DE1022575B - Verfahren zur Herstellung von Trialkylessigsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trialkylessigsaeuren

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DE1022575B
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Germany
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acetic acids
trialkyl
acids
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trialkyl acetic
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DEB22919A
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English (en)
Inventor
Dr Hans-Juergen Nienburg
Dr Hans Boehm
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/295Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with inorganic bases, e.g. by alkali fusion

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Trialkylessigsäuren Es ist bekannt, daß man Trialkylessigsäuren erhält, wenn man Trialkylacetaldehyde mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen oxydiert (J. B. Conant.
  • » Journal of Amerfcan Chemical Society«. Bd. 51 [1929], S. 1251). Diese Verfahren führen jedoch nur zu schlechten Ausbeuten, da ein beträchtlicher Teil der Aldehyde unter Kohlenoxydabspaltung für die Säurebildung verlorengeht.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Trialkylessigsäuren in schr guter Ausbeute erhält, wenn man Trialkylacetaldchyde mit einem Alkalihydroxyd bei erhöhter Temperatur behandelt, die erhaltenen Alkalisalze mit einer Mineralsäure ansäuert und die freien Carbonsäuren in an sich bekannter weise, z. B. durch Destillation, gewinnt.
  • Diese Reaktionsweise war bei Kenntnis des heutigen Standes der Technik nicht zu erwarten, da man aus einer Arbeit von Caroll ( » Journal of Physical Chemistry «. Bd. 22, [1918], S. 128) über die Dehydrierung von Acetaldehyd und dem dieser Reaktion zugrunde liegenden Mechanismus bei einem analogen Verhalten der entsprechenden Tri alkylacetal dehyde hätte erwarten sollen, daß bei der Einwirkung von Alkalien auf Trialkylacetaldehyd nicht die Trialkylessigsäuren bzw. deren Alkalisalze, sondern die entsprechenden Dialkylessigsäuren bzw. deren Alkalisalze gebildet werden. Andererseits lag es nahe, daß ein dreifach substituierter Acetaldehyd bei Einwirkung von starken alkalien bei erhöhter Temperatur sich grundsätzlich anders verhalten würde als Acetaldehyd selbst und unter Decarbonylierung abgebaut würde, eine ähnliche Reaktionsweise, wie man sie bei der Oxydation solcher Stoffe vermutet. Als dritte Reaktionsmöglichkeit hätte man eine reaktionsweise ähnlich der bekannten Cannizzaroreaktion erwarten können, bei der Trialkyläthylalkohol hätte entstehen müssen. Die Umsetzung verläuft jedoch nach keiner der zu erwartenden Reaktionsweisen, sondern überraschenderweise unter gleichzeitiger Wasserstoffahspaltung in Richtung der Bildung von Trialkyl-@ssigsäure bzw. deren Alkalisalzen.
  • Als Ausgangsstoffe können alle aliphatischen Aldehyde verwendet werden, soweit sie am α-Kohlenstoffatom keinen Wasserstoff mehr tragen, also z. B.
  • Trimethylacetaldehyd, Dimethylisopropylacetaldehyd, Äthyldimethylacetaldehyd und Cyclohexyldiäthylacetaldehyd.
  • Di-c- Umsetzung, die ulllter Wasserstoffabspaltung vor sich geht, kann man z. b. in der Wiese vornehmen, daß man den entsprechenden Aldehyd mit Alkalihydroxyd so lange in einem geschlossenen Geföß auf erhöht@ Temperatur, z. B. auf etwa 200 bis 400°, vorteilhaft auf etwa 200 bis 300°, erhitzt, bis die Wasserstoffentwicklung bei dieser Temperatur auf- hört. Aus dem erhaltenen Alkalisalz kann man die Carbonsäure durch Ansäuern mit Mineralsäuren in Freiheit setzen und, z. B. durch Destillation, gewinnen.
  • Die Trialkylessigsäuren sind insbesondere für die Herstellung pharmazeutischer Stoffe werdtvolle Zwischenprodukte.
  • Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile, Beispiel 1 150 Teile Trimethylacetaldehyd werden mit 80 Teillen Natriumhydroxyd in einem autoklav auf etwa 240° erhitzt. Nach etwa 3 Stunden steigt der Druck nicht mehr an. Das Umsetzungsprodukt wird in 200 Teilen Wasser gelöst und durch eine Wasserdamptdestillation, bei der etwa 2,5 Teile nicht saure Anteile übergchen, gereinigt, Durch Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure bis zur sauren Reaktion setzt man die Trimethylessigsäure in Freiheit, wäscht sie mit Wasser und destilliert sie schließlich.
  • In einer Ausbeute von etwa 90°/o der Theorie geht die Trimethylessigsäure unter normalem Druck bei 162 bis 164° über.
  • Beispiel 2 Man behandelt 174 Teile Äthyldimethylacetaldehyd mit 80 Teilen Natriumhydroxyd, wie im Beispiel 1 angegeben, und arbeitet die Reaktionsmischung in gleicher Weise auf, Man erhält in einer Ausbeute von 80°/o der Theorie Äthyldimethylessigsäure vom Siedepunkt 1850.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Trialkylessigsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man Trialkylacetaldehyde mit Alkalihydroxyden bei erhöhter Temperatur behandelt. die erhaltenen Alkalisalze mit Mineralsäuren ansäuert und die freien Carbonsäuren in an sich bekannter Weise. z. B. durch Destillation, gewinnt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: » Journal of American Chemical Society«, Bd. 48 [1926], S. 964, 965.
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