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Ladentisch für Fischgeschäfte Die Erfindung betrifft einen Ladentisch
für Fischgeschäfte und hat den "Zweck, eine solche Ausführung anzugeben, die allen
besonderen Anforderungen des Fischverkaufs, der Sauberkeit, Bequemlichkeit und des
Blickfangs entspricht und dabei die :Möglichkeit gibt, den Ladentisch auch für den
Verkauf von Waren anderer Art zu benutzen, ohne dabei durch die dem Fischverkauf
dienende besondere Ausstattung behindert zu werden. Der Ladentisch ist gemäß der
Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß er eingebaute, nach oben offene und mit Wasserzulauf
und -ablauf ausgestattete Behälter für die Aufnahme von Fischen aufweist. Um eine
wirtschaftliche und einwandfreie Herstellung zu gewährleisten und trotz der für
den Fischverkauf vorgesehenen Besonderheiten in der sonstigen Ausführung des Ladentischrumpfes
möglichst frei zu :ein, ist vorgesehen, die Fischbehälter samt Wasserzulauf und
-ablauf an der Tischplatte derart zu befestigen, daß sie mit ihnen ein auf den Rumpf
des Ladentisches aufsetzbares Ganzes bilden. Für die sichere Verbindung von Tischplatte
und Tischrumpf und für die leichte Reinigung der Platte empfiehlt es sich, die Ränder
der Tischplatte derart nach unten umzubiegen, daß sie über die Oberkanten des Tischrumpfes
greifen. Um eine durchgehende ebene Tischoberfläche herstellen zu können, ist es
zweckmäßig, für die Fischbehälter abhebbare Deckel vorzusehen, deren Oberfläche
in gleicher Höhe mit der Tischplattenfläche liegt. Vorteilhaft können die Wände
und Deckel der Fischbehälter mit Kälteisolierschichten ausgestattet werden, die
das Schmelzen von in die Behälter eingelegtem Eis verlangsamen. Um die auf
dem
Ladentisch liegenden Waren gegen Berührung durch Käufer zu schützen und diesen doch
einen überblick über die ganze Ladentischoberfläche zu ermöglichen, können in bekannter
Weise Glasscheiben angebracht werden. Es empfiehlt sich, in der Tischplatte nahe
der Vorderkante Löcher zur Aufnahme von senkrechten Stützen für die Glasscheiben
anzuordnen. Zur Bildung einer Auflage kann der nach unten umgebogene Vorderrand
der Tischplatte weiter waagerecht nach außen abgebogen sein. Das Zurichten, Schneiden
usw. der zu verkaufenden Fische kann dadurch wesentlich erleichtert werden, daß
die Tischplatte zwischen den Fischbehältern und ihrer Hinterkante sich etwa über
die Länge der Fischbehälter erstreckende Vertiefungen erhält, die zur .Aufnahme
von Schneidbrettern für das Zurichten der Fische bestimmt sind. Weiter können Beschädigungen
durch beim Wiegen herunterfallende Gewichte u. dgl. vermieden werden, indem auf
der Tischplatte zwischen je zwei Fischbehältern eine Vertiefung zur Aufnahme einer
Gummiplatte als Unterlage für eine Waage und Gewichte angeordnet wird. Zum Auffangen
der Verunreinigungen des aus den Fischbehältern abfließenden Schmutzwassers kann
in den Wasserablauf ein auswechselbares Sieb eingebaut werden.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch einen Ladentisch gemäß
der Erfindung nach der Linie I-1 der Fig. 3, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie
11-II der Fig. i, Fig. 3 die Draufsicht, Fig. 4 die Vorderansicht, Fig. 5 die Rückansicht
und Fig.6 einen senkrechten Schnitt durch ein in einen Wasserablauf eingebautes
Sieb in größerem Maßstabe.
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Der Ladentisch gemäß der Erfindung weist einen in üblicher Weise aus
einem beliebigen geeigneten Werkstoff, z. B. Holz, umkleidetes Holz, Marmorplatten
oder Mauerwerk, hergestellten Rumpf i auf, der nach vorn und nach den Seiten durch
Wände abgeschlossen und in der Mitte in üblicher Weise mit Schubladen ausgestattet
ist. Auf dem Rumpf liegt eine zweckmäßig aus emailliertem Metall, Feuerton oder
einem sonstigen Werkstoff leergestellte Tischplatte 2, deren Ränder 3 nach unten
umgebogen sind, so daß sie über die Oberkanten des Tischrumpfes greifen. Der nach
unten gebogene Vorderrand 3 ist weiter waagerecht nach außen abgebogen und bildet
eine schmale Auflage 4, auf die die Kunden Taschen u. dgl. ablegen oder aufstützen
können. Nahe der Vorderkante und parallel zu dieser sind in der Tischplatte Löcher
zur Aufnahme von senkrechten Stützen 5 vorgesehen, zwischen die Glasscheiben 6 eingeschoben
werden können. Die ' Tischplatte 2 weist zwei große Öffnungen auf, unter denen je
ein nach oben offener Fischbehälter 20 an der Tischplatte befestigt ist. Der Boden
der Behälter ist,nach einer Seite leicht grneigt; an der tiefsten Stelle ist ein
abschließbares Wasserablaufrohr 7 angebracht. In den Behältern liegt zweckmäßig
je ein Holzrost B. Zum Abschluß der Behälter 2o nach oben sind Deckel 9 vorgesehen,
die so in vertiefte Auflageränder der Behälter gelegt werden können, daß ihre Oberfläche
in gleicher Höhe mit der Tischplattenfläche liegt. Dadurch kann in den Zeiten, in
denen die Behälter 2 nicht für den Fischverkauf benötigt werden, die ganze Ladentischfläche
für andere Verkäufe verwendet werden, ohne daß die Behälter stören. Das ist besonders
für solche Geschäfte wichtig, die nur an einigen Tagen der Woche Fische verkaufen
und sonst andere Waren führen. Sie können, ebenso wie Fischgeschäfte an Tagen geringen
Fischverkaufs, den Ladentisch also auch völlig für andere Verkäufe ausnutzen. Die
Deckel haben je zwei versenkt angeordnete Handgriffe io. An den inneren Rändern
der Behälter sind in der Tischplatte 2 Löcher für die Durchführung von Frischwasserleitungen
vorgesehen, an die Hähne i i angeschlossen sind, aus denen die Behälter 6 mit Wasser
versorgt werden können. Dadurch wird die ständige Reinigung der Fischbehälter 20
sehr erleichtert und bei den Kunden der Eindruck völliger Sauberkeit hinterlassen.
Außerdem ist die Möglichkeit gegeben, die Behälter nach Schließen des Wasserablaufs
mit Wasser zu füllen, so daß sie auch zum Verkauf von Lebendfischen oder gewässerten
Stockfischen Verwendung finden können.
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Da nicht lebende Fische zweckmäßig auf Eis aufbewahrt werden, empfieht
es sich, die Wände und Deckel der Fischbehälter mit Kälteisolierungsschichten auszustatten,
um das Schmelzen des eingelegten Eises zu verlangsamen.
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Damit die in den Fischbehältern 20 sich allmählich ansammelnden Unreinigkeiten
nicht in den Abfluß gelangen, ist das Wasserabflußrohr 7 nicht durchgeführt, sondern
unterbrochen. Auf dem weiterführenden Rohr 12 sitzt in einem Ring 13 ein Metallbecher
14, in dem ein grobmaschiges Sieb 15 angeordnet ist. Der Metallbecher 14 samt Sieb
15 kann zur Reinigung vom Rohr 12 abgenommen werden. Zweckmäßig werden unterhalb
der Metallbecher 14 Geruchverschlüsse 16 üblicher Ausführung angebracht.
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Die Tischplatte weist zwischen den hinteren Rändern der Fischbehälter
und ihrer Hinterkante zwei Vertiefungen 17 auf, die sich etwa über die Länge der
Fischbehälter erstrecken. Diese Vertiefungen sind zur Aufnahme von Schneidbrettern
18 für das Zurichten von Fischen bestimmt. Die Bretter werden in die Vertiefungen
eingeschoben und sind so eingepaßt, daß sie fest sitzen, aber auch zum Reinigen
leicht herausgenommen werden können. Damit der Verkäufer beim Schneiden der Fische
nicht behindert wird, empfiehlt es sich, die Schneidbretter 18 so dick zu machen,
daß sie über die Ränder der sie aufnehmenden Vertiefungen überstehen.
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Zwischen den beiden Fischbehältern weist die Tischplatte eine weitere
Vertiefung auf, die mit einer Gummiplatte i9 ausgelegt ist. Dieser Platz ist zur
Aufnahme einer \\'aage und der Gewichte
bestimmt. Durch die Gummiplatte
sollen Beschädigungen durch etwa herunterfallende Gewichte verhütet werden.