DE3729520C2 - Zweiteiliges Gehäuse für eine Kupplung - Google Patents
Zweiteiliges Gehäuse für eine KupplungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein zweiteiliges Gehäuse
für eine Kupplung, insbesondere eine Mittelpufferkupplung von
Gleisfahrzeugen mit der Verbindung von elektrischen und/oder
pneumatischen und/oder hydraulischen Steuerkreisen dienenden,
in den Gehäuseteilen festgelegten, Steuerkreis-Verbindungs
elemente enthaltenden Gehäuseeinsätzen.
Bei bekannten Gehäusen dieser Art haben sich dadurch
Schwierigkeiten gezeigt, daß es in der Praxis häufig nicht
möglich ist, beim Kuppeln der beiden Gehäuseteile für eine
exakte axiale Ausrichtung sowie eine genaue Winkellage dieser
Teile in Bezug zueinander zu sorgen. Erfahrungsgemäß kommt es
deshalb zu einer übermäßigen Beanspruchung von Gehäusebereichen
bzw. von Verbindungselementen der Einsätze und damit zu ört
lichen Verformungen oder Brüchen und damit zu Betriebsstörungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das zwei
teilige Gehäuse der eingangs genannten Art so weiter auszu
bilden, daß ein selbsttätiges Kuppeln ohne die Gefahr von Be
schädigungen möglich und dabei eine hohe Lebensdauer der frag
lichen Gehäuseteile erreichbar ist.
Das zweiteilige Gehäuse, bei dem diese Aufgabe gelöst
ist, zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, daß zur
Ermöglichung einer automatischen Kupplung beide Gehäuse
teile jeweils mit einer geraden Anzahl von an ihrem Um
fang im Abstand voneinander angeordneten, übereinstimmend
ausgebildeten, axial vorstehenden Führungsnasen einer Breite
versehen sind, die dem gegenseitigen Abstand der Führungsnasen
entspricht, daß die Führungsnasen mit schräg in Bezug zur
Gehäuseachse verlaufenden Führungsflächen versehen sind,
die bei Annäherung der Gehäuseteile einerseits ihre koaxiale
Ausrichtung in Bezug zueinander und zum anderen ihre Aus
richtung bezüglich der relativen Winkelstellung sicher
stellen und daß die Einsätze Verbindungselemente aufweisen,
von denen diejenigen der einen Einsatzhälfte denen der
jenseits einer Axialebene befindlichen anderen Hälfte kom
plementär sind, daß die Verbindungselemente beiderseits einer
einen rechten Winkel mit dieser Axialebene einschließenden
Symmetrieebene spiegelbildlich übereinstimmend ausgebildet
und angeordnet sind, und daß diese Einsatz-Symmetrieebene mit
einer durch zwei einander gegenüberliegende Führungsnasen
der Gehäuseteile definierten Gehäuseaxialebene einen Winkel α
von 45° einschließt.
Bei einem Axialversatz bzw. bei einem Winkelversatz
der beiden Gehäusehälften sorgen einerseits die Führungs
flächen der Führungsnasen für eine selbsttätige Ausrichtung
der Gehäuseteile in Bezug zueinander und andererseits die
näher gekennzeichnete Ausbildung und Festlegung der Gehäuse
einsätze in den Gehäuseteilen dafür, daß es nicht erforderlich
ist, auf die Zuordnung speziell aufeinander abgestimmter,
jedoch unterschiedlich ausgebildeter Gehäuseteile bzw. Ein
sätze zu achten. Auf die definierte Weise ausgestaltete
Teile weisen nämlich mitsamt ihren Einsätzen einen einander
ergänzenden identischen Aufbau auf. Pro Gehäusehälfte könne
zwar mehrere Paare von Führungsnasen vorgesehen sein; es hat
sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, wenn lediglich ein
Paar, nämlich zwei einander gegenüberliegende Führungsnasen
pro Gehäuseteil vorgesehen sind.
Als in baulicher Hinsicht sehr zweckmäßig hat es sich
erwiesen, wenn die Führungsnasen zu ihren axial vorstehenden
stirnseitigen Enden hin jeweils einmal auf ihrer radial
inneren Seite mit einer Radialerweiterung nach außen zur
Bildung einer Radialführungsfläche und von jeder der
beiden die Führungsnasenbreite bestimmenden Seiten ausgehend
mit einer analogen Abschrägung unter Bildung von Drehführungs
flächen versehen sind.
Sehr günstig ist es in weiterer Ausgestaltung des
Gehäuses nach der Erfindung, wenn jedem Einsatz ein der
Feinführung beim Kuppeln dienender, sich über die eine
Hälfte des Umfangs erstreckender Führungsring und ein kom
plementär hierzu ausgebildeter, sich über die andere Hälfte
des Umfangs erstreckender Schlitz zugeordnet ist. In diesem
Zusammenhang hat sich das weitere Kennzeichen als im Hinblick
auf den Schutz der Verbindungselemente sehr vorteilhaft
herausgestellt, daß die Steuerkreis-Verbindungselemente
durch einander jeweils ergänzende Steckerstifte und Steck
buchsen gebildet sind, daß die über die Stirnfläche der Ein
sätze vorstehenden Steckerstifte auf einer der beiden durch
die Axialebene getrennten Hälften der Einsätze zusammengefaßt
sind und daß der Führungsring dieser Einsatzhälfte zugeord
net ist und über die den vorderen Enden der Steckerstifte
gemeinsame Ebene vorsteht.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale
der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung von Ausführungsbeispielen und aus der Zeich
nung.
Hierin
zeigen
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein Gehäuseteil nach
der Erfindung entsprechend der Linie I-I der
Fig. 2,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Gehäuseteil nach Fig. 1
und
Fig. 3 einen Axialschnitt durch das Gehäuseteil ent
sprechend der Linie III-III der Fig. 1, jedoch
mit fehlendem Gehäuseeinsatz.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, umfaßt das buchsen
förmige Gehäuseteil 1 zwei am Umfang vorgesehene, axial
vorstehende Führungsnasen 2. Diese weisen einen Abstand
voneinander auf, der ihrer Breite entspricht. Zwei
Gehäuseteile 1 lassen sich deshalb in koaxialer Lage mit
ihren Stirnseiten aneinander zur Anlage bringen, wobei
die Führungsnasen 2 des einen Teils exakt zwischen denen
des anderen, identisch ausgebildeten Teils zu liegen
kommen.
Jedes Gehäuseteil 1 umfaßt einen Gehäuseeinsatz 3
mit in ihn eingelagerten Steuerkreis-Verbindungselementen,
die der Verbindung nicht näher veranschaulichter, elektri
scher, pneumatischer oder hydraulischer Steuerkreise dienen.
Im veranschaulichten Ausführungsbeispiel bestehen die Ver
bindungselemente aus elektrischen Kontaktelementen in Form
von Steckerstiften 4 bzw. Steckbuchsen 5. Zur Festlegung
der Gehäuseeinsätze 3 in den Gehäuseteilen 1 weisen letztere
eine zylindrische Bohrung 6 entsprechend dem Außendurchmesser
der Einsätze 3 sowie einen durch eine Ausdrehung gebildeten
Absatz 7 auf, an dem sich die Einsätze 3 mit einer durch eine
ringförmige Durchmessererweiterung gebildeten Schulter 8
abstützen. Im Anschluß an die Ausdrehung weist jedes Ge
häuseteil 1 einen Abschnitt mit einem Innengewinde 9 auf.
Dieses ermöglicht das Einschrauben eines Halterings 10, der
den Gehäuseeinsatz 3 mit seiner Schulter 8 in Anlage am
Absatz 7 sichert.
Aus Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 1 geht hervor,
daß die Steckerstifte 4 der einen Einsatzhälfte zu den
auf der anderen Einsatzhälfte jenseits einer Axialebene
A befindlichen Steckbuchsen 5 komplementär ausgebildet und
angeordnet und. Beiderseits einer einen rechten Winkel mit
dieser Axialebene A einschließenden Symmetrieebene S stimmen
die Lagen der Steckerstifte 4 bzw. der Steckbuchsen 5
spiegelbildlich überein. Diese Einsatz-Symmetrieebene S
schließt - wie aus Fig. 2 ersichtlich - mit einer Axial
ebene G des Gehäuses, die durch die beiden gegenüberliegenden
Führungsnasen 2 der Gehäuseteile 1 definiert ist, einen
Winkel α von 45° ein.
Fig. 2 zeigt in Verbindung mit den Fig. 1 und 3 weiter
hin, daß die Führungsnasen 2 zu ihren axial vorstehenden
stirnseitigen Enden 11 hin jeweils auf ihrer radial inneren
Seite mit einer durch eine Abschrägung erreichten Radial
erweiterung nach außen zur Bildung einer Radialführungs
fläche 12 versehen sind. Die Führungsnasen 2 weisen ferner
von jeder der beiden die Führungsnasenbreite bestimmenden
Seiten 13 ausgehend analoge Abschrägungen zur Bildung von
Drehführungsflächen 14 auf.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß jedem Einsatz 3
ein der Feinführung beim Kuppeln dienender, sich über die
eine Hälfte des Umfangs erstreckender Führungsring 15 zu
geordnet ist. Diesem entspricht auf der anderen Einsatz
hälfte jenseits der Axialebene A ein komplementär hierzu
ausgebildeter, sich über die andere Hälfte des Umfangs
erstreckender Schlitz 16.
Das beschriebene Gehäuse ist überall dort einsetz
bar, wo es darauf ankommt, zwei Kupplungshälften, denen
die Gehäuseteile zugeordnet sind, durch einfaches Zusammen
fahren miteinander zu verbinden und dabei sicherzustellen,
daß gleichzeitig Steuerkreise, die über die Kupplung ge
führt sind, selbsttätig geschlossen werden. Hier handelt
es sich vor allem um Kupplungen, und zwar Mittelpuffer
kupplungen für Gleisfahrzeuge, wie zum Beispiel S-Bahn-Triebwagen
oder auch Material- zum Beispiel Erztransportwagen, die zum
Leeren häufig entkuppelt und wieder gekuppelt werden müssen.
Insbesondere in solchen Fällen ist es wichtig, die unver
meidbaren Toleranzen zwischen den den Kupplungen zuge
ordneten Gehäuseteilen mit Gehäuseeinsätzen auszugleichen,
die mehrere mm betragen können, gegebenenfalls in Verbindung mit
einem leichten Winkelversatz. Bei Annäherung der Kupp
lungshälften und damit der Gehäuseteile sorgen die Radial
führungsflächen 12 für eine axiale Annäherung und die
Drehungsführungsflächen 14 für eine selbsttätige Zurückführung
des Winkelversatzes. Es ist also nicht mehr erforderlich,
von Hand oder durch zusätzliche Antriebe die Gehäuseteile
beim Kuppelvorgang in die geeignete, aufeinander ausge
richtete Lage überzuführen, die das Herstellen der Steck
verbindung voraussetzt.
Selbstverständlich ist dabei jedes Gehäuseteil 1 in be
zug auf die nicht veranschaulichte zugehörige Kupplungshälfte
schwimmend gelagert und zwar unter Verwendung der länglich
ausgebildeten, diametral einander gegenüberliegenden Gehäuse
ausnehmungen 17, in die nicht gezeigte Haltebolzen der Kupp
lung eingreifen.
Claims (4)
1. Zweiteiliges Gehäuse für eine Kupplung, insbe
sondere eine Mittelpufferkupplung von Gleisfahrzeugen, mit
der Verbindung von elektrischen und/oder pneumatischen und/
oder hydraulischen Steuerkreisen dienenden, in den Gehäuse
teilen (1) festgelegten, Steuerkreis-Verbindungselemente
enthaltenden Gehäuseeinsätzen (3), dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Ermöglichung einer automatischen Kupp
lung beide Gehäuseteile (1) jeweils mit einer geraden Anzahl
von an ihrem Umfang im Abstand voneinander angeordneten,
übereinstimmend ausgebildeten, axial vorstehenden Führungs
nasen (2) einer Breite versehen sind, die dem gegenseitigen
Abstand der Führungsnasen entspricht, daß die Führungsnasen
(2) mit schräg in Bezug zur Gehäuseachse verlaufenden Füh
rungsflächen (12, 14) versehen sind, die bei Annäherung der
Gehäuseteile (1) einerseits ihre koaxiale Ausrichtung in
Bezug zueinander und zum anderen ihre Ausrichtung bezüglich
der relativen Winkelstellung sicherstellen und daß die
Einsätze (3) Verbindungselemente aufweisen, von
denen diejenigen der einen Einsatzhälfte denen der jenseits
einer Axialebene (A) befindlichen anderen Hälfte komple
mentär sind, daß die Verbindungselemente beiderseits
einer einen rechten Winkel mit dieser Axialebene (A) ein
schließenden Symmetrieebene (S) spiegelbildlich überein
stimmend ausgebildet und angeordnet sind, und daß diese
Einsatz-Symmetrieebene (S) mit einer durch zwei einander
gegenüberliegende Führungsnasen (2) der Gehäuseteile (1) defi
nierten Gehäuseaxialebene (G) einen Winkel α von 45° ein
schließt.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsnasen (2) zu ihren axial vorstehenden stirn
seitigen Enden (11) hin jeweils einmal auf ihrer radial
inneren Seite mit einer Radialerweiterung nach außen zur
Bildung einer Radialführungsfläche (12) und von jeder der
beiden die Führungsnasenbreite bestimmenden Seiten (13)
ausgehend mit einer analogen Abschrägung unter Bildung von
Drehführungsflächen (14) versehen sind.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß jedem Einsatz (3) ein der Feinführung beim
Kuppeln dienender, sich über die eine Hälfte des Umfangs
erstreckender Führungsring (15) und ein komplementär hierzu
ausgebildeter, sich über die andere Hälfte des Umfangs
erstreckender Schlitz (16) zugeordnet ist.
4. Gehäuse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkreis-Verbindungselemente durch einander
jeweils ergänzende Steckerstifte (4) und Steckbuchsen (5)
gebildet sind, daß die über die Stirnfläche der Einsätze
(3) vorstehenden Steckerstifte (4) auf einer der beiden
durch die Axialebene (A) getrennten Hälften der Einsätze
zusammengefaßt sind und daß der Führungsring (15) dieser
Einsatzhälfte zugeordnet ist und über die den vorderen
Enden der Steckerstifte (4) gemeinsame Ebene vorsteht.
Priority Applications (1)
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| DE3729520A1 DE3729520A1 (de) | 1989-03-16 |
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