Vorrichtung zum Oxydieren von Quecksilber auf elektrolytischem Wege. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zum Oxydieren von Queck silber auf elektrolytischem Wege. Die Vor richtung besteht aus einer flachen, von der Erde isolierten, als Anode dienenden Metall pfanne für das zu oxydierende Quecksilber. Unmittelbar über der Oberfläche des Queck silbers, nahe des Pfannenbodens, ist eine Rührvorrichtung vorgesehen, oberhalb wel cher eine Metallkathode mit Öffnungen für das Entweichen von Gasen sich befindet.
Man kann Organe vorsehen, üm das Queck silber und die elektrolytische Flüssigkeit der Metallpfanne zuzuführen und deren Mengen zu messen. Die Pfanne wird vorteilhaft mit einem Deckel abgedeckt, um die während des Vorganges aufsteigenden Gase zu sammeln, und weist zweckmässigerweise oben und un ten Auslassöffnungen auf, um die leichteren und schwereren Gase entweichen zu lassen. Oberhalb des Deckels ist zweckmässig ein Antrieb mit veränderlicher Geschwindigkeit für das Rührwerk angeordnet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel defs Erfindungsgegenstandes darge stellt, und es ist: F44. 1 ein Vertilz-alschiiitt, lind Fig. ? ein Teil einer Draufsicht; Fig. 3 ist. eine Vorderansicht eitler L:
in- zellieit, und zlvar des _ Antriebes, finit ver- iinderlielier Cleselilvindigkeit.
Eine runde, aus Glisseiaen hergestellte Pfanne 11 ist mit radialen V ersteifun@-s- rippen 1-2 auf .der Aussenseite ihres Bodens und mit zwei konzentrischen Rippen 13 auf der Innenseite des Bodens, nahe dem äussern Randteil derselben, versehen, Diese Rippen 13 (heneli als Ffilii.-unb(,n für die genaue Ä_n- ordiiui)g des Futters 11 aus Beton,
w,mit die Seiteiiwiinde der Pfanne an der Innenseite aasgeschlagen sind; das Futter erhält einen Anstrich von Asplia,lt oder einem andern ge eigneten Material, das hinsichtlich der Ein- %-irkung des zur Verwendung gelangenden Elektrolyts undurehliissig ist.
Der Boden der Pfanne 11 ist aussen finit Putzen 15 versehen, in wulclie zwecks Aufnahme von Schrauben zum wagrechten Einstellen der Pfanne ein Gewinde gescliiritten ist.
Der Pfannenboderi ist aussen auch noeli mit einem Organ<B>16</B> für die Befestigung einer elektrischen Leitung 1'7 versehen. Au einer Traverse 18 hängt eine hi1,@b-e 19 cler I%atliode, die einen Ansatz ?n für dif' lsefesliung einer andern eleliirisclieii T_,eitllnb 21 h:
it. Eine Anzahl radial allge- ordneter Speif-hcn ?? sind an der Biielise 'he- festet. und reichen bis an clas Futter 1-1-. wo sie auf eliiem Vorsprunge 2.i)
des Fut ters aufliegen. Zwischen den Spei@'hen sind Sch < @ufeln --?4 l;c#festig@t, welche sich etwis überlappen liii,1 vom Mittelpunkte ge,gütt (1('n Umfang der Pf:
liiiie -'eiieigt sind, damit sAf-n rl(-nsellt@-i-1 25 für das Eifit ;;eichen c1,-r Gase frei bleiben. Die Suhau- fellisind an die Speichen ?\? mittelst Dolzcr@ ulic1 hleninislaiigeii 26 befestigt.
Die Ka thode ist 7.Z@'"._t'l-Til;lsst 'el'wehe z,anz alha71'1: oder Stalil li"r-'estellt und zwec@n@ässi:@'er- wel--r- vernickell, zum Schlitze -'ecen Post.
Die Pfanne i-t auf drei vom Mittelpunkte der Pf;inne \@li-ir#h weit entfernten Tragsielen i _eela-'ert, i-eluhe mit Metallkappen 28 ver,-ben sind:
auf letzteren stehen grosse Isol,ltoren 29. Diese Isolatoren tragen ihrer- seits metallene Sparlager 30, auf welchen dietellschraulien 31 aufruhen.
Zwischen Buden und Kathode ist in der Pf:iiiric= eine drehbare Piihrvorriclituilg 32 voi @".sehen, wcArlie mit Schaufeln verseliuii ist,
-.velche in iilinlicher Weise wie Propell"r- flü@@@@1 an-'eoi'-lnet sind und sich in einer hörir@intaler2 Elif-iie bewegen, wodurch nian soWeAil eine Zirkulation des Elektrolyts auf- und abwärts.
als auch eine Irreis- und Wir- bell-,#--zvegan@@' f'rhült.
chen eine gross,--. I2, und eine kleine In o'eeignEaer Entfernen;
oberhalb der Pfaliile , ist ein Deckel 33 vorgesehen, wel- cller auf Säulf=li 3I ruht. Dieser Decke! be- sitzl: eine Riieliwand 35, welche bis zum. Oberteil der Pf.-lnne reicht, und eine als;
h.oll- ladell ausgebildete Vorderwand 36, welche ggf'Iilet werfleil kann, um das Innere c1*,r Pfanne zugäii -li,,li züi machen.
Der DPcl@e1 weist. oben ein,uätrittsöffnung <B>31</B> für die Gase und eine Überlauföffnung 38 für den Elektrolyten auf. ' (J)ei'lialb rle,@ Deckels ist eine Transmis- sions-welle 39 (Fig. 3) in Lagern 40 und ein(- Z'orgeleg'f--;
"elle -Il angeordnet, auf wel- 13 drehbar befestillt ist. Diesa IiettercheiLen arbeiten mittelst Iiettrn 11 mit auf der neu Iiettensf'heiben <B>15</B> zusanimf#n. Eiii Iilipplun-sorg'aii IG ist versuhi.ellbar, (1(,
i-li nicht r1rel1bar a1,-f der @'or@,clegezvelle a11-'e- ordnet mild kann etitv-f-der finit der @@'rol;t.n oder finit der hleilw11 Is\ctif-n@@@@heibe g'eklipp:
=lt werden, so dass die Vor,(,'elegewelle mit clei cllleIl rC1f'1'al2derll @@U>yhn'rllcll@'lieli atn\,-nt17e-- ben wer-leil kann. 111f der @or@ele@ewelle sitzt.
ein Pi1zcl 1i, welch(-- mit einem auf e'ner vertil_;al_en -Welle<B>19</B> liefe-s1:i'ten Z:lhn- rad 48 kiimmt (Fig. 3).
Das eine L < L,3'er 59 dieer Welle 49 befindet sich im Deekel und das aiicleie. als, c1as isoli.el't i.#t, in der Tra- vei-se 18.
Diese vertikale Welle <B>19</B> sfelit a111 sintern Ende mit der Pührvorrichtun@' 3? in @'er12iI1C11111g, wobei (,in Isolai.or a19 z ol-- geEh en ist, als Sc11111z @'egt#n IT@I'iille. 1':
ills die Rührvorrichtim,' 32 mit deal RTI ID="0002.0263" WI="11" HE="3" LX="1829" LY="1063"> Quecli- silber in Berührung kommt. Die _%'elle 49 und das Rührwerk sind mit telst Schrauben und Keils miteinander ver- bundell,
so dass das Rührwerk in vertikaler Riclitun\- versil#llbar und seine Höhe mit Bezug auf die Pfanne verünclerlich ist.
Mittelst einer durch einen Hahn :ili- schliessba.ren R.ohrleitun-' 52 wird der Eleli- trolyt der Pfanne zii-'el'iiliit.;
eheliso wird mittelst einer durch einen Halin ali@e@li@@l1- baren Rolirleituiig das tllieelisill=er einem kleilien Bcliälter 51 zugeführt, welcher einen durch einen Hahn abs@.@hliessbarun,
zum Elemente fühienden Auslauf 1)(--sitzt. Die Pfanne ist mit einen @Z'asserstands'.;-lase :i6 normaler ls'onstrillitic,11 versehen, welulles den Stand des (@lieclisihiers, liez#,v. E?elitrr,- lz;
t.s Anzeigt. Iln Boden der Pfanne isst eill:- durch einen Hahn 5 7 a1)sehliessbare Auäfluss- öffiiung vorgesehen, von welcher ein bieg- sam.es Rohr 58 züi einem Troge <B>59</B> führt,
um den Inhalt<B>der</B> Pfanne z11 entleeren. Dieser Trog ist mit einem abnehmbaren Deckel Eil versehen, welf'her zwecIimässig'c@r- weise aii < ; mehreren Teilen bestellt. -;ficht weit obei halb der f@lteclisilberoberf läche be- sitzt die Pfanne eine durch einen Hahn ver schliessbare Entleerungsöffnung.
In grossen Oxydierungsanlagen kann eine grosse Anzahl solcher Elemente zu Batterien vereinigt #,verilc,n. Die Elemente werden zweckni;issigerweise in Reihen . geschaltet, wobei zwecks Raumersparnis zwei Reihen finit ihren l#iiclzseiten gegeneinander ange ordnet werden und eine einzige Batterie oder zwei besondere Batterien bilden können. Bilden die mit ihrer Rückseite gegeneinanclei -eordneten Pfannen eine einzige Batterie.
# ann so ist die Rückwand 35 des Deckels nicht erforderlich, weist aber die Anordnung zwei getrennte Batterien auf, so 'ist die Rück wand 35 notwendig, damit die beiden Bat terien unabhängig voneinander betrieben werden können.
Der Betrieb der Vorrichtung ist ausser ordentlich einfach. Nachdem die Pfanne genau waorreclit eingestellt worden ist, wird Quecksilber in dieselbe eingeführt, so dass dasselbe eine Schicht von ungefähr 3j' Zoll Tiefe bildet und das Rührwerk sich noch gerade über der Oberfläche des Quecksilbers befindet. Die Oberfläche des Quecksilbers ist drei bis fünf Zoll unter der Kathode.
Ein aus 5 bis 7 %iger Ätznatronlösung be stehender Elektrolyt wird in die Pfanne ein geführt und ein elektrischer Strom von 6 bis 10 Volt und 50 bis 55 Ampere per Qua dratfuss des der Wirkung ausgesetzten Queck silbers durchgeleitet. Das Futter 14 ver hindert die Tiegelwandung, als Anode zu wirken, so dass die ganze elektrolytische Wir kung auf die Oberfliicbe des Quecksilbers beschränkt wird.
Die Kupplung 46 ist so eingestellt, dass die Vorgelegewelle 41 mit der kleineren Geschwindigkeit läuft, und so bald der elektrische Strom durchgeleitet wird, wird das Rührwerk in Tätigkeit gc@- setzt und dreht sich langsam im Elektrolyt, wobei es sich noch gerade über der Q'uecl;- silberfläche befindet. Hierdurch wird sowohl eine Wirbelbewegung des Elektrolyts in einer horizontalen Ebene, als auch eine durch die Steigung der Rührschaufeln bedingte vertikale Bewegung aufrecht erhalten.
Diese Bewegung cles Elektrolyts dient dazu, das Oxyd von der Queclrsilberoberfläche ebenso schnell zu eni.fernen. als es sieh bildet, und somit. zwcclis Fortsetzung der Oxydation. eine reine metallische Oberfläche zu erhalten.
Die w;ibrend des Vorganges aufsteigenden Gase gehen zwischen den Schaufeln der Ka thoden bindmcb und entweichen durch die Ziige 37 und 38. Von Zeit zu Zeit kann Quecksilber in dem 3lasse hinzugefügt wer den, als es oxydiert wird, nur um die Queck- silbermergc in der Pfanne konstant zu er halten.
Wird der Vor-ang fortgesetzt, bis der Elektrolyt durch das gebildete Oxyd sehr schwer wiid, so verschiebt man die Kupplung 46. so dass das Rührwerk sich mit einer bedeutend grösseren Geschwindigkeit dreht mid je@@licber Bodensatz von Oxyd vollständig in den Elektrolyten hinauf getrieben wird.
Hierauf kann der Elektrolyt durch die Leiteng 61. in den Trog abgelassen werden. um es zwecks Ausscheidung des Oxyds zweiter zu behandeln.