-,t auf
tiii#j-#i Drebscliciiicl 4 angeordnet, der um 360'
schwenkbar ist und durch
den das Rohr 5 hindurchgeht, durch das der Schlamm in den Schlammbehälter
1 eingeführt wird.
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Der Träger 6 des Auslegers zuni Senken und Hebeii des Schlauches
2 ist auf dem Drehschemel 4 befestigt. und an ihn ist der um eine Achse
7 schwenkbare Träger 8 angelenkt, an, dessen hinteres Ende!, urn eine
Achse 9 schwenkbar, ein gewÖlbter SchlalLichhalter 10
angelenkt ist,
auf dein der Schlauch 2 aufliegt.
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Das Heben und Scnken d#js Atislepers wird mittels des Kolbens eines
auf dem Träger 6 gelagerteii vor,-eiiomiiiQn. Der Kolben desselben reift
an einem Gelenk 12 an, das au dein Träger 6 um eine Achse
13 schwenkbar ist. Das Ge-
lenk 12 ist durch eine Stange 14 mit einem
Gelenk 15
gelenkig verbunden, das um die Achse7 schwenkbar ist. Aii, dem Gelenkzapfen
16 der Stange 14 greift einc Stange 17 an, die an die Achse
9 angelenkt ist.
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Beim Vorgang des Kolbens des öldruckzylinders 11
wird das Gelenk
12 geschwenkt und über das Gestänge 14, 17 der Schlauchhalter 10 und
dadurch der Schlauch 2 aus der in Fig. 1 dargestellten Lage, iii di# strichpunktiert
gemichnete Lage angehoben.
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Diese Bewel-ung wird. zum Ausheben des Schachtdcc-kels 18 ausgenutzt.
Dies wird mittels einer Kette 19 od. dgl. vorgenommen, die an die Schwenlzachse
9
aii"eliäli-t ist und an deren unterem Ende ein Haken 20 od. dgl. hängt,
mittels welchem der Schachtdeckel 18 beim Anlich,-n der Schwenkacbse
9 ausgehoben wird.
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Beirn Rückgan- des Kolbens des Öldruckzylinders 11 wird der
Ausleger gesenkt und der Schlauch 2 in den Schacht eingeführt (Fig. 2).
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Der Kolben des Öldrucl.:zylind.ers 11 wird durch eine auf dtin
Träger 6 angeordnete ölpurnpe 21 gestcuert. Sie wird mittc,ls des elektrischen
Stromes der Fahr7eugbatterie über ein Kabel 22 betrieben. Durch Fernbetätigung wird
ein, am Schlauchhalter 10 angeordnctur Schalter23 mittels einer Zugsta-nge24
betäti-t und dadurch der Ölrückgang ausgelöst. Der Auslegger senkt sieh demzufolge.
solange die Zugstange. 24 nach. unten gezogen, wird.
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Der Schalter 23 ist derart ausgebildet, daß er nach seiner
Freigabe selbsttätig in seine Mittellage zurückkehrt, wodurch der Ausiegger in jeder
Stellung feststeht.
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Die Absperrung des Schlamineinfübrungsrohres 5
wird mittels
eines z, B. elektropneuinatisch gesteuerten
Schiehers
25 vorgenommen. Dieser wird mittels des Kolbens eines doppelt beaufschlagten
Druckluftzylinders 26 in Offen- und Abschlußlage! verschoben. Die Druckluft
wird einem Behälter27 entnommen und ihr Zustrom durch ein Drucklufttimschalteventil
28 geregelt, das durch einen Stromstoß mittels eines am Schlammbehälter
1 angeordneten Druckknopfes 29
oder eines am Schlauchhalter
10 angeordneten Schaltorgans 30 gesteuert wird.
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Die Umstdlung von Saugluft auf Druckluft wird mittels eines Umscha.Iters
31 vorgenommen, der inittüls eines doppelt beaufschlagten Kolbens ein-es
Druckluftzvlinders 32 durch einen vom Führersitz aus erreichbaren, Druckknopf
33 mit Hilfe eines zwischengeschalteten Ventils 34 gesteuert wird, so daß
der Schlammbehälter 1 je nach der Einstellung unter Druck- oder Saugluft
gestellt werden kann.