Selbsttätiger Wähler für Fernsprechanlagen. Die Erfindung betrifft einen selbsttätigen Wähler für Fernsprechanlagen mit schritt weiser einstellbarer Bewegung und abwech selnd einwirkender Antriebsvorrichtung, die durch einen rotierenden Magnetanker gebil det ist. Gemäss der Erfindung erfolgt die fortschreitende Verstellung des Wählers durch vom Magnetanker veranlasste verschie denartige Bewegungen der Einstellvorrich tung des Schaltwerkes.
Die Einstellvorrich tung des Schaltwerkes kann in der Weise durch den Magnetanker unter dem Einfluss der Stromstösse aalgetrieben werden, dass sie fortschreitende Bewegungen, Hub- und Dreh bewegungen in zwei verschiedenen Ebenen ausführt und dabei einer bestimmten Strom stossreihe ' (oder bestimmten Stromstossreihen) entsprechenden Wahlvorgang bewirkt.
Eine Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes, sowie entsprechendeSchaltungs- scliemas sind in beiliegender Zeichnung bei spielsweise dargestellt.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen die Konstruk tion des angewendeten Wählers und die Art, in welcher der aus Magneten bestehende Mo- tor verwendet wird, die Kontaktarme zu he ben oder zu drehen; In der Fig. 4 ist eine anrufende Teilneh merstation A gezeigt, die durch einen Vor wähler C einen Gruppenwähler D der neuen Art erreichen kann;
Fig. 5 zeigt die Schaltung eines Leitungs wählers H nach der Erfindung, der zusammen mit anderen durch einen Gruppenwähler D, Fig. 1, erreicht werden kann, und der unter einer grösseren Anzahl Leitungen irgend eine Leitung A1, die einem Vorwähler C zugeord net ist, herauswählen kann.
Die mechanische Einrichtung der Grup pen- und Leitungswähler ist dieselbe, und sie unterscheiden sich -nur dadurch, dass die für ihre Einstellung verwendeten Schaltungen voneinander abweichen.
In der Fig. 1 ist die Konstruktion des einen Wähler antreibenden, aus Magneten bestehenden Motors angedeutet. Diese soll an dieser Stelle nur in grossen Zügen erläutert werden, da sie den Gegenstand des Haupt patentes Nr. 90418 bildet, und in diesem Pa tent bereits ausführlich beschrieben ist.
Der Motor besitzt zwei Magnete .1 und 5, die durch zwei Jochstücke aus Messing zu- sammengeha.lten werden und Polstücke 9, 10, I l und 1? aufweisen, welche so gebogen sind;
dass sie paarweise einander zustreben. Die Pol paare 9, 10 bezw. 11, 12 wirken auf einen zwischen tlen Magneten 4 und 5 angeordneten Anli:er ein, der aus. einer bei 13 und 14 in den @llessingjochstücken 7 und 8 drehbar gelager ten Welle 1.5 besteht, auf welcher, \vie in der Beschreibung des Hauptpatentes naher aus geführt, ein Messinghalter befestigt ist, der ein Eisenstück trägt, das von einem Polstück. 11 bis zum andern Polstück 12 reicht.
Das Eisenstück ist so geformt, dass es von der Mitte der Welle aus bis zu seinen äussersten Kanten immer dicker wird. Wenn nun der dickere Teil dem einen Magneten, z. B. 5, am nächsten ist, und der andere Teil 4 dann er regt wird, so wird der Magnet 4 das Bestre ben haben, den dickeren äussern Teil des An kers an sich Heranzuziehen und in die Stel lung zu bringen, in welcher ein Maximum der Kraftlinienzahl, bezw. der kleinste magneti sche Widerstand besteht. Bis diese Stellung erreicht ist, wird der Anker eine halbe Um drehung ausgeführt haben.
Dann wird der andere Magnet 5 erregt, d-r nun seinerseits den dicksten Teil des Eisenstückes an sich heranzieht und den Anker dreht, bis die Stel lung der grössten Kraftlinienzahl erreicht ist, wodurch wieder eine halbe Umdrehung des Ankers veranlasst wird. Hieraus ergibt sich, da.ss ein durch einen Magneten 4 und ein wei terer durch einen andern Magneten 5 gesand ter Stromstoss zu einer vollen Umdrehung der Welle 5 Veranlassung gibt.
Die in den Pol stücken gelagerte Welle ist durch eine bieg same Kupplung \?0 mit einem äussern Wellen teil verbunden. auf welchem eine Schnecke 19 angeordnet ist, so dass bei der Erregung des Magneten - 21 die Schnecke 19 mit dem Schneckenrad 31 in Eingriff gebracht werden kann. Der in den Jochstücken gelagerte Wel lenteil ist mit einem fest auf der -Welle ange ordneten Zahnrad 22 versehen.
In der Fig. ist eine Vorderansicht des Schaltwerkes veranschaulicht. Dieses besteht aus einer senkrecht beweglichen Welle 24, die in den Lagern 25 und 26 des Wählerrahmens verschiebbar ist. Auf der Welle ist eine mit Zahnradzähnen und Schaltzähnen versehene Stange, die sich mit der 'Delle bewegt, ange ordnet. Die Welle 24 wird durch ein Zahn rad 28, welches in die Zähne der Stange 27 eingreift, hochgehoben.
Zum Halten der \'Delle in ihrer gehobenen Lage ist eine mit zwei Haltezähnen versehene Klinke der bei Strow- gerw ählern bekannten Art vorgesehen, die mit ihrem Zahn ?9 in die Haltezähne der Stange 27 eingreifen kann.
An dem untern Ende'der Welle 24 ist eine 1a,nge Buchse 30 angebracht, die mit der Welle gehoben wird und am untern Ende die Kontaktarme des Wählers trägt. Die Buchse 30 kann auf der Welle 24 mittelst des Zahn rades 31 und einer Stange 3 2 bewegt werden. Die Stange 32 gleitet bei der Hebung der Welle in eine Offnung des Zahnrades 31, das beim Hochgehen der Welle unbeweglich bleibt. Für die Rückstellung der Buchse in ihre Ruhestellung ist eine Feder vorgesehen, die die Buchse zurückdreht, sobald der untere Zahn der doppelten Halteklinke aus dem Zahnrad 31 herausgehoben wird.
Das Zahn rad 31 wird durch die Schnecke 19 gedreht, die durch den Magneten 21, Fig. 1, mit dem Zahnrad 31. in Eingriff gebracht wird.
In < ler Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Gestelles und der Mechanismen des Schalt werkes gezeigt. worin der aus Magneten be stehende Motor und die Art, in welcher die ser Motor 5 die Welle 24 mittelst des Zahn rades 28 und der Zahnstange 27 hochhebt, dargestellt sind. Dass Zahnrad 28 ist auf einer Welle 34 befestigt, die an beiden Enden dreh bar gelagert ist, und zwar am einen Ende in einem Rahmenteil 35 und am andern Ende in einem Winkelstück 36, welches gleichfalls den Magneten 3 7 trägt:
. Die Welle 34 kann um eine kurze Strecke in ihrer Längsrich tung bewegt r#erden und wird für gewöhn lich nach rechts verschoben durch eine Feder 38, die gegen das linke Ende der Welle 3=1_ drückt. Das Zahnrad ist für gewöhnlich, wie in der Fig. 3 gezeigt, ausser Eingriff mit den Zähnen der Zahnstange 27. Wird aber der Magnet 37 erregt, so drückt sein Anker gegen (las rechte Ende der Welle 34 und bewegt hie nach links, so da.ss die Zähne des Zahn rades 28 mit den Zahnradzähnen der Zahn stange 27 in Eingriff gelangen.
Die Welle 34 trägt auch ein starr mit ihr verbundenes Zwi schenrad 39, dessen Zähne in das grösste Zahnrad 40 eingreifen, welch letzteres an der entgegengesetzten Seite mit dem Zahnrad 22 in Eingriff steht. Es ergibt sich also, dass bei der Drehung des Motorankers und bei gleich zeitiger Erregung des Magneten 37 die dre hende Bewegung durch die Räder 22, 40, 39 und 28 auf die Zahnstange 27 übertragen wird. Die Übersetzungsverhältnisse dieser Zahnräder sind derart, dass eine volle Umdre hung des Zahnrades 22 eine Hubbewegung der Welle 24 vera.nlasst, die einem Schalt schritt, bezw. einer Entfernung zwischen zwei Kontaktreihen des Kontaktfeldes, des Wählers entspricht.
Die Übersetzungsverhält nisse der Zahnräder können verschieden sein, cl. h. es könnte durch eine j1mdrehung des Zahnrades 22 das Zahnrad 28 veranl.asst wer den, die Zahnstange 27 urn zwei Zähne zu heben. In jedem Falle werden -aber die Kon taktarme nur um einen Schritt, d. h. von einer Kontaktreihe des Kontaktfeldes bis zur näch sten emporgehoben.
In dein dargestellten Schaltwerk wird die mit zwei Haltezähnen versehene Halteklinke bekannter Art verwen det, und dieselbe wird von der Feder oder von dem Gliede, welches sie in ihrer gewöhn lichen Lage festhält. durch einen Arm frei legeben, der sich auf dem Anker des 3la.gne- t(,n 3 7 befindet.
Mit andern Worten wird bei der zu#ecks Bewegung der Welle 34 stattfin denden Erregung des Magneten 3 7 die dop pelte Halteklinke ausgelöst. so dass sie mit einem ihrer Zällne 29 in die senkrechte Zahn- siange der Schaltwelle 24 eingreift und mit dem andern Zahn "in eine Zahnlücke eines Sperrzahnrades 41. welches mit dem Zahnrad 31 fest verbunden ist, gelangt.
Bei der in der üblichen Weise stattfindender Auslösung durch die Erregung des - Auslösemagneten bewegt dieser die doppelte Halteklinke in sol cher Weise, dass die Haltezähne aus den Sperrzähnen herausgehoben werden und die doppelte Halteklinke unter ein Auslöseglied geschoben wird, welches diese festhält.
Es soll nun die Wirkungsweise der bei dem Schaltwerk nach.der Erfindung ange wendeten Schaltung beschrieben werden, die in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
Sobald ein Teilnehmer der Sprechstelle _A seinen Hörer vom Haken nimmt, wird ein das Leitungsrelais 50 des Vorwählers C ent haltender Stromkreis geschlossen, wobei das Leitungsrelais erregt wird und .einen Strom kreis schliesst, in welchem das Relais 51 und der Magnet 52 in Reihe liegen.
Gleich zeitig schliesst das Leitungsrelais einen das Relais 51. umgehenden, zum Prüfkontaktarm führenden Neben:stromweg, auf welche der Vorwähler gerade eingestellt ist, bereits be legt ist, eine direkte Verbindung von der Erde nach dem Drehmagneten 52 stattfindet, die zu der Erregung dieses Magneten Veranlas sung gibt, so dass er die Vorwählerkontakt- arme bis zum nächsten Kontaktsatz weiter bewegt, und gleich darauf in bekannter Weise seinen eigenen Stromkreis unterbricht.
Das Arbeiten des Magneten 52 -wird fortgesetzt, bis eine freie Verbindungsleitung erreicht ist und infolge des Fehlens einer Erdung des Prüfkontaktes, auf den der Präfkontaktarm in dem entsprechenden Augenblick eingestellt ist, die sonst stattfindende Kurzschliessung des Relais 51 ausbleibt, so dass dieses Relais in dem Stromkreise. in dem es finit dem Dreh magneten 52 und dem untern Kontakt des Leitungsrelais 50 in Reihe liegt, erregt wird und dabei die anrufende Leitung von den Re lais des Vorwählers C abtrennt und nach der frei gefundenen Verbindungsleitung durch schaltet.
Der Magnet 52 wird in dem soeben genannten Stromkreise, in dem er mit dem Relais 51 in Reihe liegt, wegen des hohen Widerstandes dieses Relais nicht mit erregt.
Bei .der Erregung des Relais 51 wird durch den über die Leitungsschleife flie4en- den Strom das Stromstossrelais 53 des Grup- penwählers D, Fig. 4, erregt und dieses Re lais schliesst hierbei an den Kontaktfedern 54. 55 einen das Relais 56 enthaltenden Stromkreis.
Dadurch wird das Relais 56 er regt und erdet durch seine Kontaktfedern 58 und 59 .die nach dem Vorwähler C zurück führende Auslöseleitung und schliesst durch die Kontaktfedern 58, 60 einen Stromkreis, der über den Kontakt 61, Kontaktfedern 62 und 63 und über den Magneten 37 nach der Batterie verläuft.
Der Magnet 37 wird hier bei erregt und bringt das Zahnrad 28 in Eingriff mit den Hebezähnen der Zahnstange 7. Fig. 2.- Durch die Kontaktfeder 57 bereitet #,aRelais 56 an einer Stelle auch einen über den Magneten 5 .des Antriebsmotors verlau fenden Stromkreis, während es durch die Kontaktfedern 65 und 66 einen über den Mag neten 4 des Antriebsmotors und einen über das Relais 64 verlaufenden Stromkreis vorbe reitet.
Stellt nun der anrufende Teilnehmer sei nen Nummernschalter entsprechend der ersten Ziffer der Anrufnummer ein, so erfolgt eine entsprechende Anzahl Aberregungen des Re lais 53. wobei durch Kontaktfedern 54 und C7 Stromkreise geschlossen werden, die den Magneten 4 einerseits und das Relais 64 an derseits enthalten.
Durch die hierbei stattfin dende Erregung des Ma.bneten 4 wird die Welle des Antriebsmagneten um einen halben Schritt gedreht und sobald das Relais 53 wie der erregt erird, wird durch die Kontakt federn 54, 55 und 57 und 68 der Stromkreis des Magneten 5 geschlossen, der die Schalt welle weiter bewegt, @so dass sie den erstes: Schritt vollendet und die Kontaktarme auf die erste Kontaktreihe des Isontaktfeldes ein stellt.
So wird also bei jeder stattfindenden .\!ierregung und darauf erfolgenden -Wieder- errecrung des Relais 53 ein Stromstoss durch (]en Magneten ?- und darnach ein Stromstoss nurch den 3Tagneten-5 gesandt.
'V#Tährend die ser ersten MTalilstromstossreilie bleibt das iTerzögerüngsrela.is 64 erregt und hält an den 1Z ontaktfeclern 170 und<B>171</B> den Stromkreis des,Relais 69 offen.
Sobald jedoch das Relais 53 nach dieser ersten Wahlstromstossreihe in seiner erregten Stellung zur Ruhe kommt, lässt da.s Relais 64 seinen Anker abfallen und schliesst an den Kontaktfedern 170,<B>171</B> den Stromkreis des Relais 69, der über die Wel lenkontakte 72 verläuft, die bei .dem ersten Hubschritt der Schaltwelle geschlossen wur den. Sobald das Relais 69 erregt wird, öffnet es an den Kontaktfedern 73 den Strom kreis des Relais 64, während es an den Kontaktfedern 62 und 63 den Strom kreis des 1VIagneten 37 unterbricht.
Gleich zeitig schliesst es durch die Kontakt federn 62, 74 den Stromkreis des Magneten :.)1. und bereitet an den Kontaktfedern 75 für den Magneten 5 des Antriebsmotors einen neuen Stromkreis vor. Ferner schliesst es durch die Kontaktfedern 76,<B>77,</B> 78 vorüber gehend einen über das Relais 79 verlaufenden Stromkreis. Aus dem Vorangegangenen ergibt sich, dass die Schalterelle, bezw. ihre Kon taktarme auf eine gewünschte Reihe einge stellt worden ist, in welcher Stellung sie clurcli die doppelte Halteklinke festgehalten wird.
Ferner ist nun durch die Erregung des Magneten 21 (Erde, 58, 61, 62, 74, 21, Bat terie) die Schnecke 19 mit dem Zahnrad 31 in Eingriff gebracht worden. so dass nun die Drehung der Buchse 30 mit den Kontakt armen über die betreffende Kontaktreihe von statten gehen kann.
Bei der vorübergehenden Erregung des Relais 79 vermittelst des Relais 69 zieht das Relais 79 seinen Anker an und schliesst durch die Kontaktfedern 80, 81 einen über den 31agnel;
eii 4 des Antriebsmotors ver laufenden Stromkreis. Darauf fällt dann der Anker des Relais 79 zurück und schliesst ciiirch die Kontaktfedern 80, 82 einen den Magneten 5 enthaltenden Stromkreis, wodurch die Schnecke 19 veranlasst wird, die Buchse 30 mit den Kontaktarmen zii drehen und diese auf den ersten Kontaktsatz cler gewählten Kontaktreihe einzustellen.
Sobald das Relais 79 seinen Anker zu rückfallen lässt und seine Kontaktfedern 83 sich berühren, wird ein über seine eigen Wicklung verlaufender Stromkreis vorberei tet, der nach dem Priifkontaktarm 84 ver läuft. Ist die an dem ersten Kontaktsatz der Kontaktreihe angeschlossene Verbindungs leitung besetzt, so dass der Prüfkontakt dieses Kontaktsatzes geerdet ist, so wird das Relais 79 abermals erregt und veranl.asst, je einen Stromstoss durch die Magnete 4 und 5 zu schicken, bei gleichzeitiger Üffnung seines eigenen Stromkreises an den Kontakten 83.
Diese Arbeitsweise des Relais 79 dauert fort und die Kontaktarme werden über die beleg ten Kontaktsätze hinwegbewegt, bis eine freie Verbindungsleitung gefunden ist, deren Prüf kontakt keine die Leitung als besetzt kenn zeichnende Erregung aufweist. Sobald eine solche Verbindungsleitung erreicht wird, kommt ein Stromkreis zur Geltung, der fol gendermassen verläuft:
Von der Erde über die Kontaktfedern 58, 59, Relais 85, Kontakt federn 86, 83, Relais 79 zur Batterie. Das Relais 85 hat einen höhern Widerstand als das Relais 79, so dass -dieses in dem soeben verfolgten Stromkreise nicht erregt wird. Das Relais 85 wird jedoch er regt und öffnet an "den Kontaktfedern 8 7 den Auslösestromkreis, während es an den Kontaktfedern 61 den Stromkreis des Magneten 21 öffnet.
Ferner trennt es den Prüfkontaktarm 84 von dem Relais 79 ab und verbindet ihn durch Kontaktfedern 58, 5.9 unmittelbar mit der Erde. Das Relais 85 trennt gleichzeitig das Stromstossrelais 53 von der anrufenden Leitungsschleife ab und schal tet diese über die Kontaktarme 88, 89 nach der belegten Verbindungsleitung durch.
Da das Relais 56 langsam arbeitet, hält es die Erdverbindung mit der Auslöseleitung bezw. den Prüfkontaktarm 84 so lange aufrecht, bis das Relais 85, anstatt .durch einen Strom, der von der Erde über die Kontaktfedern 58, 59 des Gruppenwählers D fliesst, durch einen andern, über eine Erdverbindung des belegten Wählers H, Fig. 5, flie ssenden Strom erregt wird.
Sobald das Relais 85 die .anrufende Leitungsschleife nach dem Leitungswähler H, Fi.g. 5, durchschaltet, wird das Stromstossrelais 90 des Leitungswählers durch einen über die an rufende Leitungsschleife fliessenden Strom erregt und schliesst durch die Kontaktfedern 92, 93 einen das Relais 91 enthaltenden Stromkreis.
Das Relais 91 wird erregt und erdet durch die Kontaktfedern 94, 95, die nach dem Gruppenwähler D zu rückführende Auslöseleitung, -während es durch die Kontaktfedern 94,<B>96</B> einen den Magneten<B>37'</B> enthaltenden Stromkreis schliesst, der von der Erde über 94, 96,<B>97.</B> 98, 100, über<B>37'</B> nach der Batterie verläuft.
Der Magnet<B>37'</B> arbeitet ähnlich wie der be reits beschriebene Magnet 37 in der Weise, dass er das Ineinandergreifen des Zahnrades in die Hebezähne veranlasst, so dass bei dem späteren Arbeiten des Antriebsmotors die Schaltwelle mit den Kontaktarmen des Lei tungswählers gehoben wird. Das Relais 91 bereitet auch durch Schliessung des Kontak tes 91 einen über den Magneten 51 des An triebsmotors verlaufenden Stromkreis vor, während es durch die Federn 102, 103 wei tere Stromkreise für den Magneten 41 und für das Relais 104 vorbereitet.
Wenn das Strom stossrelais 90 nun auf die nächste Wahlstrom- stossreihe anspricht, schliesst es bei jedem Ab fallen seines Ankers einen Stromkreis, der von der Erde über die Kontaktfedern 92, 105, 102, 103 über den Magneten 41 nach der Bat terie verläuft und ebenfalls einen über die Kontaktfedern 106 und das Relais 104 nach der Batterie führenden weiteren Stromkreis. Sobald nun der Anker des Relais 90 wieder angezogen wird, wird ein Stromkreis ge schlossen, der über die Kontaktfedern 92, 93, 101 und über den Magneten 51 nach der Bat terie verläuft.
So wird bei jedem Abfallen und (darauffolgendem Anziehen des Ankers des Relais 90 die Zahnradwelle des Antriebs motors veranlasst, eine volle Umdrehung aus zuführen, so dass-diese die Schaltwelle um so viel hebt, dass die Kontaktarme bis zur nächsten Kontaktreihe des Kontaktfeldes em porgehoben werden. Bei dieser Wahlstrom stossreihe bleiben die Relais 91 und 104 er regt und während seiner Erregung hält das Relais 104 .an den Kontaktfedern 108, 109 den Stromkreis des Relais 107 offen.
Sobald nun die Stromstossreihe beendet ist und das Relais 90 seinen Anker wieder dauernd an- zieht, fällt der Anker des Relais 104 zurück und schliesst den Stromkreis des Relais<B>107,</B> der durch die Schliessung des Wellenkontak tes 110 vorbereitet ist. Das Relais 107 wird hierbei erregt und öffnet an seinen Kontakt federn 106 den Stromkreis des Relais 104, während es an den Kontaktfedern 1.12 für das Relais 111 einen Stromkreis vorbereitet. Gleichzeitig öffnet das Relais 107 an den Kontaktfedern 97 und 98 den Stromkreis des Magnaten 37I, während es an den Kontakt federn 97, 99 den Stromkreis des Magneten 21' schliesst.
Der Magnet 21' wird nun erregt und bringt die Schnecke 19 des Antriebs motors mit dem Zahnrad 31 für die Dreh bewegung der Kontaktarme über die Kontakt sätze der gewählten Kontaktreihe in Eingriff. Bei der nächsten Wahlstromstossreille schickt das Wahlstromstossrelais 90 nochmals Strom stösse durch die Magnete 41 und 51, und es werden nun die Kontaktarme über die Kon taktsätze der gewählten Kontaktreihe hinweg gedreht, bis sie auf den Kontaktsatz einge stellt sind, an welche die nach dem gewünsch ten Teilnehmer führende Leitung angeschlos sen ist. Während dieser Stroinstossreilie wird das Relais 111 erregt gehalten (Erde, 92, 105, 102, 103, 112, 111, Batterie) und verbindet dabei den Prüfkontaktarm 1.13 mit dem Prüf relais 114.
Ist die gewünschte Leitung be setzt, so dass ihr Prüfkontakt geerdet ist, so wird beim Stehenbleiben der Kontaktarme auf dem Kontaktsatz der gewünschten Lei tung ein Stromkreis geschlossen, der von dem geerdeten Prüfkontakt über den Kontaktarm 113, 119, 118, 117, Prüfrelais 114, nach der Batterie verläuft. Das Relais 114 wird also erregt und verbindet eine Besetztsi@gnalein- richtung mit der untern Ader der zum anru fenden Teilnehmer führenden Sprechleitungs- schleife und schliesst durch seinen obern Kon takt gleichzeitig einen eigenen Haltestrom kreis, der über die Kontaktfedern 95, 94 nach der Erde verläuft.
Die Verbindung kann nun durch das Wideranhängen des Hörers der an rufenden Sprechstelle in der üblichen Weise aufgelöst würden. Ist jedoch die gewünschte Leitung frei, so findet keine Erregung des Relais 114 statt, und das Relais 111 fällt kurz nach Aufhören der Stromstossreihe zu rück, wobei es durch seine Kontakte 117, 116 den Stromkreis des Relais 115 schliesst, der von der Erde über 94, 95, Auslöseleitung, obere Wicklung von 115, 116,<B>117,</B> 118, 119, Prüfkontaktaxm 113,
Trennrelais und An triebsmagnet des Vorwä hlers C1 der ge wünschten Leitung nach der Batterie ver läuft. Das Relais 115 schliesst nun durch sei nen untern Kontakt 120 einen eigenen Halte stromkreis und verbindet durch die Kontakt federn 121, 122 die anrufende Leitung mit der Läutestromeinrzclitung,während es durch die Kontaktfedern 11.9,<B>123</B> den Prüfkontakt- ,arm 113 unmittelbar mit der Erde verbindet.
Es werden nun Läutestromstösse über .die Schleife des angerufenen Teilnehmers ver= sandt, die über die untere Ader der angeru fenen Teilnehmerschleife zur angerufenen Station und zurüalz über die obere Ader durch die obere Wicklung des Läutestroma.bschalt- rela.is 124 fliessen. Diese Läutestromstösse ver mögen erst das Relais 125 zu erregen, wenn der angerufene Teilnehmer sich meldet und dabei den Strom diircli das Relais 12.1 ver stärkt.
Das Relais 124 schliesst dann über seine untere Wicklung einen eigenen Halte stromkreis und schaltet die aalrufende T.eil- nellmerschleife zur angerufenen Teilnehmer schleife durch. Dabei wird das Brückenrelais 125 durch einen' über die angerufene Teil nehmerschleife fliessenden Strom erregt, so d.ass es durch Öffnung des Kontaktes 126 das Relais 107 ausschaltet, welches nun seinen Kontakt 112 öffnet und die Aberregungen des Relais 111 bewirkt. Gleichzeitig wird durch Öffnung des Kontaktes 100 der Strom kreis des Magneten<B>37'</B> unterbrochen.
Das, Ge spräch kann nun über die stark ausgezogenen Sprechleitungen stattfinden, und am Schluss desselben wird die Verbindung folgenderma ssen ausgelöst: Sobald die anrufende Teilneh merschleife durch das Anhängen des Hörers der anrufenden Station geöffnet wird, wird das Stromrelais 90 des Leitungswählers ab erregt und hierbei wird der Stromkreis des Relais 91 gleichfalls unterbrochen, so dass dieses seinen Anker abfallen lässt und den Stromkreis des Auslösemagneten 180 schliesst.
Der Magnet 180 zieht die doppelte ITa-Ite- klink.e aus clen Sperrzähnen der Zahnstange \? 7, bezw. des Sperrades 41 heraus, so da.ss die Buchse 30 mit ihren Kontaktarmen aus der vorgerückten Stellung, in welche sie in der betreffenden Kontaktreihe gedreht und fest gehalten war, in die radiale Ruhestellung zu- riiekgedrelit werden kann und die Schaltwelle 21 in ihre vertikale Ruhestellung zurück fällt.
Der Magnet schliesst auch einen den Magneten 5' enthaltenden Stromkreis, um den Anker des Antriebsmagneten auf jeden Fall in seine richtige Ruhestellung zurückzubrin gen, damit bei der nächsten Benutzung des Wählers, der im Anfang der Einstellring des selben durch den Magneten 4' gesandte Strom stoss ,aueli wirklich eine halbe ITmdrehung des .'nkers zur Folge haben wird.
a Bei der Aberregung des Relais 91 wird auch gleichzeitig die für die Schliessung der Haltestromkreise eingeschaltete Erdverbin- dung von der nach den Wählern D und C zurückführenden Auslöseleitung abgetrennt. Das Relais 85 des Gruppenwählers D wird daher seinen Anker abfallen lassen,-und den Stromkreis des Auslöserelais 1.31 durch den Kontakt 87 schliessen.
Der Auslösemagnet 131 bewirkt cla.nn die Auslösung des Grup penwählers in derselben Weise, -,vie dies durch den Magneten 130 in dem Leitungswähler 1I veranlasst wurde. Gleichzeitig wird auch das Relais 51 des Vorwählers C aberregt und die sen für den nächsten Anruf bereitmachen.
Aus dem Vorangegangenen ergibt sich, dass durch die Erfindung eine leistungsfähige Wählerkonstruktion geschaffen ist, die eine Bewegung in zwei Richtungen ermöglicht und ähnlich wie die selbsttätigen Wähler Strow- gerscher Bauart durch Stromstösse eingestellt werden kann, dabei aber geräuschlos arbeitet und nicht die Nachteile aufweist, die sich in selbsttätigen Wählern bemerkbar machen, welche durch Fortschaltklinken stossweise eingestellt werden.