DE100657C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43C—FASTENINGS OR ATTACHMENTS OF FOOTWEAR; LACES IN GENERAL
- A43C5/00—Eyelets
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. April 1898 ab.
Die bisher in der Praxis gebräuchlichen Schnürverschlüsse mit Oesen für Schuhe, Handschuhe,
Gamaschen etc. haben den Nachtheil, dafs man jedesmal beim Anziehen als auch
beim Ausziehen des betreffenden Gegenstandes die Schnüre einfädeln bezw. ausfädeln mufs,
da die Schnüre einerseits in den Oesen viel Reibung finden, andererseits zwischen dem
Leder etc. und dem betreffenden Körpertheil eingeklemmt werden, so dafs man nach dem
Lösen des Knotens die beiden mit einander verbundenen Theile nicht aus einander ziehen
kann; ebensowenig geben die Schnüre beim Zusammenziehen nach, so dafs man beim Zusammenschnüren
des betreffenden Kleidungsstückes jedes einzelne zwischen zwei Oesen liegende Schnürstück besonders ziehen mufs.
Bei den SchnUrverschlüssen mit Haken, in welche die Schnüre eingelegt werden, lassen
sich die zu verbindenden Theile zwar leichter zusammen- bezw. auseinanderziehen, da die
Schnüre nicht eingeklemmt werden; letztere müssen aber beim Anziehen des Schuhes etc.
jedesmal in die Haken eingehängt werden.
Durch vorliegende Erfindung sollen nun diese Nachtheile beseitigt werden, und zwar
geschieht dies dadurch, dafs auf jedem der beiden zu verbindenden Theile drehbare Oesen
angeordnet sind, durch welche die Schnüre ein für allemal durchgefädelt werden. Ein
Festklemmen der Schnüre kann bei dieser Verschlufsart nicht stattfinden, da dieselben an der
Aufsenseite des Kleidungsstückes liegen; ferner .wird die Reibung der Schnüre in den Oesen
wesentlich vermindert, da die letzteren lose drehbar befestigt sind und sich infolge dessen
in die Zugrichtung der Schnüre einstellen, welche letztere Eigenschaft durch Anordnung
von Federn unterstützt werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt beispielsweise:
Fig. ι einen mit solcher Verschnürung versehenen
Schuh im ausgezogenen Zustande,
Fig. 2 einen solchen im zusammengezogenen Zustande, während die
Fig. 3 bis 7 verschiedene Ausführungsformen der drehbaren Oesen bezw. durchlochten
Knöpfe zeigen.
In Fig. 3 hat die Oese α die Form eines Knopfes, welcher sich um den mit dem
Leder etc. vernieteten hohlen oder vollen Bolzen b dreht. Der Kopf des Bolzens ist in
dem Knopfe versenkt. Die Schnur wird durch die Löcher d d des Knopfes hindurchgeführt,
während c c Unterlagscheiben sind, welche zum Schütze des Leders dienen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 besteht der Bolzen b mit der Oese α aus einem
Stück und dreht sich mit derselben in der Oese oder Hülse c, welche das Loch in dem
Leder etc. einfafst.
Die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform, ist im Wesentlichen dieselbe wie in Fig. 4,
nur ist hier die Oess α sammt dem Bolzen b aus einem Stück gebildet.
In Fig. 6 dreht sich die knopfförmige Oese a in dem nach oben und einwärts gekrempelten
(gebördelten) Rand der Einfassungshülse e.
Damit die gebundene Schleife nicht von selbst aufgehen kann, wird nach Fig. 1 und 2
zweckmäfsig eine Klammer vorgesehen, zwischen welche die Enden der Schnüre eingeklemmt
werden.
Fig. 7 stellt endlich im Schnitt und in der Draufsicht eine andere Ausführungsform dar,
welche sich, da der Knopf nur um ein Geringes aus der Ebene des Leders herausragt, für
Damenschuhe eignet, da es sich bei diesen hauptsächlich darum handelt, das Hängenbleiben
der Kleider zu verhindern. Diese Construction gleicht der in Fig. 6 dargestellten,
nur steht hier der drehbare Knopf bezw. die Oese α unter dem Einflüsse einer Feder f,
welche bei g an der Hülse e befestigt und auf einen Anschlag h des drehbaren Theiles wirkt,
während die Wirkung dieser Feder durch einen Anschlag i begrenzt wird. Diese Feder,
welche beim geschnürten Schuh gespannt ist, hat die Wirkung, dafs die drehbare Oese beim
Aufschnüren des Schuhes in ihre Ursprungsstellung zurückgedreht wird und auf diese
Weise durch Einstellen der Schnüre in die Zugrichtung ein selbstthätiges Oeffnen der Verschnürung
durch den Druck des zusammengeprefst gewesenen Körpertheiles unterstützt.
Claims (2)
1. Knopf- bezw. Oesenanordnung für Schnürverschlüsse
von Schuhwerk, Handschuhen u. s. w., welche die Reibung des Schnürsenkels
dadurch möglichst verringert, dafs die Oesen bezw. durchlochte Knöpfe (a),
durch welche die Schnüre hindurchgeführt werden, auf den zu verbindenden Theilen
frei drehbar angeordnet sind.
2. Eine Anordnung nach Anspruch ι, bei welcher die drehbaren Oesen bezw. die
durchlochten Knöpfe (a), um ein Oeffnen der Verschnürung zu' erleichtern, unter der
Wirkung einer Feder ff) stehen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100657C true DE100657C (de) |
Family
ID=371448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100657D Active DE100657C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100657C (de) |
-
0
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