DD293099A5 - Verfahren zur gewaehrleistung der freifliessbarkeit von pharmazeutischem natriumhydrogenkarbonat - Google Patents

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DD293099A5
DD293099A5 DD33904390A DD33904390A DD293099A5 DD 293099 A5 DD293099 A5 DD 293099A5 DD 33904390 A DD33904390 A DD 33904390A DD 33904390 A DD33904390 A DD 33904390A DD 293099 A5 DD293099 A5 DD 293099A5
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sodium bicarbonate
product
pharmaceutical
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glucose
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Ulrich Wagner
Gerhard Witte
Dieter Falck
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Veb Vereinigte Sodawerke "Karl Marx" Bernburg-Stassfurt,De
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Abstract

Das Verfahren betrifft ein einfaches Verfahren zur Herstellung von freiflieszbarem Natriumhydrogenkarbonat, vorzugsweise fuer ein Produkt mit hohen Anteilen an Feinkorn unter 0,1 mm, das sowohl im technischen Bereich als auch in der Lebensmittelindustrie und der Pharmazie eingesetzt werden kann. Ziel der Erfindung ist es, ein entsprechendes Verfahren zu entwickeln, das es mit einfachen technischen Mitteln und ohne negative Beeinflussung der Produkqualitaet gestattet, Produktverhaertungen zu verhindern, die sich unguenstig auf Lagerung, Umschlag oder Weiterverarbeitung auswirken. Erfindungsgemaesz wird das getrocknete Natriumhydrogenkarbonat in einem konventionellen Mischer vor der Konfektionierung mit Glucose in einem Masseverhaeltnis von 0,5 bis 3,0% Glucose intensiv vermischt. Das so hergestellte Produkt verhaertet auch nach laengerer Lagerung nicht und ist problemlos auf Paletten oder in Groszeinheiten lagerfaehig und weiterverwendbar.

Description

Charakerlstlk des bekannten Standes der Technik Bei der industriellen Herstellung von Natriumhydrogenkarbonat fällt nach der Trocknungsstufe ein Endprodukt an, das
besonders durch den enthaltenen Feinanteil der Kornfraktion kleiner 0,1 mm und durch ungünstige Trocknungsbedingungen
verhärtet.
Es ist bekannt, daß durch Zusatz von verschiedenen chemischen Substanzen eine Agglomerisation von anorganischen Salzen
vermieden werden kann. Bekannt sind u.a. folgende Wirkstoffe:
- für NaCI Zusatz von MgCI2 oder CaCI2 DE 2154416
- für KCI Zusatz aliphatischen Aminen SU 1039880
- für anorganische Salze Zusatz von Na-Phosphat J 61151022
- für NaHCO3 Zusatz von Zeolithen J 58110425
- fürAlkalisalzeZusatzvonaromatischenSulphonsäuren DS2818151
- für NaHCO3 Zusatz von Ca-Ionen EP 5981
- fürAlkalimetallsalzeZusatzvonNa-Dinaphthylmethan-disulphonat RO92311
- für NH4HCO3Zusatzvon Lösungen aus DD 214120 Ascorbinsäure und Sucrose DD 214362
- für Feuerlöschmittel Zusatz von Phosphaten J 61005856
- für Pottaschedüngemittel ZusatzvonAlkanen(C9-C 13) DD 138541
Mit diesen Verfahren gelingt zwar die Herstellung von freifließbarem Natriumhydrogenkarbonat, sie sind jedoch nicht anwendbar für ein Produkt, das den hohen Erfordernissen der Pharmazie und der Lebensmittelindustrie entspricht. Die o.g. Wirkstoffe sind einerseits in solchen Konzentrationen notwendig, die den Erfordernissen der speziellen pharmazeutischen Vorschriften (AB der DDR, Ph. Eur., DAB 9) widersprechen (Opaleszens der Lösung durch Unlöslichkeit des Additivs, Überschreiten der Grenzwertforderungen bestimmter Ionen, die im Additiv enthalten sind) ur d andererseits mit dem Einsatz der Wirkstoffe solche Nebenwirkungen verbunden sind, die der Anwendung in Pharmazie und L jbensmittelindustrie entgegenstehen.
Diese Nebenwirkungen sind u.a. gekennzeichnet durch die negative Beeinflussung des Lösevermögens, des Aussehens der Lösung oder des Gehaltes bestimmter Verunreinigungen.
Alle bekannten Verfahren zur Herstellung eines freifließbaren Natriumhydrogenkarbonates haben den Nachteil, daß das vorgeschlagene Additiv den gültigen Monographien für pharmazeutisches Natriumhydrogenkarbonat in mindestens einem der geforderten Parameter nicht entspricht oder die Methode der Zugabe des Additivs für die Produktionsbedingungen bei der Herstellung des Natriumhydrogenkarbonates nicht anwendbar ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Gewährleistung der Freifließbarkeit von Natriumhydrogenkarbonat, welches speziell für die Pharmazie und Lebensmittelindustrie eingesetzt wird, zu entwickeln, daß es mit einfachen technischen Mitteln und ohne negative Beeinflussung der Produktqualität hinsichtlich der Einhaltung der geforderten Monographien für Natriumhydrogenkarbonat und unter besonderer Berücksichtigung der Forderungen der späteren Anwendung gestattet, Produktverhärtungen zu verhindern, die sich negativ auf Lagerung, Umschlag oder Weiterverarbeitung auswirken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung lieg, die Aufgabe zugrunde, die nachteiligen Wirkungen der bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von freifließbarem Natriumhydrogenkarbonat zu beseitigen und insbesondere eine Lösung zu finden, die den speziellen Forderungen von Pharmazie und Lebensmittelchemie sowohl im Hinblick auf die chemische Zusammensetzung ah auch unter Berücksichtigung der geforderten physikalischen Grenzwerte in vollem Umfang gerecht wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das hergestellte, den pharmazeutischen Anforderungen entsprechende Natriumhydrogenkarbonat, in einem konventionellen Mischer vor der Konfektionierung mit Glucose in einem Masseverhältnis von 0,5 bis 3,0% intensiv vermischt wird.
Das entsprechend der Erfindung hergestellte Produkt verhärtet auch nach längerer Lagerung unter Druck nicht. Es ist deshalb auf Paletten oder in Großeinheiten gut lagerfähig und entspricht in allen Anforderungen den Bedingungen für Pharmazie und Lebensmittelindustrie. Es tritt keine negative Beeinflussung der Produktqualität auf.
Mit dem Einsatz von Glucose wird ein Additiv verwendet, das in vielen Bereichen der Pharmazie und Lebensmittelindustrie übliche Komponente ist und u. a. im Zusammenhang mit der Anwendung von Natriumhydrogenkarbonat für Lösungen zur Dialyse und zur Blutinfusion bereits /um Einsatz kommt.
Ausführungsbelsplel
Das nach der Trocknung erhaltene Natriumhydrogenkarbonat wird im Wechsel zwei parallelgeschalteten konventionellen Mischern mit einem Füllinhalt von jeweils 3t zugeführt. Nach Erreichen des vorgeschriebenen Füllstandes, gemessen büer eine Dosierbandwaage, erfolgt über eine Dosierschnecke die Zugabe von 30 kg Glucose.
Parallel zum Produkteintrag und Mischvorgang im ersten Mischer erfolgt der Austrag des Fertigproduktes am zweiten Mischer. Die Zeitdauer des Mischprozesses ist abhängig von der Intensität des Mischvorganges und liegt unter praktischen Bedingungen unter einer Stunde. Sie kann durch die Wahl der Mischergröße und durch Intensität der Mischung dem kontinuierlichen Herstellungsprozeß von Natriumhydrogenkarbonat angepaßt werden.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Gewährleistung der Freifließbarkeitvon pharmazeutischem Natriumhydrogenkarbonat, gekennzeichnet dadurch, daß getrocknetes Natriumhydrogenkarbonat in einem konventionellen
    Mischer vor der Konfektionierung mit Glucose in einem Masseverhältnis von 0,5 bis 3,0% intensiv
    vermischt wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein einfaches Verfahren zur Herstellung von freifließbarem Natriumhydrogenl.-.rbonat, vorzugsweisee für ein Produkt mit hohen Anteilen an Feinkorn unter 0,1 mm, das sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in der Pharmazie eingesetzt werden kann.
    Die Anwendung der Erfindung erfolgt vorzugsweise in Produktionsanlagen zur Herstellung von Natriumhydrogenkarbonat. Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt es, in den Produktionsstufen der Welterverarbeitung eine nachträgliche Dosierung vorzunehmen und eine Freifließbarkeit zu erreichen.
DD33904390A 1990-03-26 1990-03-26 Verfahren zur gewaehrleistung der freifliessbarkeit von pharmazeutischem natriumhydrogenkarbonat DD293099A5 (de)

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