CH94841A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von gemusterten Belagstoffen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von gemusterten Belagstoffen.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von gemusterten Belegstoffen. Bisher wurden farbig gemusterte Beleg stoffe, zum Beispiel Inlaidlinoleum, in der Weise hergestellt, dass man weiche, teigar- tige, verschiedenfarbige Massen durch ver schiedene Schablonen nach und nach auf eine Juteunterlage aufbrachte und die Gesamtheit der Massen aller Farben durch hydraulisches Fressen zu einer festen Bahn mit der Jute unterlage vereinigte.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Her stellung von farbig gemusterten Belegstoffen, wobei gemäss dem Verfahren trockene, kör nige, verschiedenfarbige Massen, welche je Nitrozellulose, Weichmachungsmittel und Füllstoffe aufweisen, mittelst Schablone zu Mustern zusammengelegt werden, worauf die Gesamtheit der Massen aller Farben durch Druck und Wärme zu einem zusammenhän genden Belegstoff ohne Untergrundstoff ver einigt werden.
Hierzu können beispielsweise von einer die Umrisse aller Farbbilder des Musters besitzenden Schablone zunächt die Abteilungen für eine Farbe, unter Zudeckung der andern Abteilungen mit einer Deckplatte, mit der trockenen, körnigen Farbmasse aus gefüllt werden. Hierauf wird die erste Deck platte entfernt und durch eine zweite Deck platte ersetzt, welche diejenigen Abteilungen der Schablone freilässt, die einer andern Farbe des Musters entsprechen, und diese nun frei gelassenen Abteilungen mit trockener, kör niger Masse einer zweiten Farbe ausgefüllt usw., bis alle Abteilungen der gleichen Scha blone mit Massen verschiedener Farben ge füllt sind.
Hierauf wird die Schablone ent fernt und die Massen aller Farben werden durch Druck und Wärme zu einem zusam menhängenden Belegstoff ohne Unterlagstoff vereinigt.
In der . Zeichnung ist ein Ausfizhrungs-. Beispiel der Einrichtung zur beispielsweisen Ausführung des Verfahrens zur Herstellung eines dreifarbigen Musters schematisch dar gestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht auf die Schablone, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine erste Deckplatte zur Schablone, Fig. 3 eine Draufsicht auf eine zweite Deckplatte zur Schablone, und Fig. 4 eine Draufsicht auf die dritte Deckplatte zur Schablone.
Die Schablone nach Fig. 1 ist aus Blech streifen a, welche hochkant stehen und je nach der Stärke des herzustellenden Belags stoffes etwa 3-8 mm hoch sind, so zusam mengesetzt, dass verschiedene Abteilungen, zum Beispiel<I>b,</I> c, (i, e entstehen. Die Deck platte nach Fig. 2 hat Ausschnitte g, h, i., so dass sie, wenn sie auf die Schablone nach Fig. 1 gelegt wird, nur einzelne Abteilungen der Schablone freilässt, nämlich diejenigen Teile, welche unter den Ausschnitten liegen.
Die Deckplatte nach Fig. 3 hat wieder an dere Ausschnitte, zum Beispiel 7v, <I>1,</I> m, )a, so dass, wenn sie an Stelle der Deckplatte nach Fig. 2 auf die Schablone nach Fig. 1 gelegt wird; andere Abteilungen der Scha blone zugängig werden.
Die Deckplatte nach Fig. 4 hat Ausschnitte<I>p,</I> q, <I>r,</I> s. Wird die Deckplatte nach Fig. 4 auf die Schablone der Fig. 1 gelegt, so bleiben nur diejenigen Abteilungen zugängig, welche nachAuflegen der Deckplatten nach Fig. 2 und 3 noch nicht zugängig waren.
Zur Ausführung des Verfabrens mit dieser Einrichtung wird zunächst die Schablone nach Fig. 1 aufgestellt und mit der Deck platte nach Fig. 2 bedeckt. Dann wird durch die Ausschnitte g, h, i eine trockene, kör nige Masse einer Farbe in die Schablone eingefüllt. Hierauf wird die Deckplatte nach Fig. 2 weggenommen und die Deckplatte nach Fig. 3 aufgelegt und trockene, körnige hasse einer andern Farbe durch die Aus schnitte k, <I>1,</I> m, iz eingefüllt.
Hierauf wird die Deckplatte nach Fig. 3 weggenommen und die Deckplatte nach Fig. 4 aufgelegt und durch deren Ausschnitte eine trockene, körnige Masse einer dritten Farbe in die gleiche Schablone nach Fig. 1 eingefüllt. Nun sind alleAbteilungen derSchablonenachFig. 1 eingefüllt. Darauf wird die Schablone vorsichtig nach oben ausgehoben, worauf sich die verschie denfarbigen Füllungen gegenseitig stützen.
Das Ganze wird darauf hydraulischem Druck und Erhitzung ausgesetzt, wodurch, ohne dass die Abgrenzungen der einzelne)) Füllungen sich verschieben, ein zusammenhängender Belagstoff hergestellt wird und zwar ohne Juteunterlage.
Die Massen der verschiedenen Farben be stehen nach dem Verfahren nach vorliegen der Erfindung je aus Nitrozellulose, Weich machungsmitteln und Füllstoffen.
Es ist also nicht zu jeder Farbe eine neue Schablone notwendig.
Soll eine ganze Bahn eines Belagstoffes, in der sich das Muster fortlaufend wieder holt, hergestellt werden, so wird die Scha blone auf einen beweglicher) Tisch bekannter Konstruktion aufgelegt und, nachdem sie mit allen Farben gefüllt und herausgenommen ist, wird der Tisch ein Stück weiter bewegt, die Schablone neben das bisher gelegte Stück Belagstoff gelegt, und nun das Verfahren in der beschriebenen Weise wiederholt. Hierbei kann auch die Pressung und Erhitzung ab satzweise erfolgen.
Das Einfüllen der farbigen Masse in die einzelner) Abteilungen der Schablone kann mit irgend einer bekannten Fülleinrichtung vorgenommen) werden, die zum Beispiel Schlit tenartig über die Deckplatte wandert und den Überschuss an Masse abstreift.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von farbig gemu sterten Belagstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass trockene, körnige, verschiedenfarbige lTas- sen, welche je Nitrozellulose, Weichrrrachungs- mittel und Füllstoffe aufweisen, mittelst Scha blone zu Mustern zusammengelegt werden, worauf die Gesamtheit der Massen aller Far ben durch Druck und Wärme zu einem zu sammenhängenden Belagstoff ohne ITnter- grundstoff vereinigt werden.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass von einer die Bildum risse aller Farben des Musters besitzenden Schablone zunächst die Abteilungen für eine Farbe, unter Zudeckur)g der andern Abtei lungen mit einer Deckplatte, mit der trockenen, körnigen Masse der betreffenden Farbe aus gefüllt werden, und hierauf die gleiche Schab- lohe nach Entfernung der ersten, mittelst einer zweiten Deckplatte abgedeckt wird, welche diejenigen Abteilungen der Schab lone, welche einer andern Farbe des Mu sters entsprechen, freilässt, und in diese Ab teilungen die trockene, körnige Masse der entsprechenden Farben eingefüllt wird usw., bis alle Abteilungen der gleichen Schablone mit den Massen verschiedener Farbe gefüllt sind, worauf durch Herausnehmen der Schab lone,die Massen aller Farben durch Druck und Wärme zu dem zusammenhängenden Belagstoff ohne Unterlagstoff vereinigt wer den. PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I und Unteran spruch, gekennzeichnet durch eine Schablone, welche die Umrisslinien aller Farben eines Musters enthält, ferner gekennzeichnet durch einen Satz von soviel Deckplatten, als der Zahl der in dem Muster vorkommenden Far ben entspricht, wobei jede Deckplatte Aus schnitte hat, welche diejenigen Abteilungen der Schablone, welche einer einzigen Farbe entsprechen, freilässt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH94841D CH94841A (de) | 1920-03-23 | 1921-02-24 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von gemusterten Belagstoffen. |
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1921
- 1921-02-24 CH CH94841D patent/CH94841A/de unknown
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