DE1024098B - Verfahren zur Herstellung von Superphosphaten und freier Phosphorsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Superphosphaten und freier Phosphorsaeure

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DE1024098B
DE1024098B DEG18505A DEG0018505A DE1024098B DE 1024098 B DE1024098 B DE 1024098B DE G18505 A DEG18505 A DE G18505A DE G0018505 A DEG0018505 A DE G0018505A DE 1024098 B DE1024098 B DE 1024098B
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sulfuric acid
phosphoric acid
calcium sulfate
superphosphates
acid
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DEG18505A
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English (en)
Inventor
Dr Kurt C Scheel
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Guano Werke AG
Original Assignee
Guano Werke AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/04Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid
    • C05B11/08Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid using sulfuric acid
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/22Preparation by reacting phosphate-containing material with an acid, e.g. wet process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Superphosphaten und freier Phosphorsäure Phosphorsäure wird heute einerseits nach dem thermischen Verfahren hergestellt, bei dem Rohphosphate unter Zuführung von Wärme mit Kohle reduziert werden und der Phosphor ausgetrieben, verbrannt und mit Wasser zu Phosphorsäure hydratisiert wird. Das Verfahren ist wegen des hohen Wärmeaufwandes kostspielig und die danach hergestellte Phosphorsäure wirtschaftlich nur für solche Zwecke verwendbar, wo sie wegen ihrer großen Reinheit besonderen Nutzen bringt. Die für Düngemittelzwecke benutzte billigere Phosphorsäure wird dagegen vorwiegend auf »nassem« Wege durch Aufschluß von Rohphosphaten mit Schwefelsäure hergestellt. Dabei unterscheidet man je nach der Hydratationsstufe des anfallenden Calciumsulfats im wesentlichen das Dihydratverfahren, bei dem Phosphorsäure mit 25 bis 32% P205 gewonnen wird, und das Anhydritverfahren, bei dem der P205 Gehalt der Phosphorsäure etwa 45% beträgt.
  • Die Schwierigkeit der nassen Verfahren beruht auf der Abtrennung des Calciumsulfat-Anhydrits bzw. -Dihydrats von der Phosphorsäure. Zur rationellen Durchführung des Prozesses muß man nämlich das Calciumsulfat sehr sorgfältig auswaschen. Das erfordert beträchtliche Filterflächen und Behandlung des Filtrationsrückstandes mit abgestuften Waschlaugen, die ihrerseits wiederum viel Lagerraum beanspruchen. Trotz Anwendung modernster Filtrations- und Auswaschmethoden beträgt die Ausbeute, bezogen auf das eingebrachte P.O., im praktischen Betrieb meist nicht mehr als etwa 90%. Darüber hinaus aber liegt ein weiterer besonderer unerfreulicher Nachteil der nassen Verfahren darin, daß große Mengen des mehr oder minder verunreinigten Calciumsulfatrückstandes anfallen, für den es keine technische Verwendungsmöglichkeit gibt und dessen Beseitigung bzw. Speicherung erhebliche Kosten verursacht.
  • Diese und andere Nachteile werden durch die Erfindung vermieden, vor allem wird das der Erfindung zugrunde liegende Hauptproblem, nämlich die Verwertung des beim »nassen« Verfahren anfallenden, Gipses, erfolgreich gelöst. Die Erfindung besteht im Rahmen eines Verfahrens zur Herstellung von Superphosphaten und freier Phosphorsäure durch Aufschluß von Rohphosphaten mit Schwefelsäure nach dem sogenannten »nasseng« Verfahren unter Behandlung des aus dem gewonnenen Aufschlußgemisch abfiltrierben Cal-ciumsulfats mit Schwefelsäure darin, daß aus dem Calciumsulfatrückstan@d die enthaltene Phosphorsäure mit Schwefelsäure verdrängt wird, worauf das erhaltene Gemisch aus Calciumsulfat und Schwefelsäure, gegebenenfalls nach Zusatz weiterer Mengen Schwefelsäure, mit entsprechenden Mengen an Rohphosphaten zu handelsüblichen Superphosphaten umgesetzt wird, oder das ohne weiteren Schwefelsäurezusatz erhaltene niedrigprozentige Produkt gegebenenfalls auch zur Herabminderung des P205-Gehaltes höherprozentiger Superphosphate oder Superphosphatmischungen verwendet wird. In weiterer Ausbildung der Erfindung kann der Phosphorsäuregehalt des Calciumsulfatfilterkuchens zunächst mittels phosphorsäurehaltiger Schwefelsäure, die im Verfahren als Zwischenfiltrat anfällt, und darauf mittels reiner Schwefelsäure verdrängt werden. Auch kann man die Rohphosphate in Teilmengen in Phosphorsäure mit einem P2 05-Gehalt von 45 bis 55% lösen und den Kalkgehalt der Aufschlußlösung bei Temperaturen von 100 bis 130° unter Rühren in an sich bekannter Weise durch Zusatz äquivalenter Mengen Schwefelsäure oder phosphorsäurehaltiger Schwefelsäure (Zwischenfiltrat) ausfällen.
  • Im Rahmen eines Verfahrens zur Anreicherung der zur Herstellung von Superphosphat dienenden Aufschluß-Schwefelsäure mit Phosphorsäure ist es bereits bekannt, einen Teil des gesamten Rohphosphats der Schwefelsäure zuzusetzen und das dabei entstehende Calciuinsulfat abzutrennen, worauf dieses mit Schwefelsäure und Wasser ausgewaschen wird. Auf diese Weise wird ein Phosphorsäure-Schwefelsäure-Gemisch erhalten, mit dem weiteres Rohphosphat behandelt wird, wodurch ein hochprozentiges Superphosphat entsteht.
  • Abgesehen davon, daß dieses bekannte Verfahren keinen Weg zur Verwertung des ausgefällten Gipses zeigt, liegt seine Aufgabe ausdrücklich in der Anreicherung der Aufschluß-Schwefelsäure mit Phosphorsäure und damit in der Erzeugung eines hochprozentigen Superphosphats. Nach der Erfindung hingegen wird durch--die Umsetzung des sauren Calciumsulfatrückstandes mit Rohphosphat ein Superphosphat erzielt, das eine handelsübliche niedrigprozentige Qualität aufweist.
  • Gegenüber dem bekannten Verfahren ist ferner zu beachten:, daß danach das ausgefällte Calciumsudfat mit Schwefelsäure und Wasser ausgewaschen wird. Demgegenüber schreibt die Erfindung vor, aus dem ausgefällten Calciumsulfat die darin enthaltene Phosphorsäure mit Schwefelsäure zu verdrängen. Diesbezüglich muß betont werden, daß zwischen den technologischen Vorgängen des Auswaschens einerseits und Verdrängens andererseits ein erheblicher Unterschied besteht. Während beim Auswaschen nämlich lediglich beabsichtigt wird, das festgehaltene Medium in beliebiger Weise möglichst vollständig zu entfernen, wobei es rein technologisch nicht darauf ankommt, welche Mengen an Waschmedien zur Anwendung gelangen, sieht das Verdrängen ein schichtweises und allmähliches Wegschieben des zu entfernenden Stoffes unter Anwendung möglichst geringer Mengen des Verdrängungsmittels vor.
  • Es ist ferner im Rahmen eines Verfahrens zur Herstellung von Phosphatdüngemitteln aus Rohphosphat oder sonstigem phosphorsäurehaltigem Material und Schwefelsäure bekannt, zunächst in einer ersten Verfahrensstufe aus Rohphosphat und Schwefelsäure Phosphorsäure und Calciumsulfat herzustellen und das dabei anfallende entweder Phosphorsäure oder Phosphorsäure und Schwefelsäure enthaltende Calciumsulfat in einer zweiten Verfahrensstufe auf weiteres Rohphosphat einwirken zu lassen. Im Gegensatz dazu wird erfindungsgemäß ein Calciumsulfat zum Umsatz mit Rohphosphat gebracht, aus dem die Phosphorsäure vorher mit Schwefelsäure verdrängt worden ist. Dasselbe gilt hinsichtlich eines weiteren bekannten Verfahrens, das sich mit der Konzentrierung von Phosphorsäurelösungen befaßt, die beim Aufschluß von Rohphosphaten- mittels Schwefelsäure erhalten werden. Nach dem bekannten Verfahren wird das zunächst in der Phosphorsäurelösung gelöste Calciumsulfat bei der Konzentrierung der Lösung ausgefällt und sodann kontinuierlich in den Aufschlußprozeß zurückgeführt. Ein besonderes Waschen des Calciumsulfats findet hierbei nicht statt, so daß gleichfalls ein phosphorsäurehaltiges Calciumsulfat in den Prozeß zurückgelangt. Auch ist bereits vorgeschlagen worden. Phosphorfite in Gegenwart von Gips mit überschüssiger Schwefelsäure aufzuschließen, jedoch wird auch bei diesem bekannten Verfahren nicht die Anweisung gegeben, die in dem vom Aufschluß stammenden Gips enthaltende Phosphorsäure zunächst mit Schwefelsäure zu verdrängen und den so anfallenden sauren Calciumsulfatrückstand erneut mit Rohphosphat umzusetzen.
  • Gegenüber diesem Stand der Technik wird durch die erfindungsgemäße Verdrängung der in dem vom Aufschluß stammenden Gips enthaltenen Phosphorsäure allein mit Schwefelsäure und den Umsatz des so erhaltenen schwefelsäurehaltigen Calciumsulfats mit Rohphosphaten der Vorteil erreicht, daß unmittelbar ein Superphosphat handelsüblichen P2 0.-Gehaltes erhalten und außerdem das Gipsproblem gelöst wird.
  • Man kann, wie oben erwähnt, erfindungsgemäß so vorgehen, daß man den schwefelsäurehaltigen Calciumsulfatrückstand ohne weiteren Säurezusatz mit der berechneten Menge Rohphosphat umsetzt. Hierbei entsteht ein wegen seines noch niedrigeren P2 0,5-Gehaltes zwar nicht -mehr handelsübliches Superphosphat, das man jedoch in vorteilhafter Weise dazu verwenden kann, den Gehalt höherprozentiger Superphosphate genau auf die handelsüblichen Gehalte von 16 oder 18% einzustellen, wozu gewöhnlich in den Superphosphatfabriken Sand benutzt wird, dessen Beschaffung häufig erhebliche Kosten verursacht.
  • In gleicher Weise kann man das niedrigprozentige Superphosphat dazu benutzen, um die aus höherprozentigem Superphosphat durch Vermischen mit Kali-und oder Stickstoffsalzen hergestellten -lehrnährstoffdüngemittel auf den gewünschten Gehalt einzustellen. Neben der mitzbringenden Beseitigung des sehr lästigen Calciumsulfatrückstandes liegt ein weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung darin, daß die anfallende Phosphorsäure erheblich konzentrierter ist als die nach den bekannten Verfahren erzielte, weil kein Wasser mit den Waschwässern in den Prozeß eingeführt wird. So erhält man nach dem Anhydritverfahren statt der 450/aigeti Phosphorsäure eine Säure finit 50 bis 55% P205, wenn man von gewöhnlicher technischer Schwefelsäure mit 76 bis 78°/o H2504 ausgeht. Hervorgehoben zu werden verdient schließlich noch, daß die Ausbeute an P,OS wesentlich verbessert wird, weil kein P20,, mehr mit dem Calciumsulfatrückstand verlorengeht.
  • Ausführungsbeispiel Verarbeitet werden Pebble-Phosphat mit 34,5% P205 und Schwefelsäure mit 78% 1S04.
  • 200 Gewichtsteile (GT) des feingemahlenen Phosphats werden - in zehn Portionen aufgeteilt - unter Rühren in 540 GT vorgelegter und auf etwa 100° erwärmter Phosphorsäure mit 55% P205 aufgelöst. Nach Zusatz jeder Portion des Phosphats wird der Kalk durch Zusatz der äquivalenten Menge Schwefelsäure-Waschsäure mit 40% P205 und 3001o H2 S 04 bei 110 bis 12ß° ausgefällt, wozu insgesamt 560 GT dieser Waschsäure benötigt werden. Nach weiterem 1stündigem Rühren bei etwa 110° wird das Aufschlußgemisch abfiltriert und aus dem Calciumsulfatrückstand durch systematisches Verdrängen die Phosphorsäure entfernt, wofür erfindungsgemäß zunächst phosphorsäurehaltige Schwefelsäure aus vorangehenden Operationen und zum Schluß frische 78%ige Schwefelsäure verwendet werden. Von letzterer werden 475 GT verbraucht.
  • Als erstes Filtrat werden 660 GT 55%iger Phosphorsäure erhalten, von denen die anfangs eingesetzten 540 GT für die nächste Operation wieder abgezweigt werden. Die weiteren noch P205 enthaltenden Verdrängungssäuren werden in den Prozeß zurückgeführt. Als Filterrückstand fallen 510 GT Calciumsulfatbrei mit einem Gehalt von 40% freier Schwefelsäure und nur 1,0% P205 an.
  • Der Filterrückstand wird mit 320 GT des gleichen Rohphosphats vermischt. Es entsteht eine anfangs plastische Masse, die nach dem Erhärten zerkleinert wird. Nach etwa 14tägigem Lagern erhält man 790 GT staubtrockenes Superphosphat mit 14,5% P205, das praktisch vollständig löslich ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Superphosphaten und freier Phosphorsäure durch Aufschluß von Rohphosphaten mit Schwefelsäure nach dem sogenannten »nassen« Verfahren unter Behandlung des aus dem gewonnenen Aufschlußgemisch abfiltrierten Calciumsulfats mit Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Calciumsulfatrückstand die enthaltene Phosphorsäure mit Schwefelsäure verdrängt wird, worauf das erhaltene Gemisch aus Calciumsulfat und Schwefelsäure, gegebenenfalls nach Zusatz weiterer Mengen Schwefelsäure, mit entsprechenden Mengen an Rohphosphaten zu handelsüblichen Superphosphaten umgesetzt wird, oder das ohne weiteren Schwefelsäurezusatz erhaltene niedrigprozentige Rohphosphataufschlußprodukt gegebenenfalls auch zur Herabminderung des P20"-Gehaltes . höherprozentiger Superphosphate oder Superphosphatmischungen verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Phosphorsäuregehalt des Calciumsulfatfilterkuchens zunächst mittels phosphorsäurehaltiger Schwefelsäure, die im Verfahren als Zwischenfiltrat anfällt, und darauf mittels reiner Schwefelsäure verdrängt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Rohphosphate in Teilmengen in Phosphorsäure mit 45 bis 55% P205-Gehalt gelöst werden und der Kalkgehalt der Aufschlußlösung bei Temperaturen von 100 bis 130° unter Rühren in bekannter Weise durch Zusatz äquivalenter Mengen Schwefelsäure oder phosphorsäurehaltiger Schwefelsäure (Zwischenfiltrat) ausgefällt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 719 868, 663 253, 663 252, 660 561, 541565, 303 333.
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