CH459751A - Verfahren zum Entwickeln von Diazotypiekopien, sowie Entwicklerflüssigkeit zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Entwickeln von Diazotypiekopien, sowie Entwicklerflüssigkeit zur Durchführung des Verfahrens

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Publication number
CH459751A
CH459751A CH1567263A CH1567263A CH459751A CH 459751 A CH459751 A CH 459751A CH 1567263 A CH1567263 A CH 1567263A CH 1567263 A CH1567263 A CH 1567263A CH 459751 A CH459751 A CH 459751A
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CH
Switzerland
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developer
acid
diazotype
maleate
developer liquid
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Application number
CH1567263A
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Inventor
Andreas Wilders Johan Henricus
Marie Loenen Bernardu Hubertus
Original Assignee
Oce Van Der Grinten Nv
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/18Diazo-type processes, e.g. thermal development, or agents therefor

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 425 462    Verfahren zum Entwickeln von     Diazotypiekopien,    sowie     Entwicklerflüssigkeit     zur Durchführung des Verfahrens    Das Hauptpatent     betrifft    ein Verfahren zum Ent  wickeln von     Diazotypiekopien    nach der sogenannten       Halbnass(Halbtrocken-)methode,    bei der eine dünne  Schicht einer sauer reagierenden,     wässrigen,        gepufferten          Entwicklerflüssigkeit,    die     Phloroglucin    als Kupplungs  komponente enthält, auf der Oberfläche von bildweise  belichtetem     Einkomponentendiazotypiepapier    ausgebrei  tet wird,

   das     mit    einer     Diazoverbindung    der     Formel     
EMI0001.0014     
    in der X ein Anion ist,     R,    und     R2        Methyl-    oder     Äthyl-          gruppen    sind und in der, wenn     R1    eine     Methylgruppe    ist,       R2    auch eine     Cyclohexylgruppe    sein kann, und in der  Ar ein     Phenylrest    ist, der keinen oder höchstens zwei       Substituenten    trägt, sensibilisiert ist.  



  Nach bildweiser Belichtung wird     Einkomponenten-          diazotypiematerial    normalerweise nach der sogenannten       Dünnschichtmethode    entwickelt. Gemäss dieser Methode  wird eine dünne Schicht einer     wässrigen,        gepufferten        Ent-          wicklerflüssigkeit        gleichmässig    über die lichtempfind  liche Seite und, damit die entwickelten Kopien     flach     bleiben, oft auch über die nicht     lichtempfindliche    Seite  des bildweise belichteten     Diazotypiematerials    gebreitet.

    Die Menge der auf eine Seite des     Diazotypiematerials     aufgebrachten     Entwicklerflüssigkeit    wird normalerweise  in Gramm Flüssigkeit je Quadratmeter Material ange  geben. Wenn diese Menge gering ist, beispielsweise 6 bis  9     g/m2    beträgt, wird die Entwicklungsmethode als        halbnass     oder  halbtrocken  bezeichnet.     Entwickler-          flüssigkeiten,    die sich für diese Methode eignen, müssen  sehr     reaktionsfähig    sein, d. h.

   sie müssen die in dem       Diazotypiematerial    anwesende Säure und die bei der    Bildung des     Azofarbstoffs    in Freiheit gesetzte Säure  rasch neutralisieren und müssen aktiv     kuppelnde        Azo-          komponenten    enthalten. Eine solche     Azokomponente    ist       Phloroglucin.    In der Praxis werden schwach saure und  schwach alkalische     Entwicklerflüssigkeiten,    die     Phloro-          glucin    enthalten, verwendet.  



  Die schwach ,sauren     Entwicklerflüssigkeiten    können  mit Ammonium-,     Alkali-    oder     Erdalkalisalzen    schwacher  Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Bernsteinsäure,       Äpfelsäure,    Zitronensäure, Weinsäure,     Benzoesäure,          Phenylamidoessigsäure,        Molybdänsäure,        Wolframsäure,     Zinnsäure, Phosphorsäure,     Phthalsäure,        Glutarsäure,          Adipinsäure,        ss-Methyladipinsäure,        Pimelinsäure,

          Suberin-          säure,        Azelainsäure,        Sebacinsäure,        Isosebacinsäure,          Antidimethylbernsteinsäure,        Asparaginsäure,    Glutamin  säure,     Itaconsäure,        2-Äthylsuberinsäure,        2,5-Dimethyl-          adipinsäure    und     Propantricarbonsäure,        gepuffert    sein  (vgl. Schweizer Patent Nr. 416 318).  



  In der Praxis werden jedoch als     Puffersalze    fast aus  schliesslich     Natriumformiat    und     Natriumbenzoat,    oft zu  sammen     mit        Natriumcitrat,    verwendet.  



  Die in der Praxis verwendeten schwach sauren     Ent-          wicklerflüssigkeiten    haben einen     pH-Wert    zwischen  5 und 7 und sind allgemein sehr gut haltbar. Sie werden  zum Entwickeln von     Diazotypiematerialien    verwendet,  die mit einer sehr aktiv     kuppelnden        Diazoverbindung,     wie     p-Diazo-2,5-diäthoxy-benzoylamidobenzol,        p-Diazo-          2,5-diäthoxy-(4'-methyl)-phenyl-mercaptobenzol    und     p-          Diazo-2,5-diäthoxy-(4'-methoxy)-phenylbenzol,    sensibi  lisiert sind.

   Sie eignen sich nicht zum Entwickeln von       Diazotypiematerialien,    die mit weniger aktiv     kuppelnden          Diazoverbindungen    sensibilisiert sind, da in diesem Fall  das Kuppeln des     Phloroglucins    mit der     Diazoverbindung     so langsam erfolgt, dass keine vollständige Entwicklung  erzielt wird.  



  Die Haltbarkeit der schwach alkalischen,     Phloro-          glucin    enthaltenden     Entwicklerflüssigkeit    ist bei weitem  nicht ,so gut. Ihr     pH    liegt zwischen 7 und 10. Als Puf-           fersalze    für diese     Entwicklerflüssigkeiten    sind die Alkali  salze von. Essigsäure,     Propionsäure,        Adipinsäure,    Zitro  nensäure,     Maleinsäure,        Phthalsäure,        Kohlensäure,    Phos  phorsäure und Borsäure vorgeschlagen worden.

   In der       Praxis    werden in den schwach     alkalischen    Entwickler  flüssigkeiten hauptsächlich     Carbonat    , Phosphat- und       Boratpuffer    verwendet. .  



  Die schwach     alkalischen        Entwicklerflüssigkeiten    wer  den zur Entwicklung von     Diazotypiematerialien,    die  langsamer kuppelnde     Diazoverbindungen,    wie     p-Diazo-          N-äthyl-N-benzylanilin    oder     p-Diazo-o-chlor-diäthylani-          lin    enthalten, verwendet.  



  Wenn     Diazotypiematerialien,    die     mit    einer sehr aktiv       kuppelnden        Diazoverbindung        sensibilisiert    sind,     mit    die  sen schwach alkalischen Flüssigkeiten entwickelt werden,  so werden  überentwickelte  Kopien erhalten, deren       Azofarbstoff    beispielsweise rotbraun statt schwarz ist.

    Das ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass sich an  stelle des     gewünschten        Tris-azofarbstoffs    vorwiegend       Mono-azofarbstoff    mit dem     Phloroglucin    bildet.     Phloro-          glucin    vermag in 1-, 2- oder     3-Stellungen    zu kuppeln.  



  Im Schweizer Patent Nr. 386 841 und im Schweizer  Zusatzpatent Nr. 436 981 sind     Diazotypiepapiere    be  schrieben, die mit     Diazoverbindungen    gemäss der For  mel  
EMI0002.0036     
    in der X ein Anion oder eine     anionische        Gruppe    ist,       R1    und R2     Methyl-    oder     Äthylgruppen    sind und in der       R2,    wenn     R1    eine     Methylgruppe    ist, ein     Cyclohexylrest     sein kann, und Ar ein     Phenylrest    mit keinem oder höch  stens zwei     Substituenten    ist,

   sensibilisiert sind.  



  Diese     Diazotypiepapiere    sind von grossem Interesse,  da sie sehr lichtempfindlich sind und mit einem schwach  sauren     Phloroglucinentwickler    nach der Dünnschicht  methode entwickelt werden können, wobei sie sowohl  in den nichtbelichteten als auch in den teilweise be  lichteten Teilen     Azofarbstoffe    gleicher Farbe ohne un  erwünschte zusätzliche Tönung geben.

   Mit den bekann  ten schwach sauren,     Phloroglucin    enthaltenden     Entwick-          lerflüssigkeiten,    die     mit    Formrat,     Benzoat    oder     Citrat          gepuffert    sind, werden     schwarze        Azofarbstoffe    erhalten,  jedoch erfolgt die Entwicklung oft langsam und/oder  unvollständig.

   In vielen Fällen muss das     Diazotypie-          papier        erwärmt    werden, nachdem die dünne Schicht von       Entwicklerflüssigkeit    aufgebracht ist, damit     eine    rasche  und     gleichzeitig    vollständige Entwicklung erzielt wird.  



  Tatsächlich setzt bei den Papieren gemäss dem vor  genannten     schweizerischen    Zusatzpatent Nr. 436 981,  die neben einer     Diazoverbindung    gemäss der obigen all  gemeinen     Formel    eine verhältnismässig geringe Menge  einer sehr, aktiv     kuppelnden        Diazoverbindung    enthalten,  die Bildung des     Azofarbstoffs        sofort    nach     Aufbringen     der     Entwicklerflüssigkeit    ein, wodurch die Möglichkeit  der Steuerung der Entwicklung beträchtlich verbessert  wird.

   Eine vollständige Umwandlung der     Diazomoleküle     in     Azofarbstoff    wird jedoch auch mit diesen Papieren  oft nicht erzielt,     insbesondere        wenn    die     Entwicklerflüs-          sigkeit    eine verhältnismässig niedrige Temperatur, wie  Raumtemperatur oder eine noch etwas niedrigere Tem  peratur hat,

   und     wenn    das Papier nach der     Halbnass-          methode    mit diesen     Entwicklerflüssigkeiten    -und     ohne       Erwärmen nach dem Aufbringen der     Entwicklerflüssig-          keit    entwickelt -wird.  



  In Büros werden in zunehmendem Masse Photo  kopiergeräte verwendet; bei denen die Kopien nach der       Halbtrockenmethode    entwickelt und nach     Aufbringen     der     Entwicklerflüssigkeit    nicht erwärmt werden. In die  sen Geräten werden vorzugsweise schwach saure     Ent          wicklerflüssigkeiten    verwendet, die so haltbar sind, dass  der     Entwicklungsteil    der Geräte nur     gelegentlich,    bei  spielsweise einmal in der Woche, gereinigt werden muss.

    Bei kaltem Wetter hat die     Entwicklerflüssigkeit    am Mor  gen oft eine     verhältnismässig    niedrige Temperatur, wäh  rend die Temperatur später am Tage oder bei anderen       Bedingungen    etwas höher wird. In solchen Photokopier  geräten schwankt     die    Temperatur der     Entwicklerflüssig-          keit    oft zwischen 15 und 30  C.  



  Selbstverständlich ist es, wie auch     immer    die Be  dingungen sein mögen, erwünscht, die Kopien immer  rasch und vollständig zu entwickeln. Die Einstellung     des          pH    der üblichen schwach sauren     Entwicklerflüssigkeiten     auf den höchstmöglichen Wert, d. b. etwas unter 7, be  deutet jedoch nur eine     geringe    Hilfe.  



  Die Entwicklung der     Diazotypiepapiere    gemäss den  erwähnten Patentschriften mit einer schwach alkalischen,       Phloroglucin    enthaltenden     Entwicklerflüssigkeit    erfolgt  rasch und vollständig. Jedoch sind die in diesem Fall       gebildeten        Azofarbstoffe    nicht schwarz,     sondern    von  einem ziemlich unansehnlichen Rotbraun.  



  Das     Verfahren    des Hauptpatents ist dadurch ge  kennzeichnet, dass eine     Entwicklerflüssigkeit    verwendet  wird, die     Kaliumaleat    und/oder     Lithiummaleat    als Puf  fersalz     enthält    und die einen     pH-Wert    zwischen 6,5 und  7 hat. Ausserdem werden im Hauptpatent Entwickler  flüssigkeiten beschrieben, die für die Durchführung des       Verfahrens    geeignet sind.  



  Die     Eniwicklerflüssigkeit    gemäss dem Hauptpatent  bewirkt eine raschere und vollständigere Entwicklung  der in den vorgenannten     schweizerischen    Patentschriften       Nrn.    386 841 bzw. 436 981 beschriebenen     Diazotypie-          papiere.     



  Die     Entwicklermischungen    gemäss Hauptpatent kön  nen in der     Form    gebrauchsfertiger Flüssigkeiten oder. in  der Form von Pulvermischungen oder Tabletten, die vor  der Verwendung in der     erforderlichen    Menge Wasser  gelöst werden müssen, auf den Markt gebracht werden.  



       In    der Praxis ist es jedoch wegen der     Hygroskopi-          zität    von Kalium- und     Lithiummaleat    sehr schwierig,  Pulvermischungen oder Tabletten aus diesen Entwickler  mischungen herzustellen, die trocken sind und trocken  bleiben.  



  Es wurde nun gefunden, dass man das Verfahren  gemäss Patentanspruch I des Hauptpatents derart ab  ändern kann, dass man einen Entwickler verwendet, der  aus einer     wässrigen    Lösung besteht, die neben     Phloro-          glucin        als    Kupplungskomponente einen Puffer     enthält,     der zu mindestens 50     Gew.    % aus     Natriumaleat    besteht,  und welche Lösung einen     pH-Wert        zwischen    6;5 und 7  hat.  



  Diese     Entwicklerflüssigkeit    bewirkt eine Entwicklung       dieser        Diazotypiepapiere,    die ebenso rasch und ebenso  vollständig ist wie die mit der     Entwicklerflüssigkeit    ge  mäss Hauptpatent erhaltenen, und zwar insbesondere  auch dann, wenn     ihre    Temperatur im     niedrigeren    Be  reich liegt und die Kopien nach dem     Aufbringen    der       Entwicklerflüssigkeit        nicht    erwärmt werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich ebenso  wie- das- im Hauptpatent beschriebene     Verfahren    sehr      gut für eine Anwendung in Büros, in denen     einfache     Photokopiergeräte verwendet werden. Diese Geräte sind  vorzugsweise mit einer Lichtquelle ausgestattet, die zu  jedem Zeitpunkt ein- oder ausgeschaltet werden kann.  



  Geeignete Lichtquellen dieser Art sind z. B. aktivisch  fluoreszierende Niederdruck -     Quecksilberdampflampen,     die jedoch keine besonders grosse Lichtintensität besitzen.  In Geräten, die mit solchen Lampen ausgestattet sind,  werden daher vorzugsweise sehr lichtempfindliche Mate  rialien verwendet. Die bei dem erfindungsgemässen Ver  fahren verwendeten     Diazotypiepapiere    sind sehr licht  empfindlich und     ziemlich    gut haltbar. Auch die     Ent-          wicklerflüssigkeit    ist gut haltbar.  



  Der Entwickler kann in der Form einer gebrauchs  fertigen Flüssigkeit, aber gleicherweise auch in der Form  einer Pulvermischung oder von Tabletten, die vor der  Verwendung in der erforderlichen Menge Wasser ge  löst werden müssen, vorliegen. In dieser     Hinsicht    ist er  viel besser als die     Entwickler    gemäss Hauptpatent, weil  die Pulvermischung oder die Tabletten nicht oder nur  sehr wenig hygroskopisch sind.  



  Die     erfindungsgemässen        Entwicklerflüssigkeiten    kön  nen hergestellt werden, indem man neben den üblichen  Stoffen wie der     Azokomponente,        Reduktionsmitteln    wie       Thioharnstoff,    Stabilisatoren wie     Hydrochinonmonosul-          fonsäure,    Netzmitteln, Stoffen, die einer Verfärbung der       Entwicklerflüssigkeit    entgegenwirken (wie einer sehr  geringen Menge, beispielsweise 5 % der Gesamtmenge  an Puffersalz, an sekundärem     Alkaliphosphat),

      die ge  wünschte Menge an     Maleinsäure    oder     Maleinsäurean-          hydrid    in Wasser auflöst und dann den     pH-Wert    der  Flüssigkeit     mit        Natriumhydroxydlösung    auf den richtigen  Wert einstellt.  



  Es ist auch möglich, einer     Phloroglucinlösung,    die  die anderen     üblichen    Stoffe enthält, eine bestimmte  Menge an     Dinatriummaleat    zuzusetzen und dann diese  Lösung     mit        Maleinsäure    oder einer wasserlöslichen  Säure, einem wasserlöslichen     Säurea-uhydrid    oder einem       wasserlöslichen    sauer reagierenden     Salz,    vorzugsweise  einem solchen, das ein     Puffervermögen    besitzt, auf den  gewünschten     pH-Wert    einzustellen.  



  Neben dem     Maleat    kann der Entwickler eine ge  wisse Menge an einem oder     mehreren    anderen Puffer  salzen     enthalten.    Diese können als solche zugesetzt wer  den, es können aber auch die diese     Puffersalze    bilden  den Säuren verwendet werden.  



  Da das     Natriummaleat    weniger hygroskopisch ist als  die entsprechenden     Lithium-    und     Kaliumsalze,    kann man  es mit den anderen für die Zusammensetzung des Ent  wicklers notwendigen chemischen Produkten in der  Weise     vermischen,    dass man eine trockene, pulverför  mige, gut haltbare Mischung erhält. Diese Pulver  mischung löst sich gut in Wasser.

   An Orten, wo die  relative Luftfeuchtigkeit     ziemlich    hoch ist - dies ist an  vielen Plätzen der Fall - kann man ohne Schwierig  keit erfindungsgemässe     Entwicklerflüssigkeiten,    die     Na-          triummaleat    als einziges     Puffersalz    enthalten, verwen  den;

   an Orten, wo die Luft weniger feucht ist, können  sie jedoch zur Bildung, von Kristallkrusten neigen, da sie  auf den Oberflächen der entwickelten Kopien und der  von ihnen benetzten Elemente der Entwicklungsvorrich  tungen     trocknen.    Wenn die     Entwicklerflüssigkeit        in     einem Entwicklungsgerät verwendet wird, das zum Auf  bringen der Flüssigkeit     mit        Walzen,    die mit     Kapillarril-          len    versehen sind, ausgestattet ist, kann es vorkommen,  dass in den     Rillen    Kristalle     abgelagert    werden,

   infolge-    dessen die     Walzen    ihre kapillare Aktivität verlieren und       dann    als glatte     Walzen    weiterarbeiten. Je nach der Kon  struktion des Entwicklungsgeräts wird dann zu viel  oder zu wenig     Entwicklerflüssigkeit    aufgetragen.  



  Aus diesem Grund     kann    es     vorteilhaft    sein, das       Dinatriummaleat    im Gemisch mit den     hygroskopischeren          Maleaten    des     Lithiums    und des Kaliums zu verwenden.  Sehr gute Ergebnisse wurden mit Puffermischungen er  zielt, die 80 bis 50     Gew.    %     Dinatriummaleat    und 20 bis  50     Gew.    %     Dikalium-    bzw.     Dilithiummaleat    enthielten.  



  Trotz der.     Hygroskopizität    des zugesetzten     Kalium-          oder        Lithiummaleats    können diese Puffermischungen       enthaltenden        Entwickler    in der Form von trockenen       Pulvermischungen,    die genügend stabil sind,     wenn    man  sie in feuchtigkeitsundurchlässige Verpackungen bringt,  hergestellt werden.  



  Hinsichtlich der Herstellung des erfindungsgemäss  verwendeten     Diazotypiepapiers    und der für seine Her  stellung     erforderlichen        Diazoverbindungen    wird auf die  vorerwähnten schweizerischen Patente     Nrn.    386 841  bzw. 436 981 verwiesen.  



  Die folgenden Beispiele sollen die     Erfindung    näher  erläutern.    <I>Beispiel 1</I>  Weisses Grundpapier für das     Diazotypieverfahren    von  80     g/m2    Gewicht wird sensibilisiert mit einer Lösung  von 17,5g     Doppelsalz    von     4-Diäthylamino-3-(4'-chlor-          phenyl)-oxy-6-chlorbenzol        diazoniumchlorid    und Zink  chlorid, 4,6g Weinsäure, 1 g Borsäure und 20     cm3          PolyvinylacetatDispersion         Vinnapas    H     60.

       der     Wak-          ker        Chemie    GmbH München,     Deutschland,    in 1000     cm3     Wasser und getrocknet.  



  Die     lichtempfindliche    Seite eines Blattes des     Diazo-          typiepapiers    wird mit einem Papierblatt, auf dem man  eine Bleistiftzeichnung gemacht hat, bedeckt und in  einem Photokopiergerät mit aktivisch fluoreszierenden  Niederdruck     Quecksilberdampflampen    belichtet.  



  Es wird so lange belichtet, bis in den Teilen des       Diazotypiepapiers,    die mit den leeren Teilen der Zeich  nung in Berührung .stehen, nur noch eine geringe Menge  an     Diazoverbindung    vorhanden ist. Der Zeitpunkt, zu  dem die Belichtung beendet werden muss, ist bald er  reicht.  



  Die erhaltene latente     Diazotypiekopie    wird nach  der     Halbtrockenmethode    entwickelt, indem man auf  die Bildseite eine Schicht von 9     g/m2    einer Entwickler  flüssigkeit aufbringt, die durch Auflösen einer Pulver  mischung der folgenden Zusammensetzung in ungefähr  1 Liter Wasser hergestellt worden ist:

    11 g     Thioharnstoff     7 g     Phloroglucin,     4,5 g     Resorcin,     1 g     @Hydrochinonmonosulfonsäure,     2 g      Sermul        EA    901     E         (Produkt    der     Servo-          Delden,    Holland),  6,5g     Dinatriumphosphat-dihydrat,     95 g     Natriummaleat,     9 g     Maleinsäureanhydrid.     



  Alle diese     chemischen    Stoffe waren in Form von  frei rieselnden trockenen Pulvern zuvor in eine Pulver  mischvorrichtung gebracht und homogen gemischt wor  den. Die so erhaltene Pulvermischung ist trocken und  stabil und kann in Papiersäcke abgefüllt werden.      Selbst, wenn die Temperatur der     Entwicklerflüssig-          keit    relativ niedrig ist, beispielsweise 15  C,     wird    die  Kopie rasch und vollständig entwickelt. Sie zeigt     ein     schwarzes Bild auf einheitlich verschleiertem Untergrund  von grauem Ton. Der     Azofarbstoff    in dem     verschleierten     Untergrund hat die gleiche Farbe wie der in den schwar  zen Bildteilen.  



  Der Entwickler ist von ausgezeichneter Haltbarkeit.  Mit einem     üblichen    sauren Entwickler, der     eine    äqui  valente Menge an     Natriumformiat    enthält und den glei  chen     pH-Wert    hat, wird das Papier beträchtlich weniger  rasch und weniger vollständig entwickelt,     insbesondere,     wenn die Temperatur der     Entwicklerflüssigkeit        im    nied  rigeren Gebiet     liegt.     



  <I>Beispiel 2</I>  Weisses     Grundpapier    für das     Diazotypieverfahren    von  80     g/m2    Gewicht wird     sensibilisiert,    mit einer. Lösung  von 16,8 g     Doppelsalz    von     4-Dimethylamino-3-(4'-          chlorphenyl)-oxy-6    - Chlorbenzol -     diazoniumchlorid    und  Zinkchlorid, 4,3g     Doppelsalz    von     4-(4'-Methylphenyl)-          mercapto-2,5-diäthoxybenzol-diazoniumchlorid    und Zink  chlorid, 5 g Weinsäure,

   30     cm3        Polyvinylacetatdisper-          sion         Vinnapas    H 60  in 1000     cm3    Wasser, und ge  trocknet.  



  Ein Blatt des     Diazotypiepapiers    wird bildweise, wie  im Beispiel 1     beschrieben,    belichtet. Der Endpunkt der  Belichtung ist bald erreicht.  



  Die so erhaltene latente     Diazotypiekopie    wird nach  der     Halbnassmethode    entwickelt, indem man auf die       Bildseite    eine Schicht von etwa 8     g/m2    einer Entwickler  flüssigkeit der folgenden Zusammensetzung     aufbringt:

         55 g     Dinatriummaleat,     29 g     Dikaliummaleat,     2 g     Maleinsäureanhydrid,     4 g     Phloroglucin,     10 g     Thioharnstoff,     3 g     sulfoniertes        Düsobutylsuccinat    (als  Aerosol  I.     B ,    der     American        Cyanamid    Co., New  York, USA, im Handel erhältlich) und    950     cm3    Wasser, und     indem    man dann an der.

   Luft       trocknet.    Die     Entwicklerflüssigkeit    hat einen     pH-Wert     von 6,8 und eine     Temperatur    von 18  C. Das ist auch  die Temperatur des Raumes.  



  Die Kopie     wird    rasch und vollständig     entwickelt.     Das Bild wird ,sofort nach     Aufbringen    des Entwicklers  sichtbar.  



  Der     Azofarbstoff    hat eine schöne schwarze Farbe  und zeigt keinerlei Tonabweichungen. Der Entwickler       trocknet        sehr    langsam auf den Teilen des     Entwicklerge-          rätes,    die von     ihm    befeuchtet werden, und zwar auch  dann, wenn die umgebende Luft einen relativ niedrigen  Feuchtigkeitsgehalt hat. Mit einem     üblichen    sauren Ent  wickler, der gleichen Temperatur (18 ) wie z. B. dem  in dem Beispiel 2 des vorgenannten     Zusatzpatents    Num  mer 436<B>981</B>     erwähnten,    werden die Bilder     ebenfalls     rasch sichtbar.

   Während der Zeit, die zum Trocknen der  Kopie erforderlich ist, werden jedoch bei weitem nicht  alle     Diazomoleküle    in     Azofarbstoff    übergeführt, und  zwar selbst dann     nicht,    wenn durch Zusatz einer gerin  gen Menge Alkali der     pH-Wert    dieses Entwicklers eben  falls auf 6,8 eingestellt wird. Die Kopien sind demzu  folge ziemlich blass.  



  Gute Ergebnisse werden auch erhalten, wenn wäh-         rend    der Herstellung des     Diazotypiepapiers    anstelle von  <B>16,8</B> g des     Doppelsalzes    von 4     Dimethylamino-3-(4'-          chlorphenyl)-oxy-6    - Chlorbenzol -     diazoniumchlorid    und  Zinkchlorid,<B>15,5</B> g     4-N-Methyl-N        cyclohexylamino-3-          phenoxy-6-chlorbenzol-diazoniumchlorid    verwendet wer  den.  



  Unter der Bedingung, dass man     ein    trockenes Pulver  von     Dialkaliummaleat    verwendet und dass auch die  übrigen chemischen Stoffe für die     Entwicklermischung     trockene, frei     rieselnde    Pulver. sind, lässt sich eine Mi  schung aller für     die        Entwicklerzusammensetzung    be  nötigten chemischen     Stoffe    in der Form eines trockenen  Pulvers     herstellen.    Diese Mischung ist genügend :stabil,  um bei der Verpackung in einen     feuchtigkeitsundurch-          lässigen    Stoff gehandhabt werden zu können.

   Nach der       Verpackung    in einen solchen     Stoff    bleibt sie trocken.  



  <I>Beispiel 3</I>  Weisses Grundpapier     für    das     Diazotypieverfahren     von 80     g/m2    Gewicht wird     sensibilisiert        mit        einer.    Lö  sung von 21g     Doppelsalz    von     4-Diäthylamino-3-(4'-          chlorphenyl)-oxy-6    - Chlorbenzol -     diazoniumchlond    und  Zinkchlorid, 4 g Zitronensäure,

   25     cm3        Polyvinylacetat-          dispersion         Vinnapas    H 60      in    100.0     cm3    Wasser und  wird getrocknet.  



  Das Papier ist sehr lichtempfindlich. Die     Belichtung     erfolgt, wie im Beispiel 1 beschrieben.  



  Die Kopie wird nach der     Halbnassmethode        entwik-          kelt,        indem    man auf die Bildseite eine Schicht von  7,5     g/m2    einer     Entwicklerflüssigkeit    folgender Zusam  mensetzung     aufbringt:

      52 g     Maleinsäureanhydrid,     97,5     cm3        einer        13,5normalen        Natriumhydroxydlösung,     3 g     Kaliumbenzoat,    4 g     Phloroglucin,    1 g     Resorcin,     3     cm3         Tergitol    08  der Union     Carbide        Chemicals    Co.,  New York, USA und 9001     cm3    Wasser, und     indem    man  die Schicht dann an der Luft trocknet.

   Die     Entwickler-          flüssigkeit    hat einen     pH-Wert    von 6,6 und     die    Tempera  tur der Umgebung (17      C).     



  Die Kopie wird rasch und vollständig entwickelt. Das  Bild wird sofort nach Aufbringen des     Entwicklers    sicht  bar. Der     Azofarbstoff    ist schwarz und zeigt keine Ton  abweichungen:. Der Entwickler ist sehr gut haltbar.  



  Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die  beschriebenen Ausführungsarten beschränkt, die nur als  Beispiele angegeben worden sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Entwickeln von Diazotypiekopien nach der Halbnass(Halbtrocken)-Methode, bei der eine dünne Schicht einer sauer reagierenden, wässrigen, ge- pufferten Entwicklerflüssigkeit, die Phloroglucin als Kupplungskomponente enthält, auf der Oberfläche von bildweise belichtetem Einkomponentendiazotypiepapier ausgebreitet wird,
    das mit einer Diazoverbindung der Formel EMI0004.0150 worin X ein, Anion ist, R1 und R2 Methyl- oder Athyl- gruppen sind, wobei R2, wenn R1 eine Methylgruppe ist, auch eine Cyclohexylgruppe sein kann, und Ar ein Phenylrest mit keinem oder- höchstens zwei Substituen- ten ist,
    sensibilisiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Entwickler aus einer wässrigen Lösung besteht, die neben Phloroglucin einen Puffer enthält, der, zu mindestens 50 Gew. % aus Natriummaleat besteht, und dass die wässrige Lösung einen pH-Wert von 6;5 bis 7 aufweist.
    II. Wässrige Entwicklerflüssigkeit zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, die Phloroglucin als Kupplungskomponente sowie einen Puffer enthält, der zu mindestens 50 Gew. % aus Natriummaleat be steht, und die einen pH-Wert von 6,5 bis 7 aufweist.
    UNTERANSPRUCH Entwicklerflüssigkeit nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Puffer auf 80 bis 50 Ge wichtsteile Dinatriummaleat 20 bis 50 Gewichtsteile Di- kalium- oder Dilithiummaleat sowie kleine Mengen einer wasserlöslichen Säure, eines wasserlöslichen Säure anhydrids oder eines sauer reagierenden, wasserlöslichen Salzes enthält.
CH1567263A 1961-08-31 1963-12-19 Verfahren zum Entwickeln von Diazotypiekopien, sowie Entwicklerflüssigkeit zur Durchführung des Verfahrens CH459751A (de)

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