DE10076C - Verfahren zur Herstellung von Gerbsiure in krystallnadelähnlicher Form - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gerbsiure in krystallnadelähnlicher Form

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DE10076C
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Germany
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tannin
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CHEMISCHE FABRIK AUF AKTIEN (vorm. E. SCHERING) in Berlin N., Fennstrafse n/12
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H13/00Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids
    • C07H13/02Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids by carboxylic acids
    • C07H13/08Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids by carboxylic acids having the esterifying carboxyl radicals directly attached to carbocyclic rings

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Description

1879.
Klasse 12.
CHEMISCHE FABRIK auf ACTIEN, vormals E. SCHERING
in BERLIN.
Verfahren zur Herstellung von Gerbsäure in krystallnadelähnlicher Form.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. December 1879 ab.
Die zu technischen Verwendungen bestimmte Gerbsäure wird bis jetzt durch Austrocknen bei höherer Temperatur des als zähe Extractionsmasse erhaltenen Tannins, und nachherigem Mahlen desselben, ausschliefslich in Pulverform in den Handel gebracht.
Durch das Austrocknen bei hoher Temperatur und Pulverisiren wird, vermöge des Luftcontactes, eine theilweise Umbildung des Tannins in Gallussäure veranlafst.
Ein solches Tannin hat selbstverständlich nicht den Werth einer vollkommen reinen Gerbsäure; wenn in einem Tannin durch Anwendung von zu hoher Temperatur beim Eindampfen der Tanninlauge Gallussäure oder andere durch Oxydation gebildete Körper vorhanden, sind, so zeigt sich dies auch beim Auflösen des Tannins in Wasser: man erhält keine ganz klare Lösung.
Das pulverförmige Tannin ist sehr hygroskopisch, backt leicht zusammen, und löst sich dann nur noch schwer und langsam; selbst völlig trockenes Tanninpulver bildet, in Wasser gebracht, gern feste Klumpen, welche seine Lösung erschweren.
Wir bringen das Tannin in eine neue Form, welche sich, unter Ausschlufs aller aufgeführten Uebelstände des Tanninpulvers, wesentlich besser für die technische Verarbeitung eignet als das Pulver, und welche aufserdem ein Präparat liefert, das dem Consumenten die gröfste Garantie der Reinheit und Haltbarkeit bietet.
Zur Darstellung dieses krystallnadelähnlichen Tannins wird eine wässerige, alkoholische oder ätherische Lösung desselben in einen kupfernen Kessel oder Vacuum so weit eingedickt, dafs die erkaltete Masse sich brechen läfst, ohne zu kleben. Dieses Extract-Tannin wird in einen doppelwandigen, mit Dampf geheizten Kupfer-, Zink- oder Zinn-Kessel gebracht, dessen Boden durchlöchert ist, so dafs durch diese feinen Oeffnungen das erwärmte und dadurch erweichte Tannin heraustritt und sich, da der Apparat ca. 5 m über den Boden gestellt ist, während des Herabfallens zu einem feinen Faden ausspinnt. Dieser Tanninfaden fällt durch den angewärmten Raum auf einen schnell rotirenden Holz- oder Metallcylinder, von welchem man das fertige Präparat in langen Fäden abnimmt und zerkleinert.
Die erhaltenen Tanninfäden sind beim Erkalten sehr spröde und zerbrechen zu goldglänzenden, nadelähnlichen Fragmenten.
Das krystallnadelähnliche Tannin ist infolge seiner glasigen Beschaffenheit nicht hygroskopisch , ballt sich auch nicht zusammen, löst sich leicht und klar auf und enthält, da es bei sehr niedriger Temperatur hergestellt ist, keinerlei Zersetznngsproducte.
Dieses Tannin hat den Vorzug, dafs es sich bei Versendung in die weitesten Entfernungen nicht verändert und daher besonders für den Export geeignet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Herstellung von Gerbsäure in krystallnadelähnlicher Form mittelst Hindurchdrücken einer angemessen concentrirten Tanninlösung durch beliebige Siebvorrichtungen und durch Abziehen der Fadenbündel mittelst eines Haspels oder einer sonst dazu geeigneten Vorrichtung.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1045614B (de) * 1955-11-09 1958-12-04 Libbey Owens Ford Glass Co Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen gekruemmter Glasscheiben mittels Schallschwingungen
DE1149584B (de) * 1956-06-07 1963-05-30 Zimmermann & Jansen Gmbh Ringventil mit auf einem Rohrstueck gegen einen feststehenden Einsetzkoerper verschiebbaren Verschlussstueck

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1045614B (de) * 1955-11-09 1958-12-04 Libbey Owens Ford Glass Co Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen gekruemmter Glasscheiben mittels Schallschwingungen
DE1149584B (de) * 1956-06-07 1963-05-30 Zimmermann & Jansen Gmbh Ringventil mit auf einem Rohrstueck gegen einen feststehenden Einsetzkoerper verschiebbaren Verschlussstueck

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