CH94985A - Selbsttätiger Wähler für Fernsprechanlagen. - Google Patents

Selbsttätiger Wähler für Fernsprechanlagen.

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CH94985A
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  Selbsttätiger Wähler für Fernsprechanlagen.    Die Erfindung     betrifft    einen selbsttätigen  Wähler für Fernsprechanlagen mit schritt  weiser einstellbarer Bewegung und abwech  selnd einwirkender Antriebsvorrichtung, die  durch einen rotierenden Magnetanker gebil  det ist. Gemäss der Erfindung erfolgt die  fortschreitende Verstellung des Wählers  durch vom Magnetanker veranlasste verschie  denartige Bewegungen der Einstellvorrich  tung des Schaltwerkes.

   Die Einstellvorrich  tung des Schaltwerkes kann in der Weise  durch den Magnetanker unter dem Einfluss       der    Stromstösse     aalgetrieben        werden,    dass sie  fortschreitende Bewegungen, Hub-     und    Dreh  bewegungen in zwei verschiedenen Ebenen  ausführt und dabei einer bestimmten Strom  stossreihe ' (oder bestimmten     Stromstossreihen)     entsprechenden Wahlvorgang bewirkt.  



  Eine Ausführungsform des Erfindungs  gegenstandes, sowie     entsprechendeSchaltungs-          scliemas    sind in beiliegender Zeichnung bei  spielsweise dargestellt.  



  Die     Fig.    1, 2 und 3 zeigen die Konstruk  tion des angewendeten Wählers und die Art,  in welcher der aus     Magneten    bestehende Mo-         tor    verwendet wird, die Kontaktarme zu he  ben oder zu drehen;  In der     Fig.    4 ist eine anrufende Teilneh  merstation A gezeigt, die durch einen Vor  wähler C einen Gruppenwähler D der neuen  Art erreichen kann;

         Fig.    5 zeigt die Schaltung eines Leitungs  wählers H nach der Erfindung, der zusammen  mit anderen durch einen Gruppenwähler D,       Fig.    1, erreicht werden kann, und der unter  einer grösseren Anzahl Leitungen irgend eine  Leitung     A1,    die einem     Vorwähler    C zugeord  net ist,     herauswählen    kann.  



  Die mechanische Einrichtung der Grup  pen- und Leitungswähler ist dieselbe, und sie  unterscheiden sich -nur dadurch, dass die für  ihre Einstellung verwendeten Schaltungen  voneinander abweichen.  



  In der     Fig.    1 ist die     Konstruktion    des  einen Wähler antreibenden, aus     Magneten     bestehenden Motors angedeutet. Diese soll an  dieser Stelle nur in grossen Zügen erläutert  werden, da sie den Gegenstand des Haupt  patentes Nr. 90418 bildet, und in diesem Pa  tent bereits ausführlich beschrieben ist.

        Der Motor besitzt zwei Magnete .1 und 5,  die durch zwei     Jochstücke    aus Messing     zu-          sammengeha.lten    werden und     Polstücke    9, 10,  I l und 1? aufweisen, welche so gebogen sind;

    dass sie     paarweise    einander     zustreben.    Die Pol  paare 9, 10     bezw.    11, 12 wirken auf einen       zwischen        tlen    Magneten 4     und    5 angeordneten       Anli:er    ein, der aus. einer bei 13 und 14 in den       @llessingjochstücken    7 und 8 drehbar gelager  ten Welle 1.5 besteht, auf     welcher,        \vie    in der  Beschreibung des Hauptpatentes     naher    aus  geführt, ein Messinghalter befestigt ist, der  ein Eisenstück trägt, das von einem     Polstück.     11 bis zum andern Polstück 12 reicht.

   Das  Eisenstück ist so geformt, dass es von der  Mitte der Welle aus bis zu seinen äussersten  Kanten immer dicker wird. Wenn nun der  dickere Teil dem einen Magneten, z. B. 5, am  nächsten ist, und der andere Teil 4 dann er  regt wird, so wird der Magnet 4 das Bestre  ben haben, den dickeren äussern Teil des An  kers an sich Heranzuziehen und in die Stel  lung zu bringen, in welcher ein     Maximum    der       Kraftlinienzahl,        bezw.    der     kleinste    magneti  sche Widerstand besteht. Bis diese Stellung  erreicht ist, wird der Anker eine halbe Um  drehung ausgeführt haben.

   Dann wird der  andere Magnet 5 erregt,     d-r    nun seinerseits  den dicksten Teil des     Eisenstückes    an sich  heranzieht und den Anker dreht, bis die Stel  lung der grössten     Kraftlinienzahl    erreicht ist,  wodurch wieder eine halbe     Umdrehung    des  Ankers veranlasst wird. Hieraus ergibt sich,       da.ss    ein durch einen Magneten 4 und ein wei  terer durch einen andern Magneten 5 gesand  ter Stromstoss zu einer vollen Umdrehung der  Welle 5     Veranlassung    gibt.

   Die in den Pol  stücken gelagerte Welle ist durch eine bieg  same     Kupplung        \?0    mit einem äussern Wellen  teil verbunden. auf     welchem    eine Schnecke 19  angeordnet ist, so dass bei der Erregung des  Magneten - 21 die Schnecke 19 mit dem  Schneckenrad 31 in Eingriff     gebracht    werden  kann. Der in den     Jochstücken    gelagerte Wel  lenteil ist mit einem fest auf der -Welle ange  ordneten Zahnrad 22 versehen.  



  In der     Fig.    ist eine Vorderansicht des  Schaltwerkes     veranschaulicht.    Dieses besteht    aus einer senkrecht beweglichen Welle 24, die  in den Lagern 25 und 26 des Wählerrahmens       verschiebbar    ist. Auf der Welle ist eine mit  Zahnradzähnen und Schaltzähnen versehene  Stange, die sich mit der     'Delle    bewegt, ange  ordnet. Die Welle 24 wird durch ein Zahn  rad 28, welches in die Zähne der Stange 27  eingreift, hochgehoben.

   Zum Halten der     \'Delle     in ihrer gehobenen Lage ist eine mit zwei  Haltezähnen versehene Klinke der bei     Strow-          gerw        ählern    bekannten Art vorgesehen, die  mit ihrem Zahn ?9 in die Haltezähne der  Stange 27 eingreifen kann.  



  An dem untern     Ende'der    Welle 24 ist eine       1a,nge    Buchse 30 angebracht, die mit der  Welle gehoben wird und am untern Ende die  Kontaktarme des Wählers trägt. Die Buchse  30 kann auf der     Welle    24 mittelst des Zahn  rades 31 und einer Stange 3 2 bewegt werden.  Die Stange 32 gleitet bei der Hebung der  Welle in eine     Offnung    des Zahnrades 31, das  beim Hochgehen der Welle unbeweglich  bleibt. Für die     Rückstellung    der Buchse in  ihre Ruhestellung ist eine Feder vorgesehen,  die die Buchse zurückdreht, sobald der untere  Zahn der     doppelten    Halteklinke aus dem  Zahnrad 31 herausgehoben wird.

   Das Zahn  rad 31 wird durch die Schnecke 19 gedreht,  die durch den Magneten 21,     Fig.    1, mit dem  Zahnrad 31. in Eingriff gebracht wird.  



  In      < ler        Fig.    3 ist eine Seitenansicht des  Gestelles und der Mechanismen des Schalt  werkes gezeigt.      worin    der aus Magneten be  stehende Motor und die Art, in welcher die  ser Motor 5 die Welle 24 mittelst des Zahn  rades 28 und der Zahnstange 27 hochhebt,  dargestellt sind.     Dass    Zahnrad 28 ist auf einer  Welle 34     befestigt,    die an beiden Enden dreh  bar gelagert ist, und zwar am einen Ende in  einem Rahmenteil 35 und am andern Ende in  einem     Winkelstück    36, welches gleichfalls  den Magneten 3 7     trägt:

  .    Die Welle 34 kann  um eine kurze Strecke in ihrer Längsrich  tung bewegt     r#erden    und wird für gewöhn  lich nach rechts verschoben durch eine Feder  38, die gegen das linke Ende der Welle     3=1_     drückt. Das Zahnrad ist für gewöhnlich, wie      in der     Fig.    3 gezeigt, ausser     Eingriff    mit den  Zähnen der Zahnstange 27. Wird aber der  Magnet 37 erregt, so drückt sein Anker gegen  (las rechte Ende der Welle 34 und bewegt  hie nach     links,    so     da.ss    die Zähne des Zahn  rades 28 mit den Zahnradzähnen der Zahn  stange 27 in Eingriff gelangen.

   Die Welle 34  trägt auch ein starr mit ihr verbundenes Zwi  schenrad 39, dessen Zähne in das grösste  Zahnrad 40 eingreifen, welch letzteres an der  entgegengesetzten Seite mit dem Zahnrad 22  in Eingriff steht. Es ergibt sich also, dass bei  der Drehung des Motorankers und bei gleich  zeitiger Erregung des Magneten 37 die dre  hende Bewegung durch die Räder 22, 40, 39  und 28 auf die Zahnstange 27 übertragen  wird. Die Übersetzungsverhältnisse dieser  Zahnräder sind derart, dass eine volle Umdre  hung des Zahnrades 22 eine     Hubbewegung     der Welle 24     vera.nlasst,    die einem Schalt  schritt,     bezw.    einer Entfernung zwischen  zwei     Kontaktreihen    des     Kontaktfeldes,    des  Wählers entspricht.

   Die Übersetzungsverhält  nisse der Zahnräder können verschieden sein,       cl.    h. es könnte durch eine     j1mdrehung    des  Zahnrades 22 das Zahnrad 28     veranl.asst    wer  den, die Zahnstange 27     urn    zwei Zähne zu       heben.    In jedem Falle werden     -aber    die Kon  taktarme nur um einen Schritt, d. h. von einer  Kontaktreihe des Kontaktfeldes bis zur näch  sten emporgehoben.

   In     dein    dargestellten  Schaltwerk wird die mit zwei Haltezähnen  versehene Halteklinke bekannter Art verwen  det, und dieselbe wird von der Feder oder  von     dem        Gliede,    welches sie in ihrer gewöhn  lichen Lage festhält. durch einen Arm frei  legeben, der sich auf dem Anker     des        3la.gne-          t(,n    3 7 befindet.

   Mit andern Worten wird bei  der     zu#ecks    Bewegung der Welle 34 stattfin  denden Erregung des Magneten 3 7 die dop  pelte Halteklinke ausgelöst. so dass sie mit  einem ihrer     Zällne    29 in die senkrechte     Zahn-          siange    der Schaltwelle 24 eingreift und mit  dem andern Zahn "in eine Zahnlücke eines  Sperrzahnrades 41. welches mit dem Zahnrad  31 fest verbunden ist, gelangt.

   Bei der in der  üblichen     Weise    stattfindender Auslösung  durch     die    Erregung des -     Auslösemagneten       bewegt dieser die doppelte Halteklinke in sol  cher Weise, dass die Haltezähne aus den  Sperrzähnen herausgehoben werden und die  doppelte Halteklinke unter ein     Auslöseglied          geschoben    wird, welches diese festhält.  



  Es     soll    nun die Wirkungsweise der bei  dem Schaltwerk nach.der Erfindung ange  wendeten Schaltung     beschrieben    werden, die  in den     Fig.    4 und 5 dargestellt ist.  



       Sobald    ein Teilnehmer der Sprechstelle _A  seinen Hörer vom Haken nimmt, wird ein  das Leitungsrelais 50 des     Vorwählers    C ent  haltender     Stromkreis    geschlossen, wobei das  Leitungsrelais erregt     wird    und     .einen    Strom  kreis schliesst, in welchem das Relais  51 und der Magnet 52 in Reihe liegen.

   Gleich  zeitig schliesst das Leitungsrelais einen das  Relais 51. umgehenden, zum Prüfkontaktarm  führenden     Neben:stromweg,    auf welche der       Vorwähler    gerade eingestellt ist, bereits be  legt ist, eine direkte     Verbindung    von der Erde  nach dem Drehmagneten 52 stattfindet, die  zu der Erregung dieses Magneten Veranlas  sung gibt, so dass er die     Vorwählerkontakt-          arme    bis zum nächsten Kontaktsatz weiter  bewegt, und gleich darauf in     bekannter    Weise  seinen eigenen Stromkreis unterbricht.

   Das  Arbeiten des Magneten 52     -wird    fortgesetzt,  bis eine freie Verbindungsleitung erreicht ist  und infolge des Fehlens einer Erdung des  Prüfkontaktes, auf den der     Präfkontaktarm     in dem entsprechenden Augenblick eingestellt  ist, die sonst stattfindende Kurzschliessung  des Relais 51     ausbleibt,    so dass dieses Relais  in dem Stromkreise. in dem es     finit    dem Dreh  magneten 52 und dem untern Kontakt des  Leitungsrelais 50 in Reihe liegt, erregt wird  und dabei die anrufende Leitung von den Re  lais des     Vorwählers    C     abtrennt    und nach der  frei gefundenen Verbindungsleitung durch  schaltet.

   Der Magnet 52 wird in dem soeben  genannten Stromkreise, in dem er mit dem  Relais 51 in Reihe liegt, wegen des hohen  Widerstandes dieses Relais nicht mit erregt.  



  Bei .der Erregung des Relais 51 wird  durch den über die Leitungsschleife     flie4en-          den    Strom das     Stromstossrelais    53 des Grup-           penwählers    D,     Fig.    4, erregt und dieses Re  lais schliesst hierbei     an    den Kontaktfedern  54. 55 einen das Relais 56 enthaltenden  Stromkreis.

   Dadurch wird das Relais 56 er  regt und erdet durch seine Kontaktfedern 58  und 59 .die nach dem     Vorwähler    C zurück  führende     Auslöseleitung    und schliesst durch  die Kontaktfedern 58, 60 einen Stromkreis,  der über den Kontakt 61, Kontaktfedern 62  und 63 und über den Magneten 37 nach der       Batterie    verläuft.

   Der     Magnet    37 wird hier  bei erregt und bringt das Zahnrad 28 in  Eingriff mit den Hebezähnen der Zahnstange  7.     Fig.    2.- Durch die Kontaktfeder 57 bereitet       #,aRelais    56 an einer Stelle auch einen über  den Magneten 5 .des Antriebsmotors verlau  fenden Stromkreis, während es durch die  Kontaktfedern 65 und 66 einen über den Mag  neten 4 des Antriebsmotors und einen über das  Relais 64 verlaufenden     Stromkreis    vorbe  reitet.  



  Stellt nun der anrufende Teilnehmer sei  nen     Nummernschalter    entsprechend der ersten  Ziffer der Anrufnummer ein, so erfolgt eine       entsprechende    Anzahl     Aberregungen    des Re  lais 53. wobei durch     Kontaktfedern    54 und       C7    Stromkreise geschlossen werden, die den  Magneten 4 einerseits und das Relais 64 an  derseits enthalten.

   Durch die hierbei stattfin  dende Erregung des     Ma.bneten    4 wird die  Welle des Antriebsmagneten um einen halben  Schritt gedreht und sobald das Relais 53 wie  der erregt     erird,    wird durch die Kontakt  federn 54, 55 und 57 und 68 der Stromkreis  des Magneten 5 geschlossen, der die Schalt  welle weiter bewegt,     @so    dass sie den erstes:  Schritt vollendet und die Kontaktarme auf  die erste Kontaktreihe des     Isontaktfeldes    ein  stellt.

   So     wird    also bei jeder     stattfindenden          .\!ierregung    und darauf     erfolgenden        -Wieder-          errecrung    des Relais 53 ein Stromstoss durch       (]en    Magneten     ?-    und darnach ein Stromstoss       nurch    den     3Tagneten-5    gesandt.

       'V#Tährend    die  ser ersten     MTalilstromstossreilie    bleibt das       iTerzögerüngsrela.is    64 erregt und hält an den       1Z        ontaktfeclern    170 und<B>171</B> den Stromkreis       des,Relais    69 offen.

   Sobald jedoch das Relais  53 nach dieser ersten     Wahlstromstossreihe    in    seiner     erregten    Stellung zur Ruhe kommt,  lässt     da.s    Relais 64 seinen     Anker    abfallen und  schliesst an den     Kontaktfedern    170,<B>171</B> den  Stromkreis des Relais 69, der über die Wel  lenkontakte 72 verläuft, die bei .dem ersten  Hubschritt der Schaltwelle geschlossen wur  den. Sobald das Relais 69 erregt wird, öffnet  es an den Kontaktfedern 73 den Strom  kreis des Relais 64, während es an  den Kontaktfedern 62 und 63 den Strom  kreis des     1VIagneten    37 unterbricht.

   Gleich  zeitig schliesst es durch die Kontakt  federn 62, 74 den Stromkreis des Magneten       :.)1.    und bereitet an den Kontaktfedern 75 für  den Magneten 5 des     Antriebsmotors    einen  neuen     Stromkreis    vor. Ferner schliesst es  durch die Kontaktfedern 76,<B>77,</B> 78 vorüber  gehend einen über das Relais 79 verlaufenden  Stromkreis. Aus dem Vorangegangenen ergibt  sich, dass die Schalterelle,     bezw.    ihre Kon  taktarme auf eine gewünschte Reihe einge  stellt worden ist, in welcher Stellung sie       clurcli    die doppelte Halteklinke festgehalten  wird.

   Ferner ist nun durch die Erregung des  Magneten 21 (Erde, 58, 61, 62, 74, 21, Bat  terie) die Schnecke 19 mit dem Zahnrad 31  in Eingriff gebracht     worden.    so dass nun die       Drehung    der Buchse 30 mit den Kontakt  armen über die betreffende     Kontaktreihe    von  statten gehen kann.

   Bei der vorübergehenden  Erregung des Relais 79 vermittelst des Relais  69 zieht das Relais 79 seinen     Anker    an     und     schliesst durch die     Kontaktfedern    80, 81 einen  über den     31agnel;

  eii    4 des Antriebsmotors ver  laufenden Stromkreis.     Darauf    fällt dann der  Anker     des    Relais 79 zurück und schliesst       ciiirch    die     Kontaktfedern    80, 82 einen den  Magneten 5 enthaltenden Stromkreis, wodurch  die Schnecke 19 veranlasst wird, die Buchse  30 mit den Kontaktarmen     zii    drehen und diese  auf den ersten Kontaktsatz     cler    gewählten  Kontaktreihe einzustellen.  



  Sobald das Relais 79 seinen Anker zu  rückfallen lässt und seine Kontaktfedern 83  sich     berühren,    wird ein über seine eigen  Wicklung verlaufender Stromkreis vorberei  tet, der nach dem     Priifkontaktarm    84 ver  läuft. Ist die an dem ersten Kontaktsatz der      Kontaktreihe angeschlossene Verbindungs  leitung besetzt, so dass der Prüfkontakt dieses  Kontaktsatzes geerdet ist, so wird das Relais  79 abermals erregt und     veranl.asst,    je einen  Stromstoss durch die Magnete 4 und 5 zu  schicken, bei gleichzeitiger     Üffnung    seines  eigenen Stromkreises an den Kontakten 83.

         Diese    Arbeitsweise des Relais 79 dauert fort  und die Kontaktarme werden über die beleg  ten Kontaktsätze hinwegbewegt, bis eine freie  Verbindungsleitung gefunden ist, deren Prüf  kontakt keine die Leitung als besetzt kenn  zeichnende Erregung aufweist.     Sobald    eine  solche     Verbindungsleitung    erreicht wird,  kommt ein Stromkreis zur Geltung, der fol  gendermassen verläuft:

   Von der Erde über  die Kontaktfedern 58, 59, Relais 85, Kontakt  federn 86, 83, Relais 79 zur     Batterie.    Das  Relais 85 hat einen     höhern    Widerstand als  das Relais 79, so dass     -dieses        in    dem  soeben verfolgten     Stromkreise    nicht erregt       wird.    Das Relais 85 wird jedoch er  regt und öffnet an "den     Kontaktfedern     8 7 den     Auslösestromkreis,    während es an  den Kontaktfedern 61 den     Stromkreis    des       Magneten    21 öffnet.

   Ferner trennt es den  Prüfkontaktarm 84 von dem Relais 79 ab und  verbindet     ihn    durch Kontaktfedern 58, 5.9  unmittelbar mit der Erde.     Das    Relais 85  trennt gleichzeitig das     Stromstossrelais    53 von  der anrufenden Leitungsschleife ab und schal  tet diese über die Kontaktarme 88, 89 nach  der belegten Verbindungsleitung durch.

   Da  das Relais 56 langsam arbeitet, hält es die  Erdverbindung mit der     Auslöseleitung        bezw.     den Prüfkontaktarm 84 so lange aufrecht,  bis das Relais 85,     anstatt    .durch einen Strom,  der von der Erde über die Kontaktfedern 58,  59 des Gruppenwählers D fliesst, durch  einen andern, über eine     Erdverbindung     des belegten Wählers     H,        Fig.    5, flie  ssenden Strom erregt wird.

   Sobald das  Relais 85 die .anrufende Leitungsschleife  nach dem Leitungswähler H,     Fi.g.    5,  durchschaltet, wird das     Stromstossrelais    90  des Leitungswählers durch einen über die an  rufende Leitungsschleife     fliessenden    Strom  erregt und schliesst durch die Kontaktfedern    92, 93 einen     das        Relais    91 enthaltenden  Stromkreis.

   Das Relais 91 wird erregt  und erdet durch die Kontaktfedern 94,  95, die nach dem Gruppenwähler D zu  rückführende     Auslöseleitung,        -während    es  durch die Kontaktfedern 94,<B>96</B> einen den  Magneten<B>37'</B> enthaltenden Stromkreis  schliesst, der von der Erde über 94, 96,<B>97.</B>  98, 100, über<B>37'</B> nach der Batterie verläuft.

    Der Magnet<B>37'</B> arbeitet     ähnlich    wie der be  reits     beschriebene    Magnet 37 in der     Weise,     dass er das     Ineinandergreifen    des Zahnrades  in die Hebezähne veranlasst, so dass bei dem  späteren Arbeiten des Antriebsmotors die       Schaltwelle    mit den Kontaktarmen des Lei  tungswählers gehoben wird. Das Relais 91  bereitet auch durch     Schliessung    des Kontak  tes 91 einen über den     Magneten    51 des An  triebsmotors verlaufenden Stromkreis vor,  während es durch die Federn 102, 103 wei  tere Stromkreise für den Magneten 41 und für  das Relais 104 vorbereitet.

   Wenn das Strom  stossrelais 90     nun    auf die nächste     Wahlstrom-          stossreihe    anspricht,     schliesst    es bei jedem Ab  fallen     seines    Ankers einen Stromkreis, der  von der Erde über die Kontaktfedern 92, 105,  102, 103 über den Magneten 41 nach der Bat  terie verläuft und ebenfalls einen über die  Kontaktfedern 106 und das Relais 104 nach  der     Batterie    führenden weiteren Stromkreis.  Sobald     nun    der Anker des Relais 90 wieder  angezogen     wird,    wird ein Stromkreis ge  schlossen, der über die Kontaktfedern 92, 93,  101 und über den Magneten 51 nach der Bat  terie verläuft.

   So wird bei jedem Abfallen  und     (darauffolgendem    Anziehen des Ankers  des Relais 90 die Zahnradwelle des Antriebs  motors veranlasst, eine volle Umdrehung aus  zuführen, so     dass-diese    die Schaltwelle um  so viel hebt, dass die Kontaktarme bis zur  nächsten     Kontaktreihe    des Kontaktfeldes em  porgehoben werden. Bei dieser Wahlstrom  stossreihe     bleiben    die Relais 91 und 104 er  regt und während seiner Erregung hält das  Relais 104 .an den Kontaktfedern 108, 109  den     Stromkreis    des Relais 107 offen.

   Sobald  nun die     Stromstossreihe    beendet ist und das  Relais 90     seinen    Anker wieder dauernd an-      zieht, fällt der Anker des Relais 104 zurück  und schliesst den Stromkreis des Relais<B>107,</B>  der durch die Schliessung des Wellenkontak  tes 110 vorbereitet ist. Das Relais 107 wird  hierbei     erregt    und öffnet an seinen Kontakt  federn 106 den Stromkreis des Relais 104,  während es an den     Kontaktfedern    1.12 für das  Relais 111 einen Stromkreis vorbereitet.  Gleichzeitig öffnet das Relais 107 an den  Kontaktfedern 97 und 98 den Stromkreis des       Magnaten        37I,    während es an den Kontakt  federn 97, 99 den Stromkreis des Magneten  21' schliesst.

   Der Magnet 21' wird nun erregt  und bringt die Schnecke 19 des Antriebs  motors mit dem Zahnrad 31 für die Dreh  bewegung der Kontaktarme über die Kontakt  sätze der gewählten Kontaktreihe in Eingriff.  Bei der nächsten     Wahlstromstossreille    schickt  das     Wahlstromstossrelais    90 nochmals Strom  stösse durch die Magnete 41 und 51, und es  werden nun die Kontaktarme über die Kon  taktsätze der gewählten Kontaktreihe hinweg  gedreht, bis sie auf den Kontaktsatz einge  stellt sind, an welche die nach dem gewünsch  ten Teilnehmer führende Leitung angeschlos  sen ist. Während dieser     Stroinstossreilie    wird  das Relais 111 erregt gehalten (Erde, 92, 105,  102, 103, 112, 111, Batterie) und verbindet  dabei den Prüfkontaktarm 1.13 mit dem Prüf  relais 114.

   Ist die gewünschte Leitung be  setzt, so dass ihr Prüfkontakt geerdet ist, so  wird beim Stehenbleiben der Kontaktarme  auf dem Kontaktsatz der gewünschten Lei  tung ein Stromkreis geschlossen, der von dem  geerdeten Prüfkontakt über den Kontaktarm  113, 119, 118, 117, Prüfrelais 114, nach der  Batterie verläuft. Das Relais 114 wird also  erregt und verbindet eine     Besetztsi@gnalein-          richtung    mit der untern Ader der zum anru  fenden Teilnehmer führenden     Sprechleitungs-          schleife    und schliesst durch seinen     obern    Kon  takt gleichzeitig einen eigenen Haltestrom  kreis, der über die Kontaktfedern 95, 94 nach  der Erde verläuft.

   Die Verbindung kann nun  durch das     Wideranhängen    des Hörers der an  rufenden Sprechstelle in der üblichen Weise  aufgelöst würden. Ist jedoch die gewünschte  Leitung frei, so findet keine Erregung des    Relais 114 statt, und das Relais 111 fällt  kurz nach Aufhören der     Stromstossreihe    zu  rück, wobei es durch seine Kontakte 117, 116  den Stromkreis des Relais 115 schliesst, der  von der Erde über 94, 95,     Auslöseleitung,     obere Wicklung von 115, 116,<B>117,</B> 118, 119,       Prüfkontaktaxm    113,

   Trennrelais und An  triebsmagnet des     Vorwä        hlers        C1    der ge  wünschten Leitung     nach    der Batterie ver  läuft.     Das    Relais 115 schliesst nun durch sei  nen untern Kontakt 120 einen eigenen Halte  stromkreis und verbindet durch die Kontakt  federn 121, 122 die     anrufende    Leitung mit  der     Läutestromeinrzclitung,während    es durch  die Kontaktfedern 11.9,<B>123</B> den     Prüfkontakt-          ,arm    113 unmittelbar mit der Erde verbindet.

    Es werden nun     Läutestromstösse    über .die  Schleife des angerufenen Teilnehmers     ver=          sandt,    die über die untere Ader der angeru  fenen     Teilnehmerschleife    zur angerufenen  Station und     zurüalz    über die obere Ader durch  die obere Wicklung des     Läutestroma.bschalt-          rela.is    124 fliessen. Diese     Läutestromstösse    ver  mögen erst das Relais 125 zu erregen, wenn  der angerufene Teilnehmer sich meldet und  dabei den Strom     diircli    das Relais     12.1    ver  stärkt.

   Das Relais 124 schliesst dann über  seine untere Wicklung einen eigenen Halte  stromkreis und schaltet die     aalrufende        T.eil-          nellmerschleife    zur angerufenen Teilnehmer  schleife durch. Dabei wird das Brückenrelais  125 durch einen' über die angerufene Teil  nehmerschleife fliessenden Strom erregt, so       d.ass    es durch Öffnung des Kontaktes 126 das  Relais 107 ausschaltet, welches nun seinen  Kontakt 112 öffnet und die     Aberregungen     des Relais 111 bewirkt. Gleichzeitig wird  durch     Öffnung    des Kontaktes 100 der Strom  kreis des Magneten<B>37'</B> unterbrochen.

   Das, Ge  spräch kann nun über die stark ausgezogenen  Sprechleitungen stattfinden, und am Schluss  desselben wird die Verbindung folgenderma  ssen ausgelöst: Sobald die anrufende Teilneh  merschleife durch das Anhängen des Hörers  der anrufenden Station geöffnet wird,     wird     das Stromrelais 90 des     Leitungswählers    ab  erregt und hierbei wird der Stromkreis des       Relais    91 gleichfalls unterbrochen, so dass      dieses seinen Anker     abfallen        lässt        und    den  Stromkreis des     Auslösemagneten    180 schliesst.

    Der Magnet 180 zieht die doppelte     ITa-Ite-          klink.e    aus     clen    Sperrzähnen der Zahnstange       \?    7,     bezw.    des Sperrades 41 heraus, so     da.ss    die  Buchse 30 mit ihren Kontaktarmen aus der  vorgerückten Stellung, in welche sie in der       betreffenden    Kontaktreihe gedreht und fest  gehalten war, in die radiale Ruhestellung     zu-          riiekgedrelit    werden kann und die Schaltwelle       21    in ihre vertikale Ruhestellung zurück  fällt.

   Der Magnet schliesst auch einen     den     Magneten 5' enthaltenden Stromkreis, um den  Anker des Antriebsmagneten auf jeden Fall  in seine richtige Ruhestellung zurückzubrin  gen, damit bei der nächsten Benutzung des  Wählers, der im Anfang der     Einstellring    des  selben durch den Magneten 4' gesandte Strom  stoss     ,aueli    wirklich eine halbe     ITmdrehung    des       .'nkers    zur Folge haben wird.  



       a     Bei der     Aberregung    des Relais 91 wird       auch    gleichzeitig die für die Schliessung der  Haltestromkreise eingeschaltete     Erdverbin-          dung    von der nach den Wählern D und C  zurückführenden     Auslöseleitung    abgetrennt.  Das Relais 85 des Gruppenwählers D wird  daher seinen Anker abfallen     lassen,-und    den  Stromkreis des     Auslöserelais    1.31 durch den  Kontakt 87 schliessen.

   Der     Auslösemagnet     131 bewirkt     cla.nn    die     Auslösung    des Grup  penwählers in derselben     Weise,        -,vie    dies durch  den     Magneten    130 in dem Leitungswähler     1I     veranlasst wurde. Gleichzeitig wird auch das  Relais 51 des     Vorwählers    C     aberregt    und die  sen für den nächsten Anruf bereitmachen.  



  Aus dem Vorangegangenen ergibt sich,  dass durch die Erfindung eine leistungsfähige  Wählerkonstruktion geschaffen ist, die eine  Bewegung in zwei Richtungen ermöglicht und  ähnlich wie die selbsttätigen Wähler     Strow-          gerscher    Bauart durch Stromstösse eingestellt  werden kann, dabei aber     geräuschlos    arbeitet       und    nicht die Nachteile aufweist, die sich in  selbsttätigen Wählern bemerkbar machen,  welche durch     Fortschaltklinken    stossweise  eingestellt werden.

Claims (1)

  1. PAT1rNTANSPRÜCH Selbsttätiger Wähler für Fernsprechan lagen mit schrittweiser, einstellbarer Bewe gung und allwechselnd einwirkender An triebsvorrichtung, die durch einen stets in gleicher Richtung rotierenden Magnetanker gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die fortschreitende Verstellung des Wählers durch vom Magnetanker veranlasste verschie denartige Bewegungen der Einstellvorrich tung des Schaltwerkes erfolgt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Wähler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung des Schaltwerkes in der Weise durch .den Magnetanker unter dem Einfluss der Stromstösse angetrieben wird, dass sie fort schreitende Hub- und Drehbewegungen in zwei verschiedenen Ebenen ausführt und dabei einen iriindestens einer bestimmten Stromstossreihe entsprechenden Wahlvor gang bewirkt.
    \?. Wähler nach, Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Kontaktarmträger, der durch den Magnet anker unter Vermittlung von übertra- gungsgliedern derart angetrieben wird, dass er in an sich bekannter Weise Kon taktarme in einer senkrechten Ebene bis zu der gewünschten Kontaktreihe empor hebt und darauf die Kontaktarme in einer wagrechten Ebene bewegt, um einen ge wünschten Kontakt- einer Kontaktgruppe zu wählen, oder einen unbesetzten Kontakt in der Gruppe herauszusuchen. e.
    Wähler nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Magnetanker zwei Satz Zahnräder zu geordnet sind, von denen der eine zwecks Bewegung der Kontaktarme in einer senk rechten Ebene in eine dem Schalter zuge ordnete Zahnstange eingreift, während der andere zwecks Bewegung der Kontaktarme in einer wagrechten Ebene aus einem Schneckentrieb bestellt. 4. Wähler nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 8, -dadurch gekenn- zeichnet, dass zwei Xupplungsmagnete vor gesehen sind, welche in der erforderlichen Reihenfolge selbsttätig arbeiten, um die Art der durch den Magnetanker vera.n- lassten Bewegung zu bestimmen.
    5. Zähler nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Schalter nach Verlassen seiner Ruhestellung unabhängig von dem Magnetanker durch eine an sich bekannte mechanische Sperrvorrichtung in seiner vorgerückten Stellung gehalten wird.
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