CH442010A - Vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial, Verfahren zu dessen Herstellung, Beschichtungsmittel zur Durchführung des Verfahrens und Verwendung des Siebdruckmaterials - Google Patents

Vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial, Verfahren zu dessen Herstellung, Beschichtungsmittel zur Durchführung des Verfahrens und Verwendung des Siebdruckmaterials

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CH442010A
CH442010A CH936962A CH936962A CH442010A CH 442010 A CH442010 A CH 442010A CH 936962 A CH936962 A CH 936962A CH 936962 A CH936962 A CH 936962A CH 442010 A CH442010 A CH 442010A
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acid
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CH936962A
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H Borchers Henning
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Kalle Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/06Amines
    • C08G12/08Amines aromatic
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/12Production of screen printing forms or similar printing forms, e.g. stencils

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Description


  Vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial, Verfahren zu dessen Herstellung, Beschichtungsmittel  zur Durchführung des Verfahrens und Verwendung des Siebdruckmaterials    Auf dem Gebiet der Flachdruckplatten ist es     be-          kanne,    Kolloidschichten mit Diazoverbindungen licht  empfindlich zu machen. Flachdruckplatten bestehen  jedoch aus einem nichtporösen Trägermaterial, z. B.  Metallfolien oder vorbehandeltem Papier und einer sehr  dünnen lichtempfindlichen Überzugsschicht. Wenn man  dieses Material verwendet, wird die lichtempfindliche  Schicht :durch Belichtung und Entwicklung in Zonen  eingeteilt, die hydrophil sind, und Zonen, die hydrophob  sind und Druckfarbe annehmen. Mit einer solchen  Oberfläche können Drucke nach dem bekannten Offset  druckverfahren hergestellt werden.  



  Früher wurde bei' der Herstellung von     Siebdruck-          schablonendie    verwendete Kolloidschicht praktisch aus  schliesslich mit Bichromaten sensibilisiert, weil damit die  besten Resultate erzielt worden sind. Bei dem Sieb  druckverfahren     wird    sein hochporöses     Trägermaterial,    :ge  wöhnlich ein aus synthetischen oder natürlichen Fasern  oder Metall angefertigtes Sieb, auf einen Raumen ge  spannt. Das Sieb wird mit einer Kolloidlösung über  zogen, die einen Sensibilisator enthält, und der Vor  gang des Überziehens     wird    in der Weise durchgeführt,  dass die Überzugslösung die Siebmaschen füllt, ohne  dass leere Stellen zurückbleiben.  



  Nach dem Trocknen der Überzugsmasse wird das  Sieb unter einer Vorlage dem Licht     ausgesetzt,    wobei  sich die Kolloidschicht an den vom Licht getroffenen.  Stellen der Schicht erhärtet. Der Härtungsgrad richtet  sich nach der Transparenz der Vorlage. An dien nicht  vom Licht getroffenen Stellen des Überzugs bleibt die  Kolloidschicht löslich und wird z. B. durch Abbrausen  mit Wasser entfernt; durch die Entwicklung werden die  Poren des Trägermaterials an den nicht vom Licht ge  troffenen     Stellen    geöffnet, so dass die Tinte oder Farbe  bei dem     darauffolgenden    Druckvorgang     mittels    eines  Rakels durch diese Öffnungen auf das zu bedruckende  Material aufgebracht werden kann, so dass ein Muster.

    entsteht, das der verwendeten Vorlage entspricht.    Die Belichtung eines mit einem Bichromat sensi  bilisierten Siebes ist schwierig, da es einerseits günstig  ist, die Belichtungszeit auf eine geraume Zeit auszu  dehnen, um einen guten Härtungseffekt des Überzugs  zu erreichen. Wenn anderseits die Belichtungszeit zu  lang ist, können dadurch Einzelheiten des Bildes ver  loren gehen. So werden bei einem Sieb, das zu lange  belichtet wurde, Teile des unter dem     Bild    liegenden  Überzugs erhärtet, so dass auch die Bildstellen teilweise  verstopft werden.  



  Deshalb muss die Belichtungszeit der mit Bichromat  sensibilisierten Siebe so geregelt werden, dass sie inner  halb eines eng     begrenzten    Bereiches liegt, damit eine  ausreichende Härtung des Überzuges erreicht wird, was  eine Voraussetzung für die Herstellung .einer grossen  Anzahl von Drucken ist und, anderseits darf sie nicht  zu lang sein, um das Verstopfen der Poren und den  damit zusammenhängenden     Verlust    an Klarheit zu ver  hindern.  



  Ausserdem haben die mit     Bichromat    sensibilisierten  Siebe den grossen Nachteil, dass die Kolloide     selbst    ohne  Licht erhärten. Dieser Effekt, der als  Dunkelhärtung   bekannt ist., macht es obligatorisch, dass das beschich  tete Sieb innerhalb einer kurzen Zeit, gewöhnlich inner  halb von mehreren Stunden nach dem     Üb;        rziehen.     weiter bearbeitet wird, da sonst ein Entwickeln nicht       mehr    möglich ist. Daher können Siebe nicht im voraus  beschichtet werden, woraus sich eine ganze Anzahl von  Herstellungsproblemen ergeben. Wenn z.

   B. während  des     Druckes    ein Sieb aus Versehen beschädigt wird,  benötigt man mehrere Stunden, um wieder einen Ersatz  dafür herzustellen, so     @dass   <I>sehr</I> oft ,in Ersatzexemplar  für den Bedarfsfall angefertigt werden muss, was ein  kostspieliges Verfahren ist.

   Wenn     Siebdruckschablonen     für die spätere Wiederverwendung aufgehoben werden  sollen,     erhärtet    sich ausserdem das in jedem Fall vor  handene nichtumgesetzte     Bichromat    weiter, selbst wenn  das Sieb im Dunkeln aufbewahrt wird, so dass mit der  Zeit eine brüchige     Matrize    entsteht, die aufreisst und      haarrissig und dadurch wertlos     wird.    Ausserdem haben  die Bichromate den grossen Nachteil, dass sie giftig sind.  



  In der Lösung zersetzen die Bichromate auch viele  Kolloide, selbst wennn kein Licht vorhanden ist, was  zu einer progressiven Abnahme der Viskosität der mit  Bichromat sensibilisierten Emulsionen führt. Aus die  sem Grunde müssen die Überzugstechniken oft reguliert  werden, damit gleichmässige Ablagerungen erzielt  werden.  



  Ein weiterer Effekt von Wichtigkeit auf dem Gebiet  des Siebdruckes ist der sogenannte Überbrückungseffekt.  An den Rändern der Siebbilder sollte der aufgebrachte  Film den Raum zwischen den Fasern des Siebes über  brücken. Die auf die übliche Art     präparierten    Sieb  druckmatrizen besitzen gewöhnlich nur geringe über  brückungseigenschaften und entsprechen nicht genau der  verwendeten Vorlage, was bedeutet, dass eine gerade  Linie auf der Vorlage eine gezähnte Linie hervorruft, die  den Fasern des Siebes folgt, besonders dann, wenn der  Rand des Bildes schräg zu den Siebfasern verläuft.  Deshalb erhält man bei dem Druckvorgang     unklare     Drucke.  



  Dementsprechend besteht ein grosses Interesse an  einer verbesserten Sensibilisierungsemulsion, -die die vie  len Unzulänglichkeiten der bisher üblichen Produkte  beseitigt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun:  I. ein vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial, bei wel  chem sich auf einem hochporösen Träger wenigstens ein  Kolloid     befindet,    und welches dadurch gekennzeichnet  ist, dass es als     lichtempfindliche    Substanz wenigstens ein  Kondensationsprodukt, wie es durch Kondensation we  nigstens eines Diazodiphenylamins mit wenigstens einem  Aldehyd     in    Gegenwart wenigstens einer starken Säure  erhältlich ist, enthält;

    II. ein Verfahren zur Herstellung des erfindungs  gemässen vorsensibilisierten Siebdruckmaterials durch  Beschichten eines hochporösen Trägermaterials mit  einer Mischung aus seiner Lösung oder Suspension wenig  stens eines organischen Kolloids und einer lichtempfind  lichen Substanz, welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass als lichtempfindliche     Substanz    wenigstens ein Kon  densationsprodukt aus wenigstens einem     Diazodiphenyl-          amin    mit wenigstens einem Aldehyd, das durch Kon  densation in Gegenwart wenigstens einer starken Säure  erhalten wurde, verwendet und danach das     Lösungs-          bzw.    Suspensionsmittel entfernt wird, wobei man ein  Material erhält, in welchem lichtempfindliches ,

  Kolloid  wenigstens die Poren des Trägers bedeckt;  III. ein Beschichtungsmittel zur Durchführung des  erfindungsgemässen Verfahrens, welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass es als lichtempfindliche Kompo  nente     wenigstens    ein     Kondensationsprodukt    enthält, wie  es durch Kondensation wenigstens eines     Diazodiphenyl-          amins    mit wenigstens einem Aldehyd in Gegenwart  wenigstens einer starken Säure erhältlich ist;

   und  IV. die Verwendung ,des erfindungsgemässen Sieb  druckmaterials zur Herstellung einer Siebdruckscha  blone, wobei man das Kolloid durch Belichten unter  einer Vorlage härtet und das Kolloid von den Teilen  des Trägers entfernt, die nicht vom Licht getroffen  wurden, so dass die Poren des Materials an diesen  Stellen geöffnet werden.  



  Bei Siebdruckverfahren und für die Herstellung von       Wachsmatrizen    verwendete hochporöse Trägermateria  lien sind besonders Siebe oder Gewebe aus Polyamiden,  Polyurethanen, Polyvinylchlorid; Polyvinylidenchlorid,    Polyestern, Seide, Baumwolle, Leinen, Organdy oder  Metallen, wie z. B. Kupfer, Messing, Bronze und rost  freiem Stahl. Die im allgemeinen verwendeten     Siebe     haben     Nummern    von 60 bis 450 oder     mehr.    Die  Nummer oder Maschenzahl bezieht sich auf die Öff  nungen pro 2,54 cm und wird von der Mitte irgendeines  gegebenen Drahtes bis zu einem 2,54 cm davon ent  fernten Punkt gemessen. Ein quadratisches Siebgewebe  Nr. 80     hätte    z. B. 60 X 80 oder 6400 Öffnungen pro  6,4 cm2.

   Hochporöse Papierarten wie das sogenannte  japanische Seidenpapier oder     ähnliche    Materialien sind  auch als Trägermaterialien geeignet, wenn sie .einen       Durchlässigkeitsgrad    von     1/2    bis ungefähr 40 Sekunden  haben, ermittelt mit Hilfe eines modifizierten     Gurley-          Testgerätes    mit einer Öffnung von 1,1 cm2, einem  Zylinder von 400 ml Inhalt und einer Füllung von  5 Unzen (142 g).  



  Für die Herstellung der lichtempfindlichen über  zugsschicht können verschiedene Kolloide verwendet  werden. Sehr geeignete Kolloide sind z. B.     Polyvinyl-          alkohol,    teilweise acylierter Polyvinylalkohol, teilweise  hydroliniertes Polyvinylacetat, teilweise acetylierter     Po-          lyvinylalkohol,    teilweise acetylierter und teilweisse sonst  wie acylierter Polyvinalalkohol, Polyacrylsäure, Me  thylcellulose und Gelatine. Die synthetischen Kolloide,  z. B. Polyvinylalkohol, Polyvinylester, z. B.     Polyvinyl-          acetat,    Polyvinylbutyrat usw., ebenso wie auch teilweise  verseifte Produkte und deren Mischungen sind beson  ders günstig.

   Es ist möglich, den Kolloiden auch ver  schiedene Weichmacher zuzusetzen, z. B.     Tricresylphos-          phat,    Phthalsäureester, wie, z. B. Dibutylphthalat,     Di-          octylphthalat    und Butylbenzylphthalat; Füllstoffe, wie  z. B. Glaspulver, Kieselerde, Ton, Silicagel, Aluminium  oxyd und fein verteilte pulverisierte Kunststoffe, wie  z. B. Polyamide oder Polyester und Vinylpolymerisate,  wie z. B. Polystyrol, Polyvinylchlorid und     Polyvinyliden-          chlorid.    Pigmente und Farbstoffe können auch hinzu  gefügt werden.  



  Die Kolloide werden vorzugsweise mit einem Kon  densationsprodukt von mindestens einem     Diazodiphenyl-          amin    mit wenigstens einem Aldehyd sensibilisiert, das  in Gegenwart einer starken Säure kondensiert worden  ist. Diese bevorzugten Kondensationsprodukte werden  in der Form eines neutralen oder .sauren     metallsalzfreien     Salzes isoliert, wobei die Anionen z. B. aus einer Halo  genwasserstoffsäure, Salpetersäure oder Schwefelsäure  bestehen. Es können     natürlich    auch andere hergestellt  werden, die     ähnlich    reagieren würden. Diese Verbin  dungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie keine  Metallsalze enthalten.

   Ganz unerwartet wurde heraus  gefunden, dass diese Verbindungen gewisse     Kolloide    so  erhärten, dass man dadurch Siebdruckmatrizen erhält,  die in vieler Hinsicht die ,auf die übliche Weise herge  stellten Matrizen übertreffen, bei denen Bichromate als  Sensibilisatoren benutzt werden. Das bekannte Kon  densationsprodukt aus Diazodiphenylamin mit Form  aldehyd, isoliert als Zinkchloriddoppelsalz, ist jedoch  unzureichend.  



  Chromatogramme, die von Sensibilisatoren herge  stellt worden sind, welche sich als brauchbar erwiesen  haben, zeigen, dass     Kondensationsprodukte    mit ver  schiedenen     Molekulargewichten    mit Erfolg verwendet  werden können. Sogar     diniere        Kondensationsprodukte     haben sich als sehr     erfolgreiche        Sensibilisatoren        @er-          wiesen.     



  Die Bezeichnung      Diazodiphenylamin         umfasst     mono- oder polysubstituierte Produkte, z. B. Substituie-      rungen durch niedrige Alkylradiakle, wie z. B. Methyl,  Äthyl, Propyl, Butyl und Amyl; niedrige     Alkoxy-          radikale,    wie z. B. Methoxy, Äthoxy, Propoxy, Butoxy  und Amyloxy; Carboxy, Nitro und Halogene, wie z. B.  Fluor, Chlor und Brom. Offensichtlich kann ungefähr  jedes Diazodiphenylaminsalz für die Reaktion verwendet  worden. Für praktische Zwecke und auch, weil sie die  besten Ergebnis e erzielt :haben, werden die leicht zu  gänglichen Diazosalze, wie z. B. Sulfate und die Halo  genide, verwendet.  



  Zur Herstellung der Kondensationsprodukte werden  im allgemeinen niedrige aliphatische Aldehyde oder  deren Mischungen verwendet, z. B. Acetaldehyd,     Pro-          pionaldehyd,    Butyraldehyd, Isobutyraldehyd und beson  ders Formaldehyd. Die Aldehyde werden als solche  verwendet oder in Form einer Lösung -in einem ge  eigneten Lösungsmittel oder als Verbindungen, die die  Aldehyde unter Reaktionsbedingungen bilden, z. B.  Paraldehyd, Paraformaldehyd und Trioxymethylen.  



  Bei der Kondensation wird eine starke Säure als       Kondensationsmittel    verwendet. Besonders nützlich sind  starke anorganische Säuren, wie z. B. Schwefelsäure,  phosphorenthaltende Säuren, wie z. B. Orthophosphor  säure, Metaphosphorsäure und Polyphosphorsäure; Ha  logenwasserstoffsäuren, z. B. Fluorwasserstoffsäure,  Salzsäure und Bromwasserstoffsäure. Die Säuren werden  in einer solchen     Konzentration    verwendet, dass die Reak  tionspartner nicht wesentlich angegriffen werden. Ander  seits sollte die     Konzentration    der     Säuren    nicht so nied  rig sein, dass überhaupt keine Reaktion erfolgt.

   Im  allgemeinen werden die Säuren in Konzentrationen ver  wendet, die zwischen ungefähr 20 bis 95 % liegen, vor  zugsweise von ungefähr 35 bis ungefähr 90 %. Die  Konzentration oder     verwendeten    Säure wird entsprechend  der Art der Säure und dem gewünschten Kondensations  grad variiert. Letzterer kann auch durch das Mengen  verhältnis der     Reaktionspartner    zueinander     beeinflusst     werden.  



  Um die Kondensation durchzuführen, werden die       Reaktionspartner        und    die starke Säure gemischt, ge  wöhnlich unter Rühren und bei Zimmertemperatur. Die  Temperatur wird unter 100  C gehalten, vorzugsweise  unter 60  C. Es ist auch möglich, die     Reaktion    bei  Temperaturen unter 0  C auszuführen. Es ist jedoch am  besten, bei Temperaturen über 0  C zu arbeiten, vor  zugsweise über 30  C, um die Reaktionszeit abzukürzen;  diese variiert von dem Bruchteil einer Stunde     bis    zu  einigen Tagen, gewöhnlich von ein paar Stunden bis zu  ungefähr einem Tag.  



  Das Verhältnis des Diazodiphenylamins zu dem Al  dehyd in der     Kondensationsreaktion    rangiert von unge  fähr 0,5 bis 3 Mol Aldehyd pro Mol Diazodiphenylamin,  vorzugsweise von ungefähr 0,8 bis ungefähr 1,5 Mol  Aldehyd pro Mol Diazodiphenylamin. Die als Kon  densationsmittel verwendete starke Säure wird in einer  Menge angewendet, die ein mechanisches Rühren der  Reaktionsmischung     gestattet.    Gewöhnlich wird     !die     starke Säure in einer Menge verwendet, die ausreicht,  um mindestens einen der     Reaktionspartner    zu lösen.  Es ist auch möglich, die Säure in einer grösseren als  für die Lösung aller Reaktionspartner erforderlichen  Menge anzuwenden, aber im allgemeinen     wird    dadurch  kein Vorteil erzielt.

   Eine relativ hohe     Konzentration     der Reaktionspartner in dem Kondensationsmedium  wird vorgezogen. Unter Rühren werden die Reaktions  mittel nach und nach der starken Säure beigefügt, ent  weder beide gleichzeitig oder nacheinander.         Vorteilhaft    werden die Kondensationsprodukte nach  bekannten     chemischen    Methoden isoliert     rundgereinigt.     Wenn z. B. die     Kondensation    mit einer flüchtigen Säure  ausgeführt wurde, kann man die Säure abdestillieren,  vorzugsweise in einem Vakuum, wobei das Konden  sationsprodukt als Rückstand übrig bleibt, gewöhnlich  in     der    Form eines sehr zähflüssigen Öls oder eines  Harzes.

   Wenn man die Reaktion in einer nichtflüchtigen  Säure vornimmt, kann man das Kondensationsprodukt  ausfällen, indem man ein     geeignetes    Lösungsmittel hin  zufügt, z. B. einen niedrigen Alkohol; man kann auch  die als Kondensationsmittel     verwendete    starke Säure  durch Hinzufügen eines Neutralisierungsmittels, z. B.  eines Metalloxyds, wie z. B. Magnesiumoxyd, Calcium  oxyd, Bariumoxyd, oder eines Metallcarbonats, wie  z. B. Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat,     Magnesium-          carbonat,    Bariumcarbonat oder der entsprechenden     Bi-          carbonate,    in das entsprechende Salz umwandeln.

   Ge  wöhnlich     wird    das     Salz    der     Säure        direkt    während der       Neutralisierung    ausgefällt, im :anderen Falle wird die  Fällung dadurch eingeleitet, dass man eines der oben  genannten Lösungsmittel     hinzufügt.    Nach dem Filtrieren  wird das     Kondensationsprodukt    isoliert, indem man  das Lösungsmittel abdestilliert. Für die Kondensations  reaktion kann man verschiedene Salze des     Diazodi-          phenylamins    verwenden, aber in der Praxis werden  billige und leicht herstellbare Salze, wie die Fluoride,  Chloride, Bromide und Sulfate, benutzt.

   Wenn die Kon  densation mit einem solchen Salz ausgeführt wird, das  in der entsprechenden     Säure    als     Kondensationsmittel     verwendet wird, erhält man das entsprechende Salz  des     Kondensationsproduktes.     



  Wenn die     Kondensation    mit einem solchen Salz, aber  nicht in der :entsprechenden Säure vorgenommen wird,  erhält man ein ähnliches brauchbares     Kondensations-          produkt,    das oft eine Mischung von Salzen ist oder  ein     gemischtes        Salz.    Man kann auch ein     Salz    eines  Kondensationsprodutes in ein anderes Salz umwandeln.  Dies ist von Wichtigkeit, wenn die Kondensation mit  einem billigen Salz des Diazodiphenylamins oder in einer  billigen Säure durchgeführt wird und man ein einheit  liches Salz oder ein Salz mit besonderen     Eigenschaften,     z. B. beste Löslichkeit, erhalten will.

   Die Umwandlung  eines solchen     Salzes    eines     Kondensationsproduktes    kann  z. B. wie folgt     durchgeführt    werden: Das Kondensa  tionsprodukt z. B. von Formaldehyd und     Diazodiphenyl-          aminsulfat,    hergestellt in Schwefelsäure, wird mit     Iso-          propanol    ausgefällt und abfiltriert. Das so erhaltene  Kondensationsprodukt wird dann in     Glykolmonomethyl-          äther    suspendiert. Wenn man einen Zusatz von Ma  gnesiumchlorid hinzugibt, löst sich das Kondensations  produkt, weil das Sulfat in ein Chlorid umgewandelt  wird, das in Glykolmonomethyläther löslich ist.

   Nach  dem     Filtrieren        wird    das     Umwandlungsprodukt    dann  durch     Zusatz    von A     mylacetat    .ausgefällt, worin es     unlös-          lieh    ist, und dann durch Filtrieren und Trocknen isoliert.  



  Die lichtempfindliche     Kolloidlösung,    die für die  Beschichtung des     für    die     Siebdruckschablone    vorge  sehenen Trägermaterials     benutzt    wird, wird z. B. wie  folgt hergestellt: Zuerst wird eine Grundlösung des     Kol-          loids    hergestellt, indem man das Kolloid     in    einem     Lö-          sungsmittel    unter     istarkem    Rühren auflöst.

   Je nach der       Art,des        Kolloids    und     seiner    beabsichtigten Verwendung,  werden     @im    allgemeinen     Lösungen    hergestellt, die von  ungefähr 5 bis ungefähr 40 % Kolloid     enthalten.    Sie  werden dann     durch    Zusatz von mehr Lösungsmittel auf  die .gewünschte Viskosität     ;gebracht.         Im Handel erhältliche Dispersionen von wasserun  löslichen Kolloiden, z. B. eine Polyvinylacetatdispersion,  die zu 40 bis 60 % laus festen Bestandteilen besteht, kön  nen auch verwendet werden.

   Es ist jedoch günstig, einer  solchen Lösung einen Weichmacher     hinzuzufügen,    der  mengenmässig zwischen ungefähr 1 bis 30 % rangiert,  vorzugsweise von ungefähr 2 bis     ungefähr    15 Gewichts  prozent berechnet auf die festen Bestandteile der Disper  sion. Die oben genannte Grundlösung wird oft in Form  von Mischungen von verschiedenen Kolloiden .in ver  schiedenen Gewichtsverhältnissen verwendet und mit  Dispersionen von einem oder mehreren wasserunlös  lichen Kolloiden gemischt, um die besten Eigenschaften  für besondere Verwendungszwecke auf dem Gebiet des  Siebdruckverfahrens zu erhalten, wie sie z. B. für den  Druck auf verschiedenen     Materialien    oder mit beson  deren Farben benötigt werden.

   Auf dem Gebiet des  Siebdrucks auf Textilien, bei Odem alkalische     Küpenfarb-          stoffe    verwendet werden, werden im allgemeinen Kol  loide verwendet, die gegen wässrige Alkalien wider  standsfähig und nicht zu hydrophil sind, z. B.     Poly-          vinylacetat    oder -butyrat oder Mischungen, die zum  überwiegenden Teil aus Polyvinylacetat oder -butyrat  oder Polyvinylacetalen bestehen, wogegen ein grösserer  Anteil am Polyvinylalkohol vorzuziehen ist, wenn Far  ben auf Ölbasis verwendet werden.  



  Die Kolloide werden durch Zusatz von einem     oder     mehreren der oben genannten Kondensationsprodukte;  sensibilisiert. Die Sensibilisatoren werden in erster Linie  in Form von verdünnten wässrigen Lösungen verwendet,  die mit den Kolloidlösungen gut gemischt und in solcher  Menge hinzugegeben werden, dass die sich daraus er  gebende lichtempfindliche Kolloidlösung, welche ,ge  wöhnlich als Emulsion bezeichnet wird, einen Gehalt  an Sensibilisatoren von ungefähr 1 bis ungefähr 20,  vorzugsweise von ungefähr 5 bis ungefähr 15 Gewichts  prozent der festen Bestandteile der Lösung besitzt. Der  Sensibilisator kann jedoch auch in einer fein dispergier  ten Form verwendet werden.  



  Eine solche lichtempfindliche Emulsion kann in der  Dunkelheit bei Zimmertemperatur wochenlang gelagert  werden; in einem     Eisschrank    kann man sie monatelang  aufbewahren, ohne dass weisentliche Änderungen ihrer  Eigenschaften     eintreten.     



  Für die Vorbereitung von Siebdruckschablonen wird  ein hochporöses Trägermaterial, das     gewöhnlich    auf  einen Rahmen gespannt ist, mit der lichtempfindlichen  Emulsion überzogen, am besten, nachdem     dass    Träger  material gesäubert worden ist. Die Beschichtung wird  z. B. so vorgenommen, dass die lichtempfindliche Emul  sion auf einen hochporösen Träger     aufgestrichen,    darauf  gleichmässig verteilt und die überflüssgie Emulsion ent  fernt wird, so dass man eine gleichmässige Schicht er  hält.

   Im allgemeinen strebt man     einen    Überzug an,  bei dem der Träger von der lichtempfindlichen Emul  sion umschlossen ist.     Anschliessend    wird das Lösungs  mittel aus der lichtempfindlichen Emulsion     entfernt,     gewöhnlich durch Verdunsten in einem Trockenofen.  Wenn ein besonders dicker Überzug erwünscht ist, wird  der Beschichtungsprozess wiederholt. Anstatt die licht  empfindliche Emulsion auf den hochporösen Träger  aufzustreichen, kann jede andere geeignete Beschich  tungsmethode angewendet werden, z. B. Aufsprühen  oder Beschichten mit Hilfe von Walzen oder Wannen.

    Das in -der oben     beschriebenen.    Weise     hergestellte        licht-          empfindliche    Siebdruckmaterial kann in der Dunkelheit    bei     Zimmertemperatur    viele     Monate    gelagert werden,  in einem Kühlschrank noch viel     länger,    und anschliessend  in der oben beschriebenen Weise benutzt werden, da sich  seine Eigenschaften nicht wesentlich ändern. Dies     ist     das erste die üblichen Kolloide verwendende Siebdruck  material, mit dem diese Ergebnisse erzielt werden kön  nen, was an sich schon einen bedeutenden technischen       Fortschritt        bedeutet.     



  Für die Herstellung einer Druckform für das Sieb  druckverfahren, auch     Matrize    genannt, wird der     be-          schichtete    Träger gewöhnlich auf einen Rahmen ge  spannt, unter einer Vorlage aktinischem Licht ausge  setzt. Die Belichtungszeit     variiert    entsprechend dem  verwendeten Sensibilisator, der Entfernung oder Licht  quelle von dem zu belichtenden Material, der     Intensität     der Lichtquelle und der Transparenz des     Originals.    Die  Belichtung verursacht eine Härtung des sensibilisierten  Kolloids an den vom Licht getroffenen Stellen der  Schicht.

   Nachher wird ,die     Matrize    entwickelt, indem  man mit Wasser oder einer geeigneten Lösungsmischung  die nicht vom Licht getroffenen und deshalb löslich  gebliebenen Stellen der sensibilisierten Kolloidschicht  abwäscht. Bei dem Entwicklungsvorgang     werden    an den  nicht belichteten Stellen der Kolloidschicht die Poren  des hochporösen Trägermaterials geöffnet. Die so er  haltene     Matrize    für den Siebdruck     kann    in bekannter  Weise zum Drucken :auf verschiedene Arten von festen  Materialien von glatter oder kugelförmiger Oberfläche  benutzt werden, indem man mittels eines Rakels Farbe  durch die offenen Poren der     Matrize    auf das zu be  druckende Material     aufbringt.     



  Die     Matrizen    entsprechend der Erfindung besitzen  wesentliche     Vorteile    gegenüber den     Matrizen,    die unter  Verwendung von Bichromat als Sensibilisator herge  stellt werden, das bisher als bester Sensibilisator auf dem  Gebiet des     Siebdruckverfahrens    angesehen wurde. Es  ist gelungen, ein     Vielfaches    der Anzahl von Drucken  zu erhalten, die von den mit Bichromat sensiblisierten  Kolloiden möglich     war,    ohne dass die Matrize un  brauchbar wurde.

   Aufgrund der einzigartigen Weise,  in der diese Sensibilisatoren das Kolloid erhärten, :ist  die chemische     Resistenz    der erhaltenen     Matrize    viel  grösser als die der mit     Biehromat    erhaltenen, was es  ermöglicht - durch eine geeignete Wahl der Kolloide   die     Matrizen    der vorliegenden Erfindung sogar für Sieb  druck auf Textilien mit     alkalischen        Küpenfarbstoffe.n     zu verwenden, wodurch auf eine einfache Art die     vielen     Zwischenstufen ausgeschaltet werden, die bisher nötig  waren, um eine     Matrize    für die     Bedruckung    von Tex  tilien herzustellen, d. h.

   Beschichten des Siebes mit einer  mit     Bichromat        sensibilisierten    Emulsion, Belichten un  ter einer umgekehrten Vorlage, Entfernen der unbelich  teten Stellen durch .Entwicklung mit Wasser, Trocknen,  Überziehen mit einem     ätzmittelwiderstehenden    Lack,  Trocknen dieses Lackes während mehrerer     Stunden    und  schliesslich Abschaben der Bildfläche, was eine zeit  raubende Arbeit ist.

   Das Überbrücken bei der Matrize  oder,     .in,    anderen Worten, die Schärfe des gemäss der  vorliegenden Erfindung     hergestellten    Bildes auf der       Matrize    ist viel besser als das von Matrizen, die man  von     Biehromat    sensibilisierten Kolloiden erhält. Die       Qualität    des Bildes übertrifft sogar in vieler Hinsicht die  indirekte Methode des     Siebdruckverfahrens,    bei dem  Kohlepapier benutzt wird.

   Dies ist auch das erste     Mal     in der     Geschichte    des Siebdruckverfahrens, dass eine       Matrize    nach dem direkten Siebdruckverfahren unter       Verwendung    der üblichen Kolloide angefertigt werden      kann, das die bis heute nur durch die     indirekte    Methode  erreichbare Druckschärfe .erreicht und sogar übertrifft  und gleichzeitig :eine Druckauflage von vielen zehn  tausenden von Kopien und mehr gestattet, was charak  teristisch für die Methode des direkten Siebdruckver  fahrens ist. Dadurch kann jetzt beste Qualität mit gleich  zeitiger grosser Haltbarkeit des Siebes     erzielt    werden,  das auch einen bedeutenden Fortschritt     darstellt.     



  Ebenfalls aufgrund der einzigartigen Weise, in der  die Sensibilisatoren gemäss dieser Erfindung die Kol  loide erhärten, werden Matrizen erhalten, die von atmo  sphärischen Schwankungen effektiv nicht     beeinflusst     werden. Während Bilder, die mit ;den im Handel  erhältlichen, mit Bichromaten sensibilisierten Standard  emulsionen hergestellt sind, ihre Dimensionen ent  sprechend dien     atmosphärischen    Bedingungen wech  seln, ist es jetzt durch sorgfältige Auswahl der Kolloide  und Sensibilisatoren möglich, Bilder herzustellen, die  sich nur unbedeutend verändern, selbst wenn sie den  ungünstigsten     ,atmosphärischen        Bedingungen        rausgesetzt     werden. So können jetzt mit Hilfe des Siebdrucks z. B.

    Skalen mit einer bis dahin auf diesem Gebiet unbekann  ten Genauigkeit reproduziert werden. Weiterhin eröffnet  diese Methode die Möglichkeit, das     Siebdruckverfahren     für den Mehrfarbendruck zu verwenden. Wiederum ist  dies das erste Mal, dass solche Ergebnisse mit der  üblichen Art Kolloide :erzielt worden sind, was einen       weiteren    bedeutenden kommerziellen Fortschritt :dar  stellt.  



  Die Kondensationsprodukte der Diazodiphenylamine  mit Aldehyd können z. B.     gemäss    den .in den schweizeri  schen Patentschriften Nrn. 398 632, 417 627 und  417 628 und der deutschen Auslegeschrift Nr. 1 138 401  beschriebenen     Methoden,    hergestellt werden.  



  Die Erfindung wird durch     :die    folgenden spezifischen  Beispiele näher     erläutert.     



  <I>Beispiel 1</I>  Eine     Anzahl    von Versuchen ist gemacht worden, um  die Überlegenheit verschiedener Diazosensiblisatoren  über das bisher verwendete Ammoniumbichromat zur  Härtung von Kolloiden für das     Siebdruckverfahren     aufzuzeigen.  



  Bei dieser Versuchsreihe wurde eine handelsübliche  Siebdruckemulsion benutzt, die Polyvinylalkohol,     Poly-          vinylacetat    und kleine Mengen Weichmacher enthielt  und die einen ungefähren Gesamtinhalt an festen Be  standteilen von 38 % hatte. Diese Emulsion wird     unter     dem Namen  Wittol  gehandelt und von der Active  Supply Company in New York City geliefert. Die  Grundemulsion wurde sensiblisiert, indem sie mit einer  wässrigen Lösung des zu testenden Diazosensiblisators  gemischt wurde. Zu Vergleichszwecken wurde die Emul  sion mit Ammoniumbichromat gemischt. d. h. 3,6 g  Ammoniumbichromat, gelöst in 20 ml Wasser, pro  100 g Emulsion.  



  Die so sensibilisierten Emulsionen wurden auf :ein  für den Siebdruck     bestimmtes    Nylongewebe von 196  Maschen aufgebracht, das von Brakenfeld aus New  York City bezogen worden war. Die Schicht wurde  erst auf die eine     Seite    und dann auf die andere Seite  des     Siebes    aufgestrichen, die überflüssige Menge     wird     zuerst von der einen Seite und dann von der anderen  mit einem steifen Schaber entfernt, wobei ein gleich  mässiger Druck ausgeübt wird, um einen gleichmässigen       Überzug    von gleichmässiger Dicke zu     erhalten.    Nur eine    Schicht wurde aufgetragen.

   Die beschichteten Siebe  wurden :dann eine Stunde lang in einem staubfreien  Schrank bei einer Temperatur von 30 bis 40  C ge  trocknet; anschliessend wurden die Siebe     in    üblicher  Weise unter einem     Testfilm    belichtet, wobei eine Stan  dardbogenlampe verwendet wurde. Die     Belichtungszeit     war bei allen Versuchen gleich, d. h. zwei Minuten,  wenn 0,5 % Sensibilisator hinzugefügt wurde, und 3 Mi  nuten, wenn 2 % Sensibilisator hinzugefügt wurde.  



  Die Entwicklung wurde auf die übliche Weise vor  genommen, indem :das Bild mit einem Strahl warmen  Wassers übersprüht wurde. Nach dem Entwickeln wur  den die     Siebe        getrocknet    und die Bildqualität überprüft.  Die     Scheuerfestigkeit    und die Elastizität des Siebes  wurden auf einer speziell dafür konstruierten Vorrich  tung geprüft, in der das Sieb in einem Rahmen fest  aufgehängt wurde mit einem Abstand von 0,3 cm  zwischen Sieb und Bodenplatte.  



  Eine reichliche Menge Farbe, die aus von Drakenfeld  gekauftem Rakelöl Nr. 175 besteht, das mit einem Ab  rasionspigment gemischt war, wurde auf das Sieb ge  gossen (Rakelöle werden als Öle definiert, die frei von  Teer- oder Kohlerückständen sind und sich innerhalb  eines sehr eng     begrenzten        Temperaturbereiches    ver  flüchtigen müssen. Sie werden hauptsächlich zum De  korieren von Keramiken verwendet. Beim nachfolgenden  Brennen müssen die Öle sich vollständig     verflüchtigen     und keine Spur von Teer- oder Kohlerückständen hin  terlassen, da dies die Farbe     beeinträchtigen    und Blasen  im Muster verursachen würde.) Ein Rakel aus Neopren  wurde dann fest zwischen das Sieb und den Rakelhalter  gekeilt.

   Dieses Rakel wurde abwechselnd vor und zurück  über     die        Matrize    bewegt     mittels    einer sich hin und     her     bewegenden Stange, die mit einem motorgetriebenen  Rad verbunden war. Die Anzahl der Rakelbewegungen  wurde mit einem automatischen Zähler gezählt und  nach jeweils 1000 Bewegungen wurde das Sieb entfernt,  ausgewaschen und ein Druck auf Hochglanzpapier ge  macht. Sowohl Druckqualität als auch das     Aussehen    der  Matrize wurden begutachtet. Wenn das Sieb     vollkommen     in Ordnung war, wurde es wieder :in die Maschine einge  spannt und wie oben beschrieben weiter behandelt.

   Nach  weiteren 1000 Rakelbewegungen wurde ein zweiter Ver  suchsabdruck gemacht und     .begutachtet.    Dieses Ver  fahren wurde so lange wiederholt, bis das Sieb begann,  Abnutzungserscheinungen aufzuweisen.  



  <I>Beispiel 2</I>  Die oben ein     .Bespiel    1 beschriebene,     handelsübliche     Siebdruckemulsion wurde mit Ammoniumbichromat  sensibilisiert, das in den in Beispiel 1 beschriebenen Pro  portionen hinzugefügt wurde.  



  Die Qualität :des mit der Emulsion produzierten  Bildes war ausreichend und, unter den Bedingungen :der  in dem obigen Beispiel 1 beschriebenen Versuche, zeigte  die Matrize nach 5000     Rakelbewegungen    deutliche  Abnutzungsschäden.  



  <I>Beispiel 3</I>  Ein     Diazosulfat    wurde nach dem folgenden Ver  fahren hergestellt:  Ein 5 Liter fassendes     Becherglas    wurde mit 907 g  Schwefelsäure von 60  B6 gefüllt und die Temperatur  wurde durch Kühlung von aussen bis auf ungefähr 10  C  herabgesetzt. Dazu wurden 200 g     Parad:iazoldi'phenyl-          aminsulfat        unter    Rühren hinzuzugeben, wobei     die    Tem-      peratur gut unter 15  C gehalten wurde. Danach wurde  eine äquimolekulare Menge an Paraformaldehyd lang  sam hinzugefügt und die Temperatur der Mischung  wurde dann auf ungefähr 40  C erhöht und 2 Stunden  lang auf dieser Höhe gehalten.

   Nach dem Abkühlen  auf     Zimmertemperatur    wurde die Kondensations  mischung langsam     unier    Rühren bei einer Temperatur  unter 20  C in 4 Liter Isopropanol gegossen.  



  Die Fällung, die sich gebildet     hatte,    wurde in  einem Büchnertrichter gesammelt und mit kaltem     Iso-          propanol    gewaschen, um die überflüssige Schwefelsäure  zu entfernen. Schliesslich wurde der nasse     Filterrückstand     in einem Vakuum-Trockner getrocknet.  



  2 g dieses Produktes wurden in 20 mI Wasser  aufgelöst und mit 100 g der     handelsüblichen    in Bei  spiel 1 beschriebenen Emulsion gemischt. Nachdem Ver  suchssiebe in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise  beschichtet, getrocknet, belichtet und entwickelt worden  waren,     wurde,das        Aussehen    der     Bilder    geprüft: und für  sehr gut befunden. Die     Scheuerfestigkeit        der        Matrizen     war sehr gut und betrug im Durchschnitt ungefähr  15 000 Rakelstriche.  



  <I>Beispiel 4</I>  0,5 g Diazosensibilisator, der gemäss dem Verfahren  von Beispiel 1 der schweizerischen Patentschrift Num  mer 417 627 durch Kondensation von     Diphenylamin-          4-diazoniumchlorid    mit Paraformaldehyd in 85 % iger  Phosphorsäure, anschliessendes     Zugeben    von viel Me  thylalkohol und von Calciumcarbonat, Filtrieren. und  Eindampfen des Filtrats hergestellt wurde, wurde .in  20 ml Wasser aufgelöst und mit 100 g der in Beispiel 1  oben beschriebenen handelsüblichen Siebdruckemulsion  gemischt. Ein Versuchssieb wurde in :der in Beispiel 1  oben beschriebenen Weise     hergestellt,    dessen     Bildquali-          tät    sich als sehr gut erwies.

   Nach 20 000 Rakelstrichen  machten sich nur     kleinere        Unzulänglichkeiten    bemerk  bar.  



       Beispiel   <I>5</I>  0,5 g eines Diazosensibilisators, der gemäss dem  Verfahren von Beispiel 2 der schweizerischen Patent  schrift Nr. 398 632 durch Kondensation von     Diphenyl-          amin-4-diazoniumchlorid    mit Paraformaldehyd in 66     %-          iger    Bromwasserstoffsäure und anschliessendes Eindamp  fen des Gemisches im Vakuum hergestellt     wurde,    wurde  in 20 ml Wasser aufgelöst     ,und    mit 100 g der in Bei  spiel 1 oben beschriebenen handelsüblichen Emulsion  gemischt.

   Ein Versuch wurde gemäss dem Verfahren  von Beispiel 1 hergestellt und die     Matrize        zeigte    nach  12 000 Rakelstrichen noch keine Abnutzungserschei  nungen.  



       Beispiel   <I>6</I>  0,5 g eines Diazosensibilisators, der gemäss dem  Verfahren des Beispiels 3 der schweizerischen Patent  schrift Nr. 417 628 durch Kondensation von     3-Methoxy-          diphenylamin-4-diazoniumchlorid    mit Paraformaldehyd  in 78 % iger Schwefelsäure, Ausfällen der Sulfationen  mit wässriger Bariumchloridlösung, Zentrifugieren, Rei  nigen mit Tierkohle und Eindampfen im Vakuum her  gestellt wurde, wurde in 20 ml Wasser aufgelöst und  mit 100 g der handelsüblichen in Beispiel 1 oben be  schriebenen Siebdruckemulsion gemischt.

   Ein Versuchs  sieb, das ,gemäss dem     Verfahren    von Beispiel 1 oben  hergestellt wurde, zeigte nach 20 000 Rakelstrichen nur  unwesentliche:     Abnutzungserscheinungen.       Beispiel 7  0,5 g eines Diazosensibilisators, der gemäss dem       Verfahren    des Beispiels 6 der schweizerischen Patent  schrift Nr. 398 632 durch Kondensation von     Diphenyl-          amin-4-diazoniumchlorid    mit Paraformaldehyd in 40 %  iger Fluorwasserstoffsäure, Einengen im Luftstrom und  Eintrocknen im Vakuum über Ätzkali präpariert wurde,  wurde in 20 ml Wasser :aufgelöst und mit 100 g der  in obigem Beispiel 1 beschriebenen handelsüblichen  Siebdruckemulsion gemischt.

   Die von der sensibilisierten  Emulsion hergestellte Matrize erwies sich als besser als  ein ähnliches Sieb, das mit Ammoniumbichromat sen  sibilisiert war.  



  <I>Beispiel 8</I>  Ein Diazojodidsensibilisator wurde wie folgt her  gestellt: 5 g des im obigen Beispiel 4     verwendeten     Diazosensibilisators wurden in 100ml destilliertem  Wasser aufgelöst und unter Rühren wurde     eine    Lösung  von 3,82 g Natriumjodid (NaJ ³ 2H2O) in 100 m1  destilliertem Wasser hinzugefügt. Die     Fällung    wurde ab  gefiltert und wieder in 100 ml destilliertem Wasser  suspendiert, 2 Minuten lang     umgerührt    und wieder  abgefiltert. Die festen Bestandteile wurden schliesslich  in 100 ml Isopropanol suspendiert, gefiltert, anschlie  ssend mit einer kleine Menge Äther gewaschen und an  der Luft getrocknet Das Ergebnis waren ungefähr 4,2 g  orangegelb gefärbtes Diazojodid.

   Die Löslichkeit dieser  Verbindung in Wasser ist sehr gering. Die Verbindung  ist schwer löslich in Methanol, Äthanol, Butylacetat,  Äthylenglykolmonoäther und leicht löslich in     Dimethyl-          formamid    und Dimethylsulfoxyd. Sie ist praktisch un  löslich in, Benzol und Toluol. Die Verbindung ist ziem  lich     stabil    und     lässt    sich     gut.    lagern.  



  Wegen der geringen Wasserlöslichkeit dieser Ver  bindung wurde sie durch Suspendieren in der Siebdruck  emulsion erfolgreich angewendet. Dies ist ein neuer  Weg zum Sensibilisieren von Siebdruckemulsionen, da  Sensibilisatoren gewöhnlich in Form von Lösungen  und nicht als Suspensionen     verwendet    werden.  



  Die Suspension wurde wie folgt hergestellt:  Zu 100 g der in Beispiel 1 beschriebenen handels  üblichen Siebdruckemulsion wurde 1 g Natriumjodid  in 8 g Wasser gelöst     hinzugefügt    und     sorgfältig    gemischt.  Unter ständigem Rühren wurde eine Lösung von 1 g  des Diazosensibilisators in 7 g Wasser sehr langsam       hineingegeben.    Die Emulsion bekam eine orangefar  bene     Färbung.    Die Scheuerfestigkeit der fertigen Matrize  in dem oben !beschriebenen     Test    war besser als die von  mit Ammoniumbichromat sensibilisierten Produkten.  



  <I>Beispiel 9</I>  5 g des Diazosensibilisators, der im obigen Bei  spiel 4 Verwendung fand, wurden in 25 ml Wasser auf  gelöst. Eine gesättigte wässrige Lösung von 2,2g Na  triumnitrat wurde dann hinzugefügt, was zur Fällung  der Diazoverbindung führte, die dann von der     wäss-          rigen    Lösung abgetrennt, mit 5     ,ml    destilliertem Wasser  gewaschen und wieder von der     wässrigen    Phase abge  trennt wurde. Das Ergebnis der Fällung wurde in  11,5 ml Methanol gelöst und unter Rühren zu 115 ml       Isopropanol    hinzugegeben, worauf die     Diazoverbindung     in einer leicht     filterbaren    Form auskristallisierte.

   Die  festen Bestandteile wurden dann     abgefiltert,    mit ein  wenig     Isopropanol    gewaschen und schliesslich unter  Vakuum     getrocknet.    Ungefähr 3 g     Diazonitrat    waren  das Ergebnis.      Diese Verbindung russ mit     ziemlicher        Sorgfalt    be  handelt werden, da sie dazu neigt, sich beim     Erwärmen     zu zersetzen. Die Löslichkeit der Verbindung in Wasser  ist mässig.

   Sie ist löslich in Methanol,     Äthylenglykol-          monomethyläther,    Äthylenglykol, Aceton und     Dimethyl-          formamid.    Sie ist schwer löslich in Äthanol und prak  tisch unlöslich in Isopropanol, Äthylglykolacetat,     Butyl-          acetat,    Tetrachlorkohlenstoff, Benzol und Toluol.  



  1 g Bariumnitrat, das in 8 g Wasser gelöst war,  wurde in 100 g der in Beispiel 1 beschriebenen handels  üblichen Siebdruckemulsion gelöst und gut damit ver  mengt.. In diese Mischung wurde 1 g eines     Diazosensi-          bilisators,    der gemäss dem in Beispiel 3 beschriebenen  Verfahren     hergestellt    und in 7     ;g    Wasser aufgelöst wor  den war, langsam unter ständigem Rühren hineinge  geben.  



       Die    fertige Emulsion bekommt eine dunkelorange  bis braune Farbe und ergibt eine Matrize, die unter  den in Beispiel 1 beschriebenen Versuchgsbedingungen  eine Scheuerfestigkeit von etwas unter 10 000 Rakel  strichen hat.  



  Anstelle von Bariumnitrat, das mit einem Sulfat  des Diazosensibilisators, der oben in Beispiel 3 be  schrieben ist, ein unlösliches Bariumsulfat bildet, Idas  wiederum in     der    Emulsion fein suspendiert bleibt, kann  eine äquivalente Menge Natriumnitrat der Emulsion  hinzugefügt werden. Bei dies= Verfahren sind sowohl  Diazosulfat als auch Diazonitrat in der Emulsion vor  handen und dies ergibt dann auch die endgültige Ma  trize, die eine Scheuerfestigkeit aufweist, die der von  mit Standardbichromnat sensiblisierten Produkten über  legen ist. Durch dieses Verfahren .ist eine     einfache     Methode zur Herstellung von Diazosensibilisatoren mit  gemischten Anionen gegeben.  



  <I>Beispiel 10</I>  Eine Lösung von 1 g eines Diazosensibilisators, der  gemäss der schweizerischen Patentschrift Nr. 398 632  durch Kondensation von     3-Methoxy-diphenylamin-4-          diazoniumchlorid    mit Paraformaldehyd in konzentrierter  Salzsäure und Eindampfen im Vakuum     hergestellt    und  in 20 ml Wasser gelöst wurde, wurde mit 100<B>g</B> der  in     Beispiel    1     .beschriebenen    handelsüblichen Siebdruck  emulsion gemischt und ein Versuchssieb     wurde    herge  stellt gemäss oder in Beispiel 1     beschriebenen    Methode.

    Die Bildqualität     war        baut    und viele tausend Drucke konn  ten ohne Versagen der     Matrize    unter den gegebenen  Versuchsbedingungen gemacht wenden.  



  <I>Beispiel 11</I>  0,5 g des im obigen Beispiel 4 angegebenen     Diazo-          sensibilisators    wurden in 20 ml Wasser gelöst und zu  100 g der in Beispiel 1 beschriebenen handelsüblichen  Siebdruckemulsion hinzugefügt. Die Emulsion liess man  dann bei     Zimmertemperatur    vier Wochen lang stehen.  Während dieser Lagerzeit war die     sensibilisierte    Emul  sion keiner Veränderung unterworfen.  



  Die sensibilisierte     Emulsion    wurde dann     zur    Be  schichtung eines Nylonsiebes von 196 Maschen ver  wendet; zu diesem Zweck     wurde    die sensibilisierte  Emulsion auf das Sieb mit einer Bürste aufgebracht  und der überflüssige Rest mittels eines starken Stückes  Pappe wieder entfernt. Das beschichtete Sieb wurde  dann bei     Zimmertemperatur    ungefähr     eine    Stunde lang  getrocknet und dann in der üblichen Weise     unter    einem  positiven Original     belichtet.    Das Bild liess sich leicht  entwickeln und (die :erhaltene Schablone war sehr gut.

      Dieses Beispiel ist typisch für die ausgezeichnete Lager  fähigkeit der Siebdruckemulsionen der vorliegenden Er  findung.  



  <I>Beispiel 12</I>  100 g der in Beispiel 1 beschriebenen handelsübli  chen Siebdruckemulsion wurden wie in Beispiel 11  beschrieben     sensibilisiert    und auf -ein 196     Maschen     fassendes Nylonsieb gestrichen. Das     überzogene    Sieb  wurde zwei Wochen lang im Dunkeln gelagert und  dann wie in Beispiel 11 beschrieben verarbeitet.     Die     günstigen Verarbeitungseigenschaften des beschichteten  Siebes wurden durch die Lagerung nicht beeinträchtigt  und man erhielt eine klare, saubere     Matrize.     



  <I>Beispiel 13</I>  0,5 g des im obigen Beispiel 6 angegebenen     Diazo-          sensibilisators    wurden in 20 ml Wasser gelöst und mit  100 g der in Beispiel 1 beschriebenen handelsüblichen  Siebdruckemulsion gemischt. Ein Dacronsieb Nr. 12  wurde mit dieser Emulsion überzogen, indem man  etwas Flüssigkeit auf den vorderen Rand des Siebes goss  und diese Flüssigkeit mittels eines Rakels verteilte. Nach  dem Trocknen bei Zimmertemperatur wurde das über  zogene Sieb sechs Wochen lang im Dunkeln gelagert  und     dann    auf die übliche Weise verarbeitet, was eine       klare,        scharfe    Matrize ergab.

   Dieselbe Emulsion wurde  in derselben Weise auf ein 196maschiges Nylonnetz     ge-          strichen    und das Material 4 Wochen lang bei 40  C       gelagert,    bevor es belichtet und entwickelt wurde. Auch  diese ausgedehnte Lagerzeit bei     erhöhten        Temperaturen          beeinträchtigte    die Weiterverarbeitung nicht und die  erzeugte Matrize war     ausgezeichnet.     



  <I>Beispiel 14</I>  0,5 des in Beispiel 3 beschriebenen     Diazosensibili-          sators    wurden in 20 ml Wasser gelöst und mit 100 g der  in Beispiel 1 beschriebenen handelsüblichen Siebdruck  emulsion gemischt. Naturseide Nr.     8XX    wurde mit die  ser Emulsion überzogen, indem ein Trog mit der Emul  sion gefüllt, ein Rand des Trogs mit dem Sieb in Be  rührung gebracht und oder Trog gekippt     wurde,    so     ,dass     ,die Emulsion das Sieb     benetzen    konnte, und schliesslich  der Trog am Sieb hochgezogen wurde. Auf diese  Weise wurde eine dünne     Schicht    auf das Sieb aufge  bracht.

   Nachdem diese eine Stunde lang bei Zimmer  temperatur getrocknet worden war, wurde das Sieb in  der üblichen Weise belichtet und entwickelt. Die so  erhaltene Matrize war ausgezeichnet. Ein zweites Sieb,  das ,in     ähnlicher    Weise     beschichtet    wurde, und vier  Wochen lang im Dunkeln     lagerte,    bevor es belichtet  wurde, ergab ähnlich gute     Ergebnisse.     



       Beispiel   <I>15</I>  Eine Emulsion, hergestellt gemäss dem Verfahren  des Beispiels 11, wurde auf ein     Orlonsieb    Nr. 10 ge  strichen, indem man den     Sensibilisator    gemäss der in  Beispiel 11 beschriebenen Methode     mit    einer Bürste       aufbrachte.    Nach dem Trocknen mittels eines     Warmluft          stromes    wurde eine zweite Schicht von beiden Seiten       aufgetragen,    wobei ein Trog benutzt wurde und die in  Beispiel 14     beschriebene    Methode verwendet wurde.

         Diese        zweite    Schicht wurde in derselben Weise wie oben  erwähnt     getrocknet    und das so erhaltene Sieb wurde  in der üblichen Weise unter einem positiven Original  belichtet. Nach dem Entwickeln     mit    Wasser erhielt  man eine     ausgezeichnete    Schablone. Auf ähnliche     Weise     wurde ein     200masch:iges    Sieb aus rostfreiem Stahl über-      zogen, nach :dem Trocknen bei Zimmertemperatur zwei  Wochen lang bei einer Temperatur von 40  C     gelagert     und dann verarbeitet. Das     Entwickeln    geschah schnell  und man erhielt eine gute Matrize.  



  <I>Beispiel 16</I>  Eine gemäss dem Verfahren des Beispiels 11 sensi  bilisierte Emulsion wurde auf ein Organdysieb Nr. 10  gestrichen, indem man die Emulsion mit einer Bürste  aufbrachte und den überflüssigen Rest mit einem       Gummischaber    wieder entfernte. Nach dem     Trocknen          wurde    das überzogene Sieb in der üblichen Weise be  lichtet; es liess sich leicht     entwickeln    und ergab eine  ausgezeichnete Matrize.

   Ein zweites Sieb wurde nach  dem     überziehen    und Trocknen zwei Monate lang im  Dunkeln bei Zimmertemperatur     gelagert    und dieses  Sieb liess sich nach dem Belichten leicht entwickeln  und ergab eine saubere, klare     Matrize.       <I>Beispiel 17</I>  Zum überziehen von Seidenpapier wurde     die    in  Beispiel 11 beschriebene sensibilisierte Emulsion ver  wendet. Die sensibilisierte Emuslion wurde mit einer       gleichen    Menge Wasser verdünnt und in eine gewöhn  liche Schale gefüllt. Das Papier wird so durch die  Lösung gezogen, dass eine Seite überzogen ist, und  dann zum Trocknen aufgehängt. Wenn das Papier  trocken ist, wird es zusammen mit einem photographi  schen Positiv belichtet.

   Das Entwickeln, d. h. das Ent  fernen der unbelichteten Bildstellen     wird        dadurch    be  werkstelligt, dass man das     belichtete        Material    auf eine  harte, flache Oberfläche legt, wie z. B. Glas und mit  warmem Leitungswasser abbraust. Die entwickelte Ma  trize wird dann     getrocknet.     



  Die fertige Matrize wird unter ein unbeschichtetes  sauberes Sieb des obengenannten Typs gelegt und in  derselben Weise gedruckt wie mit Sieben, die die  Matrizen direkt auf ihrer Oberfläche haben. Die Farbe  selbst, die um die Trägerfäden herum gedrückt wird  wirkt als     Bindemittel    und     hält    das Papier auf dem  Sieb in seiner Lage.    <I>Beispiel</I>     IS     Um die     Anwendbarkeit    der vorliegenden Erfindung  auf verschiedene Typen von Kolloiden zu     demonstrieren,     wurde eine Reihe von Versuchen unternommen     unter          Verwendung    von verschiedenen Kolloiden.

   In diesem  Beispiel wurde ein Polyvinylalkohol mit einem hohen  Hydrolysierungsgrad verwendet.  



  Der Polyvinylalkohol wird unter dem Namen  ELVANOL 7l/24 durch Du Pont vertrieben und hat  einen Hydrolysierungsgrad von 97,9 bis 98,7 %. 13 g  des festen Polyvinylalkohols wurden langsam zu 100 ml  Wasser hinzugefügt und in einen Waring-Mischer ge  geben. Während der Polyvinylalkohol hinzugegeben  wurde, wurde der     .Mischer    auf  langsam  gestellt und,  nachdem das Pulver hinzugefügt worden war,     wurde     er auf      -schnell     gestellt. Während des     einstündigen     Mischvorgangs stieg die Temperatur auf ungefähr 65  C.

    Nachdem Wasser     hinzugefügt    worden war, um den  Wasserverlust Saufgrund der Verdunstungen auszuglei  chen, und nach nochmaligem Mischen für     eine    kurze  Zeit liess man die Lösung stehen bis die Luftblasen  verschwunden waren. Dieser Lösung wurde eine Lö  sung von 0,5 --des im obigen Beispiel 4     verwendeten     Diazosensibilisators in 10 ml Wasser hinzugegeben und  die Mischung     wurde    (wie in Beispiel 1) auf ein     Sieb            aufgebracht.    Das Sieb wurde gemäss dem Verfahren  des Beispiels 1 getestet und nach 10 000maligem Durch  laufen durch ein     Abrie#gerät    konnte keine Abnutzung  der Matrize festgestellt werden.  



  <I>Beispiel 19</I>  In diesem Beisspiel wurde teilweise acylierter     Poly-          vinylalkohol    der unter dem Namen ELVANOL 52/22  vertrieben wird mit einem hohen Hydrolysierungsgrad  von 86 bis 89 % verwendet. Die teilweisse acylierte     Poly-          vinylalkohollösung    wurde in der in Beispiel 18 be  schriebenen     Weise    hergestellt. Hinzugegeben wurde eine  Lösung von 2 g des im obigen Beispiel 6     angegebenen     Kondensationsproduktes in 10 ml Wasser.

   Die Lösung  wurde auf ein Sieb gestrichen wie in Beispiel 1 be  schrieben und man erhielt eine Matrize mit einem  scharfen     Bild    :das nach 15     000maligem    Durchlaufen  durch das in Beispiel 1 beschriebene Abriebgerät keine       Abnutzungserscheinungen    aufwies. Wenn dieselbe Emul  sion mit 2 % Ammoniumbichromat sensibilisiert wurde  erhielt     man    ein Bild von     weit    geringerer Qualität, das  ausgefranste Ränder hatte und auf dem Abriebgerät viel  schneller abgenutzt wurde.    <I>Beispiel 20</I>  In diesem Beispiel wurde eine     Polyvinylacetatdis-          persion    verwendet.

   Zu 700 g  Plyamul  9350 HW  (hergestellt von Reichhold Chemicals, Inc.), einem  Vinylacetathomopolymeren mit einem Mindestgehalt an  festen Bestandteilen von 55 %, wurden 37 g     Dibutyl-          phthalat-Weichmacher    hinzugefügt und die Mischung       wurde    eine Stunde lang umgerührt.

   Zu 100 g dieser  Mischung wurde eine Lösung von 2 g des im obigen  Beispiel 4 genannten Kondensationsproduktes .in 10 ml  Wasser     hinzugefügt.    Diese Grundemulsion.     wurde    auf  ein     Nylonsieb        gestrichen    und nach dem Belichten     untrer     einem positiven     Original        und    dem Entwickeln mit  warmem Wasser erhielt man ein .gutes, klares Bild,  das mach 15 000maligem Durchlaufen des in Beispiel 1  beschriebenen Abriebtesters kein Anzeichen einer     Ab-          nutzung        aufwies.    Wenn man dieselbe Emulsion mit  2 % Ammoniumbichromat sensibilisierte,

   entstand ein  ,Bild von schlechter Qualität,, das schon vor Beendigung  des 4000maligen Durchlaufens durch das Abriebgerät  versagte.    <I>Beispiel 21</I>    In :diesem Beispiel wurde ein teilweise hydrolysiertes  Polyvinylacetat verwendet. 10g eines teilweise     hydroly-          sierten    Polyvinylacetats, das man von der Celanese  Corporation beziehen kann, wurde in 90 g     Dimethyl-          formamid    gelöst und mit 1 g des im obigen Beispiel 4  genannten Diazosensibilisators, gelöst in 10 g einer  1 : 1-Mischung von Methanol und Aceton, sensibilisiert.

    Nach     denn    Beschichten eines porösen Trägers, Belich  tung     und        Entwicklung        gemäss    Beispiel 1 erhielt man  eine Matrize, die viel halbbarer auf dem Abrasionstester  war als jeder der mit Ammoniumbichromat sensibilisier  ten Überzüge.

      <I>Beispiel 22</I>    In diesem Beispiel wurde ein Polyvinylformal ver  wendet. 20 .g  Formvar 7/70  (hergestellt von     Shawini-          gan    Resins) wurden in 80g     Äthylenglykolmonoäthyl-          äthergelöst        :und    ,dieser Lösung wurde 1 :

  g des im obigen  Beispiel 4     genannten        Diazosensibilisators,    in 10g     Äthy-          lenglykolmonoäthyläthe#r    gelöst,     hinzugefügt.    Diese Lö  sung wurde .mittels eines Trogs auf ein     Nylonsieb    ,aufge  bracht und nachdem Belichten unter einem     Positiv    und      dem     Entwickeln    erhielt man eine .Matrize, die .nicht  nur äusserst haltbar war, sondern auch eine sehr     gute     Widerstandsfähigkeit gegen hochalkalische     Textilfarben     zeigte.

   Es wurde eine Farbe mit einem pH-Wert von  über 12     verwendest,    und es konnten .mehr als<B>15000</B>  Drucke gemacht werden,     ohne    dass die     Matrize    ver  sagte. Standardemulsionen, die mit Bichromat sensi  bilisiert sind, gestatten unter diesen Bedingungen besten  falls nur einige tausend Abdrucke.  



  <I>Beispiel 23</I>  In diesem Beispiel wurde Methylcellulose verwendet.  20 g  Methocel  65HG (hergestellt von The Dow  Chemical Corporation) wurden in 800 g Wasser gelöst  und     mit    90<B>g</B> dieser Grundlösung wurden 10 g     einer     Sensibilisierungslösung, die zwischen 5 und 20 % des im  obigen Beispiel 4 genannten Sensibilisators enthielt,  gründlich vermengt, woraus eine glatte Emulsion ent  stand.

   Diese     Emulsion    liess sich leicht auf poröse Träger  auftragen     und    nach dem Belichten gut mit Wasser ent  wickeln und ergab eine     Matrize    mit einem scharfen,       gut    ausgeprägten Bild. .Im Gegensatz dazu     erhärtete    sich  dieselbe Grundlösung, wenn sie mit     Ammoniumbichro-          mat    sensibilisiert worden war, nicht richtig bei der Be  lichtung, und das Ergebnis davon war, dass die Matrize  beim     Entwickeln    mit Wasser übermässig anschwoll, so  .dass die     belichteten        Stellen,    die :

  die Matrize bilden sollten,  währenddes Entwickelns abbröckelten.  



  <I>Beispiel 24</I>  Um besondere     Effekte    zu erhalten, z. B. das Färben  der Matrize oder das Eindicken des Matrizenfilms,  können     Füllmassen    der     Emulsion        hinzugefügt    werden.  Zum Beispiel wurde 0,5 %  Cab-O-Sil  (kolloidale Kie  selerde) mit 100 g der in Beispiel 1 beschriebenen han  delsüblichen Siebdruckemulsion gemischt und mit 0,75 %  des im obigen Beispiel 4 genannten Diazosensibilisators  sensibilisiert.  



       Durch        Hinzufügen    der kolloidalen     Kieselerde    erhielt  man eine erhabene Matrize, die ausgezeichnete     Bild-          umrisse        hatte,    und eine Haltbarkeit, die wesentlich über  der Haltbarkeit der Produkte lag, die     Ammoniumbi-          chromat    enthalten. Tausende von Drucken wurden ge  macht, ohne dass     Einzelheiten    dabei verloren gegangen  wären oder dass die Matrize versagt hätte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial, bei welchem sich .auf einem hochporösen Träger wenigstens ein Kolloid .befindet, dadurch gekennzeichnet, dass es als lichtempfindliche Substanz wenigstens ein Kondensa tionsprodukt, wie es durch Kondensation wenigstens eines Diazodiphenylamins mit wenigstens einem Aldehyd in Gegenwart wenigstens einer starken Säure erhältlich ist, enthält. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als Kolloid Polyvinylalkohol, teilweise acylierten Polyvinyl- alkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylacetal oder eine Mi schung von wenigstens zwei der genannten organischen Kolloide enthält und dass es als Kondensationsprodukt ein solches enthält, wie es aus wenigstens einem Diazo- diphenylamin mit wenigstens. einem niederen aliphati schen Aldehyd durch Kondensation in Gegenwart von Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Fluorwasserstoffsäure, Phosphorsäure, :Schwefelsäure oder einer Mischung von wenigstens zwei dieser Säuren her stehbar ist. 2.
    Vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als licht empfindliche Substanz wenigstens ein Diazodiphenyl amin-Formaldehydkondensationsprodukt enthält. 3. Vorsensibilisiertes Siebdruckmaterial nach Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Konden sationsprodukt in Form eines Salzes vorhanden ist, in welchem die Salzanionen Anionen der Salzsäure, Brom wasserstoffsäure, Fluorwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure oder Mischungen davon sind.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines vorsensibilisierten Siebdruckmaterials nach Patentanspruch I durch Be schichten eines hochporösen Trägermaterials mit einer Mischung aus einer Lösung oder Suspension wenigstens eines organischen Kolloids und einer lichtempfindlichen Substanz, dadurch gekennzeichnet, dass als lichtempfind liche Substanz wenigstens ein Kondensationsprodukt aus wenigstens einem Diazodiphenylamin mit wenigstens einem Aldehyd, das durch Kondensation in Gegenwart wenigstens einer starken Säure :erhalten wurde, ver wendet und :danach :das. Lösungs- bzw.
    Suspensions mittel entfernt wird, wobei man ein Material erhält, in welchem lichtempfindliches Kolloid wenigstens die Porendes Trägers bedeckt. UNTERANSPRÜCHE 4. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass man Polyvinylalkohol, teilweise acy- lierten Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylacetal oder Mischungen davon Tals Kolloid und ein Konden sationsprodukt von Diphenylamin mit Formaldehyd, das in Gegenwart von Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Fluorwasserstoffsäure, Phosphorsäure oder Schwefel säure kondensiert wurde, als lichtempfindliche Substanz verwendet. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Kondensationsprodukt ver- wendet, das in Gestalt eines Salzes vorliegt, in welchem die Salzannonen Anionen von Salzsäure, Bromwasser stoffsäure, Fluorwasserstoffsäure, Schwefelsäure oder Mischungen davon sind.
    PATENTANSPRUCH III Beschichtungsmittel zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es als lichtempfindliche Komponente wenigstens ein Kondensationsprodukt enthält, wie es durch Kon densation wenigstens eines Diazodiphenylamins mit we nigstens einem Aldehyd in Gegenwart wenigstens einer starken :Säure erhältlich eist. UNTERANSPRÜCHE 6.
    Beschichtungsmittel nach Patentanspruch III, da- .durch gekennzeichnet, d ass es aus einer Mischung von einer Lösung oder Suspension von Polyvinylalkohol, teilweise acyliertem Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylacetal oder Mischungen davon mit einem klei- neren Anteil von mindestens einem Kondensationspro- dukt,
    wie es durch Kondensation eines Diphenylamins mit mindestens einem niederen aliphatischen Aldehyd in Gegenwart wenigstens einer starken anorganischen Säure erhältlich ist, besteht. 7.
    Beschichtungsmittel nach Patentanspruch III, da durch gekennzeichnet, dass es ein Kondensationsprodukt enthält, wie es aus Diazodiphenylamin -und Formaldehyd durch Kondensation in Gegenwart von Salzsäure, Brom wasserstoffsäure, Fluorwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure oder Mischungen davon herstellbar ist. EMI0010.0003 worin n eine ganze Zahl von 2 bis 10 und X N03 oder J bedeuten, enthält. PATENTANSPRUCH IV Verwendung des Siebdruckmaterials nach Patent anspruch 1 zur Herstellung einer Siebdruckschablone, dadurch gekennzeichnet, dass man das Kolloid durch 8.
    Beschichtungsmittel nach Patentanspruch III, welches aus einer wässrigen Lösung von. wenigstens einem organischen Kolloid und einem kleineren Anteil einer lichtempfindlichen Substanz besteht, dadurch ge kennzeichnet, @dass es eine lichtempfindliche Substanz ,der Formel Belichten unter einer Vorlage härtet und das Kolloid von den Teilen des Trägers entfernt,
    die nicht vom Licht getroffen wurden, so @dass die Poren d- .s Materials an diesen Stellen geöffnet werden.
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