CH495984A - Verfahren zur Herstellung von 3-(B-Nitroalkyl)-indolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-(B-Nitroalkyl)-indolen

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CH495984A
CH495984A CH359068A CH359068A CH495984A CH 495984 A CH495984 A CH 495984A CH 359068 A CH359068 A CH 359068A CH 359068 A CH359068 A CH 359068A CH 495984 A CH495984 A CH 495984A
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CH
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indole
radical
indoles
nitroalkyl
ester
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CH359068A
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Inventor
Ludwig Dr Zirngibl
Original Assignee
Siegfried Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/10Indoles; Hydrogenated indoles with substituted hydrocarbon radicals attached to carbon atoms of the hetero ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von   3-(P-Nitroalkyl)-indolen   
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   3-(p-Nftroalkyl)-indolen    der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 in welcher der Indolrest gegebenenfalls weiter substituiert ist und in der R1, R2 und   R3    Wasserstoff oder niedere geradkettige oder verzweigte Alkylreste darstellen, wobei einer der Substituenten R1,   R    und R3 aber auch Halogen oder einen niederen geradkettigen oder verzweigten Alkoxyrest bedeuten kann und die Substituenten R1,   R    und R3 ferner Teil einer Ringstruktur bilden oder durch eine veresterte Carboxylgruppe oder einen Dialkylaminorest substituiert sein können.



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass man einen   -Nitroalkanolester    der allgemeinen Formel
EMI1.2     
 worin Ac den Acylrest einer Carbonsäure bedeutet, in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors und gegebenenfalls eines inerten Lösungsmittels bei erhöhter Temperatur mit einem entsprechenden, in 3-Stellung unsubstituierten Indol umsetzt.



   Das als Reaktionskomponente verwendete Indol kann durch Halogenatome, Nitro-, Cyan-, tertiäre Amino-, Acyl- oder Carbonsäureestergruppen, verätherte sowie veresterte Hydroxy- oder Mercaptogruppen, ferner durch gesättigte oder ungesättigte aliphatische Gruppen substituiert sein, die als Substituenten die vorstehend aufgezählten Reste oder Arylreste aufweisen können.

  Beispiele für verwendbare Indolverbindungen sind N-Acetyl-indol, N-Allyl-indol, 4-, 5-, 6- oder 7-Benzyloxy-indol,   5-Benzyloxy-indol-2-carbonsäurealkylester,    5-Brom-indol,   5-Brom-indol-2-carbonsäurealkylester,    N - Butyryl-indol, 5-Cyan-indol; Indol-l-   oder -2-carbonsäurealkylester;      p-      -[Indolyl-(1)]-äthylamin,    -propionitril oder -propionsäurealkylester; 5- oder 6-Methoxy-indol; 5-Methoxy-indol-2 -carbonsäurealkylester; 1-, 2- oder 5-Methyl-indol; 5-Methyl-indol-2-carbonsäure-alkylester und 5-Nitro-indol.



   Die Umsetzung erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 100 und 2000C, vorteilhaft unter Verwendung eines Acetats als Ester. Anstelle eines inerten Lö   sungsmittels kann man auch einen Überschuss des ,8-Nitro-    alkanolesters verwenden. Das Reaktionsgemisch wird auf dem Wasserbad im Vakuum eingedampft und aus ihm das Produkt in geeigneter Weise gewonnen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren hat insofern Bedeutung, als das mit ihm erhältliche   3-(p-Nitroäthyl)-indol    durch einfache katalytische Reduktion in Tryptamin umgewandelt werden kann, vgl. Noland und Hartmann, J.



  Am. Chem. Soc. 76, 1954, S. 3227. Dort wird das   3-(ss-    -Nitroäthyl)-indol durch Anlagerung von 2-Nitroäthylen an Indol hergestellt. Die Ausbeute beträgt nach   diesem    Verfahren nur 20%. Ausserdem hat das bekannte Verfahren den Nachteil, dass das freie Nitroäthylen unbeständig ist, vgl. Wieland und Sakellariios, Ber. dtsch.



  chem. Ges. 52, 1919, S. 899. Es polymerisiert sehr leicht unter dem Einfluss von Feuchtigkeit oder Alkali und wirkt dazu stark reizend auf die Schleimhäute. Diese Schwierigkeit hat man schon dadurch umgangen, dass man 2-Nitroäthanolacetat verwendete, das beim Erhitzen in Nitroäthylen zerfällt. Bei dem   Versuch    von dieser Reaktion bei der Herstellung von   3-(-Nitroäthyl)-indol    Gebrauch zu machen, erhielten Noland und Hartmann trotz 24stündigen Erhitzens der Komponenten in Benzol jedoch nicht das erwünschte Produkt.



   Im Hinblick auf die Angaben in der Literatur war der erfolgreiche Verlauf des erfindungsgemässen Verfahrens, d.h. der Anlagerung von in situ gebildetem Nitroäthylen an Indol und substituierte Indole bei stark  erhöhter Temperatur unter Erzielung einer sehr guten Ausbeute ausserordentlich überraschend.



   Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich sowohl für die Verwendung kernsubstituierter Indole als auch für die Verwendung mono- und polyalkylierter Nitroäthylacetate. Es ermöglicht nicht nur die einfache Herstellung von Tryptamin, sondern auch von   3-(p-Aminobutyl)-    und   3-(g-Aminopropyl)-indol,    die aufgrund ihrer Wirkung auf das Zentralnervensystem wertvolle pharmakologische Eigenschaften besitzen. Die hierzu erforderlichen   p-Nitro-    alkohole werden preisgünstig auf dem Markt angeboten.



   Das folgende Beispiel erläutert das erfindungsgemässe Verfahren.

 

   Beispiel
Eine Mischung aus 5,86 g (50 mM) Indol, 6,66 g (50 mM) 2-Nitroäthylacetat, 0,5 g tert. Butyl-brenzcatechin und 50 ml wasserfreiem Xylol wird im Bombenrohr 3 Std. auf 1500 erhitzt.



   Anschliessend wird im Vakuum auf dem Wasserbad vollständig eingedampft. Man erhält 10,2 g braunen, festen Rückstand, der nach Abpressen einer kleinen Probe bei 47-49,50 schmilzt. Das Rohrmaterial wird mehrmals mit Cyclohexan ausgekocht. Die abgekühlten Extrakte liefern insgesamt 6,32 g farblose Schuppen vom Smp. 53-550 (33,2   mM;    66,4% der Theorie). Nach Noland und Hartmann bildet das Produkt, 3-(2-Nitroäthyl)-indol, zwei polymorphe Formen, die eine schmilzt bei 54-560, die andere bei   68-68,50.   



  Analyse für   C1oH1oN Oo    (MG 190,2):
Berechnet: C 63,15 H 5,30 N 14,73
Gefunden: C 63,15 H 5,48 N 14,70 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 3-(p-Nitroalkyl)-indo- len der allgemeinen Formel EMI2.1 in welcher der Indolrest gegebenenfalls weiter substituiert ist, und in der R1, R2 und R5 Wasserstoff oder niedere geradkettige oder verzweigte Alkylreste darstellen, wobei einer der Substituenten R1, R2 und R5 aber audi Halogen oder einen niederen geradkettigen oder verzweigten Alkoxyrest bedeuten kann und die Substituenten R1, R2 und R3 ferner Teil einer Ringstruktur bilden oder durch eine veresterte Carboxylgruppe oder einen Dialkylaminorest substituiert sein können, dadurch gekennzeichnet, dass man einen p-Nitroalkanolester der allgemeinen Formel EMI2.2 worin Ac den Acylrest einer Carbonsäure bedeutet,
    in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors bei erhöhter Temperatur mit einem entsprechenden, in 3-Stellung unsubstituierten Indol-umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels durchgeführt wird.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ester ein Acetat verwendet und die Umsetzung zwischen 100 und 2000C durchführt.
CH359068A 1967-03-09 1968-03-11 Verfahren zur Herstellung von 3-(B-Nitroalkyl)-indolen CH495984A (de)

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DE1695699C3 (de) 1975-08-28
DE1695699B2 (de) 1975-01-16
DE1695699A1 (de) 1971-04-29

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