CH683228A5 - Visier für Velohelme. - Google Patents
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Description
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CH 683 228 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Witterungsschutz in Form eines der einfachsten Visiere für Velohelme nach dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches.
Veiohelme zum Schutz des Kopfes gegen Verletzungen finden immer grössere Verbreitung bei Velofahrern. An Velohelme werden aber ganz andere Anforderungen gestellt, als an Motorradhelme. Im Gegensatz zu den Velohelmen, sind bei Motorradhelmen Gesichtsschutze, welche als Visiere bekannt sind schon länger gebräuchlich.
Die Anforderungen an Velohelme sind aber grundsätzlich verschieden von denen an Motorradhelmen, dementsprechend sind auch die Konstruktionen, die Materialien der Helmschalen verschieden. Bei Motorradhelmen haben sich wegen des hohen Fahrtwinddruckes Visiere durchgesetzt, die meist fest und integral verbunden und Bestandteil des Helmes sind. Velofahrer aber leisten körperliche Arbeit und brauchen daher einen extrem leichten, auf ein Minimum beschränkten Helm mit bester Durchlüftung. Ein Gesichtsschutz in Form eines Vi-sieres ist hier nur sinnvoll bei Regen, Schnee und kalten Temperaturen. Daher sind die Anforderungen an einen derartigen Gesichtsschutz grundsätzlich anders, als bei einem Motorradhelm. Für die bisher fabrizierten Velohelme sind keine Visiere bekannt.
Im Handel sind nur für Motorradhelme verschiedene Arten von Helmvisieren bekannt. Alle benötigen zur Befestigung am Helm entsprechende feste Einrichtungen am Helm selbst und am Visier und weisen meist eine aufwendige Konstruktion zur Halterung einer Scheibe auf.
Aus DE 3 137 680 ist ein Visier bekannt, welches mittels Schrauben am Helm befestigt wird. Dies bedingt eine entsprechende Ausgestaltung der Helmschale mit Loch und Gewinde.
Aus FR 2 391 664 ist ein Visier bekannt, welches an der Oberkante Druckknöpfe aufweist. Dieses Visier ist einfach montierbar, aber nur an Helmen montierbar, welche mit entsprechenden Gegenstücken zu den Druckknöpfen an der Helmschale versehen sind.
Aus WO 86/0479 ist ein Visier bekannt, bei welchem die Oberkante der Scheibe in einem Rahmen gefasst ist. Der Rahmen weist seitlich zwei Schwenklagerelemente auf, welche in entsprechende Gegenstücke an der Helmschale einhängbar sind.
Alle diese Visierarten sind relativ schwer und können nur an jeweils entsprechend ausgerüsteten Helmschalen verwendet werden. Es ist daher nicht möglich, das gleiche Visier sowohl an einem üblichen Helm mit Kunststoffkalotte als auch an einem mit Textilien überzogenen Heim oder einem Lederhelm, wie sie häufig von Velofahrern benützt werden, abwechselnd anzubringen. Gerade dies wünschen aber viele Velofahrer, damit sie bei Wetterwechsel rasch den Helm wechseln können, ohne zusätzliche Visiere mitnehmen zu müssen. Es soll auch aus dem Gesichtsfeld geschoben werden können und wieder zurück.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Visier als Gesichtsschutz für Velohelme zum Schutz gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Schnee und Kälte zu schaffen, welches sehr leicht ist, leicht montierbar und demontierbar ist und ohne Änderungen sofort an verschiedenartigen Helmen angebracht werden kann, unabhängig von der Beschaffenheit des Helmes, der Helmoberfläche, der Grösse und der Geometrie des Helmes. Dabei soll es nach Bedarf einfach aus dem Gesichtsbereich geschoben werden können und in dieser Position die aerodynamische Formgebung des Helmes nicht massgebend beeinträchtigen.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen angegebene Erfindung gelöst.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung sind Ausführungsformen, bei denen das Visier leicht nach oben und vors Gesicht oder aus dem Gesichtsfeld schwenkbar ist und in der jeweiligen Stellung verharrt.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung ist, dass alle Ausführungsformen ausserordentlich kostengünstig herstellbar sind und von jedermann problemlos ohne Werkzeuge auf jeden Helm montiert werden können.
Die Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 zeigt ein an einem Helm befestigtes Visier.
Fig. 2 zeigt einen Saugnapf als Befestigungsmittel.
Fig. 3 zeigt Visier in zusammengerolltem Zustand.
Fig. 4 zeigt eine Trägerplatte mit Druckknopfteil.
Fig. 4a zeigt eine Trägerplatte zur Verwendung mit Klettverschlüssen.
Fig. 5 zeigt ein Visier mit Klettband oder Klemmband.
Fig. 6 zeigt ein Visier mit Klettband oder Klemmband in aufgeschwenkter Position.
Fig. 7 zeigt ein Visier mit Bügel und Saugnapf.
Fig. 8 zeigt ein Visier mit Schlitzen und Saugnapf.
Fig. 9 zeigt ein Visier mit Gummiband in umgestülptem Zustand.
Fig. 10 zeigt ein Visier mit Bügel an einem Helmüberzug befestigt.
In Fig. 1 ist ein Velohelm in Kunststoffbauart, z.B. aus Styropor, mit montiertem Visier dargestellt. Ein Visier mit einer Scheibe 1 ist an einem üblichen Velohelm 2 in vors Gesicht geklappter Stellung angebracht. Die Oberkante 3 der Scheibe 1 ist ungefähr parallel zur Stirnkante 2a des Helmes. Besondere Stabilität erhält das dünnwandige Visier durch Anliegen an der Stirnkante 2a. Nahe beim seitlichen Ende 4 der Oberkante 3 ist ein Bügel 6 angebracht, welcher die Scheibe 1 mit dem Saugnapf 5 als Befestigungsmittel verbindet. Es ist offensichtlich, dass diese Anordnung auf beiden Seiten der Scheibe 1 analog ist. Wenn das Visier nicht benützt werden soll, kann es einfach aus dem Gesichtsfeld nach oben hinten gekippt werden, wobei sich die Bügel 6 an den Befestigungsmitteln, Saugnäpfen 5 drehen. Ein derartiges Visier kann so dünnwandig sein und z.B. einfach aus einer durchsichtigen Folie
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bestehen, dass es bei nicht Gebrauch einfach zusammengerollt werden kann und damit leicht mitzunehmen ist, wie in Fig. 3 dargestellt.
Aus Fig. 2 ist das Befestigungsmittel als Saugnapf 5 im Detail ersichtlich. Ein Saugnapf 5 mit einem Befestigungskopf 5' wird vom schlaufenförmig gebogenen Ende 7 des Haltebügels 6, welcher am Visier fest angebracht ist, umfasst. Das schlaufenförmig gebogene Ende 7 des Haltebügels 6 umfasst den Befestigungskopf 5' des Saugnapfes derart, dass diese Umfassung als Schwenkgelenk funktioniert, und klemmt den Befestigungskopf 5' in einer Weise, dass die eingestellte Stellung des Vi-sieres gegenüber dem Saugnapf, respektive gegenüber dem Helm durch Selbsthemmung verharrt.
Viele Velohelme weisen keine glatte Oberfläche auf. Sie sind aus Leder, Textilgewebe oder dergleichen). Ein einmalig auf die Helmoberfläche aufzuklebender, vorzugsweise selbstklebender Träger übernimmt die Funktion des Befestigungsmittels auf der Helmoberfläche. Ein Schnellverschluss-System erlaubt ein häufiges und rasches Montieren und Demontieren eines Visieres am Träger. Je nach Gestaltung des Visieres sind verschiedene Schnellverschlüsse möglich wie Druckknöpfe, Saugnäpfe, Klettverschlüsse und dergleichen. Fig. 4 zeigt eine Trägerplatte für Schnellbefestigungen mit Druckknöpfen. Auf einer selbstklebenden Trägerplatte 10 als Befestigungsmittel ist die eine Hälfte eines Druckknopfes 12 angebracht, dessen Gegenstück an der Scheibe des Visieres befestigt ist. Dermas-sen angeordnete Druckknöpfe können gleichzeitig als Schnellverschluss und als Schwenkgelenk zum nach oben oder vors Gesicht Schwenken des Visieres dienen. Ein Stift 13, der auch ein kleiner Federstab sein kann, sorgt für genügend Haftreibung zum in Positionhalten der Scheibe. Der Stift 13 kann auch in entsprechend angeordnete Öffnungen oder Einbuchtungen am Visier selbst in verschiedenen Positionen einrasten und auf diese Weise eine Arretierung sein. Solche Trägerplatten 10 können zum Ausgleich der Geometrie der Helmschale auch keilförmig ausgebildet sein wie in Fig. 4a dargestellt und ermöglichen so eine gute Achsparallelität um den Schwenkmechanismus sicherzustellen, sofern das erwünscht ist. Sie eignen sich auch ausgezeichnet zur Verwendung an Helmen mit rauher oder unebener Helmoberfläche.
Eine allereinfachste Ausführung als Grundform ist aus den Fig. 5, am Helm montiert und demontiert, und Fig. 6, aufgeklappt ersichtlich. Die Befestigungsmittel bestehen dabei aus einem Klettbandstreifen 9 oder einem Klemmverschluss oder reiss-verschlussähnlichem Streifen mit entsprechendem Gegenstück.
Viele Velohelme weisen eine relativ flache Oberseite der Helmschaie auf, sodass verschwenkbare Visiere in geöffnetem Zustand einige Zentimeter über die Helmoberseite hinausragen. Dem kann entgegengewirkt werden, indem der Abstand zwischen der Scheibe des Visieres und dem Drehpunkt veränderbar ausgestaltet wird. Fig. 7 zeigt eine derartige Ausführungsform mit im drehbaren Verbindungsstück 7 verschiebbar gelagerten Bügel 6. Das Verbindungsstück 7 umschliesst den Befestigungskopf des Saufnapfes 5 derart, dass es um diesen drehbar ist, jedoch durch Haftreibung eine gewisse Selbsthemmung bewirkt. Ferner kann es federnd ausgebildet sein, sodass auch einem unerwünschten Verschieben des Bügels 6 eine gewisse Haftreibung entgegenwirkt. Dadurch wird ein sicheres Verharren des Visieres in geöffneter Stellung garantiert. Eine funktionsähnliche Ausführungsform ist in Fig. 8 dargestellt, wobei in der Visierscheibe 1 selbst Schlitze 8 angeordnet sind, in welchen die Befestigungselemente, z.B. Saugnäpfe 5 verschiebbar gelagert sind. Eine ähnliche Wirkung kann auch durch gekrümmte Längsschlitze bewirkt werden, in denen je zwei Schnellverschlüssse verschiebbar gelagert sind. Die Krümmung der Längsschlitze ist so zu gestalten, und die Schnellverschlüsse so zu montieren, dass das Visier um einen virtuellen unterhalb der Helmschale liegenden Drehpunkt geschwenkt wird, der so zu wählen ist, dass das Visier in geöffneter Stellung eng an der Helmoberseite anliegt.
Eine weitere Ausführungsvariante in Fig. 9 zeigt weitere enorme Vorteile des folienartigen dünnwandigen Visieres, welche ausschliesslich auf der grossen Flexibilität des Materials der Scheibe basiert. Elastische Zwischenstücke 94, z.B. Gummizüge, verbinden das Visier 1 mit den Trägern 93. Ein ebenfalls flexibles, jedoch nicht elastisches Zwischenstück 95 ist mit seinem einen Ende mit dem Visier, mit dem andern Ende mit einem Schellver-schluss 96, vorzugsweise einem Klettverschluss, verbunden und gewährleistet eine Arretierung in der geöffneten und der geschlossenen Stellung des Visieres. Um das Gesichtsfeld freizugeben wird bei dieser Variante einfach die Visierscheibe umgestülpt, ähnlich wie bei einer Schirmmütze. Weitere kleine Klettverschlüsse 97, 98 können die Arretierung verbessern.
Eine im Prinzip funktionsgleiche Ausführungsform in Fig. 10 benützt die Verwendung von bekannten Helmüberzügen. Dabei ist der Bügel 6 derart lang ausgeführt, dass er durch am Helmüberzug 40 aufgenähte Schlaufen 41 oder Ösen 42 geführt werden kann. Auf diese Weise kann das Visier mit dem Bügel 6 einfach herausgezogen oder eingeschoben werden und durch einfaches Umbiegen analog zu der in Fig. 9 dargestellten Variante nach oben umgestülpt werden. Es empfiehlt sich, den Bügel 6 als flexiblen Stab, z.B. als Drahtbügel auszuführen.
Claims (11)
1. Visier für Velohelme mit einer durchsichtigen Scheibe als Gesichtsschutz, und Montagemitteln zur Befestigung an Helmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe eine zusammenrollbare hochtransparente Kunststoffolie ist, die in montiertem Zustand eine Biegesteifigkeit aufweist, welche dem maximalen Fahrtwindwiderstand standhält.
2. Visier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe eine Kante aufweist, welche annähernd dem Helmrand im Bereich des Gesichtsteiles entspricht und in montiertem Zustand etwa von der Schläfenregion einer Seite des Helmes bis
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zur entsprechenden Region auf der andern Seite reicht, wobei im Bereich dieser Kante mindestens ein Befestigungsmittel angebracht ist, welches mit einem entsprechenden Gegenstück am Helm eine wiederlösbare Verbindung ergibt.
3. Visier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenstück lösbar am Helm befestigbar ist.
4. Visier nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Saugnäpfe sind.
5. Visier nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Druckknöpfe sind.
6. Visier nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Klettverschlüsse sind.
7. Visier nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Klemmverschlüsse sind.
8. Visier nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel selbst ein flexibler Bügel ist.
9. Visier nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des Visieres mit den Befestigungsmitteln einen elastischen Gummizug enthält.
10. Visier nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es gegenüber dem Helm schwenkbar befestigbar ist.
11. Visier nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es umstülpbar ist.
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