Transportkarren mit hebbarer Plattform. Die Erfindung bezieht sich auf einen Transportkarren mit durch Ausschwingen einer Deichsel hebbarer Plattform und be steht in der Anordnung zweier Sperrhebel; welche sich beim Ausschwingen der Deichsel gegen einen festen Anschlag legen und da durch die Plattform in ihrer Höchstlage fest steilen. Diese Sperrhebel sind an Traghebeln der Plattform gelagert, die erst dann zur Be- tvegung aus der Höchst- in die Tieflage frei gegeben wird, wenn ein von der Deichsel be einflussbarer Sperrhaken die Sperrhebel von dem festen Anschlag abhebt.
Die Zeichnung veranschaulicht teilweise ein Ausführungsbeispiel eines nach der Er findung ausgeführten Transportkarrens in Fig. 1 in Seitenansicht, in Fig. 2 in der zu gehörigen Oberansicht, in Fig. 3 in Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1, und in Fig. 4 1n der zu Fig. 2 zugehörigen Rück ansicht; Fig. 5 zei t eine andere Stellung der Teile nach Fig. 1., und die Fig. 6 bis 8 geben einen Einzelteil im Schnitt, Seiten- und Unteransicht wieder.
Die Plattform 1. ist mit dem Untergestell in bekannter Weise durch Traghebel verbun- den, von denen die am untern Deichselende liegenden als Sektoren 3 ausgebildet und um die feste Achse 4 drehbar sind. Jeder Sektor 3 ist mit einer flachen Rast 3c und einer tiefen hast 12 versehen und die Plattform mit der Rast 12'. In jede dieser Rasten kann eine Sperrklinke 15 einspringen, welche mit der Sperrklinke 16 den Fortsatz einer Büchse 20 bildet, die auf einer bügelartigen Deich sel verschiebbar ist und unter Wirkung einer Feder 23 steht. Die erläuterte Anordnung befindet sich an jedem der beiden Deichsel schenkel 22.
Die beiden Federn 23 sind auf die Enden der beiden Schenkel der innerhalb der Deichsel verschiebbar gelagerten bügel artigen Zugstange 24 aufgeschoben und legen sich einerseits gegen einen an der Deichsel starr befestigten Quersteg 25, anderseits ge gen den seitlich ausladenden Arm 20' der verschiebbaren Büchse 20 (Fig. 4).
Mit den Sektoren 3 sind die Sperrhebel 18 drehbar verbunden, welche sich in der Sperr stellung mit einem Ausschnitt 18d gegen die Gestellkante 21 legen und durch den an der Büchse 20 sitzenden Sperrhaken 1.6 ausgelöst werden können. Jeder der beiden Sperrhaken ist eine Verlängerung der hintern, in den ausladenden Arm 20' übergehenden Längs wange der Sperrklinke 15 (Fig. 6, 7 und 8), Unim die Gleitbewegung der Sperrklinke 15 auf der Sektorenoberkante bei angehobener Plattform 1 zu ermöglichen, ist das hintere Ende 1' der letzteren der Sektorenform ent sprechend abgerundet (Fug. 1). Die um die feste Achse 4 drehbaren Sektoren 3 sind durch den Bolzen 5 mit den Seitenwangen der Plattform 1 verbunden.
Der U-förmige Verbindungssteg 2a des Gestelles 2 trägt an jeder Seite einen festen, ein Ausschwenken der Deichsel nach vorn verhindernden An schlag 2b mit einer flachen Rast 2e. Diese Rast 2c deckt sich bei gesenkter Plattform 1 mit der Rast ce der Sektoren 3 (Fug. 1), bei gehobener Plattform mit den Rastent 12 und 12' der Sektoren 3 bezw. der Plattform 1. (Fug. 5). Die Sektoren 3 sind ferner durch eine Achse 6 verbunden, auf deren hervor tretenden Enden Ringsttücke 6' aufgeschoben und versplintet sind, welche einen Endan- schlag für die Deichselschenkel 22 bilden. Auf der Achse 6 sitzen die oben erwähnten Sperrhebel 18, welche durch eine Stange 19 (Fug. 2 und 4) miteinander verbunden sind und an dem den Deichselschenkeln 22 zu gekehrten Seiten vorspringende Zapfen 18' besitzen.
Die Wirkungsweise der vorstehend er läuterten Einrichtung ist folgende: Bei gesenkter Plattform 1 (Fug. 1 bis 4) ruht letztere, wie üblich, auf dem Rahmen des Fahrgestelles 2. Die um die Achse 4 drehbaren Sektoren 3 sind hierbei nach demn Wagenvorderteil zu geneigt eingestellt. Die Rasten 2c der am Verbindungssteg 2a sit zenden festen Anschläge 2b decken sich bei gesenkter Plattform mit den Rasten 3c der Sektoren 3, und jede der beiden Büchsen 20 fasst mit der Sperrklinke 15 bei gesenkter Plattform sowohl in die Rast 2c des festen Gestelles, als auch in die Rast 3c des Sek tors 3, so dass jetzt die Plattform und auch die Deichselschenkel 22 in dieser Stellung verriegelt sind. Ein Ausschwenken der Deichsel nach vorn ist durch den festen An- schlag 2b verhindert.
Die Sperrhebel 18 liegen bei gesenkter Plattform 1 mit ihrer Unterseite auf der Hinterkante 2d des Ver bindungssteges 2a auf, so dass ihre vordern Ausschnitte 18d nicht zur Wirkung kommen.
Wird jetzt die Büchse 20, entgegen der Wirkung der Feder 23, durch die Zugstange 24 ein wenig angehoben, so verlässt die Sperr klinke 15 die flachen Rasten 2c, 3c, und die Deichsel 22 kann nach hinten (auf der Zeich nung nach rechts) bis in die Stellung der Fig. 5 umgelegt werden. Hierbei nimmt sie die Sektoren 3 und die mit letzterem durch die Bolzen 5 verbundene Plattform 1 mit, so dass diese, um die Achse 4 schwingend, bis in ihre irgendwie festgelegte Endstellung hochbewegt wird. Hierbei kommen die Ra sten 12 der Sektoren und die Rasten 12' der Plattform 1 miteinander und mit der Rast 2c der Anschläge 2a zur Deckung.
Bei dem Umlegen der Deichsel 22 in die Stellung nach Fig. 5 sind die Sperrhebel 18 an der Kante 2d des festen Gestelles entlanggeglitten und haben sich mit den Ausschnitten 18d gegen die Kante 2d gelegt, so dass jetzt die Sektoren 3 in dieser Lage und damit die Plattform 1 in der Hochstellung verriegelt sind.
Durch geringes Anheben der Büchse 20 mittelst der Zugstange 24 wird die Sperr klinke 15 von der Rast 3c freigegeben und die Deichselschenkel 22 können, ohne die ge sperrte Plattform 1 mitzunehmen, wieder nach vorn in die senkrechte Lage (Fug. 1) gebracht werden. Hierbei ist nur darauf zu achten, dass die Sperrklinke 15 und die den Sperrhaken 16 tragende Büchse 20 nicht bis zur Auslösung der Hebel 18 aus ihrer Sperr stellung angehoben wird. Die Deichsel wird in aufrechter Stellung durch den Eingriff der Sperrklinke 15 in die Rasten 2c, 12, 12' und durch den festen Anschlag 2b gesichert und lässt sieh nach Anheben der Büchse 20 bei festgestellter Plattform zwischen den beiden Endstellungen beliebig ausschwenken.
Soll die Plattform 1 wieder gesenkt wer den, so bringt man die Deichsel in die Stel lung nach Fig. 5 und löst zunächst die Sperrhebel 18 aus. Dies geschieht durch star kes Anheben der Büchse 20 mittelst der Zug stange 24 und des Sperrhakens 16, welcher bei genügendem Hub der Büchse 20 unter die Zapfen 18' der Sperrhebel 18 greift und diese in die in Fig. 5 strichpunktiert gezeich nete Lage mitnimmt, so dass die Ausschnitte 78d mit der Gestellkante 2d ausser Dingriff kommen. Beim Nachlassen der Deichsel 22 bewegt sich jetzt die Plattform 1 infolge ihres Eigengewichtes selbsttätig in die Grundstellung (Fig. 1).