DE10151103C2 - Fasswickelvorrichtung - Google Patents
FasswickelvorrichtungInfo
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- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
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- B21C47/02—Winding-up or coiling
- B21C47/10—Winding-up or coiling by means of a moving guide
- B21C47/14—Winding-up or coiling by means of a moving guide by means of a rotating guide, e.g. laying the material around a stationary reel or drum
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fasswickelvorrichtung zum
Aufwickeln von strangförmigem Gut, insbesondere von
Draht, mit einem im Wesentlichen zylindrischen,
senkrecht angeordneten Wickelkern, einer
Verlegeeinrichtung, welche Windungen des
strangförmigen Gutes, auf diesen Wickelkern auflegt,
wobei der Wickelkern so gestaltet ist, dass die
jeweils untersten Windungen in ein unterhalb des
Wickelkerns angeordnetes Wickelfass fallen, einer
Fangeinrichtung, welche mehrere um den Umfang des
Wickelkerns verteilt angeordnete Haltefinger aufweist,
die derart relativ zum Wickelkern bewegbar sind, dass
sie während des Wechsels des Wickelfasses die auf den
Wickelkern aufgelegten Windungen halten, und einer
Positioniervorrichtung zum Positionieren einer
Schlinge des strangförmigen Gutes, die die Verbindung
von den auf den Wickelkern aufgelegten von der
Fangeinrichtung gehaltenen Windungen zu dem gefüllten
Wickelfass darstellt, während des Fasswechsels.
Aus der DE 42 08 724 C2 ist eine Fasswickelvorrichtung
dieser Art bekannt. Das strangförmige Gut kann dabei
ein beliebiges wickelbares Material sein,
beispielsweise blanker Metalldraht oder auch
beschichteter Draht oder Drahtlitzen oder dergleichen.
Bei den bekannten Vorrichtungen wird der Draht, der
dem Wickler der Verlegeeinrichtung mit hoher
Geschwindigkeit zugeführt wird, in Windungen um einen
in senkrechter Achse angeordneten drehfesten
zylindrischen Wickelkern gelegt. Von dem Wickelkern
gleitet die jeweils unterste Drahtwindung in das
darunter befindliche Fass. Aufgrund der hohen
Drahtzuführgeschwindigkeit läuft dieser Vorgang
relativ schnell ab, so dass pro Sekunde mehrere
Windungen in das Fass fallen. Das Fass selbst ist
ebenfalls zylindrisch ausgebildet, wobei dessen
Mittelachse mit der Mittelachse des Wickelkerns
zusammenfällt. Im Fass ist üblicherweise ein ebenfalls
zylindrischer Fasskern vorgesehen, der verhindert,
dass sich die einzelnen Windungen verheddern. Mit
solchen Fasswickelvorrichtungen können in kurzer Zeit
große Drahtmengen gewickelt werden, wobei das Fass als
vorübergehende Lagerstelle dient, so dass eine
Weiterverarbeitung möglich ist, indem die Windungen
wieder sehr schnell aus dem Fass abgezogen werden
können. Problematisch bei diesen Vorrichtungen ist das
Fasswechseln. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit kann
die Drahtzuführung, beispielsweise aus einer
Walzstraße oder einer Ziehanlage nicht unterbrochen
werden, wenn das Fass gewechselt wird. Im Stand der
Technik ist es üblich, eine Anzahl um den Wickelkern
herum angeordnete schiebbare oder schwenkbare
Magazinfinger vorzusehen, die auf den Wickelkern zu
bewegt werden, sobald das in der Vorrichtung
befindliche Fass gefüllt ist. Dadurch werden die
Drahtwindungen daran gehindert, in das Fass zu fallen
und sammeln sich auf dem Wickelkern an. Sobald das
neue Fass in der Wickelvorrichtung positioniert ist,
werden die Magazinfinger zurückgezogen und die
angesammelten Windungen fallen in das leere Fass. Die
Phase des Wechselvorganges ist besonders kritisch, da
es häufig vorkommt, dass sich die angesammelten
Windungen beim Herabfallen verkanten und dann
teilweise am Führungszylinder oder Fasskern
hängenbleiben. Hinzu kommt, dass es vorkommen kann,
dass eine Drahtschlinge oder Drahtverbindung zwischen
dem im Fass befindlichen Draht und dem auf dem Kern
befindlichen Draht innerhalb des Bereiches liegt, in
den das neue Fass eingeschoben werden soll, so dass
beim Einschieben des neuen Fasses die herunterhängende
Windung oder dergleichen das Positionieren des neuen
Fasses behindert, was zu betrieblichen Störungen
führt.
Aus der gattungsgemäßen Druckschrift ist schon eine
Einrichtung bekannt, bei der eine Positionierung der
Drahtschlingen während des Fasswechsels erreicht wird.
Es wird dadurch erreicht, dass eine Fangeinrichtung
mit einer Drahtpositioniereinrichtung kombiniert wird,
die aus einem drehbaren Ring mit mehreren
Positionierfingern besteht. Durch eine
Steuereinrichtung kann der Ring während des
Fasswechsels gedreht werden, so dass die Positionier
finger relativ zu einem feststehenden Magazinfinger
positioniert werden. Diese Vorrichtung ist relativ
kompliziert, weil ein drehbarer Ring mit einer Anzahl
Positionierfingern vorgesehen werden muss und zudem
eine Führungseinrichtung, mittels derer die
Positionierfinger beim Drehen dem Wickelkern
angenähert beziehungsweise von diesem wieder entfernt
werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
gattungsgemäßer Art zu schaffen, mit der in einfacher
Weise unkontrolliert herunterhängende Windungen beim
Fasswechsel aus der Klemmposition eines neuen leeren
Fasses ferngehalten werden können, wobei zudem die
notwendige Wickelgutlänge für den Fasswechsel erzeugt
werden soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass die
Fangeinrichtung aus zwei Reihen von um den Umfang des
Wickelkerns angeordneten Haltefingern besteht, die in
Achsrichtung des Wickelkerns voneinander beabstandet
sind, und die für den Fasswechsel derart betätigbar
sind, dass zuerst die dem Wickelfass näher liegende
erste Reihe von Haltefingern zum Wickelkern bewegt
sind, dann die dem Wickelfass weiter entfernt liegende
zweite Reihe von Haltefingern zum Wickelkern bewegt
sind und bei Fasswechsel nachfolgend die erste Reihe
von Haltefingern vom Wickelkern weg bewegt sind, und
dass die Positioniervorrichtung einen Positionierarm
aufweist, der in einer Ebene entlang des Umfangs des
Wickelkerns bewegbar ist, die unterhalb der ersten
Reihe von Haltefingern liegt, und der aus einer
Ruheposition außerhalb des Fallbereiches der auf dem
Wickelkern befindlichen Windungen während des
Fasswechselvorganges in eine Arbeitsposition zum
Wickelkern hin verstellbar ist, wobei der
Positionierarm während des Fasswechsels entgegen der
Drehrichtung eines die Windungen des strangförmigen
Gutes legenden Wickelkopfes entlang des Umfanges des
Wickelkernes bewegt wird, um die möglicherweise im
Einschubweg eines neuen leeren Fasses hängende Windung
aus dem Einschubweg zu entfernen, und nach erfolgtem
Fasswechsel in die Ruheposition und in die
Ausgangslage zurückverstellbar ist, wobei nach
erfolgtem Fasswechsel zudem die zweite Reihe von
Haltefingern vom Wickelkern weg verstellbar ist.
Eine bevorzugte Weiterbildung wird darin gesehen, dass
eine Steuereinrichtung und von dieser betätigte
Stellvorrichtungen zur Betätigung der beiden Reihen
von Haltefingern und der Positioniervorrichtung
vorgesehen sind, mittels derer nachfolgende
Bewegungsabläufe durchführbar sind:
- a) aus einer Position, in der beide Reihen von Haltefingern in radialem Abstand von Wickelkern gehalten sind und ein Durchlass-Spalt zwischen den Haltefingern und dem Mantel des Wickelkerns gebildet ist, wird die Stellvorrichtung der dem Wickelfass näher liegenden ersten Reihe von Haltefingern mittels der Steuereinrichtung betätigt und die Haltefinger werden in die Wickelgutsperrlage zum Mantel des Wickelkerns verstellt,
- b) zeitlich nachfolgend wird die Stellvorrichtung der zweiten Reihe von Haltefingern mittels der Steuereinrichtung betätigt und die Haltefinger werden in die Wickelgutsperrlage zum Mantel des Wickelkerns verstellt,
- c) mittels einer Fasstransporteinrichtung wird das mit Wickelgut gefüllte Fass aus der Fasswickelvorrichtung seitlich heraustransportiert,
- d) zeitlich verzögert zum Beginn des Fasstransports wird die Stellvorrichtung der ersten Reihe von Haltefingern mittels der Steuereinrichtung betätigt und die Haltefinger werden in die Ausgangslage zurück verstellt,
- e) mittels der Steuereinrichtung wird die Stellvorrichtung des Positionierarmes der Positioniervorrichtung betätigt und der Positionierarm zum Mantel des Wickelkernes verstellt,
- f) mittels der Steuereinrichtung wird die Stellvorrichtung der Positioniervorrichtung betätigt und diese mit entlang des Mantels des Wickelkernes entgegen der Drehrichtung des Wickelkopfes verstellt,
- g) mittels der Fasstransporteinrichtung wird ein leeres Fass seitlich in die Fasswickelvorrichtung hineintransportiert und koaxial zum Wickelkern ausgerichtet,
- h) anschließend wird mittels der Steuereinrichtung des Positionierarmes die Stellvorrichtung des Positionierarmes betätigt und der Positionierarm in die Ausgangslage verstellt,
- i) gleichzeitig oder nachfolgend wird mittels der Steuereinrichtung die Stellvorrichtung der Positioniervorrichtung betätigt und diese in Ausgangslage verstellt.
Zudem ist bevorzugt vorgesehen, dass die Haltefinger
aus Segmenten bestehen, die um eine parallel zur Achse
des Wickelarms gerichtete Achse begrenzt schwenkbar
gehalten sind.
Auch kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die
Positioniervorrichtung aus einem entlang einer
ringartigen Führung motorisch verstellbaren
Positionierwagen besteht, an dem der Positionierarm um
eine parallel zur Achse des Wickelkerns gerichtete
Achse begrenzt schwenkbar gehaltert ist, wobei die
Mittelachse der Führung koaxial zur Mittelachse des
Wickelkernes gerichtet ist.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird vermieden,
dass vom Wickelkern unkontrolliert herunterhängende
Windungen das Einschieben oder Einklemmen des neuen
Fasses beim Fasswechsel stören. Sofern beim
Wickelprozess ein Fass mit Wickelgut vollgewickelt
ist, wird zunächst die untere Fangeinrichtung
geschlossen und danach die obere Fangeinrichtung
geschlossen, so dass sich zwischen den beiden nur die
notwendige Windungslänge für den Fasswechsel befindet.
Danach wird das volle Fass aus der Vorrichtung
herausgeschoben und zeitlich verzögert zum Beginn des
Fasstransportes die untere Fangvorrichtung geöffnet,
wobei durch die zwischen der oberen und unteren
Fangvorichtung befindliche Wickelgutlänge eine
ausreichende Wickelgutlänge für den Fasswechsel zur
Verfügung gestellt ist. Anschließend wird mittels der
Positioniervorrichtung mit dem Positionierarm eine
entgegen der Wickeldrehrichtung des Wickelkopfes
gerichtete Bewegung durchgeführt, wobei der
Positionierarm in Richtung auf den Wickelkern
ausgeschwenkt ist, um eventuell herunterhängende
Windungen aus dem Einschubweg für das neue Fass
wegzuschieben. Anschließend kann das neue leere Fass
eingeschoben werden und der Positionierarm in die
Ursprungslage zurückgeführt werden, wobei zudem die
obere Fangvorrichtung geöffnet wird, so dass das auf
dem Wickelkern gesammelte Wickelgut in dem neuen Fass
abgelegt werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 bis 9 die schematisierte
Arbeitsweise der Vorrichtung;
Fig. 10 die Vorrichtung in Seitenansicht,
teilweise geschnitten;
Fig. 11 desgleichen in Draufsicht
gesehen.
In der Zeichnung ist eine Fasswickelvorrichtung zum
Aufwickeln von strangförmigem Gut, insbesondere Draht
1 mit einem im Wesentlichen zylindrischen, senkrecht
angeordneten Wickelkern 2 und einer Verlegeeinrichtung
3, die Drahtwindungen des Drahtes 1 auf den Wickelkern
2 auflegt, gezeigt, wobei der Wickelkern 2 so
gestaltet ist, dass die jeweils untersten
Drahtwindungen in ein unterhalb des Wickelkerns 2
angeordnetes Wickelfass 4 fallen.
Ferner ist eine Fangeinrichtung vorgesehen, die
mehrere um den Umfang des Wickelkerns 2 verteilt
angeordnete Haltefinger aufweist, die entsprechend des
Bewegungspfeiles 5 beziehungsweise 6 zum Wickelkern 2
bewegbar sind, so dass sie während des Wechseln des
Wickelfasses 4 die auf den Wickelkern 2 aufgelegten
Drahtwindungen halten. Ferner ist eine Positionier
vorrichtung 7 vorgesehen, die die Drahtschlinge, die
die Verbindung von den auf den Wickelkern 2
aufgelegten, von der Fangeinrichtung gehaltenen
Drahtwindungen zu dem gefüllten Wickelfass 4
darstellt, während des Fasswechsels.
Die Fangeinrichtung besteht aus zwei Reihen von
Haltefingern 8 beziehungsweise 9, die in Achsrichtung
des Wickelkerns 2 voneinander beabstandet sind und die
derart betätigbar sind, dass zuerst die dem Wickelfass
4 näher liegende erste Reihe von Haltefingern 9 zum
Wickelkern 2 hin bewegt werden, wenn der Fasswechsel
ansteht, dann die dem Wickelfass 4 weiter entfernt
liegende zweite Reihe von Haltefingern 8 zum
Wickelkern hin bewegt wird und nachfolgend die erste
Reihe von Haltefingern 9 vom Wickelkern 2 weg bewegt
wird. Es wird hiermit erreicht, dass dann, wenn beim
Wickelprozess ein Fass 4 mit Wickelgut vollgewickelt
ist, zwischen den beiden Reihen von Haltefingern, die
notwendige Windungslänge an Draht 1 für den Fass
wechsel zur Verfügung gestellt ist.
Die Positioniervorrichtung 7 weist einen
Positionierarm 10 auf, der in einer Ebene entlang des
Umfangs des Wickelkerns 2 bewegbar ist, wie durch den
Bewegungspfeil 11 angegeben, die unterhalb der ersten
Reihe vom Haltefinger 9 liegt. Der Positionierarm 10
ist aus einer Ruheposition außerhalb des Fallbereiches
der auf dem Wickelkern 2 befindlichen Drahtwindungen
während des Fasswechselvorganges in eine
Arbeitsposition zum Wickelkern hin verstellbar, wie
durch den Bewegungspfeil 12 angegeben, wobei der
Positionierarm in dieser Arbeitsposition während des
Fasswechsels entgegen der Drehrichtung des die
Drahtwindungen legenden Wickelkopfes (3) entlang des
Umfangs des Wickelkernes 2 bewegt wird, um die
möglicherweise im Einschubweg eines neuen leeren
Fasses 4 hängende Windung aus dem Einschubweg zu
entfernen. Nach erfolgtem Fasswechsel ist der
Positionierarm 10 aus der Arbeitsposition in die
Ruhelage zurückverstellbar, wie durch den
Bewegungspfeil 13 angegeben. Anschließend wird die
Positioniervorrichtung aus der Position gemäß Fig. 11
unten in die Position gemäß Fig. 11 oben entsprechend
dem Bewegungspfeil 11 zurückbewegt.
Zur Betätigung der beiden Reihen von Haltefingern 8, 9
und der Positioniervorrichtung 7 sind Steuereinrich
tungen und von dieser betätigte Stellvorrichtungen
angeordnet, die in der Zeichnung nicht im einzelnen
dargestellt sind. Beispielsweise kann die Bewegung der
Haltefinger 8, 9 pneumatisch erfolgen. Die Verstellung
der Positioniervorrichtung 7 kann mittels eines
Stellmotores 14 und eines Positionierwagens 15
erfolgen. Die beim Betrieb der Vorrichtung
vorgesehenen Bewegungsabläufe sind anhand der Fig.
1 bis 9 erläutert. In Fig. 1 ist die Position
dargestellt, in der in der Fasswickelvorrichtung
koaxial zum Wickelkern 2 ein zu befüllendes Fass 4
angeordnet ist. Es sind dabei die Haltefinger 8, 9 in
eine Position verschwenkt, die einen Bewegungspfad für
das durchlaufende Wickelgut zur Verfügung stellt. Die
Haltefinger sind also mit radialem Abstand vom
Wickelkern 2 angeordnet. Zur Vorbereitung des
Fasswechsels wird dann zunächst die dem Wickelfass 4
näher liegende erste Reihe von Haltefingern 9 in die
Sperrlage verschwenkt, wie in Fig. 2 gezeigt.
Anschließend wird gemäß Fig. 3 die zweite Reihe von
Haltefingern 8 in die Sperrlage zum Wickelkern hin
verschwenkt. Auf diese Weise wird zwischen den beiden
Ebenen von Haltefingern 8, 9 eine Anzahl von Windungen
gefangen, die der Windungslänge entspricht, die für
den Fasswechsel erforderlich ist. Anschließend kann
das Fass in Richtung des Bewegungspfeiles 16 quer zur
Wickelachse verschoben werden, in die
Entnahmeposition, wobei zeitlich verzögert zum Beginn
des Transports dann gemäß Darstellung in Fig. 4 die
Haltefinger 9 der unteren Ebene in die Durchlasslage
verschwenkt werden.
Nachfolgend wird dann die Positioniervorrichtung 7
betätigt, wobei der Positionierarm 10 in die
Arbeitslage zum Wickelkern 2 hin verschwenkt wird.
Anschließend wird mittels der Positioniervorrichtung 7
der Positionierarm in der ausgeschwenkten Lage
entsprechend dem Bewegungspfeil 17 um etwa 120 bis
180° verschwenkt, so dass eventuell herunterhängende
Windungen des Drahtes aus dem Einschubweg weggeschoben
werden. Dies ist in Fig. 6 verdeutlicht. Nachfolgend
kann dann das leere Fass entsprechend dem
Bewegungspfeil 18 in die Sollposition eingeschoben
werden, wie in Fig. 7 und Fig. 8 verdeutlicht.
Nachfolgend wird der Positionierarm 10 in die Ruhelage
verschwenkt und entsprechend den Bewegungspfeilen 19
mittels der Positioniervorrichtung 7 in die
Ausgangslage zurückgestellt.
Die Haltefinger 8, 9 bestehen jeweils aus Segmenten,
die um eine parallel zur Achse des Wickelkerns 2
gerichtete Achse begrenzt schwenkbar sind, wobei sie
in der eingeschwenkten Lage relativ eng am Wickelkern
2 anliegen oder geringen Spaltabstand von diesem
aufweisen.
Die Positioniervorrichtung 7 besteht im Wesentlichen
aus einem entlang einer ringartigen Führung 20
motorisch verstellbaren Positionierwagen 15, an dem
der Positionierarm 10 um eine parallel zur Achse des
Wickelkerns 2 gerichtete Achse begrenzt schwenkbar
gehaltert ist.
Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es
möglich, unkontrolliert herunterhängende Windungen von
der Sollposition des neuen leeren Fasses fernzuhalten
und gleichzeitig die notwendige Wickelgutlänge für den
Fasswechsel zur Verfügung zu stellen.
Claims (4)
1. Fasswickelvorrichtung zum Aufwickeln von
strangförmigem Gut (1), insbesondere von Draht, mit
einem im Wesentlichen zylindrischen, senkrecht
angeordneten Wickelkern (2), einer
Verlegeeinrichtung (3), welche Windungen des
strangförmigen Gutes auf diesen Wickelkern (2)
auflegt, wobei der Wickelkern (2) so gestaltet ist,
dass die jeweils untersten Windungen in ein
unterhalb des Wickelkerns (2) angeordnetes
Wickelfass (4) fallen, einer Fangeinrichtung,
welche mehrere um den Umfang des Wickelkerns
verteilt angeordnete Haltefinger (8, 9) aufweist,
die derart relativ zum Wickelkern (2) bewegbar
sind, dass sie während des Wechsels des
Wickelfasses (2) die auf den Wickelkern (2)
aufgelegten Windungen halten, und einer
Positioniervorrichtung (7) zum Positionieren einer
Schlinge des strangförmigen Gutes, die die
Verbindung von den auf den Wickelkern (2)
aufgelegten von der Fangeinrichtung gehaltenen
Windungen zu dem gefüllten Wickelfass (4)
darstellt, während des Fasswechsels, dadurch
gekennzeichnet, dass die Fangeinrichtung aus zwei
Reihen von um den Umfang des Wickelkerns (2)
angeordneten Haltefingern (8, 9) besteht, die in
Achsrichtung des Wickelkerns (2) voneinander
beabstandet sind, und die für den Fasswechsel derart
betätigbar sind, dass zuerst die dem Wickelfass (4)
näher liegende erste Reihe von Haltefingern (9) zum
Wickelkern (2) bewegt sind, dann die dem Wickelfass
(2) weiter entfernt liegende zweite Reihe von
Haltefingern (8) zum Wickelkern (2) bewegt sind und
bei Fasswechsel nachfolgend die erste Reihe von
Haltefingern (9) vom Wickelkern weg bewegt sind, und
dass die Positioniervorrichtung (7) einen
Positionierarm (10) aufweist, der in einer Ebene
entlang des Umfangs des Wickelkerns (2) bewegbar ist,
die unterhalb der ersten Reihe von Haltefingern (9)
liegt, und der aus einer Ruheposition außerhalb des
Fallbereiches der auf dem Wickelkern (2) befindlichen
Windungen während des Fasswechselvorganges in eine
Arbeitsposition zum Wickelkern (2) hin verstellbar
ist, wobei der Positionierarm (10) während des
Fasswechsels entgegen der Drehrichtung eines die
Windungen des strangförmigen Gutes legenden
Wickelkopfes entlang des Umfanges des Wickelkernes
(2) bewegt wird, um die möglicherweise im Einschubweg
eines neuen leeren Fasses (4) hängende Windung aus
dem Einschubweg zu entfernen, und nach erfolgtem
Fasswechsel in die Ruheposition und in die
Ausgangslage zurückverstellbar ist, wobei nach
erfolgtem Fasswechsel zudem die zweite Reihe von
Haltefingern (8) vom Wickelkern weg verstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung und von
dieser betätigte Stellvorrichtungen zur Betätigung
der beiden Reihen von Haltefingern (8, 9) und der
Positioniervorrichtung (7) vorgesehen sind, mittels
derer nachfolgende Bewegungsabläufe durchführbar
sind:
- a) aus einer Position, in der beide Reihen von Haltefingern (8, 9) in radialem Abstand von Wickelkern (2) gehalten sind und ein Durchlass-Spalt zwischen den Haltefingern (8, 9) und dem Mantel des Wickelkerns (2) gebildet ist, wird die Stellvorrichtung der dem Wickelfass (4) näher liegenden ersten Reihe von Haltefingern (9) mittels der Steuereinrichtung betätigt und die Haltefinger werden in die Wickelgutsperrlage zum Mantel des Wickelkerns (2) verstellt,
- b) zeitlich nachfolgend wird die Stellvorrichtung der zweiten Reihe von Haltefingern (8) mittels der Steuereinrichtung betätigt und die Haltefinger werden in die Wickelgutsperrlage zum Mantel des Wickelkerns (2) verstellt,
- c) mittels einer Fasstransporteinrichtung wird das mit Wickelgut gefüllte Fass (4) aus der Fasswickelvorrichtung seitlich heraustransportiert,
- d) zeitlich verzögert zum Beginn des Fasstransports wird die Stellvorrichtung der ersten Reihe von Haltefingern (9) mittels der Steuereinrichtung betätigt und die Haltefinger werden in die Ausgangslage zurück verstellt,
- e) mittels der Steuereinrichtung wird die Stellvorrichtung des Positionierarmes (10) der Positioniervorrichtung (7) betätigt und der Positionierarm (10) zum Mantel des Wickelarmes (2) verstellt,
- f) mittels der Steuereinrichtung wird die Stellvorrichtung der Positioniervorrichtung (7) betätigt und diese mit entlang des Mantels des Wickelkerns (2) entgegen der Drehrichtung des Wickelkopfes verfahren,
- g) mittels der Fasstransporteinrichtung wird ein leeres Fass (4) seitlich in die Fasswickelvorrichtung hineintransportiert und koaxial zum Wickelkern (2) ausgerichtet,
- h) anschließend wird mittels der Steuereinrichtung des Positionierarmes (10) die Stellvorrichtung des Positionierarmes (10) betätigt und der Positionierarm (10) in die Ausgangslage verstellt,
- i) gleichzeitig oder nachfolgend wird mittels der Steuereinrichtung die Stellvorrichtung der Positioniervorrichtung (7) betätigt und diese in Ausgangslage verstellt.
- j) zeitlich nachfolgend wird die Stellvorrichtung der zweiten Reihe von Haltefingern (8) mittels der Steuereinrichtung betätigt und die Haltefinger in die Ausgangslage zurück verstellt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Haltefinger (8, 9) aus
Segmenten bestehen, die um eine parallel zur Achse
des Wickelarms (2) gerichtete Achse begrenzt
schwenkbar gehalten sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Positioniervorrichtung (7) aus einem entlang einer
ringartigen Führung (20) motorisch verstellbaren
Positionierwagen (15) besteht, an dem der
Positionierarm (10) um eine parallel zur Achse des
Wickelkerns (2) gerichtete Achse begrenzt schwenkbar
gehaltert ist, wobei die Mittelachse der Führung
(20) koaxial zur Mittelachse des Wickelkernes (2)
gerichtet ist.
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|---|---|---|---|
| DE2001151103 DE10151103C2 (de) | 2001-10-17 | 2001-10-17 | Fasswickelvorrichtung |
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|---|---|---|---|
| DE2001151103 DE10151103C2 (de) | 2001-10-17 | 2001-10-17 | Fasswickelvorrichtung |
Publications (2)
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|---|---|
| DE10151103A1 DE10151103A1 (de) | 2003-05-08 |
| DE10151103C2 true DE10151103C2 (de) | 2003-08-14 |
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ID=7702714
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001151103 Expired - Fee Related DE10151103C2 (de) | 2001-10-17 | 2001-10-17 | Fasswickelvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10151103C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103433306A (zh) * | 2013-08-21 | 2013-12-11 | 中冶赛迪工程技术股份有限公司 | 双托臂集卷装置 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4208724C2 (de) * | 1992-03-18 | 1999-01-28 | Niehoff Kg Maschf | Verfahren und Vorrichtung zum Ablegen von Drahtschlingen in ein Faß |
-
2001
- 2001-10-17 DE DE2001151103 patent/DE10151103C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4208724C2 (de) * | 1992-03-18 | 1999-01-28 | Niehoff Kg Maschf | Verfahren und Vorrichtung zum Ablegen von Drahtschlingen in ein Faß |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103433306A (zh) * | 2013-08-21 | 2013-12-11 | 中冶赛迪工程技术股份有限公司 | 双托臂集卷装置 |
| CN103433306B (zh) * | 2013-08-21 | 2016-05-25 | 中冶赛迪工程技术股份有限公司 | 双托臂集卷装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10151103A1 (de) | 2003-05-08 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8304 | Grant after examination procedure | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: MASCHINENFABRIK NIEHOFF GMBH & CO. KG, 91126 SCHWA |
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| 8368 | Opposition refused due to inadmissibility | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |