Schliessfacheinrichtung für die Aufbewahrung von Gegenstunden. Die Erfindung betrifft eine Schliessfach einrichtung für die Aufbewahrung von Ge genständen. Dieselbe besteht in der Aus stattung von Schliessfächern mit einem Selbstkassierermechanismus, welcher durch Einwurf einer Münze in einen Einwurf schlitz am Schliessfache betätigt wird und den Schliessmechanismus für die Herbei führung eines gesicherten Abschlusses be reitstellt.
Derartige Schliessfächer eignen sich vor zugsweise für die Verwendung für Gepäck aufbewahrung auf Bahnhöfen und Schiffen, zur Kleiderbewahrung in Vergnügungs stätten, öffentlichen Gebäuden und zur Verwahrung von Wertgegenständen, bei- spielsweise in Bahnwagen (insbesondere in Schlafwagen).
Durch diese Einrichtung lässt sich unter grosser Ersparnis an Bedienung eine sichere Verwahrung bei schnellster Abfertigung er zielen. Gleichzeitig ist die Aufbewahrung selbst eine bedeutend bessere als in offenen Kleiderablagen oder ähnlichen Verwahrungs räumen. In der Zeichnung ist die Schliessfachein richtung in mehreren Ausführungsformen veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Anwendung für Gepäck aufbewahrung auf Bahnsteigen, Fig. 2 eine Ausführung für Bahnhofs- oder andere Räume, Fig. 3 eine Ausführung für Kleider ablagen, Fig. 4 eine Ausführung für Wertsachen verwahrung; Fig. 5 und 6 zeigen in teilweisem Schnitt und in Ansicht eine beispielsweise Einrich tung des Selbstkassierermecbanismus.
Die Schliessfächer a sind bei der in Fig.1 veranschaulichten Ausführung für Gepäck. aufbewahrunc auf Bahnsteigen von Bahn. höfen reihenweise angeordnet und mit auf klappbaren Türen b versehen, die sich in der Nichtgebrauchslage ohne weiteres öffnen lassen und erst nach Einwurf einer Münze in den Schlitz c des Schliessfaches a. die Be reitstellung des Schliessmechanismus und Überführung der Tür in die Verschlusslage gestatten. Handgriffe d dienen zur Hand- habung und Mulden e unter den Schlitzen c zuri Aufnahme einer durch den Selbstkassie rermechanismus ausgegebenen Marke.
Die ser Selbstkassierermechanismus kann von be kannter Art sein. Die Wiederöffnung des Schliessfaches erfolgt durch einen in das Schlüsselloch f' eingeführten Schlüssel, der gege n Abbake der Marke verabfolgt wird edelr im Besitze des Hoteldieners, bezw. Ge- päickträgers verbleibt.
Zweclkmässig wird eine Doppelreihe der artiger niedriger Schliessfächer aufgestellt. Die gemeinsamle, nach oben verlängerte Rück- walndl g dient ebenso wie die Ober- und Vor- dersite der Fäieher a zur Aufnahme von Ankündigungen. Auch lässt sieh die Ober seite als Schreibtisch ausbilden. Die Schliess fächer werden zweckmässig bestimmten Ho tels zugeeignet, so dass der Reisende einfach am Bahnhof geg en Münzeinwurf sein Ge päck in ein Schliessfach einschliessen und nach Ablieferung der empfangenen Marke w1om Hoteldiener abholen lassen kann.
Für Bahnhofsräume eignet sich zur Aus- nüitzulig des Raumes besser eine Anordnun g der Fächer a in zwei Reihen übereinander (Fig. 2). Die Fächer a sind mit Ordnungs nummern versehen und besitzen seitlich oder nach unten umllegbare Klappen b. Der Selbst kassierermechanismus ist an der Klappe oder Tür b eventuell an einer festen Seitenwand angebracht. Er kann zweckmässig so ein- gerielitet werden, dass ein im Sehlüsselloche f befindlicher Schlüssel bei Nichtgebrauch des Schliessfaclhes beben Abziehen gesperrt und erst nach Einwurf einer Münze in den Schlitz c freigegebeni wird.
Eine grund legende, einfache Hebelanordnung eines für diesen Zweck eingerichteten Selbstkassierer- nmecbanismus ist in Fig. 5 in einem hinter der Schliessfachl- oder Türwand geführten Schritte in Vorderansicht und in Fig. 6 in Seitenansicht mit teilweisem Schnitte ge- zeig t.
Der auf der festen Achse h, gelagerte Hebel i besitzt am Ende eine Mulde<I>7c</I> zur Aufnahme eines Geldstückes m. Über den Drehpunkt hinaus ist der Hebel i durch ein bogenförmiges Stüick n verlängert, welclhes in der Ruhelabe vor den Schlüsselbart o greift und so ein Herausziehen des Schlüssel hindert.
Wird ein Geldstück durch einen Schlitz c in die Mulde 7k geworfen, so kippt der vor her mittelst eines Ausgleichsgewichtes aus beglichene Hebel i nach nuten, his das Bogen stück nz beben eine Sperrleiste p stössst. Nils ist der Schlüssel zum Verschliessen und Her- ,ausziehen freibegeben. In dieser Lage der Teile i, n ist das Geldstück m noch nicht aus der Mulde 1k befallen.
Wird die Sperr leiste p durch Druck auf den Knopf q ent gegen der Wirkung einer Feder r zurüclk- gedrückt, so kommt ein Ausschnitt s der Sperrleiste 1l in die Bahn des Bogenstüickes n, so dass dasselbe hindurchschwingen u7nd das Geldstück aus der niederkippenden Mulde k herausfallen kann. Nun kehrt Hebel i wie der in seine Sperrstellung zurüiclk.
Di2 Einlrlchtunlg kann allclle getroffen werden, dass beim Münzeillwurf mit der Sicherung cler Sehliesslage eine Marke aus- gebeben wird, durch deren Einwurf in eine besondere, dem Schlüssellocke entsprechende Öffnung die Wiederöffnung herbeigeführt wird.
Eine Schliessfachanordnulg für Wert sachen und dergleichen, insbesondere für Eisenbahnwaben, zeigt Fig. 4. Die Schliess fächer a, welche mit Selbstkassierermecha nismus am Schliesswerke versehen sind, be finden sich an den Wänden oberhalb der Sitze, an den Fensterwänden. Ganbiiwändin.
soweit es der verfügbare Raum zulässt. Si,e werden zweclkmäissig in der Rahmengrösse der gewöhnlichen Aktentasclhen gehalten und besitzen nur geringe Tiefe. Der Selbst kassierermechanismus kann ähnlich wie für die andern Schliessfachausführungen be schrieben einberichtet sein. Um über den, Fenster angebrachte Schliessfächer leicht zu bänblicll zu machen, ist ein aus zwei ge- lenkig verbundenen Leisten gebildeter Tritt f ausklappbar an der Fensterwand vorgesehen.
Die Türen b können aueli als ILoll- oder Schiebetüren' ausgeführt czein. In Gasthäusern lasscn sieh die Sehriinke um Säulen herum reit geeigneten Verzierungen, unter Treppen, in Gängen und an ähnlichen für diesen Zweck ausnutzbaren Stellen anbringen.