CH428993A - Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Anthrachinonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Anthrachinonreihe

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CH428993A
CH428993A CH762763A CH762763A CH428993A CH 428993 A CH428993 A CH 428993A CH 762763 A CH762763 A CH 762763A CH 762763 A CH762763 A CH 762763A CH 428993 A CH428993 A CH 428993A
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sulfuric acid
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CH762763A
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Jacques Dr Guenthard
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Sandoz Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00—Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44—Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/465—Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an acryloyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl carbonyl group or a (—N)n—CO—A—O—X or (—N)n—CO—A—Hal group, wherein A is an alkylene or alkylidene group, X is hydrogen or an acyl radical of an organic or inorganic acid, Hal is a halogen atom, and n is 0 or 1
    • C09B62/467—Anthracene dyes

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Description


      Zusatzpatent        zum    Hauptpatent Nr. 396 254    Verfahren zur Herstellung von     Reaktivfarbstoffen    der     Anthraehinonreihe       Gegenstand der vorliegenden     Erfindung    ist ein Ver  fahren     ,zur        Herstellung    von     Reaktivfarbstoffen    der       Anthrachinonreihe,    .dadurch gekennzeichnet,     dass    man  1     Mol    einer Verbindung der Formel  
EMI0001.0012     
         worin     R     Wasserstoff    oder     niedrigmolekulares,

          ;gegebenenfalls     substituiertes     Alkyl,     jedes von       R1,        R2    und     R,        Methyl    oder Äthyl und  X     Wasserstoff,        Halogen,        niadrigmolekulares,    gegebe  nenfalls substituiertes     Alkyl,        Cyeloallkyl,        Aryl,        nied-          rigmolekulares,        gegebenenfalls        ,substituiertes        Alkoxy,

            Cycloalkoxy    oder     Aryloxy    bedeuten,       mit        mindestens    1     Mol    einer Verbindung der Formel       Hal-Z-CO-NH-CH2-Y        (II)     worin     Hal-Z-        Hal-CH2-,        Hal-CH2-CH2-,     
EMI0001.0043     
         una     Y OH, Chlor oder Brom bedeuten,       umsetzt    und .die erhaltenen Reaktionsprodukte     sulfoniert.          ,Geeignete        Anthrachinonverbindungen    ;der Formel (I)  sind zum Beispiel:

         1-Amino-,          1-Methylamino-,     1     Äthylamino-    oder       1-0-Hydroxyäthylamino-4-(2',4',        6'-trimethylphenyl-          amino)-,       -4-:

  (2',     6'-dimethyl-4'-äthylenphenylamino)-,          -4(2'-methyl-4',6'-diäthylphenylamino)-    oder       -4-(2',4',6'-triäthylphenylamino)-anthraahinon,          1-Amino-2-methyl-,          -2,äthyl-,          -2-methoxy-,          -2-ät-hoxy-,          -2-sshydroxyäthoxy-,          -2-ss-methoxyäthoxy-,          -2-ss-äthoxy-äthoxy-,          -2-chlor-    oder       2-brom-4-(2',4',6'        trimethylphenylamino)-,          -4-(2',        6'-,

  dünethyl-4'-äthylphenylamino)-,          -4-(2'-methyl-4',6'-diäthylphenylarnino)-    oder  -4-(2',4',     6'-triäthylphenylamino)-anthrachinon.     



  Von den Verbindungen der Formel      I)    seien insbe  sondere     diejenigen    erwähnt, welche     sich    von folgenden  Säuren ableiten: Chlor- bzw.     Bromessügsäure,        ss-Chlor-,     bzw.     ss-Bronupropionsäure,        a,ss,Dichlor-    bzw.     a,ss-Di-          brompropionsäure,        a-Chlor-    bzw.     -a-Brom-acryls'äure.     



  Die     Umsetzung    mit den Verbindungen der For  mel     (1I)    .wird in einem sauren Medium, z. B. in     konzen-          trierter    Phosphorsäure oder     vorzugsweise    in einer     70-          bis        IODo/oigen    Schwefelsäure, welche     zugleich        als        Lö-          ,sungs-    und Kondensationsmittel dienen kann, ausgeführt.

    Zur Vermeidung von     Sulfonierungen    und anderen Neben  reaktionen, sowie zur Aktivierung oder Regulierung des  Umsatzes erweisen sich je nach den Reaktionspartnern  Zusätze von Essigsäure oder Wasser als günstig. Die Um  setzung lässt sich     vorzugsweise    bei Temperaturen zwi  schen 0 .und 60  C ausführen. Je nach Temperatur und       Reaktionspartner    beansprucht der Umsatz     eine        Dauer     von einer Stunde bis zu mehreren Tagen.  



       .Die    Verbindungen .der     -Formel        (II),    worin Z für OH       steht,    werden nachbekannten Methoden durch Umset  zen der     entsprechenden        Säureamide    mit     Formaldehyd          erhalten.    Die     Verbindungen    der Formel     (II),    worin Z  für Chlor oder Brom steht,

   werden durch Umsetzen der       entsprechenden        Säuream        ide    mit     symmetrischem        Dichlor-          bzw.        Dibromdimethyläther    hergestellt.

   Die     Umsetzung              wird,        vorzugsweise    in     konzentrierter        Schwefelsäure    bei       Temperaturen    von 0 bis 60  C     .ausgeführt,    und die er  haltene     schwefelsaure    Lösung wird sofort weiter ver  wendet, :da die     Isolierung    der     N-Halogenmethylamide          kompliziert    und zudem gar nicht notwendig     ist.     



  Die     Verbindungen    der Formel     (1I),        worin    Z Chlor  oder     Brom    bedeutet,     können        auch    in     situ,    d. h.

   im     Re-          aktionsmedium    selbst,     in        Gegenwart    der     Anthrachinon-          verbindungen    der Formel     (II)        .durch    Umsetzung der ent  sprechenden     Säureamide    oder     Säurenitrile        mit        symme-          trischem        Dibrom-    oder     Dichlordimethyläther        hergestellt     werden,

   wobei das gebildete N     Halogenmethylamid    so  fort mit der     Anthrachinonverbindung    der Formel     (I)          reagiert.     



  Nach     Beendigung    der     Kondensation        ,giesst    man ,die       Reaktionsmasse        zweckmässig    in Wasser, saugt den ent  standenen Niederschlag ab,     wäscht        ihn    mit     Wasser    neu  tral und     trocknet    ihn     im        Vakuum.     



  Die     überführung    der     wasserlöslichen    Reaktionspro  dukte     in        wasserlösliche    Farbstoffe     wird.    in üblicher       Weise,        z.        B.        durch        Lösen        in        100%iger        Schwefelsäure     und Zugabe von schwachem     Oleum,    d. h.

       Oleum    mit       einem        SOS-Gehalt        von        etwa        5-25        %,        ausgeführt.        Ent-          halten    die     Ausgangsverbindungen    der Formel     (I)          aliphatisch    ,gebundene     Hydroxygruppea,    z.

   B. wenn R  und/oder X eine     ssiHydroxyäthyl,        ss-    oder     y-Hydroxy-          propylgruppe    bedeutet, so kann man diese     Hydroxy-          grup@pen    in den     Schwefelsäureester        überführen.    Diese       Sulfatierung        tritt    schon bei einer     Schwefelsäurekonzen-          tration        von        93        %,

          vorzugsweise        95-96        %,        bei        Tem-          peraturen    von 0      biss    25  C,     vorzugsweise        15-25     C, ein       und    kann ,auch     unmittelbar    nach der Kondensation mit  den Verbindungen der     Formel        (11)    ,im selben     Reaktions-          medium        ausgeführt    werden, z.

   B. durch     .einfaches    Rüh  ren,     gegebenenfalls    unter Zugabe von     Oleum,    wenn die       Sohwefelsäurekonzentration        zu        niedrig    ist oder wenn die       Kondensation    in     konzentrierter    Phosphorsäure vorge  nommen wurde.

   Die gleiche     Arbeitsweise    ist für die       Sulfomerung    der in     4-Stellung    stehenden     2,4,6-Trialkyl-          phenylaminogruppe        grundsätzlich    .auch     möglich,    doch       muss        in:

      diesem Falle die     Reaktionsmasse    mit einer     ver-          hältnismässig        grossen    Menge an     Oleum    versetzt werden,       damit    die     zur        Sulfonierung    nötige     SOS-Konzentration     erreicht wird.  



  Die     fertigen        Farbstoffe    können aus der schwefel  sauren oder phosphorsauren Lösung in     .einfacher    Weise  durch Ausfällen     mit    Wasser und gegebenenfalls Aus  sahen isoliert     werden.     



  Die     erhaltenen        Farbstoffe        eignen    ,sich     zum    Färben  von Leder, zum Färben,     Klotzen    und Bedrucken von       Fasern    tierischer     Herkunft,    z. B. Wolle, Seide und von       synthetischen        Polyamidfasern,    z. B. Nylon ferner     zum     Färben,     Klotzen    und Bedrucken von     Cellulosefasem,     z. B. Baumwolle, Leinen und von Fasern aus regene  rierter     Cellulose,    z.

   B.     Viscosereyon,        Kupferreyon,    Zell  wolle, sowie von Gemischen     und/oder    Gebilden aus       diesen    Fasern. Die     optimalen        Applikationsbedingungen     sind je nach der Art der Faser     und,der    zur Anwendung       gelangenden        Farbstoffe    verschieden.  



       Tierische    Fasern und     synthetische        Polyamidfasern     wird man vorzugsweise     in    saurem,     neutralem    oder  .schwach     alkalischem        Medium        färben    und bedrucken  bzw. fixieren, z. B. in Gegenwart von     Essigsäure,    Amei  sensäure,     Schwefelsäure,        Ammoniumsuifat,    Natrium  metaphosphat usw. Man     kann,    auch in Gegenwart von       ngsmitteln,    z.

   B.     polyoxäthylierten        Fettaminen          Egalisierung     oder von     Gemischen    derselben     ,mit    Alkylpolyglykol-         äthern,    essigsauer bis neutral färben und am     Schluss    der  Färbung das Bad durch Zusatz von     geringen        Mengen     eines alkalisch     .reagierenden        Mittels,    z.

   B.     Ammoniak,          Natriumbicarbonat,    Soda usw., oder Verbindungen,     wel-          ,ehe    in der Hitze     alkalisch    reagieren, z. B.     Hexamethylen-          tetramin,    Harnstoff,

   bis zur     neutralen    oder     schwach          alkalischen    Reaktion     abstumpfen.    Hierauf wird     gründ-          lich        gespült    und     gegebenenfalls    mit     etwas    Essigsäure       abgesäuert.    Die erhaltenen Färbungen und Drucke     sind          im        allgemeinen    licht-, wasch-, walk-,     wasser-,        Schweiss-,     reib- und     trockenreinigungsecht.     



  Das Färben,     Klotzen    und Bedrucken bzw. Fixieren  der Farbstoffe auf     Cellulosefasern    erfolgt     vorteilhafter-          weise        in        alkalischem    Medium, z. B. in     Gegenwart    von       Natriumbicarbonat,        Naitriumcarbonat,        Natronlauge,          Kalilauge,        Natriummetasilikat,        Natriumborat,        Tri-          natriumphosphat,    Ammoniak, usw.

   Zur     Vermeidung     von     Reduktionserscheinungen        werden    beim Färben,       Klotzen    oder Bedrucken der Fasern oft mit     Vorteil    milde       Oxydationsmittel,    wie     1-nitrobenzol-3-sulfons,aures    Na  trium,     zugesetzt.    Die     Fixierung    der     Farbstoffe    erfolgt  auch bei den     Cellulosefasern    in der Regel in der Wärme.  



  Die Färbungen und Drucke auf     Cellulosefasern     zeichnen sich     insbesondere    durch    hervorragende        Nass-          -echtheiten    aus. Diese sind in der     Bildung    einer     stabilen     chemischen Bindung zwischen Odem     Farbstoffmolekül     und ;dem     Cellulosemolekül    begründet.

   Oft     nimmt        nicht     die     gesamte        Farbstoffmenge    an der chemischen     Um-          setzung    mit der     Faser    teil.

   Der Anteil des nicht     um-          gesetzten    Farbstoffes     wird    in diesen     Fällen    durch ge  eignete     Operationen,    wie     Spülen        und/oder    Seifen, gege  benenfalls unter Anwendung von höheren Temperatu  ren, von der     Faser    entfernt,     wobei        auch.    synthetische       Waschmittel,    wie z. B.     Alkylarylsulfonate,    z. B.     Natrium-          ,dodecylbenzolsulfonat,        Alkylsulfatz,    z. B.

   Natrium  laury1sulfat,     gegebenenfalls        sulfatierte    oder     carboxy-          methylierte        Alkylpolyglykoläther,    Mono= und     Dialkyl-          phenyl-polyglykol'äther,    Verwendung finden. Man er  hält licht-, wasch-,     wasser-,    schweiss-, reib- und     trok-          kenreinigungsechte    Färbungen und Drucke.  



  Die in den     Beispielen        ,genannten    Teile sind Ge  wichtsteile und die Prozente     Gewichtsprozente.    Die  Temperaturen sind in     Celsiusgraden        angegeben.     



  <I>Beispiel 1</I>       Zu        170        Teilen        95%iger        Schwefelsäure        werden        bei          15-20     36,2 Teile     a,Chloracrylnitril        .zugegeben.    Man       bringt    die     Temperatur    auf     35-4.0     und rührt die Masse  6 bis 8     Stunden    bei     35-40     weiter.

   Nun kühlt man auf  <B>10-15'</B> ab, .gibt 20 Teile     symmetrischen        Dichlor-          dimethyläther    zu und     rührt,das        ganze    noch 6 Stunden in       der        Kälte.        Andererseits    löst man bei     15--20     116 Teile       1-,Amino-2-methoxy-4-(2',4',6'-@trimethylphenylamino)

  -          anthrachinon        in        einer        Mischung        aus        325        Teilen        95%iger          Schwefelsäure        und        165        Teilen        100%lger        ,

  Schwefelsäure.     Nun     lässt        span    bei .der gleichen     Temperatur    die oben  beschriebene     Schwefelsäurelösurng        zutropfen.     



  Die Reaktion verläuft langsam und dauert     noch        etwa     15 Stunden, d. h. bis in einer ausgearbeiteten Probe das       Verschwinden    der     Ausgangswaren        chromatographisch          feststellbar        ist.     



  Wenn die     Reaktion    fertig ist,     giesst    man     die    Masse  auf     1'00    Teile Eis und 1000 Teile Wasser,     filtriert    den  erhaltenen Niederschlag ab,     wäscht    ihn     neutral,    trocknet       ihn    im Vakuum bei 60  und mahlt ihn. Das erhaltene       dunkelviolette    Pulver löst sich in     organischen        Lösungs-          mitteln    mit violetter Farbe.

             Chlorgehalt        berechnet:    7,0, 0/0       Chlorgehalt        gefunden:        7,1%     Nun     unterwirft    man die erhaltenen     Farbstoffbasen     der     Sulfonierung:

      45 Teile der     Farbstoffbasen    werden in       einer        Mischung.aus        35        Teilen        100        %iger        Schwefelsäure     und 80 Teilen schwachem     Oleum    mit einem Gehalt von       25%        an        SO,,

          bei        20-25         gelöst.        Die        Masse        wird        auf        40           erhitzt    und solange bei 40  ,gerührt, bis eine Probe in  Wasser sich     vollständig    löst.

   Die     Sulfonierung    dauert  etwa 15     Stunden.    Nach Abkühlen     giesst    man die Masse  auf 500 Teile Eis und 500 Tolle     Wasser,        filtriert    den       Niederschlag        ab        und        wäscht        ihn        in        ,einer        10        %igen     Kochsalzlösung.  



  Nach     Anteigen    mit     ein,    wenig Soda wird die     neutra-          lisierte        Farbstoffpaste    im     Vakuum    bei 60      getrocknet     und     gemahlen.     



  Der     Farbstoff    stellt ein rotviolettes Pulver dar. Er  löst sich in     Wasser    mit rotvioletter Farbe und in konzen  trierter     Schwefelsäure    mit roter Farbe. Diese letzte Farbe  schlägt durch     Zusatz    von Formaldehyd     nach    Blaugrün  um.  



  <I>Färbevorschrift</I>  2 Teile des obigen Farbstoffes, 0,8 Teile eines       oxäthylierten    Fettamins und 0,5 Teile eines     Oleylpoly-          glykoläthers    werden in 5000 Teilen Wasser gelöst     und     mit 2 Teilen Eisessig versetzt.

   Diese     Färbeflotte        wird    auf  40-50  erwärmt,     worauf    man mit     100    Teilen Wolle  eingeht und das Bad innert 30 Minuten zum Sieden       bringt.    Man kocht     während    45 Minuten, worauf das  Material     ,gespült    und getrocknet     wird.    Man erhält so eine       egale,        lebhafte        rotviolette    Färbung von .sehr guter Licht  echtheit und     hervorragenden        Nassechtheiten,

      insbeson  dere von hervorragender     Waschechtheit    und     alkalischer          Walkechtheit.    Wird anschliessend .an den Färbeprozess  die Färbeflotte mit     Ammoniak        neutralisiert    und das       Färbegut    während 20 Minuten bei 90  darin behandelt,  so     erhält    man eine noch etwas     nassechtere    Färbung.

   Den       gleichen        Effekt    kann .man auch durch     Behandlung    des       Färbegutes    in einem neuen Bad aus     5000    Teilen Wasser  und 3 Teilen     Hexamethylentetramin    bei 90-95  wäh  rend 20-30 Minuten erzielen. Der Farbstoff färbt auch  auf Nylon ein lebhaftes     Rotviolett.     



       Ersetzt    man in diesem     Beispiel    die 36,2     Teile          a-Chloracrylnitril    durch 31 Teile     Chloressigsäurenitril     oder 37 Teile     ss-Chlorpropionsäurenitril    oder 51 Teile       a,ss-Dichlorpropionsäurenitril,    so erhält man     Farbstoffe     mit .sehr ähnlichen     Eigenschaften.     



  <I>Beispiel 2</I>       In        einer        Mischung        aus        325        Teilen        95        %iger        Schwe-          felsäure    und 165 Teilen 100     0/aiger        Schwefelsäure    wer  den 107 Teile 1     Amino-4(2',4',6'-trimethylphenyl-          amino)-anthrachinon    bei     15-20     innert 2 Stunden ge  löst.

   Nun     lässt    man bei der     .gleichen        Temperatur    ;die im  Beispiel 1 beschriebene     Schwefelsäurelösung        zutropfen.     Die     Reaktion        verläuft    in der im Beispiel 1 beschriebenen  Weise und die     Farb,stoffbase        wird        gleich        aufgearbeitet.     Das in     guter    Ausbeute     erhaltene    Pulver löst sich in       organischen    Lösungsmitteln ,mit     violetter    Farbe.  



       Chlorgehalt        berechnet:        7,5        %     Chlorgehalt gefunden: 7,8 0/0  42 Teile .der     Farbstoffbase    werden in einer Mischung       aus        37        Teilen        100        %iger        Schwefelsäure        und        80        Teilen          schwachem        Oleum        mit        einem        S03-Gehalt     <RTI  

   ID="0003.0148">   von        25        %        bei          20-.25     ,gelöst. Die Masse wird auf 40  erhitzt und so  lange bei 40  gerührt, bis eine Probe sich ohne Rück-    stand in Wasser     löset.        Nach    Abkühlen auf 25  giesst  man die     Sulfonisierungsmasse    auf 500     Teile    Eis und 500  Teile Wasser, filtriert den     Niederschlag    ab, wäscht ihn       neutral        mit        einer    5     %igen        Kochsalzlösung,

          trocknet        ihn     im Vakuum bei 60  und mahlt ihn.  



       Der        Farbstoff    stellt ein     violettes    Pulver dar. Er löst  sich     in    Wasser mit blauvioletter Farbe und in konzen  trierter     Schwefelsäure    mit roter Farbe. Diese Nuance       schlägt        auf        Zusatz    von Formaldehyd nach Blau um. Auf  Wolle werden lebhafte blauviolette Färbungen erhalten,  die äusserst wasch- und     walkecht    sind.

   Durch Kochen  der Färbung     mit    50     0/aigem        Pyridin        wird    der Farbstoff  nicht     abgebaut.    Der Farbstoff färbt     auch        auf    Nylon ein  lebhaftes Blauviolett.  



  <I>Beispiel 3</I>       Ersetzet    man     im    Beispiel 1 .die 116 Teile 1     Amino-2-          methoxy-4-,(2',4',        6'-trimethylphenylamino)-anthrachinon     durch 111 Teile     1-Amino-2-m.ethyl-4-(2',4',6'-trimethyl-          phenylamino)-.anthrachinon,    so     erhält    man als Farbstoff  base ein dunkles     violettblaues    Pulver, das nach den  üblichen Methoden in einen     wasserlöslichen        Farbstoff     umgewandelt wird.  



  Der Farbstoff löst sich in Wasser mit blauvioletter  Farbe und färbt auf Wolle wie auf Nylon ein lebhaftes  Blauviolett. Die Färbungen sind äusserst wasch- und       walkecht,    insbesondere wird die     Wollfärbung        durch          Kochen        mit        50        %igem        Pyridin        nicht        abgebaut.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Anthrachinonreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol einer Verbindung der Formel worin R Wasserstoff oder nie:
    drigmolekulares, gegebenenfalls substituiertes A1kyl, jedes von R1, R@ und R, Methyl oder Äthyl und X Wasserstoff, Halogen, niedrigmolekulares, gegebe nenfalls subestituiertes Alkyl, Cyclo.alkyl, Aryl, niedrigmolekulares,
    gegebenenfalls substituiertes Alkoxy, Aryloxy oder Cycloalkoxy bedeuten, :mit mindestens 1 Mol einer Verbindung der Formel Häl-Z-CO-NH-CH2-Y (II) worin Hal-Z- Hal-CH2-, Hal-CH2-CH2-, EMI0003.0238 EMI0003.0239 und Y OH, Chlor oder Brom bedeuten, umsetzt und die erhaltenen Reaktionsprodukte sulfoniert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Umsetzung in Schwefelsäure von 70-100 % oder in konzentrierter Phosphorsäure aus- führt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, :dass man die Umsetzung bei Temperaturen von 0 bis 60 ausführt.
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