DE1024482B - Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial aus vollsynthetischen Fasern - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial aus vollsynthetischen Fasern

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DE1024482B
DE1024482B DEF20452A DEF0020452A DE1024482B DE 1024482 B DE1024482 B DE 1024482B DE F20452 A DEF20452 A DE F20452A DE F0020452 A DEF0020452 A DE F0020452A DE 1024482 B DE1024482 B DE 1024482B
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DE
Germany
Prior art keywords
pilling
textile material
fully synthetic
synthetic fibers
reduce
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Pending
Application number
DEF20452A
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English (en)
Inventor
Dr Rudolf Dauter
Dr Karlheinz Riggert
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Publication of DE1024482B publication Critical patent/DE1024482B/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/184Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/207Substituted carboxylic acids, e.g. by hydroxy or keto groups; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/21Halogenated carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial aus vollsynthetischen Fasern Unter »I'illing « von Geweben versteht man die Erscheinung, daß beim Tragen von Textilmaterialien aus solchen Geweben Einzelfasern aus dem Gewebeverbandherausgezogen werden und sich zu Kügelchen, welche fest im Gewebe verankert sind, verschlingen und verzwirbeln. Diese Erscheinung kommt vor allem bei Geweben aus Chemiefasern vor. Das Pilling ist deswegen lästig, weil es den aus solchem Textilgut hergestellten Gegenständen, z. B.. Anzügen, Hemden, Krawatten usw., ein unvorteilhaftes Aussehen gibt und die OOualität des Materials außerdem beeinträchtigt wird. E s kann beispielsweise durch starkes Zwirnen bzw. durch besondere Zwirnverfahren der Garne, die aus reinen Chemiefasern oder Mischungen von Chemiefasern und natürlichen Fasern hergestellt sind, das Pilling von Geweben stark herabgesetzt veerden. Ferner ist festgestellt worden, daß die Fähigkeit zum Pilling von Geweben aus Chemiefasern vermindert wird, wenn man sie in geeigneter Weise bürstet, schert und sengt. Die Neigung zum Pilling ist sowohl von der Gewebestruktur wie auch von der Bindungsart, der Dichte des Gewebes, von der Oberflächenstruktur der Faser und der Stapellänge abhängig.
  • Es wurde gefunden, daß man die Pillingneigung von Geweben auf Basis vollsynthetischer Fasern erheblich vermindern bzw. vollständig unterdrücken kann, wenn man das Textilmaterial der Einwirkung von niedermolekularen aliphatischen a-Halogencarbonsäuren unterwirft. Als vollsynthetisches Fasermaterial kommen z. B. in Frage: Superpolyamide, z. B. Polykondensationsprodukte aus mehrwertigen aliphatischen Diaminen, und mehrwertige aliphatische Carbonsäuren, z. B. aus Hexam,ethylendiamin- und Adipinsäure, oder Polymerisationsprodukte aus v-Caprolactam, aus Polyacrvlnitril, aus sechsgliedrige carboxyclische Ringe enthaltenden Polyestern. insbe-"ondere solchen auf Basis von Terephthal.säure und zweiwertigen Alkoholen, z. B. Polyäthylenglylcolterephthalat u. a. m.
  • Durch die erfindungsgemäße Behandlung der genannten Fasernnaterialien bzw. fertigen Gewebe mit den a-Halogencarbonsäuren läßt sich ein kontrollierbarer Abbau der polymeren Ketten erreichen. Der Abbau kann leicht durch Messung der Grenzviskosität des abgebauten Materials verfolgt werden. Die Grenzviskositätszahl stellt folgende Größe dar wobei die Konzentration c der Meßlösung in g (Gramm) der zu messenden Substanz pro 100 cm3 Lösungsmittel_ angegeben wird. Zrbedeutet die relative Viskosität, welche sich als Quotient der Viskosität der Lösung zum reinen Lösungsmittel errechnet.
  • Als aliphatische, niedermolekulare, a-Halogencarbonsäuren kommen die Halogenierungsprod.ukte der Essigsäure und Propionsäure in Frage. Beispielsweise können verwendet werden: Mono #, Di-, Trichloressigsäure, a-Mono-, Dichlorpropionsäure. An Stelle der genannten Chlorverbindungen können auch die entsprechenden Fluor- oder Bromderivate sowie geeignete Mischungen der genannten Verbindungen untereinander gebraucht werden. Im allgemeinen kann mann sagen, daß die Wirkung der Verbindungen mit steigendem Halogengehalt zunimmt. Die Konzentration der Verbindungen kann in weiten Grenzen schwanken und ist abhängig sowohl von dem Fasermaterial wie auch vor allem von dem beabsichtigten Abbaugrad, ebenso wie diie Zeitdauer der Behandlung . Inn allgemeinen verwendet man 20- bis 50%ige wäßrige Lösungen der Substanzen und arbeitet bei Siedetemperatur. Schon. bei einer Einwirkungsdauer von etwa einer halben bis einer Stunde wird bei dieser Arbeitsweise eine Herabsetzung der Neigung zum Pilling um 70% und mehr erzielt. Man kann selbstverständlich auch bei tieferer Temperatur die Einwirkung der genannten Agenzien vornehmen. So kann die Behandlung auch bei Zimmertemperatur durchgeführt werden. Die Behandlungsdauer kann zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden schwanken.
  • Gleichzeitig mit dem Abbau, d. h. der Depolymerisation des vollsynthetischen Textilmaterials, kann durch die Einwirkung der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen die Faseroberfläche verändert werden und das Gewebe mehr oder weniger stark schrumpfen, wodurch eine weitere Reduzierung der 'Neigung zum Pilling erzielt wird. Der Schrumpfeffekt kann aber auch durch eine geeignete Thermofixierung hervorgerufen werden.
  • Will man die Neigung zum Pilling von Textil niaterialien unterdrücken, so ist es zweckmäßig, di Chemiefaser vor einer Verarbeitung mit der Naturfasen, z. B. Wolle oder Baumwolle, nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung zu behandeln, da sonst unter Umständen die Naturfasern in ihren Eigenschaften angegriffen werden.
  • Beispiel 1 Ein Stapolfasergewebe aus Polyäthylenglykolterephthalat wird in einer wäßrigen 400/eigen Trichloressigsäure 45 Minuten gekocht, dann gründlich gespült und getrocknet. Die Abnahme der Grenzviskositätszahl beträgt etwa 35% (7r/ = 0a43, gemessen in o-Chlorphenol als Lösungsmittel), die Pillingneigung wird um 85 % herabgesetzt.
  • Beispiel 2 Garn aus Superpo,lyamidma,terial wird 40 bis 45 Minuten in 50p/aiger wäßriger Dichloressigsäureli-sung gekocht, dann gründlich neutral gespült und getrocknet. Die Grenzviskositätszahl nimmt um etwa 30% ab (7_)/ = 0,-47, gemessen in Schwefelsäure als Lösungsmittel), die Pillingneigung sinkt um nahe-Beispiel 3
    wird in einer 20%igen wäßrigen Lösung voll Trichloressigsäure 45 Minuten gekocht, darauf neutralisiert, gespült und getrocknet. Die Grenzviskositätszahl sinkt um etwa 20°/o und beträgt etwa 0,5, gemessen in o-Chlorphenol als Lösungsmittel. Ein aus dem so behandelten Material hergestelltes textiles Gebilde, z. B. eine Popelinegewebe, weist eine wesentlich verminderte Pillingneigung gegenüber unbehandeltem Material auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verminderung der Neigung zum Pilling von Textilmaterial auf Basis vollsynthetischen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß man das Textilmaterial mit aliphatischen, niedermolekularen a-HQlogencarbonsäuren behandelt.
DEF20452A 1956-06-05 1956-06-05 Verfahren zur Verminderung des Pilling von Textilmaterial aus vollsynthetischen Fasern Pending DE1024482B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3050822A (en) * 1961-03-09 1962-08-28 Du Pont Pill resistant polyamide fiber
US3114192A (en) * 1962-03-06 1963-12-17 Du Pont Process for producing non-pilling polyamide fibers
US3121278A (en) * 1962-03-23 1964-02-18 Du Pont Production of uniformly pill-resistant polyamide fibers
US3287787A (en) * 1960-09-30 1966-11-29 Ici Ltd Method of selectively weakening crimped polyester filaments and fibers

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