Hufeisen. Gegenstand der Erfindung ist ein Huf eisen, welches sich von den bekannten Huf eisen durch die Auswechselbarkeit der Stol len unterscheidet.' Die Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht in Draufsicht eine beispielsweise Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes. wobei das eigentliche Eisen nur punktiert angegeben ist; Fig. 2 ist eine Seitenansicht zu Fig. 1; Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1; Fig. 4 ist eine der F'ig. 3 ähnliche Ansicht nach der Linie 4-4 der Fig. 1;
Fig. 5 veranschaulicht eine abgeänderte Ausführungsform des Hufeisens in einem der F ig. 3 gleichen Schnitte.
Auf den beiden Schenkeln des Hufeisens 6 ist je eine Stollenbefestigungsplatte 7 ange bracht. Jede Platte 7 ist mit einem -nach einwärts ragenden Lappen 9 versehen, wel cher einen rechtwinklig aufwärts gebogenen Endteil 10 aufweist. Die Endteile 10 sind zur Aufnahme eines Schraubenbolzens 11 mit Bohrungen, die beziehungsweise mit Rechts- und Linksgewinden versehen sind, ausgebildet, wodurch die beiden Stollen- befestigiuigsplatten 7 seitlich verstellt wer ben können.
Auf dein Bolzen 11 sitzen zwi schen den beiden Endstücken 10 fest ein Sechskantkopf 12, sowie verstellbar eine -.Hut- ter 13. Der Seclisl@:tntliopf 12 dient zur Dre hung des Bolzens 11, wiilirend die iNlutter 13 als Feststellmutter nach erfolgter Einstellung desselben verwendet wird.
An jeder Platte 7 sind zwei mit einem Schaft 1.4' versehene Stollen 14 angebracht. deren Schaft von zwei parallellaufenden senkrechten Flächen 15 und 16 (Fig. 3) und zwei im wesentlichen parallelen. aber sebrä gen Flächen 17 und 18 (Fig. 4) begrenzt ist. Jeder Stollenscliaft 14', sowie ein dazugehöri-er Keil 19 -werden in entsprechenden Öffnungen 33 der Teile 7 ge führt.
Jede C>ffnun- 33 (Fig. 1) besitzt vier Seitenflächen, von denen zwei (Fig. 3) ein ander gegeniiberlie"ende an den Flächen 15 und 16 des Stollenschaftes anliegen, während von den andern beiden Flächen. (Fi-. 4) die eine an der Fläche 17 des Stollenscliaftes an steht und die andere durch den Keil 19 von der Fläche 18 des Stollenschaftes getrennt ist.
Die Grösse der Öffnungen 33, sowie die Stärke des in diese einpasseiulen Stollen schaftes sind derart bemessen, dass bei ent ferntem Keil 19 das freie Ende des Stollen schaftes in die entsprechende Öffnung in Richtung der Pfeile 20 (Fig. 3, 4) einführ- bar ist. Bei der Einführung des Stollen schaftes gleitet die Fläche 18 desselben nach aufwärts, und zwar längs derjenigen Begren zungsfläche der Öffnung, welche nach der Fig. 4 in der Anlage mit dem Keil 19 steht.
Nach erfolgter Einführung wird der Stollen in Richtung des Pfeils 21 (Fig. 4) verscho ben, um die Wand 17 des Stollensehaftes zur Anlage an derjenigen Wand der Öffnung 33, welche nach Fi-. 4 an der Fläche 17 anliegt. zu bringen. Dann wird der Keil 19 in Rieli- tun-, der in den Fig. 3 und 4 veranschau- lichten Pfeile 22 eingeführt.
Die Gestalt die ses Keils ist o gewählt, dass er, wenn in die Öffnung 33 hineingetrieben, wie in Fi-. -1 veranschaulicht, den Stollen gegen ein Lok- kertverden in Richtung der Pfeile 22 feststellt. ehe noch die Platten 7 an dem eigentlichen Hufeisen 6 befestigt sind.
Der Keil 19 (Fig. 4), der in Fig 3 hinter dem Stollenschaft 1-t' liegt und mit 19<B>'</B> bezeichnet ist, wird in letzterer Figur un ten von der gestrichelten Linie 23 und oben von der voll aus!g,ezeiehneten Linie 24 be grenzt. Die seitlichen Begrenzungslinien des selben fallen in der genannten Figur mit. den die Stollenschaftflächen <B>15)</B> und 16 darstel lenden Linien zusammen. Die gestrichelte Linie 25 stellt die untere Fläche der Platte 7 und ebenso die Begrenzungslinie zwischen dem Stollen und seinem zugehörigen Schafte dar.
Nach Fit,,. 3 und 4 ist der Keil nicht. so lang als der Stollensehaft und wird der selbe gegen zufällige Verstellung in Richtung des Pfeils 22 dadurch gesichert, dass er sieh unten gegen Lappen 26 anlegt, von denen der eine in vollen Linien in FiG. 4 und beide in gestrichelten Linien in Fi". 3 veranschau licht sind.
Die Fläche 18 des Stollenschaftes bellt unten in eine 'Tut 27 über, welche; in den gestrichelten Linien in Fig. 3 und in vollen Linien in Fig. 4 veranschaulicht ist und zwischen dem untern heilende und dem Stollen seitlich von den Lappen 26 begrenzt, ist.
In die Nut 27 kann von unten ein Werk- zeug zum Ausstossen des Keils eineführt werden. Dadurch ist ein schnelles und ein faches Ausstossen des Keils 1.9 erniö,liclit. Es ist ledigji.eli- notwendig, das "Terlrzeli_y von unten in die Nut 27 einzuführen, e5 dann in Richtung des Pfeils 20 an den Lappen 26 vorbeizuführen und den Keil aus der Off- nung 33 zu entfernen.
Es ist klar, class, wunn der , Keil 19 in seiner Stellung ist und die Platten 7 auf dem Hufeisen 6 befestigt sind, cs absolut unmöglich ist, den Keil 19 aus zustossen und den Stollen zu lockern. Zur Befestigung der Platten 7 auf dein eiznt- liehen Hufeisen 6 dienen die an ersteren vor gesehenen, nach oben gerichteten Lappen nach Fig. 2.
Die Platten 7 erden an der untern Seite des Hufeisens aufgebracht und die Lappen 8, wie in Fig. 1, 3 und 4- gyezeigt, a n den Enden nach innen um@",ebo--en, so dass die senkrechten Teile der Lappen an der Aussenseite des Hufeisens 6 anlies,-eii und die wagrechten Teile der Lappen die obere Fl;i- che des Hufeisens übergreifen (Fig. 1).
Das Umbiegen des obern Endes der Lappen 8 kann vor oder nach erfolgtem Aufbringen der Plat ten 7 auf das eigentliche Hufeisen 6 ge schehen. Wenn die Lappen 8 umgebogen sind, werden die von unten an das Hufeisen 6 angelegten Stollentragplatten 7 durch ent sprechendes Drehen des Bolzens 11 mittelst des Sechskantkopfes so gegeneinandergezogen, dass der senkrechte Teil der Lappen 8 an das eigentliche Hufeisen angedrückt wird, wor auf der Bolzen 11 vermittelst der 'Mutter 13 festgelegt wird.
Nach den Fig. 3 und 4 ist die Platte: 7 mit einem Zapfen 29 ausgebildet, welcher in eine Ausnehmung 30 des Stollens 1.1 greift. Der Zapfen und die Ausnehmung dienen dazu. die Torsionsbeaaispruchung zu vermindern, welche andernfalls auf den Stollenscliaft ein wirken würde.
Fig. 5 veranschaulicht eine abgeänderte Ausführungsform, nach welcher die Platten und das Hufeisen 6 vermittelst des Stollens 14 aneinander befestigt werden, in der Weise, class der letztere einen Stollenschaft 14f auf weist, welcher in einer Öffnung der Plattuf'7 sitzt und an welchem der oben urngebogeiie Lappen 8 vorgesehen ist.
Jede Platte 7 ist mit einem Lappen 9 ausgestattet, welcher dem in der Fig. 1 gezeichneten Lappen 9 ähnlich ist und den gleichen Zweck hat wie dieser, so dass mit Hilfe desselben und einer Einstellvorrichtung, etwa die Schraube 11, die Platten 7 entweder in Richtuni; des Pfeils 31, zur Verriegelung der Stollen 14, oder aber in Richtung des Pfeils 32, zwecks Aus wechslung der Stollen 14, eingestellt werden können.