CH423155A - Grossentlüftungsvorrichtung - Google Patents
GrossentlüftungsvorrichtungInfo
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Description
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Grossentlüftungsaorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Grossentlüf- tungsvorrichtung für Heisswasseranlagen, z. B. Zentralheizungen, mit einem in einem Gehäuse angeordneten Schwimmkörper, durch den ein im Gehäusedeckel vorhandener Auslasskanal abschliessbar ist. Es soll hierdurch die in der Heisswasseranlage auftretende Luft selbsttätig abgelassen werden.
Bisher bekannte solche Grossentlüftungsvorrich- tungen besassen noch den Nachteil, dass bei Nichtfunktionieren des Schwimmkörpers, z. B. durch Festklemmen oder Festsetzen desselben, der Auslasska- nal offen blieb und Flüssigkeit durch ihn austreten und Überschwemmungen verursachen konnte.
Zur Behebung dieses Nachteils ist bei der erfin- dungsgemässen Grossentlüftungsvorrichtung in dem Auslasskanal noch ein Absperrorgan vorgesehen, welches bei Luftaustritt in unwirksamer Lage bleibt, bei Nichtfunktionieren des Schwimmkörpers jedoch den Auslasskanal abschliesst, um einen Flüssigkeitsaustritt zu verhindern. Es können hierbei somit auch bei sich festklemmendem oder festsetzendem Schwimmkörper keine Überschwemmungen auftreten.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch eine Ent- lüftungsvorrichtung, Fig. 2 ist ein horizontaler Querschnitt derselben, und Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch das zweite Beispiel der Entlüftungsvorrichtung.
Der Boden 1 der dargestellten Entlüftungsvorrichtung weist einen Gewindeteil 2 auf, welcher auf ein nicht dargestelltes Anschlussstück einer Heiss- wasseranlage, z. B. einer Zentralheizung aufschraub- bar ist. Im Gewindeteil 2 ist eine zentrale Bohrung 3 vorhanden, in welcher eine Rückschlagventilkugel 4 und eine auf diese einwirkende Druckfeder 5 vorhanden ist. Der Umfangsrand des Bodens 2 weist ein Gewinde auf, auf das ein Gewindering 6 aufschraubbar ist, mittels welchem ein Flansch 7 eines zylindrischen Gehäuses 8 und ein Lochsieb 9 am Boden 1 befestigt ist.
In der Mitte des Lochsiebes 9 ist ein Stift 10 angebracht, durch welchen bei zusammengebauter Vorrichtung die Ventilkugel 4 von ihrem Sitz 11 in der Bohrung 3 abgehoben ist. Nach Lösen des Gewinderinges 6 kann das Gehäuse 8 und Lochsieb 9 vom Boden 1 weggenommen werden. Hierbei wirkt der Stift 10 nicht mehr auf die Ventilkugel 4 ein, so dass diese durch die Feder 5 auf ihren Sitz 11 gedrückt wird und der Austritt von Flüssigkeit aus der Heiss- wasseranlage verhindert ist. Diese Anlage muss hier somit beim Auseinandernehmen der Entlüftungsvorrichtung nicht mehr abgestellt bzw. entleert werden.
In das zylindrische Gehäuse 8 ist ein Schwimmkörper 12 eingesetzt, der z. B. aus Metall oder Kunststoff besteht und hohl oder auch voll sein kann. Damit sich dieser Schwimmkörper 12 am Gehäuse 8 weniger leicht festsetzen oder festklemmen kann, weist das Gehäuse 8 Einkerbungen 13 auf, wie aus Fig.2 ersichtlich ist. Oben in der Mitte des Schwimmkörpers 12 ist ein Stift 14 angebracht, welcher mit einer Gummischeibe 15 eines auf dem Gehäuse 8 befestigten Deckels 16 zusammenwirkt, um einen zentralen Auslasskanal 17 im Deckel 16 abzu- schliessen. Der Kanal 17 steht oben mit einer zentralen Bohrung 18 in einem auf den Deckel 16 aufgeschraubten Griffteil 19 in Verbindung. Von der Bohrung 18 führen Querkanäle 20 nach aussen.
Der mittlere in die Bohrung 18 des Griffteiles 19 hineinreichende Teil des Deckels 16 besitzt oben eine kugelige Vertiefung, die einen Ruhesitz für eine Ab-
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sperrkugel 21 bildet. Die Bohrung 18 besitzt einen konischen Sitz 22 für die Absperrkugel 21, wenn diese durch aufsteigende Flüssigkeit gehoben wird. Im Griffteil 19 ist eine Dichtungsscheibe 23 vorhanden, welche bei ganz eingeschraubtem Griffteil 19 gegen die Oberseite des Deckels 16 anliegt. Im Dek- kel 16 ist ferner ein durchgehender Kanal 24 und ein von oben zu einem Auslassrohr 26 führender Kanal 25 vorhanden.
Die beiden Kanäle 24, 25 dienen zur Schnellentlüftung, z. B. bei der Inbetriebsetzung der Vorrichtung. Zu diesem Zweck wird der Griffteil 19 etwas losgeschraubt, so dass zwischen der Dichtungsscheibe 23 und der Oberweite des Deckels 16 ein Zwischenraum vorhanden ist. Die Luft strömt dann aus dem Gehäuse 8 durch die Kanäle 24, 25 nach aussen.
Im normalen Betrieb ist der Griffteil 19 ganz eingeschraubt. Die aus der Heisswasseranlage durch die Bohrung 3 und das Lochsieb 9 in das Gehäuse eintretende Flüssigkeit hebt den Schwimmer 12 an, so dass dessen Stift 14 gegen die Scheibe 15 gedrückt wird und den Auslasskanal 17 abschliesst. Die aus der Heisswasseranlage in das Gehäuse 8 gelangende Luft sammelt sich oben im Gehäuse 8 an und drückt eine entsprechende Flüssigkeitsmenge in die Anlage zurück, so dass das Flüssigkeitsniveau im Gehäuse 8 entsprechend verändert wird.
Wenn sich so viel Luft im Gehäuse 3 angesammelt hat, dass der Schwimmerkörper 12 den Auslasskanal 17 freigibt, so entweicht die Luft durch den Kanal 17, die Bohrung 18 und die Kanäle 20 nach aussen. Da hierbei die Absperrkugel 21 auf ihrem Ruhesitz verbleibt, kann die Luft unbehindert austreten. Durch die hierbei aus der Anlage einströmende Flüssigkeit wird der Schwimmkörper 12 wieder gehoben und schliesst den Auslass- kanal 17 ab. Sollte jedoch der Schwimmkörper aus irgendeinem Grund, z.
B. durch Klemmen, nicht richtig funktionieren, so könnte Flüssigkeit in den Aus- lasskanal 17 gelangen und durch die Bohrung 18 und Kanäle 20 austreten und eine Überschwemmung verursachen. Dies wird durch die Absperrkugel 21 verhindert, indem die in der Bohrung 18 aufsteigende Flüssigkeit die Kugel 21 mitnimmt und gegen den konischen Sitz 22 presst, so dass der Auslasskanal abgeschlossen ist.
Die Entlüftungsvorrichtung nach Fig.3 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 dadurch, dass am Schwimmerkörper 12 ein Ansatz 27 befestigt ist, an welchem das eine Ende eines Hebels 28 ange- lenkt ist, dessen anderes Ende an einem am Deckel 16 befestigten Lagerstück 29 angelenkt ist. Auf diesem Hebel 28 ist eine Gummischeibe 30 befestigt, welche mit einem Rohransatz 31 zusammenwirkt, der in den Auslasskanal 17 des Deckels 16 eingesetzt ist. Die Gummischeibe 30 dient zum Abschliessen des Rohransatzes 31 bzw. des Auslasskanals 17.
Der Auftrieb des Schwimmkörpers 12 übt hier durch die Hebelübersetzung eine grössere Schliesskraft auf die Scheibe 30 aus, so dass diese Entlüftungsvorrichtung für grössere Drücke bis 12 Atmosphären geeignet ist, während die Ausführungsform nach Fig. 1 nur für Drücke bis 4 Atmosphären bestimmt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Grossentlüftungsvorrichtung für Heisswasseran- lagen, mit einem in einem Gehäuse angeordneten Schwimmkörper, durch den ein im Gehäusedeckel vorhandener Auslasskanal abschliessbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Auslasskanal ein Absperrorgan vorgesehen ist, welches bei Luftaustritt in unwirksamer Lage bleibt, bei Nichtfunktionieren des Schwimmkörpers jedoch den Auslasskanal abschliesst, um einen Flüssigkeitsaustritt zu verhindern. UNTERANSPRÜCHE 1.Grossentlüftungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrorgan eine Kugel ist, welche auf einem Ruhesitz aufruht und durch Flüssigkeit angehoben wird und den Aus- lasskanal abschliesst. 2. Grossentlüftungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusedeckel einen Schnellentlüftungskanal aufweist, welcher durch Losschrauben eines Griffteiles freigegeben wird. 3. Grossentlüftungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusewand Einkerbungen zur Vermeidung des Festsetzens des Schwimmkörpers aufweist. 4.Grossentlüftungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse vom Boden lösbar ist, wobei zwischen Gehäuse und Boden ein Lochsieb eingesetzt ist, das einen Stift trägt, der bei eingesetztem Gehäuse und Lochsieb eine im Einlasskanal des Bodens angeordnete Rück- schlagventilkugel von ihrem Sitz abhebt, welche bei Wegnahme von Gehäuse und Lochsieb den Einlasskanal absperrt, um hierbei die Heisswasseranlage nicht entleeren zu müssen. 5.Grossentlüftungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schwimmkörper und Abschliessorgan des Auslasska- nals im Gehäusedeckel eine Hebelübersetzung vorhanden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH401965A CH423155A (de) | 1965-03-23 | 1965-03-23 | Grossentlüftungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH401965A CH423155A (de) | 1965-03-23 | 1965-03-23 | Grossentlüftungsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH423155A true CH423155A (de) | 1966-10-31 |
Family
ID=4268293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH401965A CH423155A (de) | 1965-03-23 | 1965-03-23 | Grossentlüftungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH423155A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2022101752A1 (en) * | 2020-11-13 | 2022-05-19 | Giacomini S.P.A. | Deaerator with integrated shut-off valve |
-
1965
- 1965-03-23 CH CH401965A patent/CH423155A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2022101752A1 (en) * | 2020-11-13 | 2022-05-19 | Giacomini S.P.A. | Deaerator with integrated shut-off valve |
| US12410871B2 (en) | 2020-11-13 | 2025-09-09 | Giacomini S.P.A | Deaerator with integrated shut-off valve |
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