DE101142C - - Google Patents
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- DE101142C DE101142C DENDAT101142D DE101142DA DE101142C DE 101142 C DE101142 C DE 101142C DE NDAT101142 D DENDAT101142 D DE NDAT101142D DE 101142D A DE101142D A DE 101142DA DE 101142 C DE101142 C DE 101142C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B3/00—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
- D05B3/04—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for work feed
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B73/00—Casings
- D05B73/04—Lower casings
- D05B73/12—Slides; Needle plates
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE-52: Nähmaschinen.
GEORG BAUM in RORSCHACH. Hohlsaum - Nähmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. September 1897 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Hohlsaum-Nähmaschine, welche gegenüber
den früheren gebräuchlichen Maschinen sich durch erhöhte Leistungsfähigkeit auszeichnet.
Dieselbe hat zwei Nadeln, einen Bohrer und einen Stüpfel, wobei der Bohrer, die Nadeln
und der Stüpfel hinter einander in der Transportriehtung angeordnet sind nnd von einander
unabhängig arbeiten. Jedes der vier erwähnten Arbeitsorgane (Bohrer, Nadeln, Stüpfel)
ist von dem je zunächst befindlichen um eine oder mehrere Stichlängen (mittlere Entfernung
zweiör Saumlöcher) entfernt. Auf diese Weise sind immer je vier Saumlöcher gleichzeitig in
Arbeit, indem der Bohrer das eine vorbohrt, die Nadeln ein zweites und ein drittes benähen
und der Stüpfel ein viertes fertig benähtes Loch stüpfelt, d. h. ausglättet. Durch die Anwendung
des Stüpfels erhält natürlich, ähnlich wie bei Stickmaschinen, der Hohlsaum bezw.
die einzelnen Saumlöcher ein besseres Aussehen bezw. eine regelmSfsigere Form. Die Nadeln
sind auch hier seitlich verstellbar, und zwar derart, dafs sie behufs Bildung der äufseren
Stiche des Hohlsaumes in einer Arbeitsperiode aus der Reihe nach auswärts und nach Beendigung
dieser Arbeitsperiode wieder einwärts in ihre Reihenstellung (mit dem Bohrer und dem
Stüpfel :in eine Reihe längs der ,Transportrichtung)
zurückbewegt werden können.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine derartige Maschine dargestellt, und zwar, zeigt:
Fig. 1 die Maschine im verticalen Querschnitt von1 hinten gesehen, . .
Fig. 2 die Nadelstange mit dem Nadelverstellungsmechänismus in der Vorderansicht, wobei
die Nadeln in ihrer äufseren Stellung aufser der Reihe sich befinden und wobei die gegenseitige
Lage der Nadeln, des Bohrers und des Stüpfels im Grundrifs schematisch angedeutet ist.
Fig. 3 zeigt die gleichen Theile wie Fig. 2, wobei jedoch die Nadeln einwärts stehen bezw.
in der Projection mit einander und mit dem Bohrer und dem Stüpfel, welche in vorliegender
Figur aufwärtsgeklappt eingestellt sind, in einer Reihe stehen.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht zu Fig. 3.
Fig. 5 zeigt die Scheidewand zwischen den Schiffchenbahnen in der Oberansicht.
Fig. 6 ist ein verticaler Querschnitt nach der Linie y-y der Fig. 5.
Fig. 7 zeigt die Stichplatte in der Oberansicht,
Fig. 8 den Stoffdrücker,
Fig. g das Stichschema für die drei Arbeitsperioden.
Auf der Nadelstange A ist vermittelst einer Klemmhülse a° ein Supportstück α befestigt,
an dessen Vorder- und Hinterseite je ein lanzettförmiges Stück angeordnet ist, deren
eines b der Bohrer, das andere s der Stüpfel ist. An seitlichen Armen a1 a1 des Supportes a
sind nun drehbar zwei Winkelhebel a3 a4 aufgehängt,
deren obere, längere Arme rechtwinklig nach hinten abgebogen sind und je
eine nach oben gerichtete Stange c1 bezw. c'2
tragen, während auf die kürzeren, nach unten abgebogenen Arme je ein Klemmstück a5 α6
aufgesteckt ist, welches die Nadeln n1 bezw. n2
hält. Die Spitzen des Bohrers b und des Stüpfels s liegen in der durch den Pfeil Fig. ι
angedeuteten Transportrichtung genau hinter einander und die Nadeln η1 κ2 stehen zwischen
denselben derart, dafs jedes der vier Arbeitsorgane von dem zunächst befindlichen um je
eine oder mehrere Stichlängen entfernt ist. In der Zeichnung ist der erstere Fall dargestellt
und sind dementsprechend natürlich der Bohrer und der Stüpfel in der Transportrichtung um
drei Stichlängen von einander entfernt.
JDie seitliche Verstellung der Nadeln wird in bekannter Weise dadurch bewirkt, dafs in der
durch den Arbeitsvorgang bedingten Abwechselung die Stangen c1 c2 einander genähert oder
von einander entfernt und damit auch die die Nadeln tragenden kürzeren Arme des Winkelhebels a3 α4 von einander ab oder auf
einander zu bewegt bezw. die Nadeln nach auswärts oder einwärts zurück verstellt werden.
Das die Verstellung bewirkende, verschiebbar auf der Welle wl befestigte Excenter e ist
zweckmäfsigerweise mehrstufig, um die Nadeln je nach Bedürfnifs auf verschiedene Weiten
auswärts zu verstellen und damit auch den Stich bezw. den Saum schmäler oder breiter
erhalten zu können. Die Einrichtung ist nun wie bei den meisten Hohlsaum-Nähmaschinen
so getroffen, dafs immer zwischen je zwei Schaltungen des Stoffes drei Einstiche stattfinden,
und zwar entsprechend der Aufeinanderfolge der Saumstiche zunächst ein Einstich und
Bindung mit einwärts in der Reihe hinter einander stehenden Nadeln (erster innerer Stich),
sodann ein Einstich mit Bindung mit auswärts stehenden Nadeln (ä'ufserer Stich des Säumers)
und schliefslich ein Einstich mit Bindung und wieder einwärts stehenden Nadeln (zweiter
innerer Stich des Saumes). Und zwar führt hierbei in Verbindung mit dem entsprechend
in der linksseitigen Bahn angeordneten Schiffchen S1 (Fig. i), die eine vordere Nadel nx
die Stiche und Bindungen auf der rechten Seite des Hohlsaumes (Stichreihe I, Fig. 9) aus, während
die andere hintere Nadel n'2 in Verbindung mit dem .Schiffchen S'2 die Stiche und Bindungen
auf der linken Seite (Stichreihe II) besorgt, wobei die Nadeln immer entsprechend ihrer
gegenseitigen Distanz um ein Saumelement von einander entfernt arbeiten. Auf diese Weise
würde, wie in dem Schema (Fig. g) angedeutet, innerhalb einer Phase zwischen zwei Schaltungen
die vordere, rechtsseitige Nadel n} die Stiche i, 2, 3 in der Reihe I, die hintere, linksseitige
Nadel η'2 die Stiche 1, 2, 3 in der Reihe II
ausführen, während der Bohrer ein Loch vor der Nadel nl bohrt, während der Stüpfel
das fertige Saumloch hinter der Nadel ri2 ausstüpfelt.
Um nun eine Verwicklung der Nadelfäden zu verhüten, hat die Fufsplatte g des Stoffdrückers,
aufser den Löchern g3 g-4 für den
Bohrer und den Stüpfel, für die Nadeln je ein besonderes, der Nadelverstellung entsprechend
länglich ausgebildetes Loch g1 bezw g'2 (Fig. 8);
mit analog angeordneten Löchern ist auch die über den Schiffchenbahnen angeordnete Stichplatte
H in ihrem mittleren Steg h versehen (Fig. 7), wobei h3 h* die Löcher für den Bohrer
und den Stüpfel, hl ίΐ1 die Löcher für die
Nadeln n1 ri2 sind.
Die Maschine ist eine Längsschiffchen-Nähmaschine; zwischen den beiden Schiffchenbahnen
S1S2 ist als Scheidewand eine Längsplatte
P (Fig. 5 und 6) angeordnet, welche nicht in der Mitte getheilt ist, sondern ein
Ganzes bildet bezw. aus einem Stück besteht und zur Aufnahme der Nadeln in der Mitte
auf jeder Seite einen Ausschnitt pl bezw. p'2
hat, wobei die oberen Ränder der Platte bei diesen Ausschnitten zweckma'fsigerweise, um eine
Reibung der Fäden an scharfen Kanten zu verhüten, abgeschrägt sind. Durch diese Construction
der Platte aus dem Ganzen, ungetheilt, wird eine Verwickelung der Nadelfaden ,· wie
sie bei getheilten Platten vorkommen kann, ganz unmöglich gemacht. Der Bohrer und der
Stüpfel sind hierbei an dem Support α vermittelst Scharniere ll bezw. /2 angelenkt (Fig. 4),
derart, dafs sie nach Bedürfnifs aufwärts geklappt und hierdurch aufser Thätigkeit gebracht werden
können. Sie werden durch Kopfschrauben m1
bezw. m2 gehalten, welche durch die Gelenkschlitze /° hindurchgehen und für die Arbeit
so eingestellt sind, dafs sie mit ihren Köpfen rechtwinklig zu diesen Schlitzen stehen
(Fig. 2). Behufs Aufklappens der Scharniere werden sie so gedreht, dafs sie mit ihren Köpfen
in der Längsrichtung der Schlitze stehen (Fig. 3 und 4).
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Hohlsaum-Nähmaschine, bei welcher das gleichzeitige Bearbeiten von vier Saumlöchern dadurch erzielt wird, dafs vier je ein Saumloch bearbeitende Arbeitsorgane, und zwar ein Bohrer, zwei Nadeln und ein Stüpfel in der Arbeits- bezw. Stofftransportrichtung von einander unabhängig hinter einander angeordnet: sind, wobei die Stichorgane um je eine bezw. mehrere Stichlängen von einander entfernt sein können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE101142C true DE101142C (de) |
Family
ID=371882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT101142D Active DE101142C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE101142C (de) |
-
0
- DE DENDAT101142D patent/DE101142C/de active Active
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