CH95660A - Verfahren zur Gewinnung chemisch reiner Schwefelsäure durch Destillation von verunreinigter Schwefelsäure. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung chemisch reiner Schwefelsäure durch Destillation von verunreinigter Schwefelsäure.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung chemisch reiner Schwefelsäure durch Destillation von verunreinigter Schwefelsäure. Die Destillation technischer Schwefelsäure wurde bisher in Glasretorten und Quarz gefässen ausgeführt. Diese Materialien gestat ten aber die Verwendung grösser Einheiten nicht, da man einerseits infolge der geringen Leitfähigkeit des Materials und infolge des Auftretens von Spannungserscheinungen die Wandstärke stark einschränken muss, ander seits aber bei den zulässigen Wandstärken die mechanische Widerstandsfähigkeit gering ist. Grössere Einheiten könnte man bei An wendung von gusseisernen Gefässen mit säure fester Emailauskleidung verwenden. Diese haben aber keinen Eingang in die Praxis gefunden, da Haarrisse in dem Emailüberzug einen Angriff der Unterlage bedingen. Diesen Übelstand versuchte man durch Innenheizung mittelst überhitzten Dampfes zu heben. Dies scheiterte jedoch gleichfalls infolge der Ma terialschwierigkeiten. Gemäss der Erfindung wird der Übelstand dadurch gehoben, dass man die Destillation durch in entsprechender Entfernung vom Flüssigkeitsspiegel angeordnete elektrisch ge heizte Widerstandskörper bewirkt. Es erfolgt so Oberflächenheizung durch Strahlung. Dies ermöglicht von der Emailauskleidung abzu sehen und gestattet die Anwendung eines beliebigen säurefesten Materials zum Bau des Säurebehälters. Da keine thermische Bean spruchung erfolgt, kann die Wandstärke be liebig gewählt werden, wodurch die Grenze für die Einheit wesentlich erweitert wird. Da durch, dass keine Gefässwand geheizt werden muss, und dass nicht die ganze Flüssigkeit, sondern nur die oberste Schicht auf Siede temperatur gebracht wird, wird nicht nur eine verbesserte Wärmeausnützung erzielt, sondern es werden auch die namentlich bei der Er wärmung von Schwefelsäure sehr gefährlichen Siedevorzüge vermieden. Ein weiterer Vorteil der Innenheizung liegt darin, dass die bei der Destillation 'von technischer Schwefelsäure unvermeid lichen Konzentrationsniederschläge sich nicht unter Krustenbildung an der geheizten Fläche festsetzen, dadurch die Heizung erschweren und zu Betriebsstörungen Anlass bieten, son dern sich in lockerer Form an der Boden fläche sammeln und durch geeignete Vor richtungen leicht während des Betriebes ent fernt werden können. Die angeschlossene Zeichnung veranschau licht in schematischer Darstellung eine bei spielsweise Ausführungsform einer zur Durch führung des geschilderten Verfahrens dien lichen Einrichtung. Als Destilliervorrichtung dient zum Bei spiel ein zylindrischer Steinzeugtopf a, der Bodentubus b und Zuflussstutzen c besitzt und dem die Säure durch das Rohr Z aus dem Behälter /c zufliesst. Der Topf a trägt einen aufgeschliffenen konischen Deckel d. An diesen schliesst sich ein Abzugsrohr e an, das zu einer geeigneten Kondensationsvorrichtung f führt. Die Heizelemente g sind im koni schen Deckel, z. B. in einer Ebene angeord net, ihre Enden h sind durch seitliche Stut zen i herausgeführt; diese seitlichen Stutzen sind gleichfalls abgedichtet und isoliert. Der Säurespiegel wird dauernd durch entspre chende bekannte Vorrichtungen im gleichen, möglichst geringen Abstand von den Heiz- elementen erhalten. Nach Einschalten des elektrischen Stromes - als solcher kann Wechsel- oder Gleichstrom verwendet wer den - beginnt die Destillation, die in ruhi ger Weise ohne Unterbrechung vor sich geht. Das Destillat, das nach dem Verlassen der Kondensationseinrichtungen aufgefangen wird, ist chemisch reine Schwefelsäure. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, dass die Schwefelsä.uredämpfe an dem Wider- standskörper keine Zersetzung in S02 und 0 erleiden, so dass als Heizkörper ausser Platin auch nicht säurebeständige elektrische Lei ter, wie z. B. Nickelin, Eisen und derglei chen, verwendet werden können. Bei Verwen dung von Eisen, z. B. in Form von Spiralen als Heizkörper, überziehen sich diese mit einer dünnen Schicht von Eisenoxyd und Eisensulfat, die eineu weiteren Angriff des Materials verhindert und die Zersetzung der Schwefelsäuredämpfe, welche an glühenden Eisenspiralen erfolgt, hintanhält. Zur Konzentration der Wärmestrahlung auf den Flüssigkeitsspiegel ist es zweckent sprechend, über die obere Hälfte der Heiz körper-Reflektoren zum Beispiel halbrunde Quarzreflektoren zu setzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur (-xewinnung chemisch reiner Schwefelsäure durch Destillation von verun reinigter Schwefelsäure, dadurch gekenn zeichnet, dass der Destillationsvorgang durch in entsprechender Entfernung vom Flüssig keitsspiegel angeordnete, elektrisch geheizte Widerstandskörper bewirkt wird. <B>UNTERANSPRUCH:</B> Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die als Heizele- mente dienenden Widerstandskörper aus einem nicht säurebeständigen, elektrischen Leiter bestehen.
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| CH95660D CH95660A (de) | 1920-05-21 | 1921-03-07 | Verfahren zur Gewinnung chemisch reiner Schwefelsäure durch Destillation von verunreinigter Schwefelsäure. |
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