CH457386A - Verfahren zur Herstellung von Stannogluconsäure und ihren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Stannogluconsäure und ihren Salzen

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CH457386A CH1207863A CH1207863A CH457386A CH 457386 A CH457386 A CH 457386A CH 1207863 A CH1207863 A CH 1207863A CH 1207863 A CH1207863 A CH 1207863A CH 457386 A CH457386 A CH 457386A
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Stannogluconsäure und ihren Salzen
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von   Stanmogluconsäure    und ihren Salzen, die frei sind von unerwünschter Farbe, Geschmack und Geruch sowie die Verwendung der derart erhaltenen Säure und Salze als wirksame Komponente in Zahnpflegemitteln.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Lösung von Gluconsäure und/oder Glucolacton mit Zinn-II-hydroxyd umsetzt, die Lösung der Stannogluconsäure   anschlies-    send mit Aktivkohle reinigt und gegebenenfalls mit einer Base neutralisiert.



   Das gemäss   vorl, iagender    Erfindung verwendete Zinn-II-hydroxyd kann aktives Zinn-II-hydroxyd sein, welches z. B. durch die Reaktion einer löslichen Zinn   II-verbindung,    wie z. B. Zinn-II-chlorid, mit einer Base, wie z. B. Ammoniumhydroxyd in   wässrigem    Medium hergestellt   werden    kann, und zwar gemäss der folgenden Reaktion:    SnA    +   2NH4OH      +      Sn (OH) 2      +      2NH4C1   
Das als Zinn-II-hydroxydfällung erhaltene Produkt kann durch Filtration oder Dekantation abgetrennt und solange mit Wasser, vorzugsweise destilliertem Wasser gewaschen   werden,    bis es frei von Nebenprodukten sowie von Chloridionen ist.

   Das so hergestellte gefällte Zinn-II-hydroxyd kann hierauf in Wasser geschlämmt und bis zum Gebrauch gelagert werden. Das Zinn II-hydroxyd sollte möglichst aktiv sein; es wird daher mit Vorteil unmittelbar vor oder wenigstens kurz vor seiner Verwendung für die Reaktion mit Gluconsäure frisch hergestellt.



   Die bei der Erfindung verwendete Säure kann Gluconsäure oder Glucolacton sein. Wenn die letztge  nannte    Verbindung verwendet wird, so kann sie durch Auflösen in einem wässrigen Lösungsmittel in Gluconsäure überführt   werden,    und sie reagiert hierauf im wesentlichen in der gleichen Weise wie Gluconsäure selbst. Das verwendete Glucolacton kann z. B. Gluco -y- lactono der   Gluco -6- lacton    sein. Diese Verbindungen können in handelsüblicher Qualität verwendet   werden   
Vorzugsweise wird Gluconsäure oder ein   GlucoLac-    ton mit dem Zinn-II-hydroxyd in Reaktion gebracht indem man ein Mol der letztgenannten Verbindung zu 1,5 bis 2,5 Mol, z. B. 2 Mol, der erstgenannten Verbindung in wässriger Lösung zugibt.

   Das Glucolacton soll vorzugsweise in einer Menge vorliegen, die   ausw    reicht, eine Konzentration von ungefähr 3 bis 35 0/0, bezogen auf das Produkt Stannogluconsäure in der wässrigen Lösung, zu erzielen. Vorzugsweise sollen 450 bis 4500 Teile Wasser, z. B. 600 Teile Wasser, je Mol Gluconsäure oder Glucolacton verwendet   werden   
Die Reaktion   des    sauren   Reaktionsteilnehmers    mit dem   ZinncII-hydroxyd    kann vorzugsweise bei verhältnismässig niedriger Temperatur und vorzugsweise bei ungefähr   20     C bis ungefähr   50     C ausgeführt werden.



  Es kann auch mässig gerührt werden. Unter diesen Bedingungen beginnt sich das Zinn-II-hydroxyd im allgemeinen in der Aufschlämmung fast sofort aufzulösen und löst sich innerhalb ungefähr 1 bis 3 Std. vollständig.



   Es wurde unerwarteterweise   festgestellt,    dass das Produkt Stannogluconsäure, das nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt wird,   anscheinend    im wesentlichen die gleiche Zahl nichtumgesetzter oder freier Carboxylgruppen enthält wie Gluconsäure. Dies ist überraschend, weil das erwartete   Reaktionsprodukt    das   Zinn-II-glueonatsalz    ist, indem das Zinnatom an die Säure über die Carboxylgruppe der   Giuconsäure    gebunden ist. Ein weiteres unerwartetes Merkmal der Lösungen des neuen Produktes ist ihr sehr niedriger pH-Wert z. B.   1,9,    wenn sie wie in   dieser    Beschreibung angegeben hergestellt worden sind.

   Es war zu erwarten, dass der pH-Wert nach der   Beendigung    der Reaktion in der Nähe von 7 liegen würde. Wenn das neue Produkt   mit    einer Base, wie z. B.   Ammonilumhydroxyd      umgesetzt    wird, so fällt kein Zinn-II-hydroxyd aus, wie es bei einem   herkömmiichen    Zinn-II-salz einer Zinn-II  seife der Falle wäre, was besagt, dass das Zinn-II-ion durch einen unerwarteten Mechanismus an das Molekül gebunden ist. Die neuartige Verbindung kann als Stannogluconsäure bezeichnet werden.



   Die Herstellung von Salzen der Stannogluconsäure wird durch Umsetzung von Stannogluconsäure mit einer Base ausgeführt. Vorzugsweise wird   ein  quiva-    lent der ersteren mit einem Äquivalent der letzteren umgesetzt. Typische verwendbare Basen sind solche, die als Anionen Hydroxyde, Carbonate, Bicarbonate, etc. von Metallkationen, wie z. B. Ammonium,   Allra-      limetalle    wie Natrium, Kalium, Lithium etc., Erdalkalimetalle wie Barium, Calzium, Strontium, etc., oder verschiedenen anderen Metallen enthalten. Wenn der kationische Teil der Base mehrwertig ist, so können offenbar mehr als ein Stannogluconsäurerest hieran gebunden werden.



   Die Base, z. B.   Amm} niumhydroaxyd,    kann vor   zugsweise zu der wässrigen Lösung der Stannoglucon- saure zugegeben werden. Die Säure und die Base rea-    gieren im wesentlichen augenblicklich unter Bildung des gewünschten Salzes. Es wurde beobachtet, dass die Produktsalze, z. B. das Ammoniumstannogluconat, un  erwarteterweise    unerwünschten Geruch und allgemein unerwünschten Geschmack oder Farbe besitzen, was sie z. B. für die Verwendung in Zahnplflegemitteln ungeeignet macht. Es ist nicht möglich, diese uner  wünschen.    Eigenschaften von diesen Salzen durch Behandlung ihrer wässrigen Lösungen mit Entfärbungsoder Klärungsmitteln zu nehmen.

   Weiterhin wurde festgestellt, dass diese Eigenschaften, insbesondere der unerwünschte Geruch, vorhanden sein können, sogar wenn das Produkt von Ausgangsmaterialien, wie z. B.



  Gluconsäure, aktivem Zinn-II-hydroxyd und Ammoniumhydroxyd, welche im wesentlichen rein zu sein scheinen, hergestellt wird. Wiederholte und ausgedehnte Versuche, die stannogluconsauren Salze zu klären, waren erfolglos.



   Salze ohne unerwünschte Farbe, Geruch und Geschmack werden erhalten durch Versetzen der Stannogluconsäure, vorzugsweise in wässriger Lösung und vor der Zugabe der Base, mit Aktivkohle in reinigender Menge. Dies kann in typischer Weise durch die Zugabe von 0,2 bis   4,0 Gew.-Teilen,    z. B. 0,5 Gew.-Teilen, Aktivkohle, 100 Gew.-Teilen einer 5 bis 35 %igen z. B. 30%igen Stannogluconsäurelösung erfolgen. Die Mischung von Kohle und   Säurelösung    kann z. B. bei einer Temperatur von 15 bis   60     C, z. B.   20     C, 10 bis 150 min, beispielsweise 60 min, bewegt oder gerührt werden. Die Kohle kann hierauf von der Lösung beispielsweise durch Filtration abgetrennt werden. Die auf diese Weise geklärte Lösung besitzt eine wasserklare Farbe und ist weitgehend von Geruch und Geschmack frei.



   Es wurde eine Reihe von   Versuchen    durchgeführt, bei denen Gluconsäure mit aktivem Zinn-II-hydroxyd zur Bildung von Stannogluconsäure umgesetzt und die Säure mit Ammoniumhydroxyd neutralisiert wurde.



  Bei diesen Versuchen hatten die Ausgangsstoffe (Gluconsäure,   Zinn-II-chlorid    und Ammoniumhydroxyd) eine   handelsübliche    Reinheit. Bei dem ersten Versuch wurde die Stannogluconsäure mit 0,5 Gew.-% Aktivkohle behandelt, bevor es mit dem Ammoniumhydroxyd umgesetzt wurde. Bei dem zweiten Versuch wurde die Lösung von   Anunoniumstannogluconat    mit 0,5 Gew.-% Aktivkohle behandelt.



   Bei dem ersten Versuch wurde in unerwarteter Weise gefunden, dass die Stannogluconsäure und das daraus hergestellte Ammoniumstannolguconat im wesentlichen vollständig frei von jeglichem uner  wünschen    Geschmack, Farbe und Geruch war. Bei dem zweiten Versuch wurde   festgestellt,    dass ungeachtet dessen, mit wieviel und wie langer Zeit das Salz mit Aktivkohle behandelt wurde, das Produkt   seine    charakteristische unerwünschte Farbe, Geruch und Geschmack beibehielt.



   In den folgenden Beispielen bedeuten alle Teile Gewichtsteile.



   Beispiel 1 (vergleichsversuch)
Bei diesem   Beispiel,    welches die   Herstellung    von Stannogluconsäure erläutert, wurden 70,0 Teile Zinn-   II-chlorid    in ungefähr 200 Teilen Wasser gelöst und 44,5 Teile chemisch reines Ammoniumhydroxyd zuge geben. Die erhaltene   Fällung    von aktivem Zinn-II- hydroxyd wurde nach dem Absetzen   filtriert    und mit deionisiertem Wasser gewaschen, bis das Filtrat frei von Chloridionen war, was durch Versuche mit Silbernitrat festgestellt wurde. Das gewaschene   Zinn-ll-    hydroxyd wurde in einen Reaktionsbehälter überführt.



  Hierauf wurden 131,0 Teile   Glucon-d-lacton,    welche in 400 Teilen deionisiertem Wasser gelöst waren (diese   Lösung    hatte einen pH von 1,9), zu dem Reaktionsbe  härter    unter Rühren zugegeben.



   Die Reaktionsmischung wurde ungefähr 2   Stunden    lang bei   Zimmertemperatur    gerührt, wobei sich das gesamte feste   Zinn-ll4iydroxyd    löste. Der pH dieser Lösung wurde bestimmt und zu 1,9 gefunden, der   glei      che    Wert, den das nicht umgesetzte Glucolacton aufwies. Offensichtlich blieben im wesentlichen alle Carb  oxylgrappen    bei der Durchführung der Reaktion   un-    verändert. Eine Analyse des Produktes zeigte, dass es ein Mol   Zinn-II4onen    und 2 Mol Gluconationen enthielt. Die Lösung hatte eine gelb-braune Farbe, einen fauligen, muffigen Geruch und einen aggressiven muffigen Geschmack.



   Beispiel 2
Dieses Beispiel erläutert die Herstellung von Salzen der Stannogluconsäure.



   Nach dem Verfahren von Beispiel 1 wurden zwei gleiche Lösungen von Stannogluconsäure hergestellt.



  Die erste von diesen gleichen Lösungen wurde mit ungefähr 2 g   Aktivkohle,    welche unter dem Handelsnamen Nuchar WA erhältlich ist,   behandelt.    Die Kohle wurde vollständig verteilt und die Mischung wurde ungefähr eine Stunde lang gerührt, worauf man die Kohle absetzen   liest.    Die Lösung wurde durch Diatomeenerde, die unter dem Handelsnamen Dekalite erhältlich ist, filtriert. Die erhaltene Lösung war klar, glänzend und farblos und hatte keinen unerwünschten   Geschmack    oder Geruch. Es wurde jedoch ein leicht saurer Geschmack festgestellt, was auf den niedrigen pH (1,9) der Lösung zurückzuführen war.



   Teile dieser Lösung wurden mit   Ammonnumhydro-    xyd und Natriumhydroxyd auf einen pH von 7 neutralisiert, um in der Lösung Ammoniumstannolgluconat bzw. Natriumstannogluconat herzustellen. Es wurde   festgestellt,    dass diese Produkte ebenfalls klar, glänzend und farblos waren, ohne merklichen unerwünsch  ten    Geruch oder Geschmack.



   Die zweite der gleichen Lösungen von Stannogluconsäure wurde mit   Ammoniumhydroxyd    auf einen pH von 7 neutralisiert. Die   gelb-braune    Farbe, der muffige Geruch und der faulige, muffige Geschmack verstärkte  sich etwas. Diese Lösung wurde   ebenfalls    der gleichen oben erläuterten   Aktivkohlebehandlung    unterworfen.



  Nach dieser Behandlung wurde   festgestellt,    dass die   unerwünschte    Farbe, der unerwünschte Geruch und Geschmack nicht merklich verbessert wurden. Die Lösung wurde zwei weiteren   gielchen    Kohlebehandlungen unterzogen, aber die unerwünschte Farbe, der unerwünschte Geruch und   Geschmack    wurden nicht zufriedenstellend verbessert.



   Aus dem Gesagten ist leicht zu entnehmen, dass die Erfindung   sehr      wünschenswerte    Ergebnisse mit sich bringt. Sie erlaubt insbesondere die Herstellung neuartiger Salze der Stannogluconsäure, welche durch ihr Fehlen von unerwünschter Farbe, unerwünschten Geschmack und Geruch ausgezeichnet sind, und welche zur Verwendung in Zahnplfegemitteln besonders   geeigu    net sind. Der Ammoniumgluconatzinn-II-komplex, der nicht gemäss der Erfinding hergestellt worden war, konnte nicht von seinen unerwünschten Unreinheiten befreit werden und ist deshalb für dlentale Zwecke   voll ;    ständig ungeeignet.



   Obwohl es wünschenswert sein kann,   entweder    die Stannogluconsäure von Beispiel 1 oder ihre Salze, einschliesslich des Ammoniumsalzes, das nach dem Verfahren von Beispiel 2 hergestellt wird, in Form von Lösungen zu   verwenden,    so wird vorgezogen, diese Materialien in fester Form zu   gewinnen.      Dies    kann durch Abkühlen der Lösung, weiche z. B. eine   KonH    zentration von 25 bis   35 Gew.-0/o    besitzt, auf eine Temperatur von 0 bis   5     C erfolgen. Unter diesen Bedingungen ist es möglich, weisse kristalline Ausfällungen der Stannogluconsäure oder deren Salz, z. B. Ammoniumstannogluconat, abzutrennen, und jede dieser Ausfällungen kann z.

   B. durch Filtration mit nachfolgendem, zweckmässigen Waschen und Trocknen abgetrennt werden.



   Es ist ein besonderes Merkmal   dieser    Erfindung, dass die neue hochreine Stannogluconsäure oder das Stannogluconat in Zahnpflegemitteln verwendet werden können. Die Verwendung jedes dieser Stoffe erlaubt   es,    ein Zahnpflegemittel herzustellen, welches eine gewünschte Konzentration an Zinn in einer Form enthält, die leicht verwendbar ist. Entweder die Säure oder ihre löslichen Salze, z. B. das   Ammonlum- oder    ein   Alkalimetallsalz,    kann leicht mit verschiedenen Zahnpflegemittelzusammensetzungen, entweder in trokkener oder nasser Form, gemischt werden. Obwohl Stannogluconsäure verwendet werden kann, wird die Verwendung ihrer Salze, vorzugsweise   Natriumstanno-      gluconat,    besonders bevorzugt.

   Wegen seiner höheren Löslichkeit im Wasser und weil esi in wünschenswerter Weise die Herstellung eines Zahnpflegemittels mit einem höheren pH-Wert erlaubt, wird in   gewissen      Fäl    len das Ammoniumsalz verwendet. Es wurde festgestellt, dass ein   Zahnpflegemittel    mit einem höheren pH, d. h. höher als der durch die alleinige Verwendung der Säure zustandekommende   glinstiger    ist und dass dies jegliche schäumende Wirkung verstärkt. Es wird vorgezogen, ein Zahnpflegemittel, z. B. eine Zahnpaste herzustellen, welche einen pH-Wert im Bereich von ungefähr 3,5 bis 6, vorzugsweise 4 bis 5,5 aufweist.



  Die Verwendung der Salze erlaubt eine leicht Herstellung von Zahnpflegemitteln, die disen pH besitzen.



  Die Salze der Stannogluconsäure sind auch gegen Abbau, einschliesslich oxydativem oder   bakterieliem    Abbau, widerstandsfähiger als die Stannogluconsäure selbst.



   Das Zahnpflegemittel kann eine Zahnpasta sein, und die Zahnpflegemittelgrundmischung kann eine Zahnpastagrundmischung sein. Eine typische Zahnpastagrundmischung enthält 25 bis 55   Gew.- /o    Scheuermittel, z. B. Calziumpyrophosphat, 1 bis 5 Gew.-% Schlämmitttel, z. B.   Natriumiaurylsulphat,    1 bis 5 Gew.-% Eindickunsgmittel, z. B. Natriumcarboxymethylcellulose, 5 bis 35 Gew.-% Feuchthaltemittel, Geschmackstoff, z. B. Öl der grünen Minze (oleum menthae viridis), und die Differenz ist Wasser. Die Zahnpasta kann durch Mischen von 100 Gew.-Teilen Zahnpastagrundmischung mit ungefähr   0,1    bis 5   Gew.-Tear    len, z. B. mit 1 Gew.-Teil, eines erfindungsgemäss hergestellten Salzes der Stannogluconsäure, z. B. Natriumstannolgluconat hergestellt werden.



   Das Zahnpflegemittel kann ein Zahnpulver sein und die   Zahnpflegemittelgrundmischung    kann eine Zahnpulvergrundmischung sein. Eine typische Zahnpulvrgrungdmischung enthält 65 bis 95 Gew.-% Scheuermittel, z. B. Calziumpyrophosphat, 1 bis   5 Gew.- /o    Schäummittel, z. B. Natriumlaurylsulphat und Geschmackstoffe, z. B. Öl der grünen Minze (oleum menthae viridis). Das Zahnpulver kann z. B. durch Vermischen von 100 Gew.-Teilen   Zahnpflege-      mittelgrundmischung    mit ungefähr   0,1    bis 5 Gew.-Teilen, z. B. 0,5 Gew.-Teilen, eines erfindungsgemäss hergestellten Salzes der Stannogluconsäure, z. B.   Natrium    stannogluconat, hergestellt werden.



   Eine   typische      Zahnpflegemittelzus ammen setzung,    welche Natriumstannogluconat enthält,   um, fast    die folgenden   Bestandteile,    wobei alle Teile   Gewichtsteile    bedeuten.



   Bestandteile Teile    Natriumstannogluconat     (als 33%ige Lösung in Wasser) 3,0
Calziumpyrophosphat 38,50
Natriumcarboxymethylcellulose 1,5    Magnesiumaluminiumsilicat    0,50
Sorbit 22,0
Glycerin   9,0   
Natriumlaurylsulfat 1,50
Saccharin 0,1
Geschmacksstoff 0,7
Wasser 26,2
Es wurde festgestellt, dass Zähne, die mit einem derartigen Zahnpflegemittel in Berührung gebracht werden, gegen Ätzungen mit verdünnten Säuren unerwartet beständig waren.



   Andere Salze der Stannogluconsäure oder Stannogluconsäure selbst können in ähnlicher Weise in Zahn  pflegemitbeln    verwendet werden.



   Diese neuen Zahnpflegemittel, ob in   Pasten-oder    Pulverform, enthalten erwünschte Mengen Zinn, welches sich an die Oberfläche der Zähne absorbieren kann, und dabei die Bildung einer günstigen Zahnstruktur unterstützt.



   Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist der, dass es   die    Herstellung von verhältnismässig konzentrierten Lösungen der Stannogluconsäure und ihrer Salze, welche frei von unerwünschter Farbe, unerwünschtem Geschmack und Geruch sind, erlaubt,  welche sich besonders für die Verwendung in Zahn  pflegemitteln    eignen.



   Eine typische Lösung dieser Art ist die 20 bis   35 Gew.-0/o      Stannogluconsäure    enthaltende wässrige Lösung, die sich durch das Fehlen von unerwünschter Farbe, unerwünschtem Geruch und Geschmack, auszeichnet, und welche einen   Zinn-II-Gehalt    von 5 bis   8 Gew.- ./o,    einen pH-Wert von ungefähr 1,5 bis 3,0 und ein spezifisches Gewicht von ungefähr   1,1    bis 1,2 und ein Zinn-II : Gluconatverhältnis von ungefähr 1:1,5-2,5 enthält.



   Eine bevorzugte derartige Lösung, weiche sich besonders zur Herstellung durch das erfindungsgemässe Verfahren eignet, ist die 27 bis 29 Gew.-%   Stannoglu    consäure enthaltende wässrige Lösung, welche   siich    durch das Fehlen von unerwünschter Farbe, unerwünschtem Geruch und   Geschmack    auszeichnet, und welche einen Zinn-II-Gehalt von 6,3 bis 6,7 Gew.-%, einen pH von ungefähr 1,8 bis 2,3, ein spezifisches Gewicht von 1,165 bis 1,175 und ein Zinn-II : Gluco  natverhältnis    von ungefähr 1:2 besitzt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Stannogluconsäure und ihren Salzen, die frei sind von unangenehmer Farbe, Geruch und Geschmack, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Lösung von Gluconsäure und/oder Glucolacton mit Zinn-II-hydroxyd umsetzt und die Lösung der Stannogluconsäure anschliessend mit Aktivkohle reinigt.
    UNTERANSPRÜCHE Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass 1 Mol. Zinn-II-hydroxyd mit 1,5-2,5 Mol Gluconsäure oder Glucolacton umgesetzt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umsetzung bei einer Tempera- tur von 20 bis 50 C vorgenommen wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Zinn-II-hydroxyd in frischher- gestelltem Zustand verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene Säure mit einer Base neutralisiert.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Neutralis.a- tion mit Ammonium-, Alkalimetail- oder Erdlalkalime- tallhydroxyd, arbonat oder -hicarbonat durchgeführt wird.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Stannogluconsäure oder ihrer Salze als wirksame Komponente in Zahnpjflege- mitteln.
    UNTERANSPRUCH 6. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Salz der Stannogluconsäure, vorzugsweise das Natriumsalz, in einer Menge von bis 5,0 Gewichtsprozent des Gesamtgewichtes des Zahnpflegemittels verwendet wird.
CH1207863A 1962-10-02 1963-10-01 Verfahren zur Herstellung von Stannogluconsäure und ihren Salzen CH457386A (de)

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