DE10138C - Verbesserungen an Gasselbstzündern. (2 - Google Patents
Verbesserungen an Gasselbstzündern. (2Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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Description
1879.
Klasse 26.
WILHELM EFFER in BERLIN. Verbesserungen an Gasselbstzündern.
Zweites Zusatz-Patent zu No. 5780 vom 12. Juni 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. November 1879 ab.
Längste Dauer: 10. April 1888.
Diese Verbesserungen beziehen sich auf ein sicheres und bestimmtes Anzünden und Löschen
von Gasflammen, wie sie unter P. R. No. 5780 patentirt sind.
Auch hierbei wird das Gas durch eine !Regulatorglocke zur Flamme zugelassen, nur
wird hier das Oeffnen und Schliefsen, sowohl der Haupt- wie Nebenflamme, durch Drehung
eines Konus, der dementsprechend gebohrt ist und der mittelst eines Sperrrades und einer
Sperrklinke in Bewegung gesetzt wird, bewirkt.
Auf Blatt I ist:
Fig. ι Schnitt nach A-B.
Fig. 2 Schnitt nach C-D.
Fig. 3 und 4 Seitenansichten.
Fig. 5 und 5 a, 5 b, Sc Ansicht und Schnitte des Konus.
Fig. 6 und 6 a Ansicht und Schnitt der grofsen, äufseren Kapsel.
Fig. 7 und 7 a Ansicht und Schnitt der kleineren, inneren Kapsel.
Unterhalb des Hauptrohres, d. h. des grofsen Brennerrohres if befindet sich das Gehäuse G
zur Aufnahme des Konus K. Letzterer ist für das Hauptrohr, wie es Fig. 5 c zeigt, zweimal
rechtwinklig durchbohrt, und zwar so, dafs bei einer Achtel-Umdrehung von K einmal das
Hauptrohr geschlossen und bei der nächsten Achtel-Umdrehung wieder geöffnet ist. An
dem dünneren Ende des Konus, da, wo die kleine Entzündungsflamme R1 auf das Gehäuse
des Hahnes aufgesetzt wird, ist derselbe abermals zweimal senkrecht durchbohrt, und zwar
unter einem Winkel von 45 ° gegen die Bohrungen für die Hauptflamme, so dafs bei jeder
Achtel-Umdrehung entweder R geöffnet und R'
geschlossen oder R geschlossen und R1 geöffnet ist.
Um das Löschen und das Sichanzünden der kleinen Flamme R' zu bewerkstelligen bezw.
um das zur richtigen Zeit nothwendige Gas in das Rohr der kleinen Flamme einzuführen,
sind die zweiten Bohrungslöcher an der Oberfläche des Kegels K mit Aussparungen α versehen
und tritt dadurch das Gas vor dem vollständigen Erlöschen der grofsen Flamme in das
Rohr der kleinen Flamme und entzündet sich diese.
Die kleinen Aussparungen α stehen durch ,
Kanäle b mit einer um den Konus herumgehenden Rinne c in Verbindung. Der Konus K
ist in seiner Länge durchbohrt und ist die Bohrung stets mit Gas angefüllt, so dafs auch
immer das Gas in den Bohrungen des Konus für R1, in den Kanälen b und in der Rinne c
spielt. Wird der Konus so gestellt, dafs sich die Hauptflamme allmälig schliefst, so strömt
durch die bereits erwähnte Gas circulation der ganze Gasinhalt der Rinne c, der Kanäle b und
der grofsen Bohrung des Konus nach der kleinen Flamme und von dort bis an den grofsen Brenner, an dem sich die Flamme R *
entzündet. Die Höhe der kleinen Flamme wird so lange bis an den grofsen Brenner reichen, bis die Achtel-Umdrehung des Konus
vollendet, und nur die für R1 bestimmte Gasmenge
durch die im hinteren Theile von K angebrachten Bohrungen hindurchgelassen wird.
Beim Entzünden der grofsen Flamme R wird durch die nöthige Drehung des Konus wieder
mehr' Gas durch die erwähnte Verbindung der Bohrungen für die grofse Flamme, der Bohrungen
durch den Konus, der kleinen Bohrungen für R1, der Rinne c und der Kanäle b der
kleinen Flamme zugeführt, dieselbe verlängert sich, bis sie das Gas am grofsen Brenner entzündet
und wird bei der vollendeten Achtel-Drehung gänzlich geschlossen.
An dem Konus K selbst sitzt ein Sperrrad S,
das hier z. B. in acht gleiche Theile gezahnt ist (die Anzahl der Zähne ist beliebig und
immer gleich der doppelten Anzahl der Bohrungen der Haupt- bezw. Nebenflamme), um
bei jeder Achtel-Umdrehung die eine Flamme zu löschen, die andere zu entzünden.
An der Glocke E des Regulators befindet sich eine in einer oberen Verschlufsplatte F
geführte senkrechte Stange JF, die an ihrem oberen Ende eine seitlich drehbare Sperrklinke H
angeschraubt hält. Diese Sperrklinke H ist so regulirt, dafs bei jedem Hub der Regulatorglocke
E nur der Konus K um ein Achtel
seines Umfanges durch Eingreifen in das Sperrrad S geschehen kann. Es befindet sich oberhalb
seitlich dieser Sperrklinke H noch eine zweite JEl1, die beim Zurückgehen der Regulatorglocke
E und dem Herunterrutschen der Klinke H an den Zähnen von S das Sichzurückdrehen
des Konus K verhindert.
Zu besagter Stange F ist rechtwinklig, auch am Regulator befestigt, eine andere senkrecht
geführte Stange F1 angebracht, die mit einem Stift s in einen Winkelhebel W mit Gewicht J
greift.
Um das Zünden und Löschen der Flammen dem Druck des Gases anzupassen, um ferner
eine Differenz zwischen Zünden und Löschen hervorbringen und dabei den Terrain- und
Höhenverhältnissen Rechnung tragen zu können, sind folgende Vorrichtungen getroffen:
1. Durch Auflegen bezw. durch Abnehmen von Beschwerungsplatten auf die Regulatorglocke
E wird der gewünschte Entzündungspunkt festgestellt.
2. Durch das Zusammenwirken des Gewichtes J1 in Rücksicht auf seine Schwere mit
dem Winkelhebel W, in seinen verschiedenen Stellungen, wird nach Belieben jede Differenz,
die entweder durch vermehrten Consum, durch verschiedentliche Durchmesser der Zuleitungsröhren oder durch Terrain- und Höhenverhältnisse
entsteht, zwischen Zünden und Löschen hervorgerufen.
Das Anzünden der Flamme geschieht durch vermehrten Gasdruck und hebt sich dadurch
die abgedichtete Regulatorglocke; durch dieses Heben wird der Konus K vermittelst des Sperrrades
S, der Klinke H und der Stange F um ein Achtel gedreht und entzündet sich die
grofse Flamme auf die vorher beschriebene Art.
Bei dieser Verbesserung ist man von der Gasanstalt aus im Stande, die Gröfse der
Flammen vollständig durch geringeren Zuflufs des Gases zu reguliren, ohne dafs ein Erlöschen
der Hauptflamme stattfindet; es wird einfach weniger Gas zu den Flammen hinzugelassen
und durch diese weniger beleuchtenden Flammen die gewünschte Ersparnifs hervorgebracht, ohne
Löschen einer einzigen Laterne. Zum Löschen der Flammen mufs abermals Hochdruck gegeben
werden, der Konus wird durch das Heben der Glocke auf die schon gesagte Weise gedreht, die grofse Flamme erlischt und die
kleine entzündet sich auf dem Wege, wie oben beschrieben.
Ueber den ganzen Apparat ist eine Glocke, Fig. 6 a und 6 b, gesetzt, um den Mechanismus
vor Staub zu hüten und zum Schütze für die kleine Flamme. Um der kleinen Flamme R'
jedoch zur Genüge Luft zum Brennen zukommen zu lassen, ist diese Kapsel mit einem Kranz
von kleinen Löchern versehen. Damit der Wind nicht direct auf die kleine Flamme wirken
und sie auslöschen kann, wird noch eine kleine Kapsel mit zwei Reihen Löcher in die erste
gesetzt, Fig. 7 a und 7b. Die Löcher der kleinen und grofsen Kapsel sind deshalb in verschiedene
Höhen bezw. Seitenrichtungen gesetzt, damit sich der Wind stets bricht.
Die Stellung der kleinen zur grofsen Flamme ist so, dafs erstere nicht in der Verlängerung
des Brennerschnittes steht, sondern senkrecht auf letzterem.
Eine zweite Verbesserung des Brenners besteht darin, die selbstthätige Zündungsvorrichtung
auch auf Rundbrenner anzuwenden und diese Rundbrenner zur Strafsenbeleuchtung zu benutzen.
Fig. 8 stellt einen Schnitt, Fig. 9 und
11 eine Seitenansicht, Fig. 10 eine Oberansicht
dar. Zu diesem Zwecke wird die kleine Flamme i?1 an dem Apparate in die Mitte
des Rundbrenners hineingeführt. Zum Schütze der kleinen Flamme gegen Erlöschen und
gegen die Bewegungen der äufseren Luft ist diese mit einem Schutzcylinder Z versehen,
der jedoch noch Raum für die nöthige Luft zum Brennen des Rundbrenners innerhalb desselben
gewährt. Für diese Gaszünder sind alle alten Laternen zu verwenden.
Um die durch einen Rundbrenner entstehende Hitze nicht schädlich auf den Cylinder wirken
zu lassen, wird ein doppelwandiger Blechcylinder
auf den Glascylinder aufgesetzt, Fig. 12,
12 a und 12 b. Aufserdem, dafs dieser Cylinder
Schutz für die kleine Flamme gewährt, wird auch die vermehrte Hitze ein stärkeres Verbrennen
des Gases hervorrufen und dadurch eine gröfsere Leuchtkraft erzielen. Innerhalb des Blechcylinders
befindet sich noch ein Drahtgewebe, das sowohl wie die Doppelwandung des Blechcylinders
eine raschere Circulation der Luft und damit eine schnellere Fortführung der überschüssigen
Hitze hervorruft. {A Glascylinder, ß Blechcylinder.)
Die Regulatorglocke E wird in einer Rinne, die durch das Gehäuse selbst und durch einen
Einsatz gebildet wird, mit Quecksilber abgedichtet. Um ein Ueberschütten des Quecksilbers
durch irgend welche Bewegung zu verhüten, ist dieser Einsatz nach oben hin verjüngt
und hat eine nach aufsen hin umgekrämpte Kante.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:1. Die Hahnküken, welche für die kleine und grofse Flamme besondere und beliebig viel Bohrungen haben, und zwar in einer gegenseitigen Stellung unter 45 °.2. Die Aussparungen α an den Bohrlöchern im Konus für die kleine Flamme, die Kanäle b, die Rinne c und die mittlere Bohrung des ganzen Konus zur Communication der Bohrlöcher der grofsen Flamme mit denen der kleinen.3. Den Mechanismus zum Drehen des Konus vermittelst Sperrrad 5, Sperrklinke Zfundi/1, Stange F in Verbindung mit der Regulatorglocke E.4. Den Mechanismus, bestehend aus der Stange F\ dem Winkelhebel W und demGewicht J zur Regulirung des Gasdruckes in Beziehung auf die Terrainverhältnisse, event, ein Aequivalent dieser Bewegung.
Die Beschwerung der Regulatorglocke E durch Auflegen von Gewichten zur Feststellung des Entzündungspunktes.
Die Stellung der Luftlöcher in den in der Beschreibung erwähnten zwei Kapseln zur Verhütung eines directen Luftzuges zur kleinen Flamme und des damit verbundenen Auslöschens derselben.
Die Stellung der kleinen Flamme im rechten Winkel zum Schnitt des grofsen Brenners.Die Zusammenstellung des ganzen Apparates aus seinen einzelnen Mechanismen in der Anordnung, dafs derselbe mit Hochdruck entzündet und mit Hochdruck gelöscht werden mufs.9. Die Combination des früher patentirten und jetzt verbesserten Selbstanzünders mit einem Rundbrenner beliebigen Consums, der kleinen Flamme Ji1, dem Schutzcylinder Z.o. Den doppelwandigen aufsetzbaren mit Drahtgewebe versehenen Blechcylinder zur Verhütung des Schmelzens des Glases und zur Erhöhung der Leuchtkraft.11. Den sich nach oben verjüngenden mit einer nach aufsen sich umbiegenden Kante versehenen Einsatz, zum Schutz gegen das etwa überfliefsende Quecksilber, welches durch Stofs oder dergl. am Laternenfufs in Bewegung gesetzt wird.12. Die Regulatorglocke E in ihrer Verbindung mit dem übrigen Mechanismus.Alles an dem beschriebenen Apparat.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1045033B (de) * | 1955-09-23 | 1958-11-27 | Wirkmaschb Karl Marx Stadt Veb | Flache Kulierwirkmaschine |
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