DE10033859A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Warnung vor herannahenden vorfahrtsberechtigten Kraftfahrzeugen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Warnung vor herannahenden vorfahrtsberechtigten KraftfahrzeugenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Warnung von Verkehrsteilnehmern in Kraftfahrzeugen vor herannahenden Fahrzeugen mit Vorfahrtsberechtigung, wie beispielsweise Polizei-, Feuerwehr- oder Ambulanzfahrzeuge. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit der die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht wird. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge ein elektromagnetisches Signal aussenden; die Kraftfahrzeuge das elektromagnetische Signal über mindestens eine Empfangsvorrichtung empfangen und das Signal mittels einer Rechnereinheit in ein wahrnehmbares Warnsignal umgewandelt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Warnung von Verkehrsteilnehmern in
Kraftfahrzeugen vor herannahenden Fahrzeugen mit Vorfahrtsberechtigung, wie
beispielsweise Polizei-, Feuerwehr- oder Ambulanzfahrzeuge.
Im täglichen Straßenverkehr tritt häufig das Problem auf, dass Führer von
Kraftfahrzeugen durch ein Gespräch mit Mitfahrern oder durch zu laute Musik so
abgelenkt sind, dass ein herannahendes, vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug mit
Martinshorn zu spät bemerkt wird. Das liegt auch daran, dass die Reichweite der
Schallwellen sehr begrenzt ist. Sehr häufig kommt es dann zu Panikreaktionen, bei
denen andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.
Oft ist durch Reflektionen an Gebäuden etc. die Richtung, aus der das
vorfahrtsberechtigte Fahrzeug sich nähert, nicht genau bestimmbar. Es kommt häufig
vor, dass durch eine Falschreaktion des Kraftfahrzeugführers das schnelle
Durchkommen des vorfahrtsberechtigten Fahrzeugs verzögert oder gar verhindert
wird. Für Unfallopfer kommt dadurch oft jede Hilfe zu spät.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin ein Verfahren und eine Vorrichtung
vorzuschlagen, mit der die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die
vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge ein elektromagnetisches Signal aussenden; die
Kraftfahrzeuge das elektromagnetische Signal über mindestens eine
Empfangsvorrichtung empfangen und das Signal mittels einer Rechnereinheit in ein
wahrnehmbares Warnsignal umgewandelt wird.
Durch dieses Verfahren wird ermöglicht, dass der Kraftfahrzeugführer zusätzlich zum
Martinshorn vor herannahenden, vorfahrtsberechtigten Fahrzeugen gewarnt werden.
Das zusätzliche Warnsignal verringert das Risiko, dass ein vorfahrtsberechtigtes
Fahrzeug zu spät bemerkt wird.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das
Warnsignal optisch ausgegeben wird. Dies kann mittels Leuchtdioden, Blinklichtern,
auf einem Monitor, etc. erfolgen. Die optische Wiedergabe hat den Vorteil, dass
zusätzlich zum Gehör ein weiteres Sinnesorgan angesprochen wird. Die optische
Ausgabe erfolgt am sinnvollsten an Stellen im Kraftfahrzeug, die sich vom
Kraftfahrzeugführer unter ständiger Kontrolle befinden. Dies kann im Armaturenbrett,
wie auch in Augenhöhe geschehen. Auch alle möglichen anderen Stellen sind
denkbar.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Warnsignal akustisch,
vorzugsweise über eine Sprachausgabe, ausgegeben wird. Die Sprachausgabe
informiert den Kraftfahrzeugführer über ein herannahendes, vorfahrtsberechtigtes
Kraftfahrzeug, so dass dieser aufgrund des Warnhinweises schnell und sicher
reagieren kann. Die Sprachausgabe hat den Vorteil, dass der Kraftfahrzeugführer
nicht durch andere Warnsignale erschreckt wird und es dadurch zu Fehlreaktionen
kommt.
Dadurch, dass die Richtung, aus der sich das vorfahrtsberechtigte Fahrzeug nähert,
vorzugsweise über graphische Pfeile, Signaldioden oder Sprachausgabe,
ausgegeben wird, wird die Sicherheit weiterhin wesentlich erhöht. Plötzlich ist es dem
Kraftfahrzeugführer möglich, aufgrund der Richtungsinformation vollkommen sicher
zu reagieren. Richtungsfehleinschätzungen und damit verbundene Wegblockaden
werden mit Vorteil vermieden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass
das vorfahrtsberechtigten Fahrzeug seine Position mittels GPS (Global Positioning
System) ermittelt und dass die Position mittels des elektromagnetischen Signals an
die Umgebung ausgesendet wird und dass der Empfänger im Kraftfahrzeug des
Verkehrsteilnehmer das GPS Signal empfängt und dass die Rechnereinheit ein
Warnsignal ausgibt, falls sich ein vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug in einem
bestimmten Umkreis befindet, wobei dieser Umkreis als Differenz zwischen der
mittels GPS ermittelten Position des Empfängers und der des Senders berechnet
wird. Diese Weiterbildung des Verfahrens hat einen großen Genauigkeitsvorteil. Die
Positionen der Fahrzeuge können über GPS sehr genau bestimmt werden. Mit dieser
Weiterbildung ist es über die Rechnereinheit möglich, nur ein Warnsignal
auszugeben, falls sich das vorfahrtsberechtigte Fahrzeug in einem bestimmten
Umkreis befindet. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass bestehende GPS-
Technik verwendet oder weiterentwickelt werden kann.
Bei GPS ist es meist möglich, die eigene Position auf einer Straßenkarte angeben zu
lassen. Die Karteninformation wird meist von CD-ROMs gelesen. Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es nun möglich,
dass die Rechnereinheit die Position des herannahenden, vorfahrtsberechtigten
Fahrzeugs auf einer elektronischen Straßenkarte ausgibt. Zusätzlich zur eigenen
Position kann nun die Position des vorfahrtsberechtigten Fahrzeugs angezeigt
werden. So weiß der Kraftfahrzeugführer zur jeder Zeit, wo sich das
vorfahrtsberechtigte Fahrzeug genau befindet und kann eine Ausweichroute wählen,
oder sich eine solche von einer Rechnereinheit automatisch berechnen lassen.
Es ist besonders zweckmäßig, dass elektronische Geräte wie beispielsweise Radio,
Mobiltelefon, etc. bei Empfang des Elektromagnetischen Signals automatisch
abgeschaltet werden. Das Warnsignal tritt dadurch in den Vordergrund. Allein schon
durch das plötzliche Abschalten der Geräte wird der Kraftfahrzeugführer auf eine
mögliche Gefahrenquelle hingewiesen.
Dadurch, dass die Rechnereinheit durch einen Vergleich der eigenen Position mit der
Position des herannahenden Fahrzeugs die Richtung ausgibt, aus der sich das
vorfahrtsberechtigte Fahrzeug nähert, ist gewährleistet, dass der Kraftfahrzeugführer
jederzeit erkennen kann, woher sich das herannahende, vorfahrtsberechtigte
Fahrzeug nähert und dadurch gezielt reagieren kann.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst die
an Kraftfahrzeugen mindestens eine Antenne, vorzugsweise mit bekannter
Richtungscharakteristik, als Empfänger des elektromagnetischen Signals vorsieht.
Die Antenne empfängt das Signal, welches an die Rechnereinheit weitergeleitet wird,
die dann ein Warnsignal ausgibt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Vorrichtung sieht vor, dass mehrere,
vorzugsweise zwei oder drei, Antennen am Kraftfahrzeug vorgesehen als Empfänger
des elektromagnetischen Signals vorgesehen sind, wobei die Antennen eine
vorzugsweise Rechteckfläche begrenzen. Bei zwei Antennen ist nur ermittelbar, ob
sich das vorfahrtsberechtigte Fahrzeug von vorne oder hinten nähert. Dies ist für
viele Anwendungsfälle ausreichend. Die Sicherheit wird jedoch wesentlich erhöht,
wenn zusätzlich zu den zwei Antennen mindestens eine Dritte Antenne vorgesehen
ist. Dadurch ist es möglich, die Richtung des herannahenden, vorfahrtsberechtigten
Fahrzeugs zu errechnen.
Die Richtungsbestimmung erfolgt mit Vorteil dadurch, dass die Rechnereinheit aus
der Phasenlage der Antennensignale die Richtung des herannahenden,
vorfahrtsberechtigten Fahrzeugs ermittelt. Dies ist durch eine einfache elektronische
Schaltung möglich. Hierbei handelt es sich um eine sehr kostengünstige Methode.
Anhand einer Zeichnung, die eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahren und der Vorrichtung näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform.
In Fig. 1 ist eine Straßenkreuzung 1 dargestellt. Von rechts nähert sich ein
vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug 2 mit Martinshorn 3. Das vorfahrtsberechtigte
Fahrzeug ermittelt seine Position über GPS. Die Position wird mittels eines
elektronischen Signals 4 über eine Sendeantenne 5 an die Umgebung ausgestrahlt.
Über eine Empfangsantenne 6 wird das elektronische Signal 4 von einem
Kraftfahrzeug 7 empfangen. Eine im Kraftfahrzeug 7 befindliche Rechnereinheit gibt
daraufhin ein Warnsignal aus, durch das der Kraftfahrzeugführer gewarnt wird.
1
Straßenkreuzung
2
vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug
3
Martinshorn
4
elektromagnetisches Signal
5
Sendeantenne
6
Empfangsantenne
7
Kraftfahrzeug
Claims (11)
1. Verfahren zur Warnung von Verkehrsteilnehmern in Kraftfahrzeugen vor
herannahenden Fahrzeugen mit Vorfahrtsberechtigung, wie beispielsweise
Polizei-, Feuerwehr- oder Ambulanzfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet,
dass
die vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge ein elektromagnetisches Signal aussenden;
die Kraftfahrzeuge das elektromagnetische Signal über mindestens eine Empfangsvorrichtung empfangen;
das Signal mittels einer Rechnereinheit in ein wahrnehmbares Warnsignal umgewandelt wird.
die vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge ein elektromagnetisches Signal aussenden;
die Kraftfahrzeuge das elektromagnetische Signal über mindestens eine Empfangsvorrichtung empfangen;
das Signal mittels einer Rechnereinheit in ein wahrnehmbares Warnsignal umgewandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Warnsignal
optisch ausgegeben wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Warnsignal akustisch, vorzugsweise über eine Sprachausgabe,
ausgegeben wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass elektronische Geräte wie beispielsweise Radio,
Mobiltelefon, etc. bei Empfang des Elektromagnetischen Signals automatisch
abgeschaltet werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Richtung, aus der sich das vorfahrtsberechtigte
Fahrzeug nähert, vorzugsweise über graphische Pfeile, Signaldioden oder
Sprachausgabe, ausgegeben wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das vorfahrtsberechtigten Fahrzeug seine Position mittels GPS (Global
Positioning System) ermittelt und dass die Position mittels des
elektromagnetischen Signals an die Umgebung ausgesendet wird und dass
der Empfänger im Kraftfahrzeug des Verkehrsteilnehmer das GPS Signal
empfängt und dass die Rechnereinheit ein Warnsignal ausgibt, falls sich ein
vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug in einem bestimmten Umkreis befindet, wobei
dieser Umkreis als Differenz zwischen der mittels GPS ermittelten Position
des Empfängers und der des Senders berechnet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rechnereinheit die Position des herannahenden, vorfahrtsberechtigten
Fahrzeugs auf einer elektronischen Straßenkarte ausgibt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rechnereinheit durch einen Vergleich der eigenen Position mit der
Position des herannahenden Fahrzeugs die Richtung ausgibt, aus der sich
das vorfahrtsberechtigte Fahrzeug nähert.
9. Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahren nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an Kraftfahrzeugen
mindestens eine Antenne, vorzugsweise mit bekannter
Richtungscharakteristik, als Empfänger des elektromagnetischen Signals
vorgesehen ist.
10. Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahren nach
Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, vorzugsweise zwei
oder drei, Antennen am Kraftfahrzeug vorgesehen als Empfänger des
elektromagnetischen Signals vorgesehen sind, wobei die Antennen eine
vorzugsweise Rechteckfläche begrenzen.
11. Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahren nach einem
der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rechnereinheit
aus der Phasenlage der Antennensignale die Richtung des herannahenden,
vorfahrtsberechtigten Fahrzeugs ermittelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000133859 DE10033859A1 (de) | 2000-07-12 | 2000-07-12 | Verfahren und Vorrichtung zur Warnung vor herannahenden vorfahrtsberechtigten Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10033859A1 true DE10033859A1 (de) | 2002-01-24 |
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ID=7648667
Family Applications (1)
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