CH447259A - Zentriervorrichtung für eine an Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen angeordnete Rohrleitungskupplung - Google Patents
Zentriervorrichtung für eine an Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen angeordnete RohrleitungskupplungInfo
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Description
Zentriervorrichtung für eine an Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen angeordnete Rohrleitungskupplung Die Erfindung betrifft eine Zentriervorrichtung für eine an starr kuppelnden Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen angeordnete, selbsttätige Rohrlei tungskupplung mit einem federnd rückverschieblichen Kupplungsrohr, das an seinem vorderen, von Führungs gliedern umgebenen Ende einen der Abdichtung der gekuppelten Rohrleitungskupplung dienenden Dichtring trägt.
Die Zentriervorrichtungen der vorgenannten Art müssen den Bedingungen genügen, dass sie bei geringem Bauaufwand und kleinen Abmessungen die Rohrlei tungskupplungen sicher zentrieren, dass sie selbst weit gehend unempfindlich gegen Verschmutzung sind und einer Verschmutzung der Rohrleitungskupplung entge genwirken und dass sie einerseits den Dichtring vor me chanischen Beschädigungen, insbesondere durch vor springende Teile des Gegenkupplungskopfes der Mittel pufferkupplung, während der Zentrier- und Kupplungs vorgänge schützen und anderseits eine gute Zugänglich keit zu dem Dichtring gewährleisten, damit dieser leicht überprüft und ausgewechselt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zentriervorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die vorstehend erwähnten Bedingungen erfüllt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Führungsglieder zwei den Aussenumfang des Kupplungsrohres mit geringem Abstand und zu je an nähernd 90 umfassende, zueinander diametral ange ordnete Führungslaschen sind, die sich parallel zur Achse des Kupplungsrohres erstrecken, dieses nach vorne um zueinander ,ungleiche Längen überragen und die zumindest an einem Übergang ihrer vorderen, ebenen und zur Achse des Kupplungsrohres senkrechten Stirn flächen in die in bezug zum Kupplungsrohr radial ge richteten Seitenflächen schräg nach rückwärts geneigte Übergangsflächen aufweisen.
Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung lässt sich die Zentriervorrichtung zu dem Zweck, die Zu- gänglichkeit zu dem Dichtring besonders gut zu gestal ten, dadurch vorteilhaft ausbilden, dass die Führungs laschen mit einem Rohrstück, in welches das Kupplungs rohr einschiebbar und mittels einer leicht lösbaren Ver bindung befestigbar ist, starr verbunden sind. Das den Dichtring tragende Kupplungsrohr lässt sich dann von der Zentriervorrichtung trennen, so dass der Dichtring frei zugänglich wird und in besonders einfacher Weise überprüft und gegebenenfalls ausgewechselt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Ansicht von vorne und Fig. 2 eine Aufsicht.
Auf einem mit strichpunktierten Linien nur ange deuteten Kupplungsrohr 1, das an seinem vorderen Ende mit einem seine Mündung umgebenden, kegelig geformten Dichtring 3 versehen ist, ist ein Rohrstück 5 etwas vom vorderen Ende des Kupplungsrohres 1 zu rückversetzt befestigt. Das Rohrstück 5 trägt zwei mit ihm starr verbundene Führungslaschen 7 und 9, welche den Aussenumfang des Kupplungsrohres 1 mit geringem Abstand und zu je annähernd 90 umfassen und welche in bezug auf das Kupplungsrohr 1 zueinander diametral angeordnet sind. Die sich parallel zur Achse des Kupp lungsrohres 1 erstreckenden Führungslaschen 7 und 9 überragen das Kupplungsrohr 1 nach vorne um zueinan der ungleiche Längen.
An den Übergängen der vorderen, ebenen und zur Achse des Kupplungsrohres 1 senk rechten Stirnflächen 11 und 13 der Führungslaschen 7 und 9 in die in bezug zum Kupplungsrohr 1 radial ge richteten Seitenflächen 15 und 17 sind schräg nach rück wärts geneigte Übergangsflächen 19 und 21 angeordnet.
Es ist vorteilhaft, das Rohrstück 5 mittels einer leicht lösbaren Verbindung, beispielsweise mittels eines nicht dargestellten Bajonettverschlusses auf dem Kupp lungsrohr 1 zu befestigen und weiterhin das Rohrstück 5 gegen eine Federkraft in an sich bekannter Weise rück- verschieblich in der Mittelpufferkupplung zu lagern.
Im Normalzustand der Rohrleitungskupplung ist dann mit dem Rohrstück 5 auch das Kupplungsrohr 1 in der Mittelpufferkupplung rückverschieblich; während Überprüfungen kann jedoch - auch im gekuppelten Zustand der Mittelpufferkupplung - das Kupplungsrohr 1 vom Rohrstück 5 getrennt und nach rückwärts aus diesem herausgezogen werden, so dass der Dichtring 3 frei zugänglich wird, überprüft und gegebenenfalls aus gewechselt werden kann.
Bei Mittelpufferkupplungen, bei welchen der Kupp lungsvorgang eine zwangläufige, seitliche Verschiebung der zu kuppelnden Kupplungsköpfe aufweist, also bei spielsweise bei Mittelpufferkupplungen der Bauart Willi- son, die mit einem vorspringenden, die an sich unstarre Kupplung zu einer Starrkupplung umbildenden Füh rungshorn versehen sind, ist die Zentriervorrichtung derart anzuordnen, dass die Seitenflächen 15 und 17 horizontal bzw. vertikal verlaufen und dass sich die das Kupplungsrohr 1 um die grössere Länge überragende Führungslasche 9 in der seitlichen Verschiebungsrich tung beim Kuppeln der Mittelpufferkupplung gesehen vor der kürzeren Führungslasche 7 befindet.
Beim Kuppeln können zu Beginn des Zentriervor ganges der Mittelpufferkupplung vorstehende Teile des Gegenkupplungskopfes - beispielsweise das vorerwähnte Führungshorn - gegen die Stirnflächen 11 und 13 der Führungslaschen 7 und 9 auflaufen und die Führungs laschen, das Rohrstück 5 und das Kupplungsrohr 1 gegen eine Federkraft zurückdrücken. Der Dichtring 3 ist dabei durch die vorstehenden Teile der Führungs laschen 7 und 9 vor einer Beschädigung geschützt. Nach entsprechend fortgeschrittener Zentrierung der Mittel pufferkupplung geben deren vorspringende Teile die Rohrleitungskuppliung frei, so dass sich diese unter der Federkraft nach vorne schiebt, wobei die Führungs laschen 7 und 9 der beiden Rohrleitungskupplungsköpfe anfänglich mit ihren Stirnflächen 11 bzw. 13 zur gegen seitigen Anlage gelangen.
Sodann, bei nahezu vollendeter Zentrierung der Mittelpufferkupplung, gleiten die Füh rungslaschen beider Rohrleitungskupplungsköpfe in einander, wobei die Führungslaschen 7 und 9 jedes Kupplungskopfes in die Zwischenräume zwischen den Führungslaschen des Gegenkupplungskopfes gelangen und das Kupplungsrohr 1 des Gegenkupplungskopfes umfassen. Die Übergangsflächen 19 und 21 bewirken dabei eine genaue Zentrierung der Rohrleitungskupp- lungsköpfe und erleichtern das Ineinandergleiten der Führungsflächen. Die Mündungen der Kupplungsrohre 1 kommen zur gegenseitigen Anlage und die Dichtringe 3 schaffen eine gegen die Atmosphäre abgedichtete Ver bindung.
Im entkuppelten Zustand umgeben die Führungs laschen 7 und 9 die Mündung des Kupplungsrohres 1 nur auf zwei voneinander getrennten, kurzen Bogen stücken, so dass eventuell auf die Laschen vor die ge nannte Mündung fallender Schmutz sich nicht fest setzen, sondern von selbst wieder abfallen kann. Zwi schen den Führungslaschen 7 und 9 am Aussenumfang des Kupplungsrohres 1 sich ansetzender Schmutz wird während der Kupplungsvorgänge durch die Führungs laschen der Gegenkupplung abgestossen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zentriervorrichtung für eine an starr kuppelnden Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen ange ordnete, selbsttätige Rohrleitungskupplung mit einem federnd rückverschieblichen Kupplungsrohr, das an sei nem vorderen, von Führungsgliedern umgebenen Ende einen der Abdichtung der gekuppelten Rohrleitungs- kupplung dienenden Dichtring trägt, dadurch gekenn zeichnet, dass die Führungsglieder zwei den Aussenum fang des Kupplungsrohres mit geringem Abstand und zu je annähernd 90 umfassende, zueinander diametral angeordnete Führungslaschen (7 und 9) sind, die sich parallel zur Achse des Kupplungsrohres (1) erstrecken, dieses nach vorne um zueinander ungleiche Längen über ragen und die zumindest an einem Übergang ihrer vor deren,ebenen und zur Achse des Kupplungsrohres (1) senkrechten Stirnflächen (11 und 13) in die in bezug zum Kupplungsrohr (1) radial gerichteten Seitenflächen (15 und 17) schräg nach rückwärts geneigte übergangs- flächen (19 und 21) aufweisen. UNTERANSPRUCH Zentriervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungslaschen (7 und 9) mit einem Rohrstück (5), in welches das Kupplungsrohr (1) einschiebbar .und mittels einer leicht lösbaren Ver bindung befestigbar ist, starr verbunden sind.
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